Kargon - neues Lastenrad

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Bei dem E6000 Modell ist der Motor nicht der begrenzende Faktor, sonder die Nexus 5. ca. 260 % Bandbreite reichen im normalen Stadtbetrieb aus. Jedoch sind da keine Reserven vorhanden. Eine Kasette mit ca. 400 % bietet da eunfach mehr möglichkeiten
 
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Bei der Auffahrt zum Feldberg im Taunus hat mir bisher der e6100 in Verbindung mit der 5 Gang Nabe gute Dienste erwiesen. Aber Geschmäker sind ja verschieden und vielleicht bin ich da nicht repräsentativ. Beladen war das Kargon dabei mit meinen beiden Jungs, beide 5 Jahre alt und ich war nur auf der Straße unterwegs. Mein eigentliches Ziel ganz ohne Motor hoch zu fahren hatte leider nicht geklappt.
 
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Wie ist denn die Übersetzung des Kargon? Unser Veloe mit der e5 ist soo lang übersetzt, dass man sich mit Motor den 5. Nie nutzt und es quasi keinen Berggang gibt.
 
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Das mit der Übersetzung ist leider ein kleines Thema:

Das, was für mich vielleicht nicht ganz so optimal ist, ist die Übersetzung. Den 1. Gang brauche ich eigentlich nur sehr selten (wenn ich aus der Tiefgarage raus möchte). Und somit sind dann eigentlich „nur“ 3 Gänge in der Nutzung. Die Unterstützung vom Motor habe ich meist eh nur bis in den 4. Gang, da ich da die Geschwindigkeit für die Abschaltung erreiche. Somit ist auch die Frage, ob die Übersetzungen passen. Ich werde mal sehen, ob ich bei einem Termin bei meinem Händler über ein anderes Kettenblatt spreche.

Wie auch immer, ich fahre das Kargon / Cargofactory sehr gerne und bin für mich davon überzeugt, alles richtig gemacht zu haben. Die Steps E6100 reicht mir völlig und ganz. Für die Stadt oder Ausflüge in die Umgebung passt alles zu mir.
Sicher, ich bin nur einer von vielen und natürlich wird es fälle geben, wo mehr Power / Unterstützung wirklich gebraucht wird. Schlussendlich wird jedes System seine Berechtigung durch seine Eigenart / Besonderheit haben.

Bin heute kurz unterwegs gewesen und wieder festgestellt, dass im vierten Gang immer der Bereich erreicht wird, in dem die Abschaltung bei 25 km/h eintritt.
Heute hatte ich stellenweise wohl ein wenig Unterstützung vom Wind, denn auf dem heutigen Hinweg war ich dann durchaus bei langen geraden Strecken im fünften Gang und entsprechender Geschwindigkeitüber 25 und ohne Motor. Dafür war der Heimweg dann wirklich genau umgekehrt, da kam ich "nur" bis an die 24 / 25 km/h (tatsächlich im Normal-Modus, der High-Modus hat nicht wirklich viel Unterschied und Sinn in der Geschwindigkeit gebracht).

Der erste Gang ist wirklich nur für Auffahrten bei mir. Hat sich heute an einer neuen Brücke wieder gezeigt. Es würde aber vom Radius für die kreisförmige Auffahrt und der Breite dieser eh nicht schneller gehen. Lastenräder haben die damals bei der Planung von dem Teil noch nicht auf der Reihe gehabt.
 
