Weltreise per Lastenrad

Hallo,
Ich möchte gerne eine Weltreise mit einem Lastenrad, Bulitt oder Ähnliches, machen. Vorne soll der Hund hin, wiegt 50-55 kg, ist groß und muss sich bequem hinlegen können. Hinten müsste dann die Campingausrüstung hin. Gegebenenfalls ein Anhänger. Das Ganze soll elektrifiziert sein und autark, was den Strom betrifft. Ich hätte hier gerne ein rundes System aller Komponenten, sodass alle ineinander greifen und langlebig sind und sich unterstützen. Ich möchte damit lange im Outback sein, wo es keine Steckdosen oder Fahrradschlauchautomaten gibt. Ich hoffe, dass das realisierbar ist. Es wäre schön, wenn jemand einen Plan hat...
 
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...ohne Strom schaffe ich es nicht, das gesamte Gewicht zu stemmen. In Holland und Dänemark ginge das vielleicht. Nur will ich auch da hin wo es Berge gibt...:notworthy:
 
Unter dem Punkt „Ausrüstung“ findest du schon mal einige Anregungen. Ich würde es ihm gleichtun und auf einen Nabenmotor setzen. Du kannst du das Rad zur Not auch motorlos umbauen und bist bei einem defekten Mittelmotor nicht aufgeschmissen.
Ansonsten bin ich sehr auf die Reaktionen hier im Forum gespannt und auf deine mögliche Wahl der Komponenten.
Wann soll es losgehen?
 
Da hefte ich mich als Hobby Photovoltaikexperte und Lastenrad Fan direkt mal dran.

Bezüglich Anhänger fällt mir da sofort ein Hinterher.com ein. Den könnte man entweder mit einer Leichtbaukiste oder den angebotenen Alukisten ausstatten auf dem Dach der Kiste sowie an den Seitenwänden (bringt wenig Leistung, aber es bringt Leistung!) Photovoltaikmodule verbauen.
 
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Wirklich etwas beitragen kann ich leider nicht, lese aber gespannt mit.

Dieses Video fand ich sehr interessant und vielleicht kann man sich dort etwas inspirieren lassen:
 
Vielen Dank für das rege Getummel hier. Wurde bis jetzt ein wenig hin und her geschickt. Eigentlich wollte ich schon weg sein. Ich dachte, dass es genau für solche Projekte klare Strukturen gibt, vielleicht so eine Art Bausatz. Und dann wurde mir deutlich, dass ich wohl erst einmal „Fahrrad“ studieren muss. Wie sieht es mit der Positionierung des Gewichts aus? Wo passiert was wann und wodurch? Was für Bremsen brauche ich, welche Schaltung und so weiter...vielleicht ist ein Lastenrad hier auch total ungeeignet?
 
Im Grunde würde ich das Rad eher robust, als alles modern und neu aufbauen. Bremsen trotzdem Hydraulische. Viele sagen wenn sie so lange ins "Outback" gehen, wollen sie eher eine mechanische Bremse. Weil einen Bremszug kannst dann da selber wechseln. Bei Hydraulischen ist es dann erstmal ohne "spezial" Werkzeug nichts.
Schaltung 2x11 Shimano / Sram mechanisch was so beliebt. NaDy ins VR.
Wenn Hund und Gepäck würde ich tatsächlich ein LongJohn mit einem Anhänger kombinieren. Auf den Anhänger Gepäck und Solarmodule, vorne im Rad den Hund.
Bei Solarpanel kenne ich mich nicht aus. Laden tue ich meinen Akku vom Lasti mit 4A. Der hat 15.4Ah und ist damit in ca 4h voll. Wie viel Leistung jetzt da vom Solarpanel kommen kann, weiß ich halt nicht.

Mit den 15.4Ah komme ich ca 80km weit. Bei einer moderaten Zuladung von 20-30kg. Rad 35kg und meine schlanken 85kg. Je mehr Ladung desto kürzer die Reichweite. Größerer Akku, und oder 2. Akku. Einer wird geladen, einer gefahren oder so ...
 
