kuriose Beschilderungen und Verkehrsschilder

Überall ist es sicher nicht ideal. Aber hier ist es schon ganz angenehm für Radfahrer. Es fährt fast trotzdem fast keiner hier im Alltag Rad und die <1km Strecken werden regelmäßig mit dem PKW zurückgelegt.

Mein Arbeitsweg sind 12.5km einfach. Ich fahre da ca 500m auf einer "großen" Straße. ca 2km durch beruhigte Ortschaften / 1km auf ruhigen Nebenstraßen. Den Rest auf asphaltierten autofreien Wegen (inkl Winterdienst). Trotzdem bin ich da im Regelfall alleine unterwegs ...
 
Es könnte ja durchaus auch funktionieren, sinnlos abgestellte Schilder so zu ordnen, dass man á la Blaumilchkanal anfangen kann, an irgendeiner Straße einen Radweg zu bauen, der dann später vom Oberbürgermeister feierlich eingeweiht wird
 
Es könnte ja durchaus auch funktionieren, sinnlos abgestellte Schilder so zu ordnen, dass man á la Blaumilchkanal anfangen kann, an irgendeiner Straße einen Radweg zu bauen, der dann später vom Oberbürgermeister feierlich eingeweiht wird
 
Kein kurioses Verkehrsschild, aber kurios allemal. Falls hier falscher Thread, bitte verschieben. Oder tolerieren :)
Habt ihr sowas schonmal gesehen?! Ich war etwas entsetzt.
Wenn man also demnächst auf dem Rad von einem Lieferwagen dieses globalen Krempelversenders umgemäht wird, heißt es dann: Wir hatten euch doch gewarnt!?
(Maximal falsch geparkt, nämlich halb auf Gehweg und halb auf Radweg, war die Karre auch.)

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Kein kurioses Verkehrsschild, aber kurios allemal. Falls hier falscher Thread, bitte verschieben. Oder tolerieren :)
Habt ihr sowas schonmal gesehen?! Ich war etwas entsetzt.
Wenn man also demnächst auf dem Rad von einem Lieferwagen dieses globalen Krempelversenders umgemäht wird, heißt es dann: Wir hatten euch doch gewarnt!?
(Maximal falsch geparkt, nämlich halb auf Gehweg und halb auf Radweg, war die Karre auch.)

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Ne, ist normal, klebt auf allen hinten drauf.

Im Grunde finde ich es richtig, Fahrradfahrende für Gefahrenstellen zu sensibilisieren. Wenn das aber von der Gefahr selbst ausgeht, läuft etwas falsch.

Im Fahrzeug, im Bereich des Fahrplatzes, ist übrigens kein entsprechender Hinweis. Ich habe extra mal nachgeschaut.

t.
 
Ich habe so einen Aufkleber schon im Juni gesehen. Ist schon frech, jetzt die Radelnden für zukünftigen Unfälle verantwortlich zu machen....
 

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Ich gehe mal davon aus, dass dir eine Teilschuld gegeben werden soll, wenn Du an so einer Karre vorbeifährst. z.B. wenn so ein Transporter knapp neben einem Fahrradweg auf der Fahrbahn steht und z.B. eine Tür wird unrefleketiert aufgerissen. Auf dem aufgepinselten Radweg stehen die ja jetzt nicht mehr, ist denen zu teuer geworden....
..KFZ-Nutzende hupen bei Hindernissen ja nur und schreiben keine Drittanzeigen..... ;)
 
Kein kurioses Verkehrsschild, aber kurios allemal.

Hmm, vielleicht sollte ich mir ein "Achtung! Hier gilt §56(1)StVZO"[1] Schild als Gegenmaßnahme ans Fahrrad machen?


[1]: Kraftfahrzeuge müssen nach Maßgabe der Absätze 2 bis 3 Spiegel oder andere Einrichtungen für indirekte Sicht haben, die so beschaffen und angebracht sind, dass der Fahrzeugführer nach rückwärts, zur Seite und unmittelbar vor dem Fahrzeug – auch beim Mitführen von Anhängern – alle für ihn wesentlichen Verkehrsvorgänge beobachten kann.
 
