Mittelmotor nachhaltig?

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Mal ein anderer Aspekt: So ein Mittelmotor schrottet doch die Kette viel schneller, oder?

Das ist der gaaaanz grße Vorteil am Nabenmotor: Er SCHONT die Kette, statt sie zu BELASTEN. Und nebenbei belastet der Mittelmotor auch eine Nabenschlatung. Die Nabenschaltungen verschleißen auch auch so gut wie alle mit der Zeit. Der Motor verstärk das natürlich.

Andererseits zieht am Berg ein Mittelmotor auch mit wenig Leistung durch die kurzen Gänge der Schaltung besser, als der Nabenmotor bei gleicher Leistung.
Bin letzens mal eine Bafang BBS mit 300 Watt elektrisch am Berg Probe gefahren. Da braucht mein Puma schon 500 Watt elektrisch, um bei 15km/h den gleichen Schub zu bringen. Hatte mich schon beeindruckt! Der Nabenmotor arbeitet in dem Geschwindigkeitsbereich dann mit schlechtem Wirkungsgrad. In der Gesammtbilanz gleicht er das aber durch besseren Wirkungsgrad auf der Ebene aus.

Aber was die Kettenschaltung beim Schalten unter Last für häßliche Geräusche machte, wenn da der Motor auch noch an der Kette zerrte! Alter Schwede!

Beim Nabenmotor gibt es das Problem nicht und er zieht schön aus dem Stand durch, wie wenn das Fahrzeug vom Gummiband gezogen würde!

Ich liebe Nabenmotore!
 
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Ja. Vorallem bei voller Unterstützung ist schalten nicht so ratsam. Das ganze mit dem großen Alu Ressonanzkörper und einem gedämpften XT Schaltwerk kracht schon sehr laut.
Ich schalte bei voller Unterstützung ähnlich wie mit Nabenschaltung, kurz das treten aufhören, der kurze Nachlauf reicht um die Gänge recht sanft reinzulegen.
Den Schaltungsunterbrecher habe ich mir (noch) nicht gegönnt
 
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So eine Bleibatterie wiegt ne ganze Menge. Mit einer gewissen Anzahl hat man dann das zulässige Gesamtgewicht möglicherweise schon erreicht.
Mittelmotor fand ich von Anfang an nicht besonders. Der Verschleiß der Schaltung nimmt stark zu. Eine 1/8 Kette würde sicherlich länger halten, dafür ist der Ritzelabstand zu schmal. Einen Nabenmotor im Vorderrad hatte ich mal. War optimal, nur bei Steigungen ohne Beladung drehte das Rad manchmal durch.
 
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Bei meinem Packster habe ich nach ca 2500 im Ganzjahresbetrieb teils auf unbefestigten Wegen die Kette gewechselt. Kassette und Kettenblatt sind jetzt bei so 4300 km immer noch die ersten. Ist also eine verschmerzbare Investition. So alle 2 Monate mach ich die Kette, Kassette und schaltwerk mit nem Lappen und Petroleum sauber, zum Ölen nehme ich Getriebeöl, weil dünnflüssig, belastbar und ohnehin noch vorhanden.
 
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Also grundsätzlich würde ich ein Bauteil aus China nicht als problematisch einstufen. Was mich grundsätzlich ärgert, ist wenn Hersteller die Herkunft Ihrer Produkte verschleiern, wenn auch nur implizit. Das ist einerseits "unsportlich" und in gewisser Weise ein Plagiat, da man sich mit den Produkten anderer schmückt. Zudem beraubt man Konsumenten dadurch die bewusste Entscheidung auf ein gewisses Produkt zu verzichten oder Alternativen zu erwerben. Ich finde daher, dass die Herkunft und vor allem der ölologische Fußabdruck auf jedes Produkt drauf gehören - so wie die Brennwertangaben auf Lebensmitteln... Das müsste doch eigentlich Konsenz sein, oder? Liberale freuen sich über mehr Entscheidungsfreiheit von Konsumenten, Grüne freuen sich über mehr Möglichkeiten von nachhaltigen Verhalten, AFD freut sich, dass ausländische Produkte gekennzeichnet werden ;-).

Sorry ich schweife vom Thema ab.

