Er"fahr"ungsbericht R & M Load 75 rohloff HS

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Naja, da sich inzwischen die Preise den Kfz annähern steigen auch die Erwartungen an den Service. Und ein Lastenrad wird anders gebraucht als ein Rennrad. Wenn ein Auto wegen Garantie-Reparatur in der Werkstatt ist kriegt man oft kostenlos einen Leihwagen. Der Ausfall an Mobilität im Problemfall muss minimiert werden, wenn ein Lastenrad zum Autopreis wirklich ein Auto ersetzen soll. Da müssen sich die Hersteller auch irgendwann Gedanken drüber machen, dass sie nicht Sportgeräte für die Freizeit sondern Alltagsmobilität verkaufen.

Jgorres steht ohne Gefährt da, da würde ich auch fuchsig wenn ein 9000 Euro Rad mich so schnell im Stich lässt und die Reaktion gefühlt nur "tja, Pech gehabt" ist und anscheinend nur der Wille besteht irgendwann eine minimale Reparatur auszuführen und nicht die, die das Problem dauerhaft beseitigt, und auch nicht zeitnah. Ob der schwarze Peter beim Händler oder beim Hersteller liegt ist dann auch egal, aber der Hersteller sollte langfristig mit den Händlern zusammen schauen wie man solche Fälle bestmöglich zur größten Kundenzufriedenheit löst.
 
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Bei mir ist das ganz bestimmt kein Marken Bashing sondern MarkeTING Bashing. Und das ist bei R&M einfach nur angebracht, weil Premium ist an dem Laden nur der Preis, sonst überhaupt nichts, noch nicht mal die Komponenten.
Wer will kann sich ja bessere Suspension nachrüsten - für die anderen, die glauben das nicht haben zu müssen, bleiben die Preise so noch erschwinglich. Ansonsten läge man bei 10.000.-€ +/- . Es ist auch nicht so, dass für den Preis nichts geboten wird. Das Rad fährt sich hervorragend, es ist sehr sauber verarbeitet, und es wird ja auch in Deutschland gebaut - mit Positivem bei Arbeitsplätzen und Stärkung unserer Wirtschaft - ein Chinaböller ist allerdings billiger, in jeder Hinsicht.
Auf unseren Wald- und Feldwegen hier im Hügelland würde ich mir kein bullit wünschen - da kann man auch keine Rahmenfederung nachrüsten, und bessere Schalt- und Bremselemente nützen auf holprigen Wegen auch wenig .... - da bleibt es ein Stier ohne Hörner :) - ansonsten ist das Bullit für mich auch ein tolles Rad.

lg ...
 
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Bei mir ist das ganz bestimmt kein Marken Bashing sondern MarkeTING Bashing. Und das ist bei R&M einfach nur angebracht, weil Premium ist an dem Laden nur der Preis, sonst überhaupt nichts, noch nicht mal die Komponenten.
Puuhhh - Du hast für Dich ja richtig ein Feindbild aufgebaut - Du Armer. Sooo schlecht ist das Bullitt doch wirklich nicht.
Ich frage mich allerdings, was Du bei Schaltung (Rohloff), Antrieb (Bosch, Gates), Bremse (Tektro Cargo) oder der Qualität des Rahmens noch drauflegen willst um Deinem "Premium" Anspruch gerecht zu werden?! Nochmal: wir reden von EINEM Laufrad mit Problemen und nicht von einer Serie von Laufradproblemen beim Load...
 
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Bei mir ist das ganz bestimmt kein Marken Bashing sondern MarkeTING Bashing. Und das ist bei R&M einfach nur angebracht, weil Premium ist an dem Laden nur der Preis, sonst überhaupt nichts, noch nicht mal die Komponenten.
Beim Marketing-Bashing bin ich bei dir. Ich habe ja an anderer Stelle schon geschrieben "Sie nennen es Marketing, ich Betrug."

Der Premiumpreis ist eine unmittelbare Folge des Markenprinzips. Jede Marke lässt sich ihren Namen bezahlen.

Bei den Komponenten liegt du ziemlich daneben. Die Auswahl ist schon sehr hochwertig. In meinem Fall (HS) kommt dazu, dass die Teile den Vorschriften, die sich aus der Kfz-Eigenschaft meines Loads ergeben, erfüllen müssen.
 
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Nochmal: wir reden von EINEM Laufrad mit Problemen und nicht von einer Serie von Laufradproblemen beim Load...
Danke, dass du die Foristen da noch mal dran erinnerst. Der eine oder andere ist doch etwas weit abgeschweift und hat noch anderen Teilen die Schuld gegeben.

Ich als Betroffener bin aber insbesondere von der ersten Reaktion von R&M (10 Speichen für die Reparatur) ziemlich angeätzt. Man könnte natürlich sagen, dass ich als Endverbraucher mich mit dem Händler auseinandersetzen muss (was korrekt ist). Aber: Ich habe nun mal davon erfahren, wie R&M sich die Reparatur zunächst vorgestellt hat.