Ich habe so einen Aufkleber schon im Juni gesehen. Ist schon frech, jetzt die Radelnden für zukünftigen Unfälle verantwortlich zu machen....
Im Sinne dieses Unternehmes nur konsequent. Versuchte Risikominimierung zu Lasten der Allgemeinheit. Wobei die Leidtragenden im Zweifelsfall immer der Fahrer und/oder andere Beteiligte sind. Nicht der Unternehmer. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die "Angestellten" im Arbeitsvertrag zur Einhaltung der StVO verpflichtet werden.
Ich boykottiere den Laden schon seit sehr langer Zeit. In 99% der Fälle gibt es Alternativen.
 
Ich habe dort auch seit 2 Jahren nichts mehr bestellt. Bis neulich.
Bin schwach geworden als es ein Garmin 530 für 160€ gab.
 
Auf den Bussen klebt das in vielen Städten schon seit 30 Jahren. Ich finde es nur sinnvoll, darauf hinzuweisen, dass der tote Winkel existiert und potentiell gefährlich ist. Die Interpretation "da will sich jemand vorsorglich reinwaschen" ist mir etwas zu billig. Für den Fehler des Fahrers stehe ich mit meiner Gesundheit gerade, ungechtet der Haftungsfrage.
 
Ich sehe das so wie @bastiaen. Man kann die Physik nicht überlisten. D.h. mit konventionellen Speigeln ist es schlicht nicht möglich, alle Bereiche neben und hinter Fahrzeugen einer bestimmten Größe einzusehen. Dafür werden ja nun (zwar spät, aber besser als nie) Abbiegeassistenten verpflichtend eingeführt für Fzg ab 3,5 to und Busse. Und auf die Fakten hinzuweisen ist ja nichts Schlechtes.
 
Ich sehe das so wie @bastiaen. Man kann die Physik nicht überlisten. D.h. mit konventionellen Speigeln ist es schlicht nicht möglich, alle Bereiche neben und hinter Fahrzeugen einer bestimmten Größe einzusehen. Dafür werden ja nun (zwar spät, aber besser als nie) Abbiegeassistenten verpflichtend eingeführt für Fzg ab 3,5 to und Busse. Und auf die Fakten hinzuweisen ist ja nichts Schlechtes.
Der Wortlaut ist dennoch schlecht. "Achtung toter Winkel" geschenkt und akzeptiert. Finde ich sogar gut.

ABER:
"Fahrradfahrer; Achtung geben beim Vorbeifahren dieses Fahrzeugs" ???? Sorry, was soll das heißen, welche Sprache ist das?

Beim Vorbeifahren AN diesem Fahrzeug? Oder beim Vorbeifahren dieses Fahrzeugs am Fahrrad?

Wie wäre es mit: Achtung Fahrradfahrer, der Fahrer dieses Fahrzeugs kann Sie nicht aus allen Winkeln sehen?

Ich kann noch so vorsichtig als Radfahrer an so einem Schrott Lieferwagen vorbeifahren, ich kann das schnell oder langsam machen. Wenn er mir die Vorfahrt nimmt, bin ich Matsch. Wenn er noch schnell die Ampel bei Gelb erwischen will, alles was außerhalb der Fahrbahn passiert eh nicht registriert und nebenbei noch auf WhatsApp chattet bzw. die Routen abstimmt, bin ich ebenso Matsch.

Offen gestanden benötigt es noch nicht mal immer 'nen Abbiegeassistenten. Bei dicken LKWs ist das prima, dennoch werden wahrscheinlich nur neu ausgelieferte damit bestückt.

Zum Schutz und Wohlbefinden aller tuen es verschiedene Maßnahmen:
1.) Verschiedene Ampelschaltungen für Radfahrer und den MIV. Kenne zwei Ampelschaltungen hier in Frankfurt und finde das prima. Aber da muss auch ein Wille da sein, zu investieren und Radfahrer müssten als vollwertige Teilnehmer der Verkehrsinfrastruktur anerkannt werden.
2.) Versetzte Spuren. Der Radweg endet viel weiter vorne. Idealerweise mit irgendwelchen Pollern zur Trennung. Das sorgt für ein ganz anderen Abbiegeverhalten. Noch besser natürlich wie in Kopenhagen (siehe Bild).
3.) Offen gestanden würden es bei solchen Lieferwagen auch olle Parksensoren an der Seite tun. Es würde zumindest etwas helfen. Die hätten schon Schiss, sich ne weitere Delle reinzufahren, die sie dann als ausgebeutete Sub-Sub-Pseudo-Scheinselbständige aus der eigenen Kassen zahlen müssten.

