Erfahrung im Sichern des Cargo Bikes?

Diebstahl und Einbruch ist ein Riesenproblem. Über die Gründe kann man Bücher füllen.
Ein Teil des Problems ist ja das einfache Handling des gestohlenen Rades. Selbst ein gestohlenes Handy macht für einen Laien mehr Probleme als ein gestohlenes Rad.
Es gibt keine Zulassung für Räder und auch sonst keine Schutzmechanismen.
Ein einfaches Beispiel aus einer anderen Branche wie Diebstahl etwas unattraktiver wird.
Bei Stihl Motorsägen: Ersatzteile gibt es in der Regel nur über Vertragshändler. Sobald eine Maschine zum Händler kommt, die er nicht verkauft hat. Ist er dazu angehalten bei Stihl eine zentrale Datenbank abzufragen ob die Maschinennummer als gestohlen gemeldet wurde. mein Händler findet so mehrere gestohlene Maschinen pro Jahr.
Es ist zwar nur ein tropfen auf den heißen Stein. Aber es macht für einige den Diebstahl schon unattraktive (Der Export Diebstahl bleibt)
Bei Fahrrädern im allgemeinen, wäre ein zentrale Datenbank mit Rahmennummer doch schon ein Anfang. Dann auch immer mal wieder Kontrollen und entsprechende Strafen auch für die, die ein gestohlenes Rad gekauft haben. Nur so wird der Diebstahl unattraktiv.

Oder in kurz:

Es kann nicht sein, dass wir nur alte Fahrräder fahren dürfen oder für unsere guten Fahrräder Wachpersonal brauch damit diese überhaupt abgestellt werden können. Der Diebstahl an sich muss durch Prävention, Strafe und Kontrolle bekämpft werden.
 
Wären Polizeikräfte an neuralgischen Punkten in der Stadt in ausreichender Zahl täglich präsent und würden angemessen und konsequent ihre Arbeit tun, würde den "Umverteilern" der Spaß an der Sache rasch vergehen. Auch sollte Fahrraddiebstahl nicht als Kavaliersdelikt behandelt werden. Aus der Schweiz kenne ich diese Art wirksamer Polizeiarbeit, ohne daß dort gleich der alles kontrollierende Überwachungsstaat heraufbeschworen wird. Aber nicht nur die Polizei hat die Arbeit zu tun, auch wir als Bürger sind gefragt, denn letztlich entscheiden wir darüber, in welcher Gesellschaft wir leben wollen.
 
Vielleicht sollte man doch eine Art "Zulassung" für Fahrräder einführen, bei der man einfach einmal auf dem Amt mit Fahrrad und Besitznachweis vorstellig werden muss, dann eine offizielle Kennzeichnung/Registrierungsplakette bekommt, und Rad und Besitzer werden in eine Datenbank eingetragen.

Ein Rad ohne Plakette wäre dann schon sofort verdächtig, es ließe sich sehr leicht überprüfen ob ein Rad gestohlen ist, und ein gestohlenes Rad wäre nur sehr schwer verkäuflich, weil die allermeisten Käufer auf die Papiere bestehen würden, damit sie das Rad dann auf sich selbst registrieren können.

Mir schwebt da allerdings nur eine kleine Plakette am Rahmen vor, nicht ein großes amtliches Kennzeichen hinten.

Wenn so etwas flächendeckend (EU-weit?) eingeführt wäre, käme man vielleicht auch wieder mit weniger massiven Schlössern aus.
 
Hallo miteinander

Es wäre auch schon extrem Hilfreich wenn alle Anzeigen egal ob Ebay/ Kleinanzeigen oder was auch immer nur noch mit Rahmennummer online gehen dürften.
Wenn es dann noch eine am besten Europaweit von jedermann einsehbare Seite gäbe auf der man Rahmennummern die dort von der jeweiligen örtlichen Polizei eingestellt wird,überprüfen könnte.
Hätten sich vemutlich ca. 50 % der Diebstähle und 20 % der Fahrradhändler erledigt.

Gruß Fripon
 
Du kannst heute auch schon dein Rad registrieren lassen. Nur hilft das in den meisten Fällen nichts.
Der Rahmen hat doch den geringsten Wert an einem Rad (Cargobikes mal ausgenommen). Die werden im Regelfall sofort geschlachtet und in Einzelteilen verkauft. Da bekommst gut Geld und keinerlei Nachweise möglich.

