Unfall mit dem Lastenrad

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Hier hatte ich über meinen Unfall berichtet: Chike Unfall

Ein SUV-Fahrer hatte mich von der Straße gedrängt.
Dabei hat es das linke Schutzblech zerlegt und der Kabinenstoff wurde abgeschürft.

Der PKW-Fahrer hat nach der Aktion sein Fahrzeug sofort angehalten. Soweit schon mal gut! :sneaky:
Er war mit der Situation total überfordert und sein Fahrfehler war ihm sehr unangenehm. (Fahranfänger mit neuem Auto)
Kein Führerschein oder Ausweis dabei! Er konnte sich aber mit seinem Aufenthaltstitel ausweisen.
Ich glaube immer erst einmal an das Gute im Menschen. Es war keine Polizei vor Ort.
Der Herr hat von mir dann vor Ort eine "Nachschulung" bekommen.

Von meinem Fahradhändler habe ich nach 5 Wochen (und vielen Nachfragen) einen Reparatur-Kostenvoranschlag erhalten.
Neues Schutzblech, neuer Kabinenstoff, Inspektion, Abholung und Rücklieferung des Rades. Zusammen 960,- EUR zzgl. MwSt.

Die gegnerische Versicherung hat diesen Kostenvoranschlag ohne Diskussion akzeptiert.
 
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Habe ich kein Verständnis für, da nicht die Polizei zu rufen. Und das nächste Mal fährt er nen Kind um ...
 
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Nichts. Aber vielleicht hatte er schon Punkte oder zumindest würde die Strafe beim nächsten Mal überholen ihn mehr Abstand halten lassen.
 
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Natürlich habe ich auch daran gedacht die Polizei zu rufen. Das hätte mir allerdings nicht geholfen.
Der PKW-Fahrer war vollkommen einsichtig und wird sich nach diesem Vorfall und meiner Ansprache sicherlich erst einmal vorsichtiger im Straßenverkehr verhalten.
Er gehört nicht mehr zu den jungen Wilden und ich gebe ihm eine postive Prognose für sein künftiges Verhalten im Straßenverkehr.

Was die Polizei daraus gemacht hätte kann ich mir in etwa so vorstellen:
Tatbestand #105113 - Sie streiften beim Überholen das in gleicher Richtung fahrende Fahrzeug. (35,-EUR, kein Punkt)
 
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Ich hatte mal einen Unfall, keine Polizei, da er alles zugegeben hat, dann Versicherung, da hat er alles abgestritten, bin dann auf meinem Schaden sitzen geblieben. Wenn die Polizei das aufgenommen hätte, hätte er das nicht mehr abstreiten können.
 
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Sorum kann es passieren, aber auch andersrum. Ich hatte als Fahrranfänger mal einen Auffahrunfall und habe unterschrieben, dass ich Schuld an dem Unfall gewesen sei. Das wurde mir dann auch zum Verhängnis.
Darum geht es mir aber nicht, ich dachte aus politischer Überzeugung. Unfälle mit Fahrradfahrerinnen werden viel zu selten angezeigt. Hier noch letztens mitbekommen: Autofahrerin fährt Kind an, Kind stürzt, man hilft dem Kind und setzt es wieder aufs Rad und weg. Daher bin ich für konsequentes Anzeigen, nur so bilden die Zahlen die Realität ab und Autofahrerinnen haben auch etwas mehr Respekt (im Sinne von Abstand) als aktuell.
 
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@tilly gut, dass das bei dir alles so glimpflich abgelaufen ist. Kann dir aber auch nur dazu raten in jedem Fall die Polizei dazu zu holen um eventuelle "Verständigungsschwierigkeiten" siehe @Johster zu umgehen.
 