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Ich kenne die Kombi Kargon E6100 und Nexus 5 nur von ner ausgedehnten Probefahrt. Da war das ok.
Aber jetzt mal in den Alltag: -Ein Tag wie heute, Scheißwetter, das Fahrrad voll geladen und dann ne Rampe zu einer Brücke hoch mit Fußgängerverkehr, oder irgendwo an nem steilen Stück anfahren.
Da kommt man mit 260% Bandbreite schnell an die Grenzen. Und für den Fall das esunten raus reicht, ist halt zum schnell fahren nix mehr übrig.
Zwischen 5 km/h und 30 km/h liegen 600%, da kann ich einiges mit Trittfrequenz ausgleichen. Sind regelmäßig nur geringe Steigungen zu bewältigen oder aber es wird nur mit geringeren Lasten gefahren, dann kann ich über eine modualere Trittfrequenz die mangelnde Übersetzungsbreite kompensieren.
Ich fahre regelmäßig Berge, habe auch immer mal wieder höhere Gewichte zu fahren und bin es gewohnt höhere Trittfrequenzen zu treten, daher würde ich sogar eine 1x12 wählen wenn ich das könnte.
Die DI2 11 fach gibt es meines Wissen nach in 11-40 , 11-42 und 11-46 als rund 360% - 420%, also ist für jeden was dabei.
Und das schönste ist: wenns nicht paßt ist der wechsel easy selbst machbar und das für ne halbwechs überschaubare Summe ( ich weiß nicht ob der Steps selbst oder nur durch den Händler die neue Übersetzung lernt).

Das schöne ist ja auch: Es gibt unterschiedliche Anforderungen an die Räder und jeder kann sein Rad finden. Ich freue mich so , da das Kargon mit der Nexus für mich einfach nicht in Frage gekommen wäre und jetzt ist aus meiner Sicher alles gut.
 
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Bin heute kurz unterwegs gewesen und wieder festgestellt, dass im vierten Gang immer der Bereich erreicht wird, in dem die Abschaltung bei 25 km/h eintritt.
Heute hatte ich stellenweise wohl ein wenig Unterstützung vom Wind, denn auf dem heutigen Hinweg war ich dann durchaus bei langen geraden Strecken im fünften Gang und entsprechender Geschwindigkeitüber 25 und ohne Motor.

Das ist ja interessant zu lesen.
Im Berliner Flachland bemühe ich nur die Gänge 1- 3 (6100 + Nexus + Zahnriemen).
In äußerst selten Fällen, ab 30 km/h, bin ich im 4. Gang unterwegs.
Der 5. ist bei mir absolut jungfräulich.
Im 3. Gang bei ca. 27 km/h bin ich bei einer Trittfrequenz von +- 90 unterwegs.

So ein "eklatanter" Unterschied macht mich dann ja doch stutzig.
 
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Ja, sind sie.

Ich bin jetzt ein paarmal mit Verdeck, aber ohne Kinder, im Regen unterwegs gewesen. Die Sitzbank wird nass, auch während der Fahrt troft das Wasser von diesem Windschutz genau auf die Sitzbank. Ich hatte letztens im Regen, kein Starkregen, was zu essen geholt die Papiertüte im Fußraum. Zu hause war diese ebenfalls leicht feucht, auch da kommt beim stehen an der Ampel Wasser hin.

Ich muss sagen mich überzeugt das Verdeck nicht ganz. Zumindest nicht als Regenschutz für die Passagiere. Als Windschutz ist es tauglich.
Und wir dachten wir hätten unser Traumrad gefunden :(
Auf dem Cargofactory haben wir uns alle sofort wohl gefühlt. Die Großen auf dem Sattel die Kleinen in der Kiste. Aber ohne anständiges Regenverdeck fällt es leider raus.
Schade, jetzt tauschen wir Fahrspaß gegen trockene Kinder/Einkäufe.

@schocki dir vielen Dank für deine Bilder und Eindrücke!
 
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Moin,

kleines Update in Sachen klappern vom Rad: bin erst etwas über 400 km Unterwegs gewesen, immer noch Ruhe!
Bei der Box rasseln die einfachen Schlösser ein ganz klein wenig.

Zum Thema Übersetzung: 4 Gang bei um die 72 bei der Trittfrequenz ergeben so ca. 26 km/h.
 