Jetzt wird wirklich darüber diskutiert. https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/co-kennzeichnung-lebensmittel-ernaehrung-1.5006049
" Neben verbindlichen CO₂-Angaben auf Lebensmittelverpackungen sowie der Nährwertampel Nutriscore schlägt das Gremium ein verpflichtendens Tierschutzlabel vor. "
 
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Beschäftigen sich die Leute dann wirklich damit und treffen andere Entscheidungen? Schon oft habe ich an der Kasse vor und hinter mir stark Übergewichtige gesehen, die Cola, Süßigkeiten und viel Fleisch mitnahmen. Es stehen doch seit Jahren die Kalorien auf der Verpackung. Die Leute werden wohl eher nach dem Preis entscheiden und was ihnen schmeckt. Regional und Bio, alles schön und gut. Wenn es zu teuer ist kaufen die Meisten etwas anderes.
Übrigens machen sich fast nur die Deutschen Gedanken um Umweltschutz.
Letzte Woche kam eine Sendung über Autoverkäufe von hier ins Ausland.
Als erstes wird der Katalysator ausgebaut. Darin sind Edelmetalle wie Platin und Palladium. Damit kann man noch gutes Geld verdienen. Dann erst geht's zum Autohändler zum Verkauf. Und wir müssen ständig neue Autos kaufen um die Normen einzuhalten, während dem Großteil der Welt sowas egal ist. Genauso mit den Lebensmitteln. Warum müssen die zweimal um die Welt transportiert werden? Aus Kostengründen und Arbeitsschutzbestimmungen Solange sich da nichts ändert bleibt alles Aktionismus und Symbolpolitik.
 
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Ich verstehe grundsätzlich was du meinst, bin aber mit einigen Aussagen nicht ganz einverstanden bzw. möchte sie ergänzen.
Beschäftigen sich die Leute dann wirklich damit und treffen andere Entscheidungen? Schon oft habe ich an der Kasse vor und hinter mir stark Übergewichtige gesehen, die Cola, Süßigkeiten und viel Fleisch mitnahmen. Es stehen doch seit Jahren die Kalorien auf der Verpackung. Die Leute werden wohl eher nach dem Preis entscheiden und was ihnen schmeckt. Regional und Bio, alles schön und gut. Wenn es zu teuer ist kaufen die Meisten etwas anderes.
Das ist aber eine Schwarz/Weiß Darstellung. Klar gibt es Menschen, die bei Nahrungsmittel nur auf den Preis schauen. Sicher aber nicht alle. Man muss da auch aufpassen: Wenn von 100 Leuten an der Kasse ein Übergewichtiger sich Cola und Chips kauft, dann führt das leicht zu einer selektiven Wahrnehmung. Ich glaube viele suchen nach guten Produkten. Sei es aus Tierschutzgründen oder einfach nur weil es besser schmeckt und/oder gesünder ist. Und selbst das Konsumverhalten von Billigprodukten kann sich ja langsam ändern.

Weiterhin ist das mit dem Energiegehalt etwas (teilweise) anderes: Wenn ein Produkt viel Energie enthält, ist das nicht unbedingt negativ.
Die Historie eines Produktes ist doch eine andere Kategorie. Da sieht man: Aha das Produkt wurde um die Welt befördert und nicht lokal angebaut. Oder man versteht gleich was für Haltungsbedingungen gegolten haben.

Auch persönlich kaufe ich wenn ich mal in einen Discounter gehe ausschließlich Bio Produkte - da bringt das Label schon etwas. Das ist sicher auch noch nicht alles perfekt gemacht, und ein lokaler Metzger ist mir trotzdem 1000 Mal lieber, aber es ist trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung.

Übrigens machen sich fast nur die Deutschen Gedanken um Umweltschutz.
Letzte Woche kam eine Sendung über Autoverkäufe von hier ins Ausland.
Als erstes wird der Katalysator ausgebaut. Darin sind Edelmetalle wie Platin und Palladium. Damit kann man noch gutes Geld verdienen. Dann erst geht's zum Autohändler zum Verkauf. Und wir müssen ständig neue Autos kaufen um die Normen einzuhalten, während dem Großteil der Welt sowas egal ist.

Also es wurde noch niemand wirklich dazu gezwungen ein neues Auto zu kaufen, weil ein altes zu schlechte Abgaswerte hat. Die Steuer ist harmlos genauso wie vereinzelte Fahrverbote wegen feinstaub. Zudem muss man auch bedenken, dass der Gebrauchtwagenfahrer ohne Katalysator ein Auto weiter nutzt - es wird somit kein neues gebaut. Das ist ja auch schon mal was... Ich würde hier eher Anreize wie die Abwrackprämie als problematisch ansehen.