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Ich habe auch mal die Polizei gerufen. Die Frau hat alles abgestritten und die Polizei hat dann gesagt naja lässt sich ja nicht beweisen. Ich musste dann selbst Zeugen ausfindig machen.
Nee sobald ich nicht die Polizei rufen muss, mach ich das auch nicht. Die können mir gern gestohlen bleiben. Hatte da schon mehrfach echt unverschuldet Ärger mit dieser Berufsgruppe
 
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Ich hatte mal einen Unfall, keine Polizei, da er alles zugegeben hat, dann Versicherung, da hat er alles abgestritten, bin dann auf meinem Schaden sitzen geblieben. Wenn die Polizei das aufgenommen hätte, hätte er das nicht mehr abstreiten können.
was auch in diesem Fall geholfen hätte;
direkt vom Unfallort die Schadenshotline der Versicherung des Verursachers anzurufen.
Mit dem Schuldeingeständnis geht das dann problemlos ohne Rennleitung ;)
 
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Mit dem Schuldeingeständnis geht das dann problemlos ohne Rennleitung ;)
Generell sollte man selber niemals nach einem Unfall ein Schuldeingeständnis abgeben, dies kann zu einem Verlust des Versicherungsschutzes führen!
Besser ist es einen Unfallbericht aufsetzen, der die Umstände des Unfalls möglichst detailliert beschreibt - ohne eine Bewertung des Schuldfrage. Als Autofahrer sollte man immer einen „europäischen Unfallbericht“ im Handschuhfach dabei haben.
Wenn der Unfallgegner bereit ist, die Schuld einzugestehen, ist das natürlich sein Problem.
 
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Ich glaube immer erst einmal an das Gute im Menschen. Es war keine Polizei vor Ort.
So naiv dachte ich auch einmal. Ich war mal Zeuge bei einem Auffahrunfall. Der Geschädigte, ein Kurier mit eiligen Blutkonserven, war überglücklich einen Zeugen zu haben. Bei seinem letzten Auffahrunfall behauptete der Gegner, er (der Kurierfahrer) wäre rückwärts gefahren und er sei schuld. Konnte vor Gericht nicht bewiesen werden. Bei dem Auffahrunfall wo ich dann Zeuge war, war ich mir auch sehr sicher dass die Frau hinter ihm auf dem Telefon gespielt hatte und deswegen aufgefahren ist. Gesehen habe ich es leider nicht.
 
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Immerhin. Aber 5 Wochen ist schon heftig
Ein Bekannter von mir ist Unternehmer mit 3,5 Tonnen Sprinter, keine Angestellten, nur gelegentlich Aushilfen. Im Februar ist ihm ein 7,5t LKW mit 60km/h ungebremst aufgefahren. Die Karosserie vom Sprinter war danach krumm wie eine Banane, Totalschaden. Dann Krankenhaus, Reha und zum Glück keine ernsthaften Verletzungen. Gerichtsverhandlungen, Gutachten und immer wieder Besuch von der Berufsgenossenschaft. Die kontrollierten, ob er auch wirklich nicht arbeitet. Nach 8 Monaten hat er den Schaden dann komplett bezahlt bekommen!
 
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Ich hatte mal einen Unfall, keine Polizei, da er alles zugegeben hat, dann Versicherung, da hat er alles abgestritten, bin dann auf meinem Schaden sitzen geblieben. Wenn die Polizei das aufgenommen hätte, hätte er das nicht mehr abstreiten können.
Hat mein Vater als Fußgänger (von nem ausparkenden Fahrer angefahren) genau so auch gehabt. Gab dann ewig Hickhack mit der gegnerischen Versicherung.

Was unabhängig davon auch nicht ohne sein kann: Psychologische Folgeschäden, die erst Monate nach einem Unfall aufkommen. Sieht man nicht am Unfallort. Hätte ich vorher (vor einem eigenen Überfahrenwerden durch einen PKW-Fahrer) auch nicht gedacht. Da ging (bei mir) letztlich weitgehend das subjektive Sicherheitsgefühl flöten - seitdem fahr ich fast nur noch VM oder Trike (Liegelasti). Demnächst wohl auch Velocar.
Könnte man auch als Suffisierung des Radverkehrs bezeichnen. Schön ist anders.
 
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