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Moin, beim EP8 sagte man mir Lieferzeit 2 Monate. Gibt es da Erfahrungen?
Obendrauf gibts einen verstellbaren Plexiglas(?)-"Abweiser", verstärkt durch ein gefrästes Metallstück, dazwischen bleibt aber Raum, in dem Wasser eindringen kann.
Dann hätte man auf das Plexiglas ja eine "Dichtlippe" kleben können, die auf den Stoff reicht, oder von wo kommt das Wasser?

Grüße Malte
 
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Moin, beim EP8 sagte man mir Lieferzeit 2 Monate. Gibt es da Erfahrungen?
Es gab wohl im Januar/Anfang Februar ein Zeitfenster, innerhalb dessen eine kleine Anzahl EP8-Modell bestellt werden konnte (da hat CF wohl eine kleine Charge an EP8-Motoren bekommen). Mein letzter Stand ist, dass diese Slots aber schon weg sind, jetzt erstmal wieder "nur" Modelle mit E6100 gebaut werden und anschließend (was mit der o.g. Lieferzeit zusammenpassen würde) wieder EP8er...
 
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Es gab wohl im Januar/Anfang Februar ein Zeitfenster, innerhalb dessen eine kleine Anzahl EP8-Modell bestellt werden konnte (da hat CF wohl eine kleine Charge an EP8-Motoren bekommen). Mein letzter Stand ist, dass diese Slots aber schon weg sind, jetzt erstmal wieder "nur" Modelle mit E6100 gebaut werden und anschließend (was mit der o.g. Lieferzeit zusammenpassen würde) wieder EP8er...
ach herrje, da bin ich mal gespannt was aus der Lieferzeit wird, und ob die 2 Monate eingehalten werden.
 
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Tja, sicher ist es erst, wenn das Rad in der Garage steht... Ich muss aber sagen, dass die Kommunikation der Jungs bei CargoFactory (man hat ja immer gleich einen der drei Gründe am Telefon) immer sehr transparent war.
 
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Tja, sicher ist es erst, wenn das Rad in der Garage steht... Ich muss aber sagen, dass die Kommunikation der Jungs bei CargoFactory (man hat ja immer gleich einen der drei Gründe am Telefon) immer sehr transparent war.
Den Eindruck hatte ich im Mail verkehr zum Thema EP8 damals auch, angekündigt waren die EP8 damals im Oktober 2020 für März 2021 ohne gewähr! Shimano scheint da eigen zu sein...

Die angekündigten zwei Monate stammen nun aber vom Händler und nicht von CF direkt. Im Kopf dachte ich mir CF sagt März 2021 + 2 Monate... das klingt Plausibel :D. Ich bin gespannt... Danke für die Info
 
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Nachdem ja mal die Frage nach dem Rahmenmaterial aufkam, bisher keine Antwort zu lesen war und ich grad ein Dokument lese mit den entsprechenden Angaben:

Rahmenmaterial
Aluminium EN AW 6060, geschweißt mit anschließender Wärmebehandlung

Da dass ja mal heiß diskutiert wurde... ich hab leider auf der Seite nichts gefunden, oder 6061?

dort wird auch von 6060 geredet...