Ich werde mit Sicherheit meine zukünftige Kaufentscheidung beim nächsten Lastenrad (so ich denn noch solange lebe) auch davon abhängig machen. Das Produkt Load ist eigentlich gut, aber was ich im Zusammenhang damit erlebt habe, ist nicht akzeptabel.
 

LZ_

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Das Produkt Load ist eigentlich gut, aber was ich im Zusammenhang damit erlebt habe, ist nicht akzeptabel.
Sehe ich auch so.
Ich behaupte das bei einer ordentlichen Inspektion vor Auslieferung an dich, bzw. einem seriösen Aufbau und Montage beim Händler aus dem Karton ( der in Wirklichkeit eine Stückgutpalette ist ) dieses fehlerhafte Laufrad bereits aufgefallen wäre. Es langt eben nicht den Vorbau raufzustecken und geraderichten.....
Service bedeutet auch eine gut ausgestatte Werkstatt mit motivierten und gut ausgebildetetn Mitarbeitern. Da ist sehr oft das Problem zu verorten, welches die Branche behindert.
 
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Service bedeutet auch eine gut ausgestatte Werkstatt mit motivierten und gut ausgebildetetn Mitarbeitern. Da ist sehr oft das Problem zu verorten, welches die Branche behindert.
der riesige Boom bei den Fahrrädern und eBikes wird sicher dazu führen, dass die Servicequalität insgesamt deutlich schlechter wird. So viele gute Zweiradmechaniker gibt der Markt nicht her. Erst fehlen die Ersatzteile und dann die Menschen um die Teile ordentlich zu montieren... Dafür tauchen dann so schöne Dinge wie "15€ = Prüfung Kettenverschleiß" auf einer Rechnung auf (meine Frau wollte Ihr Cube unbedingt zur Inspektion bringen -> Garantie)...
@jgorres die Reaktion von R+M (10 Speichen) kann natürlich auch mit der Übermittlung des Schadens durch den Händler zusammenhängen. Das Ergebnis bleibt für Dich ärgerlich.
 
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Das ist stark erklärungbedürftig, bzw. bezahle ich die Rechnung unter Vorbehalt und mach zumindest das Gewerbeamt akitv. Wobei ich als erste Reaktion mir den Preisaushang zeigen lasse.
na ja - die Wartung am Rad mache ich. Meine Liebste meinte aber, für die Garantie muss es zur ersten Inspektion zum Cube Händler. Das Rad hatte 1200km drauf und eine sehr gepflegte Kette. Wenn er da überhaupt etwas gemacht hat, dann den Caliber kurz aufgelegt. Aber auf eine Diskussion hatte ich keine Lust - das Rad hat er eh zum letzten Mal gesehen. Probleme macht hier nur Bosch - die verhindern sehr aktiv, dass wir die Wartung selber machen können. Das fängt schon bei dem Aufspielen der Software an. Aber jetzt sind wir völlig Offtopic ;)
 
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Na ja, ich habe mittlerweile angefangen, meine Räder nur noch in Werkstätten warten zu lassen (also die Dinge, die ich nicht selber nicht kann), die reine Werkstätten sind bzw. verhältnismäßig klein, sodass es wirklich auf Kundenbindung ankommt.

Bei größeren Werkstätten, die auch noch zusätzlich sehr mit dem Aufbau von Neurädern beschäftigt sind, habe ich in letzter Zeit tatsächlich ziemlich negative Erfahrungen kommt, zumal oft die Azubis wirklich alles machen müssen (und wenn man jung ist, fehlt einem eben oft der Blick bzw. die Erfahrung für das Wesentliche). Die Meister bzw. die Werkstattleitung schaut dann aus Zeitdruck nicht noch einmal drüber.

Was @jgorres Laufrad angeht, so sollte dies bei der Montage bzw. Endkontrolle des Händlers auffallen, darf aber bei R&M so auch nicht ausgeliefert werden.
Dieses Problem betrifft aber auch nicht nur R&M. Durch die Bank liefern Hersteller Räder aus mit defekten Bremsgriffen, mangelhaften Laufrädern etc etc.

Insgesamt fehlt es tatsächlich an guten Leuten und auch an Geduld auf allen Seiten. Gleichzeitig ist die Entwicklung bei Rädern zu immer komplexeren Gefährten auch nicht gerade förderlich. Lastenräder und EBikes gehen mir viel zu sehr in Richtung Auto gerade (Ausstattungspakete, Preise, proprietäre Lösungen, ein viel zu komplexes Verbauen von Teilen, sodass es für jedes Rad eine spezielle Schulung braucht), was es nicht leichter macht.

