Erfahrungen mit E Carla Cargo?

@Arkadi Danke für die Erfahrungen! Sind das alles legal gelabelte 250W Motoren?

Kann auch mit der Wicklung zusammenhängen - DDs sind ja gerne schnell gewickelt und laufen dementsprechend bei 25 u.U. mit hoher Leistung, aber nem miesen Wirkungsgrad.

Starker Motor und Hohe Geschwindigkeit -> Hoher Verbrauch ist doch plausibel bzw. normal. Auch wegen des exponentiell steigenden Luftwiderstandes.
 
Sind das alles legal gelabelte 250W Motoren?
Ja!

Mit dem Bionx kann es (berechtigt) Probleme wg. 27kmh geben (war letztes Jahr ein paarmal im Netz zu hören), die sich aber mit Reduzierung auf 25kmh erledigen lassen. Dessen Wirkungsgrad halte ich für recht gut, hängt der Verbrauch doch auch immer mit zügiger oder geruhsamer Fahrweise zusammen...
Beim zügigen Ampelstart Douze + leerer Trailer lederst du alle anderen Biker ab, mit dem Ezee (36V) bist du hingegen fast nie der Erste...da ist zügig halt ein Bisschen langsamer, aber dafür sparsamer.

"schwacher Fahrer" war vorher schlecht von mir formuliert, die Differenzierung nach Fahrweise triffts besser... :)
 
27 km/h - wegen Pedelecvorgaben? Gabs da konkrete/handfeste Probleme oder eher Befürchtungen? Im gewerblichen Betrieb wär ich da auch eher konservativ...
So ziemlich alle Systeme laufen schneller als 25. Manche zugebenermaßen laut Tacho. Andere laufen bei 25 Tacho eher 27-28 (Bereifung).
 
Es gab wohl konkrete Probleme - und auch einen inoffiziellen Hinweis eines Ex-Mitarbeiters eines Händlers im Zusammenhang mit der Geschäftsaufgabe von Bionx "wir sollten jetzt noch zum Ändern vorbeikommen, weil nicht gesichert ist, das längere Zeit nach der Pleite die Händlersoftware noch funktioniert und Korrektur möglich ist". Von konkreten Problemen gab es Berichte einzelner User in einem Elektronikforum... also nichts Verifizierbares sondern ungesicherte Überlieferung.

Das wir dem inoffiziellem Händlerhinweis nicht gefolgt sind liegt darin begründet, das ein integriertes automatisches Update der SW diese irreversibel verdongelt und somit zukünftig keinerlei Änderungen/Anpassungen mehr möglich sind (angeblich wohl nicht mal mehr die Reifengröße). Ich möchte meine Hand für die eher nebulösen Aussagen nicht ins Feuer legen...

Das der Bionx etwas schneller als alle anderen Pedelecs läuft deckt sich aber mit der täglich beobachteten Realität, obwohl das mit beladenem Trailer nicht so sehr relevant ist, weil es den Bionx nur in straitpull mit 1.8er Speichen und spezieller Felge gibt und diese der Belastung ohne Leistungs-Limit nicht gewachsen sind bzw einen sehr sensiblen Fahrer und Ersatzspeichen benötigt.
Ich möchte das Bionx-OT damit gerne beenden, weil es für @Milmesbachs Frage eigendlich ohne große Bedeutung ist... :)
 
Mich interessiert vor allem die Reichweite der 48V-Version mit dem Greenpack-Akku und das Fahrverhalten als Nachläufer am Bullitt.
 
Das Fahrverhalten finde ich für einen Trailer in der Größe als extrem unproblematisch. Der Longjohn als Zugpferd macht etwas behäbig - am Tourenrad hast du von der Wendigkeit hingegen kaum Einbußen und fährst fast wie ohne Trailer.
Am Bullit kann es dir passieren, das du an engen Drängelgitter absteigen musst - aber dann zirkelst du da durch (im Zweifel immer den am längsten ausreizbaren möglichen Weg ausspielen...) :)

Die Reichweite vom Akku hängt von seiner Kapazität ab, das Greenpack gibts in unterschiedlichen Größen, welche Motorleistung usw...das ist einfach zu unscharf für eine Prognose (zu der man noch wissen sollte, ob du eher gemütlich oder im Kurierstyle fährst).