  • 6xxx - wärmebehandelbar - Festigkeiten von 120 bis 400 N/mm² - Aluminium/Magnesium-Silizium-Legierungen (Si und Mg um die 1%); sehr beliebt bei Schweißkonstruktionen - Verwendung vorwiegend als Extrusionen, kann gut wärmebehandelt werden, soll nicht ohne Schweißzusatz geschweißt werden (Warmrisse) - Schweißzusätze 4xxx und 5xxx.
  • 7xxx - wärmebehandelbar - Festigkeiten von 220 bis 600 N/mm² - Aluminium-Zink (Zn 0,8 bis 12,0%). Verwendung in Flugzeugbau, Raumfahrt, Sportgeräten. Manche Legierungen sind nicht mit Lichtbogen schweißbar. Die meistgenutzten Legierungen, 7005 und 7020, sind gut mit 5xxx Schweißzusätzen schweißbar.
oder auch...
  • 6000er Aluminium
    Zusätze sind hauptsächlich Magnesium und Silizium. Am häufigsten kommen die Sorten 6061 und 6082 zum Einsatz. Die Zugfestigkeit dieser Sorten liegt bei etwa 200 - 350 N/mm², womit etwa der halbe Wert einer 7005/7020er Legierung erreicht wird. Diese recht weichen Legierungen lassen sich sehr gut verarbeiten. Trotz einer gewissen Korrosionsbeständigkeit ist eine Lackierung anzuraten. Bei Pulverbeschichtung ist darauf zu achten, dass die Materialtemperatur schonend erhöht wird und unter 180 °C bleibt, da speziell die 6061er Legierung mit Gefügeveränderungen auf höhere Temperaturen reagiert. Dies ist auch der Grund, weshalb sich diese Legierungen beim Schweißen stark verziehen und in mehrfachen Wärmeprozessen ausgehärtet werden sollen. Bei diesen Legierungen härtet das Materialgefüge nach thermischen Behandlungen selbst noch etwas nach.
  • 7000er Aluminium
    Zusätze sind Zink und Magnesium. Kupfer wird beispielsweise bei der 7075er Legierung (AlMgZnCu1,5) zugesetzt (Zugfestigkeit ca. 560 N/mm²!). Für Rahmenrohre werden die 7020er oder (kostengünstiger) die 7005er Legierung eingesetzt. Bei den 7005/7020er Legierungen ist eine Hochglanzpolitur in Verbindung mit Wachsschutz als Korrosionsschutz ausreichend, während die 7075er Legierung aufgrund ihres hohen Kupferanteils praktisch kaum schweißbar und korrosionsanfällig ist.
oder auch...
In der Regel kommen für die Fertigung von Fahrradrahmen zwei unterschiedliche Typen von Aluminiumlegierungen zum Einsatz – Al 6061 T6 und Al 7005 T6. Aus diesen werden bereits seit Jahrzehnten Fahrradrahmen hergestellt, so dass die Verarbeitungsparameter wie z.B. Schweißen, Umformbarkeit, Schmieden, Hydroformen und Biegen etc. umfangreich bekannt sind.

Al-Legierungen höherer Serien (z.B. 7000er) weisen grundsätzlich geringfügig höhere mechanische Eigenschaften (z.B. Zug- und Druckfestigkeit) auf, verhalten sich jedoch insgesamt etwas spröder. Für die Herstellung von hochwertigen Al-Rahmen werden neue Legierungen aus Al 6066 T6 und Al 6069 T6 wie auch Al-Legierungen mit Scandium-Zusätzen verwendet. Al-Scandium Legierungen sind jedoch extrem kostenintensiv und deutlich aufwändiger zu verarbeiten, was zu einem hohen Preis des Rahmens führt.
oder auch ...
Bei Aluminium sind das vor allem 6061, 7005 und 7020. Diese Zahlen sind die Nummern für das internationale Legierungsregister.

6061 (AlMg1SiCu) ist eine im europäischen Raum hauptsächlich in der Luftfahrtindustrie verwendete Legierung. Es muß nach dem Schweißen lösungsgeglüht werden. Für den Rahmenbauer bedeutet das, daß der Rahmen auf etwa 530°C erwärmt werden muß. Der heiße Rahmen muß dann in kaltem Wasser abgeschreckt und danach bei etwa 160°C warm ausgelagert werden.