Aber gut, ein Laufrad sollte ohne Wenn und Aber sauber eingespeicht sein und wenn dem nicht so ist, sollte ohne Wenn und Aber innerhalb der ersten sechs Monate nach Kauf schnell eine solide Lösungen für ein defektes Laufrad gefunden werden und keine Frickellösung.
 
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Eben erreichte mich diese Mail:
R&M (02.04.2021, 17:07 Uhr)

Sehr geehrter Herr Gorres,

ich bin als Abteilungsleiter Vertrieb verantwortlich für unseren Customer Care. Unser Teamleiter Customer Care hat mich über Ihre E-Mail und Ihren Anruf informiert, aus unserer Service-Abteilung kenne ich die Kommunikation zwischen uns und Ihrem Händler.

Ich möchte Ihnen vor Ostern einen kurzen Zwischenstand geben: Die Ersatzteile wurden am 31.03. zu Ihrem Händler geschickt. Wir werden uns spätestens kommenden Mittwoch bei Ihnen melden und bitten daher um Ihre Geduld.

Für die entstandenen Unannehmlichkeiten und die lange Wartezeit entschuldigen wir uns bereits heute ausdrücklich.

Ich wünsche Ihnen schöne Osterfeiertage.

Freundliche Grüße

Timo Gührer
Head of Sales & International Strategy
Gut finde ich, dass R&M sicher immerhin schon mal bei mir direkt gemeldet hat und zusagen, sich nochmals zu melden.

Das Rad steht seit dem 24.03. mit dem Defekt beim Händler. R&M hat somit 1 Woche gebraucht, um die Ersatzteile in den Versand zu geben.

Eine Woche um Ersatzteile in den Versand zu geben, finde ich zu lang, aber als Betroffener bin ich ja voreingenommen.
 
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Gerade gesehen. In der R&M Cargo bikes Facebookgruppe habe ich einen Kollegen mit erhöhtem Speichenverbrauch: 3 Speichen, 350 km.

Es sind dort mehrere Antworten aus denen hervorgeht, dass eine ganze Reihe von Speichen bereits nach relativ geringer Laufleistung gebrochen waren.

Ich stelle mal einen Screenshot ein, da es eine private FB-Gruppe ist, in die man nur nach Registrierung kommt, die interessantesten Beiträge habe ich mal rot eingekringelt:

https://www.dropbox.com/s/94jv9a4g1g0yboy/fb.png?dl=0

Min Fazit: Ich bin mit dem Speichenbruchproblem nicht alleine auf der Welt. Und ja, ich weiß, man soll nicht alle Einzelstimmen aus dem Internet für bare Münze nehmen.
 
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Jetzt geht es! Danke. Ich habe letzte Woche beide Räder kontrolliert - bei mir war die Speichenspannung überall OK. Aber das sind keine DD Speichen die für die Rohloff ja angeblich "vorgeschrieben" sind. Na ja - irgendwann messe ich mir mal die Speichenlänge aus und baue die Laufräder neu auf - dann kommt hinten ne DT-Swiss Felge rein - ist ja kein HS, da darf ich - allerdings habe ich das bei meinem S-Ped trotzdem gemacht:
dt-swiss-522-3.jpg


Auch bei der Diskussion auf FB ist das kein repräsentativer Querschnitt - das mal ne Speiche bricht kommt schon vor - aber bei Dir war das Rad auf keinen Fall ordentlich gebaut.
 
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Gerade gesehen. In der R&M Cargo bikes Facebookgruppe habe ich einen Kollegen mit erhöhtem Speichenverbrauch: 3 Speichen, 350 km.

Es sind dort mehrere Antworten aus denen hervorgeht, dass eine ganze Reihe von Speichen bereits nach relativ geringer Laufleistung gebrochen waren.

Ich stelle mal einen Screenshot ein, da es eine private FB-Gruppe ist, in die man nur nach Registrierung kommt, die interessantesten Beiträge habe ich mal rot eingekringelt:

https://www.dropbox.com/s/94jv9a4g1g0yboy/fb.png?dl=0

Min Fazit: Ich bin mit dem Speichenbruchproblem nicht alleine auf der Welt. Und ja, ich weiß, man soll nicht alle Einzelstimmen aus dem Internet für bare Münze nehmen.

Ich will mich ja hier echt nicht unbeliebt machen, aber Premium, Premium, Premium! So, und jetzt deaktiviere ich die Benachrichtigungen zu diesem Thread. Ich wünsche noch viel Erfolg bei der Reparatur.
 
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Gerade Testfahrräder bieten sich doch an, um solche Schäden auszuschließen. Regelhaft sind die gut gepflegt, weil man ja nach einer Probefahrt weitere Exemplare verkaufen will. Und Kinderkrankheiten dürften behoben sein, weil die ersten hundert Kilometer schon mit dem Rad gefahren wurden.
Das war bei dem angebotenen Rad leider nicht der Fall :-(
 
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