Je nach Reiseroute kann das natürlich differieren, was man braucht, aber einige Dinge würde ICH (ganz subjektiv) machen:
Stahlrahmen, weil man den einfacher reparieren und zur Not unterwegs geradebiegen kann.
Wenig exotische Komponenten wählen, kein 1x11, 1x12, sondern was verbreitetes, wofür man unterwegs Ersatz bekommt.
Gängige Radgrößen wählen
Auf jeden Fall auch an ein gutes Schloss denken
Nabenmotor, wie schon vorgeschlagen. Und ein offenes System, dann kannst Du unterwegs notfalls 3 12V Rollerbatterien anklemmen, bis UPS Dir den Ersatzakku ins Nirgendwo liefert. Vielleich teinige Ersatzteile auch zuhause vorhalten, damit man sie Dir hinterherschicken kann - Oder Deinen Händler so präparieren, dass er Dir was schicken würde. Wenn man das aus Usbekistan heraus organisieren muss, kann das nerven, denke ich.
Und sonst vielleicht für Gepäck- und Ausrüstungsideen auch mal Motorrad-Reise Führer/Bücher scmökern, da muss man auch auf wenig Gepäck achten, wenn auch nicht so aufs Gewicht.
Und auf jeden Fall eine Vor-Tour mit dem geplanten Geraffel machen. Wenn Du an der Sieg feststellst ,dass der Schlafsack Mist ist, ist da eins, wenn das irgendwo passiert verdirbt es schon mal die Nacht... Oder der Hund pfeift Dir was, wenn er länger als 10 Min. mitfahren soll oder so.
Ich folge dem hier gespannt udn wünsche eine tolle Reise:
Merksatz:
Wer perfekt plant, fährt nie los.
 
Eigentlich wollte ich schon weg sein.
Ich möchte damit lange im Outback sein, [...]
[...] erst einmal „Fahrrad“ studieren muss.
Ich mag naive Menschen, und sorry, alles was du bisher geschrieben hast, ließt sich sehr naiv.

Du hast zwei Möglichkeiten: Einfach drauf los und auf der Straße lernen oder sich mehr als einen Tag auf eine Weltreise vorzubereiten.

Ernsthaft, du hast keine Ahnung vom Fahrrad und insbesondere Langstreckenerfahrung?
Kannst du Sachen reparieren, Speichenbrüche, Bowdenzüge, platte Reifen, etc.?
Hast du dir Gedankenn gemacht, wieviel Kilogramm Gepäck du benötigst, plus Hundefutter und Wasser um lange im "Outback" zu sein?
Was meinst du, was du an Wasser pro Tag brauchen wirst?
Wieviel Kilometer willst du pro Tag schaffen?
Kriegst du Visa zu Coronazeiten?
Wie sind die Einreisebestimmugen für Haustiere?

Die Liste an Fragen lässt sich noch locker erweitern, die wesentlchen Punkte sind da aber schon drin.

Hier der Expertentip: Mach doch mal ne Probefahrt mit nem Lastenrad und dem Ein-Zentner-Hund.
Bonustip: Fang erstmal mit ner gemütlichen 3-Tagesreise an, bovor du ne Weltreise versucht.
Extratip: Nimm dir Zeit dein Reiserad aufzubauen und zu testen, insbesonder die autake Stromversorgung.

Aber da du ja schon weg sein wolltest: Viel Glück, auch beruflich!
 
