Medium Molly - Moped-Lasti-John-Fully-Chimäre (oder: "Wir lernen Schweissen!")

Mein erstes Rahmenprojekt, gleichzeitig das erste Schweissprojekt. Natürlich Resteverwertung, ausgelegt auf 40x60 Kisten quer. Ein ausgeschlachteter E-Rollerrahmen (hat mir mein ehemaliger Brötchengeber überlassen - Dank nochmal an P.!) und ein olles Stahlfully mit derartigen Materialstärken, dass ich das mit nem uralten Elektrodengerät von Vatern, guten DDR-Stäben und 80A zusammenbrutzeln konnte (nebenbei: Automatikmasken sind sehr praktisch). Und ich hab nur zwei Löcher gemacht! Ein bissel schief isser geworden, aber ich bin mal gespannt, wies sich fährt.

Die Rahmenverbindungen halten erstmal, ich will die aber, sofern sich das Fahrzeug überhaupt macht, noch um 1-2 weitere ergänzen, da ich meinem Geklecker nicht allzu sehr vertraue..

Weil ich zu bequem bin, ne indirekte Lenkung zu bauen (vielleicht beim nächsten), solls ein Direktlenker a la Cruiser mit irrational nach hinten gezogenem (dh, Vorbau falsch rum montiert) Lenker werden. Wenn das funktioniert, kommt der Fully-Vorbau noch weg. Wenn nicht, schaun mer mal. Vielleicht ne Lenkstange obenrum.

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Wird sich zeigen. Es kommt ja auch noch der Aufbau dazu.
Wenn sichs richtig gut fahren sollte, kriegts vielleicht noch nen ollen Heckmotor zwecks Gewichtsoptimierung spendiert. Die gibts ja inzwischen fast hinterhergeworfen.
 
Das klingt doch nach nem'Plan.

Ganz nebenbei, hast du mal schweißen gelernt? Ich habe auch so ein altes Elektrodenschweißgerät und mich auch schon mehrfach damit versucht. Doch entweder brutzelt nix oder die Elektrode pappt an.

Warte derzeit noch darauf, dass mir jemand ein Schutzgas-Schweißgerät schenkt. Schutzgas-schweißen soll einfacher sein.... ;)
(Die Hoffnung stirbt zuletzt!)
 
Ja, ungefähr zwanzig Schweissminuten, bevor ich das Fully aufgesägt hab. Mein Vadder hat mir ein paar Hinweise gegeben, ansonsten ist technik:schweissen [Wiki Velomobil-Forum] und der entsprechende Faden dazu sehr zu empfehlen. @triton-mole ist da sehr aktiv.

Zum Elektrodenschweissen meinte ein Profi letztens zu mir: "Rumgeklecker, taugt nichts fürn Rahmenbau!". Rumgeklecker ists auf jeden Fall, aber offenbar viel Übungssache. Gibt ein paar Prinzipien (richtige Winkel für verschiedene Nahtarten usw.). Einen meiner Kleckerberge hatte ich zwischendurch auch mit der Flex wieder runtergeschnitten, um möglichst wenig Schlacke/Hohlräume zu produzieren. Und wie gesagt, unter 2-3mm Material ists (als Anfänger) eine sehr löchrige Angelegenheit.

Das Anbackproblem hab ich auch, ist wohl Übungssache. Da wollte ich demnächst auch nochmal nachfragen, ich weiss aber, dass auch mein Vater gelegentlich festhängt. Schräges Drüberstreifen und ne gut umhüllte Elektrodenspitze erschien mir bisher am ehesten hinzukommen...

Laut meinem Vater hängt viel an trockenen (!) Elektroden, u.U. vorher durcherhitzen (Backofen). Kontakt zwischen Elektrode-Halterung und Klemme-Rahmen ist auch son Thema.

Aber wie gesagt, ich bin absoluter Anfänger. Für sone Frage ist das VM-Forum sehr gut geeignet!

Und wirklich relevante Teile (Schwingen fürs AW und Anthro zB) habe ich vom Fachmann (in den Fällen Plycar-Kai, mit dessen Arbeit ich sehr zufrieden bin) schweissen lassen.
 
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Danke für die Antwort. Dann muss ich wohl einfach mal ein paar Kilometer schweißen, damit ich es einigermaßen drauf habe...
 
Lustiges Projekt, das Roller-Plastik-Vorderteil kenn ich von meinem E-Roller, wo ist Deines her?

Mit ner Elektrode nen Fahrradrahmen schweißen ist ne skurrile Idee, klar kann ein Profi damit auch vernünftige Schweißnähte produzieren, aber kaum auf dünnem Blech oder Rohr... nen MIG/MAG oder noch besser WIG Schutzgasschweißgerät kostet doch heute fast nix mehr und bringt viel bessere Ergebnisse und erlaubt es auch verkehrssichere Fahrzeuge zu bauen ;-)
 
Von besagtem E-Roller! :p

Das sind keine Fahrradrahmen(dimensionen) beim Material. Das ist geschätzt alles 3mm+.
 
Es geht voran, zwecks Probeaufbau Singlespeed, Bremsen kosten extra. Ein paar Schweißarbeiten stehen noch an.
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Es fährt sich genau so, wie es aussieht bzw. wie ein halber Roller und ein olles Stahlfully sich fahren sollten. Aber man kann es fahren und für den angestrebten Zweck (Bahnhofsrad und Einkäufe) wirds tun.

Hinten wirds wohl entweder ne Rücktritt (wegen der sonst ewig langen Züge) oder ein Motor.

Ein nicht unerhebliches Problem besteht allerdings darin, dass der Bremsschlauch nen halben Meter zu kurz ist und wohl die Bremsflüssigkeit mal geprüft werden müsste (jedenfalls geht die VR-Bremse nicht). Neuen Bremsschlauch kaufen wäre das Einfachste, allerdings sollte es wohl prinzipiell auch möglich sein, den bestehenden (keine Ahnung ob Stahlflex/reiner Gummi) mit nem Zwischenstück zu verlängern - was im Sinne der Projektidee eigentlich meine Präferenz wäre.
 
Die einzige Rennleitung, die aktuell dazu was sagen könnte, is mein Vadder aufm Grundstück. Und der finds eher lustig.
 
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