"Frances Cycles"-Lastenräder

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trubby

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AW: frances cycles

Warum? Ich habe auch schon öfters über Seilzuglenkung nach gedacht. Eröffnet neue Design Möglichkeiten und verhält sich konstant in der Übersetzung.

Grüße,
André
 
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trubby

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AW: "Frances Cycles"-Lastenräder

Hallo Peter,

warum sollte eine Seilzuglenkung reißen? Ein Bremszug ist mir noch nie gerissen und ein passend ausgelegter Zug sollte da wohl keine größere Gefahr darstellen, als übliche Gestänge für indirekte Lenkung (bei denen ich es durchaus schon erlebt habe, das sie sich durch Druckbelastung verbiegen oder in der Klemmung verschieben, was auch nicht grade Lustig ist, wenn man plötzlich nur noch nach links lenken kann).

Grüße,
André
 

Reinhard

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AW: "Frances Cycles"-Lastenräder

[...] was auch nicht grade Lustig ist, wenn man plötzlich nur noch nach links lenken kann).

Der s.g. Lafontaine-Effekt ... :D.

Ich sehe da auch kein großes Problem. Der Konstrukteur wird sich dazu wohl Gedanken gemacht haben.
 
K

kapege.de

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AW: "Frances Cycles"-Lastenräder

Der Verschleiß einer Seilzuglenkung ist ungleich höher als bei einem Brems- oder Schaltzug, weil die Züge ununterbrochen bewegt werden! Versuche mit Seilzuglenkungen gibt es schon lange - alle wurden wieder fallen gelassen. Mal abgesehen von den aberwitzigen Lenkeigenschaften (Verzögerung durch Seildehnung) ist die Reibung in solch langen Zügen auch nicht zu unterschätzen.
Das Fahrradkonzept an sich gefällt mir, weil man das Gepäck im Blick hat und es schön tief und elegant befördert wird. Aber.
Eine Seilzuglenkung braucht ja keinen Kabelbruch, ein einfacher Schlupf genügt ja: Die Lenkung fängt völlig unkontrolliert zu flattern an.
Der andere Fall ist ein "Fresser" im Bowdenzug: Und? Wohin lenken wir dann? Bei einem Zweirad? Wie halten wir sie dann - die böse Balance? Gar nicht? Ooooh! :rolleyes: :D

Sorry, aber ich habe gerade meine sarkastischen 5 Minuten...
 
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AW: "Frances Cycles"-Lastenräder

Das mit dem ununterbrochen ist ein Punkt.

Rutschen kann es m.E. nicht, weil er die beiden Züge an seiner Seilscheibe klemmt (kommt weiter hinten bei den Bildern).

Und obwohl ich z.B. bei einem Doppeldecker oder Segler (der auch über Seilzüge gesteurt wird) keine Probleme mit dem Einsteigen habe, sagt irgendetwas in mir Nicht machen! , wenn ich das Wort Seilzuglenkung nur denke.

Der Doppeldecker gurkt nicht durch Salz und Matsch und er kriegt bei normalem Gebrauch auch keine harten Stöße gegen die Klappen, ein Rad aber öfters Schläge von der Seite.

Nicht ohne Grund sind zwei verschiedene Bremsen vorgeschrieben. Da man nur eine Lenkung hat, bin ich in dem Punkt lieber feig (jedenfalls momentan).
 
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trubby

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AW: "Frances Cycles"-Lastenräder

Die feigen können die Seilzuglenkung ja redundant auslegen. Hydraulisch wäre auch noch eine Alternative.

Grüße,
André
 
K

kapege.de

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Rutschen kann es m.E. nicht, weil er die beiden Züge an seiner Seilscheibe klemmt (kommt weiter hinten bei den Bildern).
Ja, das habe ich (gruselnd) auch gesehen. Zwei Seile werden von einem winzigen Schräubchen gehalten? Äh, tschulligung, aber wenn sich an dieser Schwachstelle auch nur eine Winzigkeit tut, landen der Fahrer und sein Gefährt aber sowas von in der Pampa (oder im Gegenverkehr)!

Stellt Euch mal vor, eine Bordsteinkante wird schräg angefahren und ein heftiger Schlag von der Seite reißt das Vorderrad zur Seite und einer der Lenkdrähte (schauder!) schlüpft auch nur 5 mm durch den Halter. Anschließend hat die Lenkung schon so viel Spiel, dass das Fahrrad unkontrollierbar wird. Bei einem Trike wäre das kein Problem. Man schlingert halt eine Weile herum, bremst und kommt zum Stillstand und repariert den Schaden - aber bei einem Zweirad?
 
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AW: "Frances Cycles"-Lastenräder

Hallo Cargoistas, ich glaube ja, dass es sich bei Frances Cycles garnicht um alltagstaugliche Räder handelt sondern vielmehr um Kunstwerke und diese misst man ja auch nicht nach ISO, EN oder DIN!
Klar würde ich mir auch dreimal überlegen ob ich mit einer Seilzuglenkung am Straßenverkehr teilnehmen wollte (würde ich nicht wollen!).
Aber dieser Aspekt tritt doch in den Hintergrund, vor dem Anliegen, welches der Künstler mit seinen Projekten ins Werk setzt.
Fahrradbau wird hier zur Kunst transformiert. Hier enstehen Unikate, welche ganz offensichtlich nicht dem Zweck eines profanen Zweirades genügen sollen und wollen.
Schön das es für soetwas in USA einen Markt gibt!



Grüße
Mick
 
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