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...ich würde mich einfach nur freuen, wenn jemand eine ganz klare Vorgabe macht, wie das Rad aufgebaut sein muss, damit es, unter oben beschriebenen Voraussetzungen, Hund, eventuell vorhandene Naivität etc. , dazu In der Lage ist eine lange Reise zu bestehen. Ob ich dann Schnappatmung bekomme oder zu wenig Wasser dabei habe, das sind Themen die ich später klären würde.:)
 
Dazu ist es ja wichtig zu wissen, wo Du lang willst, wie groß und fit Du bist und was Du selber kannst oder eben nicht - Wenn ich Dir schreibe, was ich genau mitnehmen würde, passt das für Dich wahrscheinlich nicht.
Fitness?
Reiseerfahrung?
Fahrraderfahrung?
Fit in improvisierten Reparaturen?
Wieviel kan nder Hund selber laufen?
Du wirst selber langsam ein genaueres Bild bekommen, was Du brauchst und willst und da kann man Dir dann auch weiterhelfen. Aber eine einfache Antwort auf die Frage "Welches Pedelec Lastenrad brauche ich für eine Weltreise mit Hund?" wird es nicht geben.

Leih mal ein Lastenrad, pack Camping Kram und Hund und fahre eine Wochenende raus. Danach sind einige Dinge vielleicht schon klarer.
 
Für so eine Weltreise wartest du am besten bis Mercedes ein passendes Lastenrad auf den Markt bringt. Die sind so sehr von ihrer Zuverlässigkeit überzeugt, das die zur Not ein Reparaturteam mit Ersatzteilen per Schraubhuber in die Wüste fliegen, und vergessen eine Rechnung dafür zu schicken.... bzw.... war das was in der Wüste ? Praktisch wäre auch ein Konvoi mit Tierarzt, Kanatäneabteilung für den Hund, und nicht zu vergessen den Tankwagen mit Trink und Badewasser, sowie Sprit den Genera..... und Ventilator... und ein Reserrad..... und Reservegrnerator natürlich. .... Wer so plant ist quasi schon am Ende der Reise, bevor er losgefahren ist.

:) Helmut
 
Ist "outback" jetzt nur ein Begriff für alles was draußen ist oder meinst der TE das outback in Australien?
Dann könnte es ziemlich interessant für ihn werden, wenn er denn den Hund (und sich selbst) in das Land bekommt.
Ohne detaillierte Ortskenntnisse von Wasserstellen könntet ihr beide dann bald trocken wie ein Knäckebrot sein.
 
Douze hat mal jemandem für ein Rennen mit E-Bike und Solarpanel unterstützt. »The sun trip«? Vielleicht findet sich da ja noch, mit was er gefahren ist.

Tobi
 
Nun ja - @lowtech hat es gut auf den Punkt gebracht: "Wer perfekt plant, fährt nie los". Wenn Du wirklich ein gut passendes Gefährt finden willst, musst Du sehr viel in das Ausprobieren, Tüfteln, Suchen, Verbessern... stecken. Es kann nicht die fertige, perfekte Lösung geben. Wenn Du super schnell wärst, ist trotzdem der Herbst und Winter da (Berge = Schnee).

Oder Du schnappst Dir das erstbeste Rad und rollst los. Irgendwie wirst Du schon von A nach B kommen. Aber ohne Planung wird das mit Hund wohl nicht gehen.

Wohin? Hast Du eine Idee für Deine Route, zumindest für die erste Stücke? Was ist für Dich das "Outback"? Den PCT (Trail, USA, über 4.000km) gehen Leute mit 9kg Gepäck - inkl. Wasser und Essen - dafür brauchst Du keinen Anhänger. Mit Zelt und Schnickschnack schon - wer soll die Entscheidung für Dich treffen? Fang doch einfach mal mit dem formalen Kram an: Visa, Papiere für den Hund, Impfungen, Einreisebestimmungen, Routenplanung. Danach kannst Du schon besser ein Rad aussuchen.
Was ist das eigentlich für ein Hund - 55kg sind schon viel Hund... Du brauchst dann ordentlich Lebensmittel und Wasser für Dich und Hund... auf jeden Fall würde ich mir für jedes Zielland die Adresse von mehreren Tierärzten besorgen. In der Regel wirst Du den Hund immer kurz vor dem Grenzübertritt zum Arzt bringen müssen - neu Impfen, Entwurmen - sollte Dein Hund als Kampfhunderasse durchgehen, kannst Du die Reise mit ihm eh knicken.
 
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