7005 und 7020 sind sich sehr ähnlich. Auch hier wird 7005 eher international verwendet, 7020 (AlZn4,5Mg1) eher europäisch. Beide Sorten können aber auch miteinander verschweißt werden. Die Festigkeit liegt höher als bei 6061, vor allem kann aber das Lösungsglühen für den Rahmenbauer entfallen. Es ist nur eine zweistufige Warmauslagerung mit Temperaturen bis rund 160°C nötig. Das ist eine erhebliche Erleichterung. Übrigens hört man oft, daß Rahmen aus 7000er Legierung gar nicht warm ausgelagert werden müssen, weil nach 3 Monaten kalter Auslagerung bei Raumtemperatur die alten Festigkeitswerte sowiso fast wieder erreicht würden. Das ist für die Festigkeitswerte sogar richtig, allerdings ist Warmauslagerung nötig, um die Beständigkeit des Werkstoffes gegen Korrosion wieder herzustellen. Dabei geht es nicht nur um Korrosion von außen, sondern auch um interkristalline Korrosion, gegen die man sich nicht durch Beschichtungen, Versiegelungen usw. schützen kann.

Wenn also die Festigkeit höher und die Verarbeitung von 7000er Aluminum einfacher ist als die von 6000er, warum gibt es dann trotzdem Hersteller, die Rahmen aus 6000er Aluminium bauen? Dafür gibt es vor allem zwei Gründe: Erstens ist die Festigkeit von 6061 direkt nach dem Abschrecken sehr gering. Der Rahmen läßt sich also gut richten, ohne daß große Eigenspannungen durch das Richten entstehen. Zweitens ist die sog. Bruchdehnung bei 6061 höher als bei 7000er Aluminium, im Schadensfall verformt sich das Rohr also ein wenig mehr, bevor es bricht, man hat mehr Sicherheit. Beide Gründe können dafür sorgen, daß sich ein Hersteller für die Verwendung von 6061 entscheidet. Letztendlich ist aber nicht das eine Material erheblich besser als das andere, so können die Gründe auch zB. bei den Lieferanten des Rohrmaterials zu suchen sein. Zum Mindesten bei den Herstellern, die schon sehr früh geschweißte Aluminiumrahmen angeboten haben wie zB. Klein oder Cannondale, wird auch die Verfügbarkeit des Materials ein Rolle gespielt haben. Heutzutage überwiegt die Verwendung von 7000er Aluminium drastisch...


Da Kargon vermutlich Extrudierte Normprofile und "hohe Querschnitte" in der Konstruktion verwendet, mache ich mir kaum sorgen das da was mit der Zugfestigkeit richtung 6060 vs. 6061 (170 vs 270) nicht passt. 6060 ist nun mal das "feldwaldundwiesen" Alu, einfach zu bearbeiten, leicht zu beschaffen (Vierkantrohre), why not? Hab mein Tretlagerrohr fürs E-Liegerad auch aus 6060 gebrutzelt...


Ich werde berichten wenn es sich zerlegt hat... bei den Querschnitten, und Schweißnahtlängen glaube ich aber nicht daran das es passiert...
 
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Weil ich selbst lange (und leider vergeblich) nach Rechteckprofilen aus für den profesionellen Rahmenbau geeigneten Alu-Legierungen gesucht habe...

Mag ja sein, dass die Querschnitte des Rahmens überdimensioniert aussehen. Wenn die Wandstärken unterdimensioniert sind, hilft das auf Dauer auch nichts...

Wenn Profis mit 6061, 7005 oder 7020 Räder bauen, macht das Sinn...

Sollte das Kargon aus 6060 geschweißt sein, wünsch ich der Truppe viel Glück.
Du fasst das doch gut zusammen, Kargon hat IMHO überdimensionierte Querschnitte im Vergleich zu anderen Rädern. Und wie du sagst, wenn Querschnitt und Wandstärken stimmen, hilft es eben auf Dauer. So können dann verfügbare Normelemente verwendet werden. Das erkauft man sich aber durch den doch eher unüblich Querschnitt + eventuell mehr Gewicht als nötig in der Wandstärke. Was ich mich fragte war, wieviel der "Frame" der Ladelösung mit trägt, oder ob das Rad auch so hält.

Wenn also Querschnitt und Wandstärken stimmen, wo braucht Kargon dann Glück? Und wenn ich den Quellen im Netz vertrauen darf, ist es mit nichten so das da wo 6061 / 7005 drauf steht auch 100% davon verbaut wurde...