Ich möchte keinen Polizei-/ Überwachungsstaat und eine vorgeschriebene Registrierung meiner Fahrräder ;)
 
Der Rahmen hat doch den geringsten Wert an einem Rad (Cargobikes mal ausgenommen). Die werden im Regelfall sofort geschlachtet und in Einzelteilen verkauft.
In dem Fall ist natürlich auch fast jedes Schloß sinnlos, wenn der Dieb nicht mit dem Fahrrad selbst wegfahren will. Wenn man den Rahmen mit dem Schloß irgendwo anschließt, ist der ohnehin zu opfernde Rahmen natürlich schneller durchgesägt als das Schloß. Habe auch schon mal Bilder gesehen, wo Rohloff-Naben aus dem Hinterrad rausgeklaut worden sind, nachdem die Diebe alle Speichen durchgezwickt haben.

Was den Überwachungsstaat angeht, da sehe ich die Probleme ganz woanders als bei der Speicherung der Information wem welches Fahrrad gehört, aber das wäre jetzt hier OT.
 
[...] wenn alle Anzeigen egal ob Ebay/ Kleinanzeigen oder was auch immer nur noch mit Rahmennummer online gehen dürften. [...]
Hilft doch auch nicht. Einfach einen Zahlendreher oder ein zwei Zahlen falsch eingeben und schon findet man die auch nicht mehr. Und bei der Übergabe sagt man dann: Och, hab ich mich beim Ablesen Vertan, dachte das wäre ein O statt einer Null, eine 7 statt einer 1 und ein B statt einer 8 oder ich dachte shIMano xT wäre die Rahmennummer, ich seh ja so schlecht; falls der Käufer überhaupt die Rahmennummer kontrolliert, geschweige denn einen Kaufvertrag mit ebend dieser aufsetzt.

Ja die verdammte Akkutechnik. Sone Flex ist ja ziemlich laut, mich würde mal interessieren wie gut die Akkubolzenschneider mittlerweile sind...

Insgesamt bleibt nur zu hoffen, daß die Versicherungswirtschaft mehr Druck auf die Politik ausübt. Da aber selbst bei gestohlenen Blechdosen, wo sich der Wert oft auf das 30-fache eines Lastenrads beziffert, die Aufklärungsquote miserabel ist, die Dinger nur als Einzelteile wieder auftauchen oder es als ganzes über die Grenze und außerhab der EU schaffen, sehe ich da wenig Hoffnung.

Es gab einen Bericht im ZDF. Die meisten geklauten Räder sammeln sich entweder in irgendwelchen Industriegebiten auf meterhohen Farradhalden für den Export als "Schrott" oder tauchen schon kurz hinter der Deutschen Grenze in Polen und Tschechien auf irgendwelchen Flöhmärkten wieder auf; die zuständigen Behörden: überfordert, unterbesetzt, keine Befugnisse, keine internationalen Datenbanken und überhaupt alles viel zu aufwendig. Die zwei, drei Räder die im Rahmen von Beschaffungskriminalität entwendet und an der nächsten Straßenecke an den Nachbarn weiter vertickt werden sind eher die Ausnahme.
 
Zuletzt bearbeitet:
Haste aber mächtig Schwein gehabt. Mittlerweile operieren ganze Banden wohl schon so.

Hier in Düsseldorf bietet die Stadtverwaltung Fahrradhäuser an, die auf einen Autoparkplatz gestellt werden. Die ersten werden fast komplett von der Stadt gesponsert. Eine Hausgemeinschaft hat so eine Haus beantragt, doch es gab so viele Beschwerden,wegen des wegfallenden Parkplatz, dass der Bezirksbürgermeister das Vorhaben kurzerhand gesperrt hat.
Vielleicht sollte dem mal etwas Teures gestohlen werden......

Hier der Link zur Stadtverwaltung:
https://www.duesseldorf.de/leben-in...aeuschen-zwei-prototypen-im-praxistest-1.html

https://rp-online.de/nrw/staedte/du...adhaus-ueberzeugt-anwohner-nicht_aid-18606887

...man müsste mal ausrechnen, wie lange ein Akku an der Flex hält und nach diesen Angaben die Anzahl und Stärke der benötigten Schlösser ausrechnen. Denke nicht, dass der gemeine Fahrraddieb einen hochwertigen Trennschleifer, noch einen Ersatzakku dabei hat....
 