In der Pandemie ist das Aufkommen von Sprintern und Co. immens gestiegen. Die Leute bestellen wie blöde. Nix mit minimising the carbon footprint. Es muss einfach auch schwerer gemacht werden, dass überall Lieferdienste mit Verbrennern rumgurken dürfen (in der Stadt, idealerweise mit ner Maut verbunden) und Alternativen (mit dem Rad) müssen mal anständig gefördert werden, nicht nur mit ein paar Tausendern beim Kauf eines Lastis.
Freunde von mir haben gerade ein neues Unternehmen hier in Frankfurt gestartet. Läuft gut, funktioniert, aber sonderlich viel Starthilfe gibt es nicht. Und es ist hier in Frankfurt jetzt nicht so, dass Radlieferdienste wie Pilze aus dem Boden schießen. Die Verbrennerlieferdienste hingegen schon.
 

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Unsere sonntägliche Fahrradtour im Heidekreis hat bei mir mal wieder einige Fragezeichen aufgeworfen. An vielen Kreuzungen stehen hier am Fahrradweg kleine Vorfahrt-achten-Schilder. Darüber kann man sich erstmal ärgern, weil man ja eigentlich entlang der Vorfahrtstraße fährt und für jeden abbiegenden und aus der Nebenstraße kommenden PKW anhalten muss. Aber gut, ist halt so, denkt man sich. Da wollte bestimmt irgendein alter Mann mit Verwaltungsposten die armen Radfahrer vor den rücksichtslosen Autofahrern schützen. Was ist aber an der Kreuzung auf dem Foto? Wer hat da jetzt Vorfahrt, wenn sowohl der von rechts kommende Pkw als auch ich beim Geradeausfahren die Vorfahrt achten sollen?

Bsp 2 (leider ohne Foto): An der Autobahnauffahrt habe ich zu Überquerung der Rechtsabbiegerspur sowohl eine Fahrradampel als auch ein Vorfahrt-achten-Schild. Vor rechts kommende PKW, die nach rechts auf die Bundesstraße wollen, haben hier lustigerweise keine Ampel.

Welche Verwirrung solche Beschilderung verursacht, zeigte heute z.B. dass alle Autofahrer an den besagten Stellen für uns angehalten haben, was ja eigentlich auch der übliche Weg ist, wenn man mit dem Auto auf eine Vorfahrtsstraße einfährt.

Kennt ihr solche Beschilderung? Wir wohnen hier noch nicht so lange und ich bin mir nicht bewusst, das jemals schon irgendwo gesehen zu haben.

Beste Grüße!
 

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Ja, Vorfahrt-beachten-Schilder sind auch nebenan (LK Celle) immer gern genommen. Wahrscheinlich gab's die mal im Dutzend billiger.
So wie auf dem Foto, kenne ich diverse Stellen. Du als Radler musst das von rechts kommende Auto durchlassen. Das Auto muss anschliessend beim Einbiegen Vorfahrt gewähren. Das Vorfahrt-Schild steht dann erst wieder nach der Einbiegung, ja? Das kann ich nicht so ganz einordnen. Wofür ist das? Für die weiterführende Landstraße?
 
Wir haben hier auf einer steilen, gut einsehbaren Brückenrampe zwei Stoppschilder im Abstand von ca. 5 m, eins vor dem querenden Hochbordradweg und eins am Bordstein zwischen Radweg und Fahrbahn. Da habe ich als Autofahrer mal bezahlt, weil ich nur vor dem ersten Stoppschild gehalten habe und nicht noch ein zweites mal quer auf dem Radweg. An einer Steigung, wohlgemerkt. Die Idee ist also, dass man zweimal am Berg anfahren soll, obwohl man bereits am ersten Stoppschild sieht, dass von links weder ein vorfahrsberechtigtes Fahrrad noch ein Auto kommt.
Die Streife stand an der Kreuzung und bewachte den ereignislosen NRW-Tag und machte ansonsten ein sehr gutes Geschäft.
 
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