Borg dir doch vorher mal den angedachten Trailer aus und fahre ein paar Testkilometer...mit einem Wattmeter zwischen Akku und Motor läßt sich dein persönl.Verbrauch schnell ermitteln und daraus die Reichweite ableiten.
PS: du kannst gerne mit deinem Testzug hier vorbeikommen und unseren Wattmeter ausborgen, so du möchtest...
 
"hier" ist Berlin, wo genau hängt dann schon wieder von Details ab (also kann man zB vorher klären, welchen Steckverbinder man für den Wattmeter braucht...) oder was du genau checken willst (Leer- oder Lastfahrt).
Fürs reine Wattmeter borgen könnte man sich in irgendeinem Cafe in der Innenstadt treffen, willst du Strecke testen, wäre vielleicht unser Lager in Liberg-nord ein guter Treffpunkt mit Testlast und Nähe zu einem Ü-landradweg. Wenn der Wattmeter nicht die richtigen Steckverbinder hat, könnte auch Treffen in ner Werkstatt Sinn machen...
Bestimmt hast du auch Ideen...ich bin da flexibel :)
 
Die Reichweite mitm GP (Ich kenn nur genau eine Größe, 1,4kWh, die ist m.W. seit Jahren gleich - damit dürften je nach Fahrweise 100-200 km drin sein) kannste dir gut ausrechnen, bei den im Verleih befindlichen kannste von fast 100% Nennkapazität ausgehen.
Mal davon abgesehen - solange du ne Wechselstation aufm Weg hast, geht die Reichweite ja praktisch gegen unendlich.

Werte fürs Bullitt allein könnten auch Messenger haben, wobei mein Stand ist, dass die GPs da einfach ewig halten. Jedenfalls hatte Dirk meine diesbezügliche Frage mal so in der Art beantwortet.

Übrigens - wenn du gewerblich unterwegs bist, könntest du auch mal GP direkt anfragen, ob du dir dort ne E-Carla (logischerweise 48V) testweise ausleihen könntest (verm. gg. Entgelt). Die haben welche im Fuhrpark und einen sehr freundlichen Fuhrparkmanager.
 
Die Reichweite mitm GP (Ich kenn nur genau eine Größe, 1,4kWh, die ist m.W. seit Jahren gleich - damit dürften je nach Fahrweise 100-200 km drin sein) kannste dir gut ausrechnen, bei den im Verleih befindlichen kannste von fast 100% Nennkapazität ausgehen.
Mal davon abgesehen - solange du ne Wechselstation aufm Weg hast, geht die Reichweite ja praktisch gegen unendlich.
Ja stimmt, ist nur ein Akku bei GP geworden.
1400Wh klingt viel, würden bei 20Wh/km aber auch nur 56 km ergeben (Entladung auf 20%=280Wh verbleiben ungenutzt).
Das ist natürlich nur graue Theorie - aber mit 200km-Reichweite (5,6Wh/km) wäre ich doch sehr vorsichtig...
Werte fürs Bullitt allein könnten auch Messenger haben, wobei mein Stand ist, dass die GPs da einfach ewig halten. Jedenfalls hatte Dirk meine diesbezügliche Frage mal so in der Art beantwortet.
Als Ex-Messenger würde es mich echt verwundern, wenn Dirk jemals eine 56km Tour mit Hänger an einen Radfahrer vergeben hätte...
Sowas läuft i.d.R. mit dem Auto.

Morgähn und ne unfallfreie Woche für euch Alle... :)
 
Der GP hat m.W. die 10-20% Rest schon einberechnet. 200 km ergeben sich natürlich auch nur bei hoher Eigenleistung, die Schätzung war tatsächlich etwas arg optimistisch.

Wg. messenger: gemeint waren mehrere Touren nacheinander, weshalb da auch keiner die Reichweite wirklich erfasst hatte.
 
