Velo Lab mit Pinion-Getriebe

Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass Probleme mit dem System eher die Ausnahme sind.
Alber kann das System im ersten Schritt auch über Ferndiagnose auslesen, so ließen sich einige Fehler ggf. schon mal finden, ohne dass das Rad irgendwo hin muss, Softwareupdate geht ebenfalls aus der Ferne.

An den Auslässen gibt es so Plastik-Einsätze, aber das ist eher Optik als echte Dichtung. Aber der Rahmen ist meines Wissens so konstruiert, dass eingetretenes Wasser auch nach unten wieder ablaufen kann. Wie aufwendig ein Wechsel der Züge ist, kann ich nicht beurteilen, ist wohl Übungssache. Aber ich denke, dass man neue Züge ggf. mit Hilfe der alten schon irgendwie rein bekommt.

Melde dich einfach, wenn Du absehen kannst, wann du in der Nähe bist - das Angebot steht.

Grüße
Kim
 
Ich habe mein Karo renovieren müssen und hatte auch Wasserschäden am Rad.

Bei meinem Rahmen von 2017 fehlte eine Ablaufbohrung im Tretlagergehäuse um eingedrungenes, oder Kondenswasser aus dem Rahmen heraus tropfen zu lassen. Das sorgte dafür, das das Tretlager komplett unter Wasser stand und die Gewinde korrodierten. Ein Gewindeschaden nach Ausbau war die Folge.
Ob Velo Lab das mittlerweile korrigiert hat, ist mir nicht bekannt. Es lässt sich aber leicht beheben, indem man ein 3-4mm weites Loch von unten in die Mitte des Tretlagergehäuses hinein bohrt.
Feuchtigkeit im Inneren von Fahrradrahmen ist normal, sie muss aber wieder entweichen können. Wenn vor allem im unteren Bereich alles dicht ist, bildet sich irgendwann ein Sumpf.

Die Zugschutzhüllen für die Lenkung bekommt man ganz gut hindurch, wenn man ein magnetisches Hilfsmittel dazu nutzt, auch die Bremsleitung ist kein Problem.
Schwieriger ist es hinten. Wenn man bereits zwei Zugschutzhüllen für Umwerfer und Schaltung durch das Rahmendreieck gezogen hat, ist die dritte Leitung für die Bremse kniffliger, weil Schaltzughüllen Stahl enthalten und den Magneten vom Hilfswerkzeug beeinflussen.

Die Züge für Lenkung oder Schaltung sind kein Problem. Die zieht man ja anschließend durch die gelegten Hüllen. Auf keinen Fall für die Lenkung beschichtete Züge (das sind übrigens MTB-Bremszüge) verwenden, sondern am Besten polierte Züge. Teflonbeschichtungen können sich mit der Zeit abreiben und verstopfen dann die Außenhüllen mit dem Abrieb. Polierte Züge kosten zwar mehr als Standard-Bremszüge, machen aber die Lenkung weicher.
Im Karo Long nutzt die Lenkung vier Bremszüge mit etwa 130cm Länge. Jede Lenkbewegung setzt also Drahtseilzüge mit knapp 5m Länge in Bewegung und die reiben in ihren Hüllen. Je weniger Reibung, desto besser.

Wenn aber die Zughüllen und Leitungen im Rahmen schon drin sind und nur gewechselt werden sollen, klebt man etwa mit Paketklebeband einfach die neue an die alte Leitung und zieht die alte Leitung an einem Ende aus dem Rahmen heraus und so am anderen Ende die neue Leitung hindurch.

Relativ empfindlich sind die eingeschraubten Zuganschläge am vorderen Ende der Lenkzüge. Dort kann man mit Ladung oder Kinderfüßen anstoßen und diese Aluteile verbiegen oder abbrechen.
Es handelt sich um Jagwire M6 Einschraubstutzen und man bekommt die Dinger im 25er Beutel für kleines Geld. Hab sie mal bei Amazon bestellt. Musste schon fünf Stück erneuern. Alle Vier bei der Renovierung und nach drei Monaten im Einsatz hab ich einen davon verbogen. Seitdem passe ich besser auf.
 
Zuletzt bearbeitet:
…. Ich kann sonst gern mal bei beiden Rädern den Abstand zwischen Sattelrohr und Steuerrohr messen.

…...

Velo Lab liefert normalerweise vorn mit 2,4" und hinten mit 2,15" aus, bisschen mehr würde hinten wohl noch gehen, 2,5" wird aber m.E. nicht passen.

….
Moin,

Abstand Sattelrohr und Steuerrohr ist bei beiden Rädern mit rund 53cm quasi identisch, lediglich die Höhe ist unterschiedlich, beim Kàro ist das Steuerrohr gute 6cm höher, dafür gibt es keinen Lifter (der ja auch eingefahren relativ hoch aufbaut). Weiterer Unterschied: Das Steuerrohr ist beim Bullitt bauartbedingt senkrecht, beim Kàro ist es geneigt, wie bei einem normalen Fahrrad, dadurch fühlt sich das Lenken nicht so ungewohnt an.

Zur Reifenbreite muss ich meine Aussage korrigieren: es ist vorn nur 2,1" montiert (Crazy Bob - ich war irgendwie der Meinung, dass ein Super Moto-X drauf wäre).

@LordNikon: welchen Riemenscheiben-Kombination wird am Pinion-Bullitt üblicherweise verbaut? Bei mir ist 32-26 drauf, das finde ich fast ein bisschen kurz (zumindest für's Flachland), würde da eher zu 39 - 30 tendieren beim nächsten mal...

Grüße
Kim
 
Von 32-26 auf 39-30 ist ja nicht einmal ganzer Tag Unterschied, würde dir empfehlen alles mal in einem Ritzelrechner durchzuspielen bevor Riemen und Scheiben gewechselt werden.
 
was meinst Du mit "ganzer Tag"?
Du hast recht, ein großer Unterschied ist es nicht: 1:1,23 gegenüber 1:1,3 . Ich habe halt die ganze Zeit dabei mein potentielles Zweit-Kàro im Hinterkopf, welches aber keinen Motor haben würde, dafür aber wahrscheinlich ein 27,5" Hinterrad. Von daher lieber nicht zu viel ändern... - beim E-Kàro wäre 39-28 glaube ich ganz gut (=1:1,39). Vorne bei 32 bleiben und nur hinten verkleinern würde übrigens nicht gehen, da dann selbst der kürzeste Riemen (108T) zu lang wäre.

Grüße Kim
 
Ganzer Gang, dumme Autokorrektur...

Ein Gang ist je nach Schaltung eine Veränderung in der Übersetzung von 10-20%, von 32-26 auf 39-30 ist gerade mal gut 5%.
 
Schade, das dein Antrieb schon Probleme macht. Das wäre auch in meiner Situation schlecht, da ich nicht schnell nach Bremen fahren kann.
Lag am Scheinwerfer, Neodrives hat nur bestimmte Modelle freigegeben, weil es teilweise Probleme gibt (eben diese Aussetzer), das Problem ist offenbar bekannt, wird aber wohl suboptimal von Neodrives an die Händler/Hersteller kommuniziert.

Bei mir war ursprünglich die BUMM IQ-XS E verbaut, jetzt habe ich eine CYO Premium E und (bisher) keine Probleme mehr mit Aussetzern vom Motor.

Kim
 
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