Spannend wird es aber wenn man sich fragt warum 1975 schon mit 6061er Alu begonnen wurde.


Ich finde den Ansatz über 6060er mit Normprofilen nicht schlecht. Alles eine Auslegungssache... Das Rad ist ja bei einigen schon länger unterwegs und es scheint keine Probleme zu geben... Das Rad hat anscheinend auch den EFBe test bestanden, andere Hersteller wie Tern lassen da ja auch testen... Da muss ich mich aber mal einlesen...
 
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Du fasst das doch gut zusammen, Kargon hat IMHO überdimensionierte Querschnitte im Vergleich zu anderen Rädern. Und wie du sagst, wenn Querschnitt und Wandstärken stimmen, hilft es eben auf Dauer.
Mal kurz etwas zu den "anderen Rädern":
In jungen Jahren hatte ich ein "Kettler Street", das hat nicht wirklich lange gehalten, dann ist das Unterrohr gebrochen.
Wenige Jahre später hatte ich ein "Rocky Mountain Cirrus", das war so bocksteif dass es mir keinen Spass gemacht hat.
Damit waren Alurahmen für mich komplett gestorben.
Heute bin ich Maschinenbauer und weis auch warum, irgendwo hatte ich es wohl schonmal geschrieben:
Je höher die Festigkeit einer Alulegierung, desto leichter kannst Du den Rahmen bauen.
Desto geringer ist aber auch die Bruchdehnung der Legierung, und die Dauerwechselfestigkeit von Alu kannst Du eh vergessen.
Sprich wenn ein Alurahmen halten soll musst Du ihn überdimensionieren, sonst bricht er schnell.
Und das kündigt sich auch nicht lange an wie bei Stahl (da hätte ich jetzt ein paar gute Beispiele parat), das bricht einfach sofort durch.
Das Rad ist ja bei einigen schon länger unterwegs und es scheint keine Probleme zu geben...
Ich hatte vor zweieinhalb Jahren das Kargon #13 gekauft - mein erstes Rad mit Alurahmen seit ca. 25 Jahren - und für mich ist der Rahmen top.
Wie gesagt, ich habe in den letzten 30 Jahren schon so einiges zerstört, auch mehrere Rahmen, aber der Kargon-Rahmen gefällt mir.
Leicht, aber vor allem stabil.
Steif muss er sein, aber Du hast die Federgabel und die dicken Reifen, das fährt sich super.
Und einen Lastenradrahmen darfst Du eh nicht knapp auslegen, bei den zu erwartenden Belastungen, das ist ja kein Rennrad, das darf ja auch nicht sofort brechen bei Fahrer + Ladung von zusammen 300 kg - auch wenn das natürlich nicht zulässig ist. >
Der Rahmen muss schon was halten, und gerade die grossen Querschnitte machen da viel aus.
Dazu kommt dass das Material nicht die allerhöchste Festigkeit hat - also ein guter Kompromiss zwischen leicht und robust.
Wie gesagt, ultrahochfeste Aluminiumlegierungen für Fahrradrahmen - da bin ich mittlerweile sehr skeptisch.
Was ich mich fragte war, wieviel der "Frame" der Ladelösung mit trägt, oder ob das Rad auch so hält.
Vergiss es - der Rahmen hält schon ohne diesen Rohrbügel... Du darfst ja auch ohne fahren.
Das ist wohl echt vernachlässigbar.
Ich werde berichten wenn es sich zerlegt hat...
Da bin ich mal gespannt wie Du das machen möchtest ;) ! Also nicht das berichten, das andere...
bei den Querschnitten, und Schweißnahtlängen glaube ich aber nicht daran das es passiert...
(y) me too...
Ich finde man merkt einfach dass bei dem Rahmen Maschinenbauer am Werk waren und kein "verirrten" Designer.
 