Was in Deutschland wirklich einmalig ist, ist allerdings das billige Fleisch samt seiner Herstellungsgeschichte.

Genauso mit den Lebensmitteln. Warum müssen die zweimal um die Welt transportiert werden? Aus Kostengründen und Arbeitsschutzbestimmungen Solange sich da nichts ändert bleibt alles Aktionismus und Symbolpolitik.
Um die Änderung geht es doch genau. Ein Verbot ist nicht so einfach - wie verbietet man denn genau was ohne andere Länder/Menschen etc unfair zu benachteiligen? Verbote haben immer einen ziemlich hohen Kolateralschaden. Konsumenten zu ermächtigen selber zu entscheiden ist da doch eine sehr sanfte und möglicherweise extrem effektive Art- und Weise.

Sorry nochmal fürs Kapern dieses Themas...
 
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Leuts, macht doch bitte einen eigenen Thread auf. Ich wüsste nicht, was Lebensmittelprobleme mit Mittelmotoren zu tun haben. Und mal ganz ehrlich, das gehört hier eigentlich auch nicht ins Cargobikeforum. Wobei natürlich die Lebensmittelgeschichte selbstverständlich nicht unwichtig ist und da auch noch sehr viel Luft nach oben ist und ich mich auch immer frage, wem geht es besser, den Tieren oder den Menschen die die Tiere schlachten. Und Übergewichtige sollten besser Lastenrad fahren, da normale Fahrräder oftmals Gewichtsbegrenzungen haben, und Lastenräder für Stabile stabiler sind. Und wenn Lebensmittel um die Welt gefahren/ transportiert werden, dann sollten ide sich mal an der Schokofahrt ein Beispiel nehmen.....
...und da stellt sich vielleicht die Frage, ob ein nachgerüsteter Mittelmotor für die Bio-Öko-Schoko besser ist, als ein verdongeltes System, dass vielleicht in ein paar Jahren Kernschrott ist, weil es keine Ersatzteile mehr gibt.

___Just my 2 cent___


PS
Kann ich für meinen Crystalyte 36V Vorderradmotor eigentlich einen 36Volt-Steps-6010-Akku nehmen, bei dem ich nur Plus & Minus abgreife? oder sperrt der Akku, wenn er keine Verbindung zum Steps-Steuergerät hat? Der Crystalyte-Controller schaltet den Motor ja unter einer bestimmten Spannung ab, damit der Akku nicht tiefentladen wird.
 
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ich hatte diesen Threat vor einer Weile mal gelesen und jetzt nochmals überflogen.
Für mich persönlich käme ein festverbauter Mittelmotor auch eher nicht in Frage - ich hatte allerdings sogar mal einen Panasonic für 1 oder 2 Jahre um 2010 herum; bevor Bosch auf den Markt kam, damals hatte ich gerade mit dem 2-Rad-Pendeln zur Arbeit angefangen.

Meine Frau hat ein 2012er-Rad mit Bosch Mittelmotor. Der zickt gelegentlich mal rum, im großen ganzen geht er aber noch. Defekte am Akku halte ich hier für das geringste Problem, es gibt ja - natürlich nicht beim Freundlichen um die Ecke, sondern im WWW - Leute, die Zellen austauschen; ob allerdings BMS einzeln erhätlich sind, weiß ich nicht, vermutlich müsste man die gebraucht suchen.

Was mich allerdings erschreckt hat ist genau das hier im Faden am Anfang skizzierte Szenario. Ein Hersteller steigt komplett aus. So wie Conti, vorhin in einem Video gesehen bei der Vorstellung eines Kargon one.
ab ca. Minute 2
Wird auch gleich darauf hingewiesen, dass Kargon einen Adapter anbietet, mit dem auf "Bio" zurückgebaut werden kann. Das ist aber dann schon alles.
Traurig. Und daran denkt man eigentlich beim Fahrradkauf gar nicht.
 
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Man weiß doch gar nicht wie die Zukunft in ein paar Jahren wird. Wer hätte denn gedacht, dass 29 Zoll und Scheibenbremse am Rennrad alles vorher gewesene zur Randnotiz macht?
Solange Motoren und andere Elekronikbauteile kompatibel sind, ist das kein Problem. Da können Hersteller aussteigen und einsteigen wie es denen Spaß macht. Bei verdongelten Systemen hat man als Kunde bei einem Defekt ein Problem.
 
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