Wenn jemand in der Nacht das Häuschen geknackt hat, dann er direkt ungestört weiter die Schlösser der Räder aufmachen.
Boxen und Co sind eben auch nur die halbe miete. Selbst in Kameraüberwachten Parkhäusern wird das heilige Blech entwendet.
 
Wenn jemand ein Rezept gegen Winkelschleifer kennt, nur her damit!
Auch wenn der Thread schon zwei Jahre alt ist, bleibt das Thema ja aktuell. Auch dieses Schloss von Altor kann natürlich mit dem Winkelschleifer geöffnet werden, aber man muss schon – auch wenn man mit dem Winkelschleifer geübt ist – etwas Zeit aufbringen. Verwendet jemand von Euch das Schloss? (Zum Beispiel als stationäres Schloss vor der eigenen Wohnung?)
 
Mir scheint, das das ein Schloss für besondere Dumpfbaken von Dieben ist..... oder wer würde sonst versuchen ein 150 mm Rohr vom Schloss durchzuflexen, wenn das Rohr vom Ständer doch viel schneller durch ist.. ? Klar sollte jedem sein, das so ein dickes Schloss nur Bedeutung hat, wenn das Rohr an des es festgeschlossen ist mindestens genau so dick ist. ... sonst wird halt nicht das Schloss, sondern der Fahrradständer durchgeflext.

Nachtrag.... eigentlich ist das ding für halbwegs Intelligente Diebe eine Fehlkonstruktion....oder eine Einladung.... denn durch den "kleinen Durchlass" kann man sein Rad damit nur an Dingen sichern, die dünner sind wie das Schlos.....

:) Helmut
 
Zuletzt bearbeitet:
Klar sollte jedem sein, das so ein dickes Schloss nur Bedeutung hat, wenn das Rohr an des es festgeschlossen ist mindestens genau so dick ist.
Klar, für andere Zwecke ist das Schloss vermutlich nicht geeignet. Ich kann es mir sehr gut als stationäres Schloss an der Straße (also vor der Wohnung oder dergleichen) vorstellen, angeschlossen an einem vergleichbar dicken nicht beweglichen Gegenstand.
 
..... Dann sollte man drauf achten das man sein Rad nur an quadratischen Dingern damit anschließt..... für Runde Rohre nimmt man heutzutage Rohrschneider.... deren Einsatz man nichtmal hört wenn man daneben steht... bzw. 5 m weiter schläft.

:) Helmut
 
Wir haben hier mal letzte Woche den Fahrradparkplatz des Miethauses von acht Fahrradleichen befreit. Räder, die seit Jahren herrenlos vergammeln. War alles bei gewesen, auch bei den Schlössern. Von wertigem Kettenschloss, Abus Faltschloss Bordo (Zollstock) bis hin zu "Geschenkbändern". Wir haben anschliessend noch die Rahmen zerteilt, für den leichteren Abtransport zum Recyclinghof im Lastenrad. Alles, aber auch wirklich alles, war mit einer Flex in jeweils unter einer Minute zu zerteilen gewesen. Das schwierigste war nicht das Bordo, sondern der eine MTB Rahmen aus dickem Alu (schätze frühe Neunziger). Zugegeben: War keine Akkuflex gewesen, sondern 220 Volt. Der Krach, mitten am Tage, hat keinen gestört. Na, ja. :rolleyes:

Der Grund, übrigens: Die Mieter waren überein gekommen, dass Platzmangel herrscht. Man stelle sich eine solche Aktion mal in der Autowelt vor. :D
 
In der Autowelt klebt das Ordnungsamt rote Aufkleber auf die Windschutzscheibe von abgemeldeten Autos. Hab ich neulich sogar mal an nem Fahrrad gesehen das monatelang an einem Laternenpfahl angeschlossen war. ein paar Tage/ woc später wird dann entsorgt. auf Privatgrundstücken passiert das natürlich nicht.
 
..also dieses "neue" Schloss ist immerhin, wenn auch nur in eine Richtung, konsequent weiterentwickelt.

Dazu würde eine Supertanker-Ankerkette passen...meine erste Assoziation war in Richtung "Top Secret" oder "Space Balls"...:giggle:
 
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