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Wenn ich das so lese, steigt meine Vorfreude auf „unser“ Kargon/CargoFactory exponenziell an (endlich mal wieder ein Zusammenhang, in dem exponenziell positiv konnotiert ist ;))
 
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Gerade wurde mitgeteilt, dass alle Modelle binnen vier Wochen lieferbar sind. Der Shimano EP8 ist jetzt auch auf Lager.
Wurde auch beim CF Instagram Kanal gepostet...

Wie gesagt, ultrahochfeste Aluminiumlegierungen für Fahrradrahmen - da bin ich mittlerweile sehr skeptisch.
Dennoch ist der 6060 sehr unüblich und der 6061 das Standard Material mit der 1,5 fachen Zugfestigkeit. Man darf sich aber auch fragen warum man bei einer verfügbarkeit von 6061 in Rundmaterial beim klassischen Rahmenbau auf 6060 gehen sollte, bei sonst gleicher bearbeitung. Wie viele Kastenförmige Rahmen gibt es auf dem Markt, wie wäre die akzeptanz eines solchen Rahmens. Da ist ja etwas "out of the box" denken dabei gewesen bie CF... ein Kategorisches ausschließen eines Werkstoffes, weil es andere anders machen, halte ich nicht für sinnvoll, auch wenn ich es sehr richtig finde zu hinterfragen warum ein anderer Werkstoff verwendet wird! Wenn es dann richtung "Massenproduktion" und eigene Rohrgeometrien geht ist es ja nochmal nen ganz andere schnack was möglich ist.

das fand ich sehr interessant https://www.rennrad-news.de/forum/threads/ab-wann-gab-es-die-ersten-alurahmen.70628/

Wenn ich das so lese, steigt meine Vorfreude...
Ich freue mich auch aufs Rad, und hoffe das die Lieferangaben stimmen :giggle:

Bei den kleinen Herstellern frage ich mich nur ob die es lange am Markt überleben... "mein" Liegerad Hersteller geht nun Covid-19 bedingt vorzeitig in Rente, ich hab zwei Räder von ihm, und er war 21 Jahre dabei...
 
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Bei den kleinen Herstellern frage ich mich nur ob die es lange am Markt überleben... "mein" Liegerad Hersteller geht nun Covid-19 bedingt vorzeitig in Rente, ich hab zwei Räder von ihm, und er war 21 Jahre dabei...
Bei Kargon bzw. Cargofactory (der Namenswechsel ist meines Wissens bedingt durch einen Rechtsstreit um Namensrechte eines phonetisch ähnlichen anderen Herstellers) haben sie vor Corona wohl vorgehabt sich zu vergrössern, das wegen Corona zurückgestellt, weil niemand wusste was kommt, dann kam der Fahrradboom... so dass sie seit Herbst letzten Jahres eine andere Halle haben und umgezogen sind...
Seitdem war ich nicht mehr dort, habe die Halle nicht gesehen, bin mir auch nicht sicher wie viele Leute sie jetzt sind, ich kenne sie nur zu dritt...
Aber sie sind jetzt nur noch halb so weit weg von mir, und in der vorigen Location war ich schon auf eigener Achse... irgendwann komme ich bestimmt mal wieder hin ;) ...
Übrigens sind sie jetzt auch mit dem Zug deutlich besser zu erreichen als früher.

Und die Jungs gehen bestimmt nicht einfach so in absehbarer Zeit "vorzeitig" in Rente, das wäre ein paar Jahrzehnte vor der Zeit... und seit ich sie kenne sind die Auftragsbücher wohl immer voll...
Ich glaube nicht dass sie sich das aufgebaut und vergrössert haben um dann einfach mal den Laden zuzumachen.
Das Produkt ist gut und verkauft sich, demgegenüber stehen natürlich Kosten für die Entwicklung, Maschinen und Einrichtung, Gebäude, das muss alles erwirtschaftet werden.
Ist ja auch kein Einmannbetrieb in der Garage oder im Keller wie mancher kleine Rahmenbauer.
 
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