Naja...das GP-System ist halt vom Prinzip so angelegt, das man eigendlich nichts mit dem Verbrauch zu tun hat, wenn man sich nur in/um die Stadt bewegt. Die 8 in der Stadt verteilten Stationen sind die Ursache, das Dirk von der Reichweite nichts weiss ausser "ewig"...
Wird kein Zufall sein, das sich hier auch sonst Niemand von den GP-usern dazu geäußert hat...

Wenn man dagegen so wie wir seine Akkus selbst mitbringt, ist man gezwungen, sich mit der Reichweite/Verbrauch auseinander zu setzen. Als entscheidende Faktoren des Verbrauchs haben sich bei uns das Wetter(Wind), Steigung und Rollwiderstand der Reifen heraus geschält - die Last beispielsweise spielt hier im Flachland nur eine untergeordnete Rolle. Zwischen leer und voll steigt der Verbrauch nur um 3-4Wh/km, während konstanter Gegenwind mit 45kmh den Verbrauch mal gleich verdoppelt. Diese Dynamik ist in meinen Verbrauchsangaben berücksichtigt, was dann zu den dir etwas ungewohnt hohen Werten führt. Zumindest in der Theorie rechne ich lieber mit etwas Reserve, da ja auch die Akku-Lebensdauer (bei mir) eine Rolle spielt...
 
Mir gefällt die eCarla auch sehr gut und ich möchte mir langfristig eine kaufen.

Probleme habe ich noch bei der Wahl der Akkus. Ladestationen für die 48 V-Akkus sind in meiner Gegend eher unbekannt. Ich wäre also auf ein Selbstladen angewiesen. Gewichtsmäßig werde ich die eCarla eher nur in Ausnahmefällen ausreizen, die Größe der Ladefläche ist wichtiger. Berge sind hier im Norden unbekannt, es gibt nur immer wieder mal relativ kurze Rampen.

Meine Überlegung ist nun statt der 48 V-Version mit einem Akku die 36 V-Version mit zwei Akkus zu kaufen. Preislich macht das meiner Erinnerung nach im Endeffekt kaum einen Unterschied (die zwei Akkus wären sogar günstiger) und ich hätte zumindest rechnerisch eine ähnliche Reichweite. Bei den üblichen Fahrten reicht ein Akku, so dass der zweite gleichzeitig geladen werden kann. Für die selteneren weiten Touren nehme ich dann einfach beide Akkus mit. Auch bei Fernfahrten müsste ich mich nicht nach Lade-/Umtauschstationen richten.

Leider gibt es selbst im weiteren Umkreis keine Möglichkeit eine eCarla mal zwei, drei Tage zu testen.

Sind meine Überlegungen nachvollziehbar oder habe ich da einen dicken Klops drin?
 
Wie ich schon schrieb geht es darum den Anhänger zu testen, also zwei oder drei Tage an meinem Rad unter meinen Bedingungen (Zuladung, Entfernungen) auszuprobieren. Von mir aus auch gerne gegen Gebühr.

Einen leeren Anhänger auf einem nicht zur mir passenden Rad einmal eine Straße rauf und runter zu fahren sagt überhaupt nichts aus. So eine Möglichkeit gibt es auch in Hamburg. Zusätzlich ein schlechtes Gewissen (und damit Kaufdruck), da die eCarla erst aufwändig freigeräumt werden muss, da sie vom Händler aus nicht für Probefahrten gedacht ist. Übrigens entgegen den Versprechungen vom Hersteller selbst.
 
Sind meine Überlegungen nachvollziehbar oder habe ich da einen dicken Klops drin?
Ja.
Um Akkus von der Reichweite her zu vergleichen, musst du die Wh hernehmen - nur nach der Spannung zu gucken ist ohne Aussagekraft.
Ansonsten liegt der Unterschied 36/48V im beladenen Tempo (mit 36V schaffst du keine 25kmh mehr)...etwas schneller fahren geht halt mit einem leichten Mehrverbrauch einher... ;)
 
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