Fahrrad Restaurierung

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Damit der Thread "Zeigt her eure Hobel" nicht mit so viel Off-topic geflutet wird, mache ich hier schon einmal den Faden der Fahrrad Restauration auf. Auch wenn es sich bei meinem Neuzugang "nur" um ein uraltes, verrostetes Herrenrad* handelt, die alten Long-Johns und Bäcker-Fahrräder haben die zum größten Teil die gleiche Technik und somit auch oft die gleichen Probleme. Gerne dürfen hier Fragen und eigene Probleme zur Diskussion gestellt werden, das alle davon lernen können.

Ich werde bei dem Rad erst einmal alles auseinander schrauben, das alte Fett entfernen, die Kugellager reinigen und dann alles wieder neu aufbauen. Im Moment ist es noch ein Single-Speed mit Rücktrittbremse, viellecht finde ich noch eine passende Torpedo-Dreigangfelge mit altem Zubehör. Plastik soll keines an das Rad. Btw, die Klingel funktioniert noch und klingt hell und schön. auch die Kettenspannung ist prima...


* Ist "Herrenrad" eigentlich noch OK?
 

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Das verfolge ich gerne.
Tue dir einen Gefallen und stecke keine Arbeit in die Keilkurbelrestauration. Das war, ist und bleibt ein Murks.

Entweder über ein Thompson Einpresslager auf 4Kant umrüsten, oder anderweitig versuchen da ein „neueren“ Trettlagerstandard zu integrieren …
 
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Damit der Thread "Zeigt her eure Hobel" nicht mit so viel Off-topic geflutet wird, mache ich hier schon einmal den Faden der Fahrrad Restauration auf. Auch wenn es sich bei meinem Neuzugang "nur" um ein uraltes, verrostetes Herrenrad* handelt, die alten Long-Johns und Bäcker-Fahrräder haben die zum größten Teil die gleiche Technik und somit auch oft die gleichen Probleme. Gerne dürfen hier Fragen und eigene Probleme zur Diskussion gestellt werden, das alle davon lernen können.

Ich werde bei dem Rad erst einmal alles auseinander schrauben, das alte Fett entfernen, die Kugellager reinigen und dann alles wieder neu aufbauen. Im Moment ist es noch ein Single-Speed mit Rücktrittbremse, viellecht finde ich noch eine passende Torpedo-Dreigangfelge mit altem Zubehör. Plastik soll keines an das Rad. Btw, die Klingel funktioniert noch und klingt hell und schön. auch die Kettenspannung ist prima...


* Ist "Herrenrad" eigentlich noch OK?
Also ich fände es schön, wenn es fahrbereit, aber nicht modernisiert wird, möglichst im Originalzustand erhalten.
 

bastiaen

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Lass das bitte wie es ist. Die Dreigänge die Du findest, sind 70er Schrott, Die guten Waren schon vor 25 Jahren selten (zur Unterscheidung sieht Kuhtz großes Fahrradbuch). Das rollt auch als Singlespeed 1a, solange kein Berg in die Quere kommt. Ich bin mit sowas als Zivi quer durch D’dorf gependelt, 20 km eine Strecke. (OT: auf der Kö einen Tipp von einem Obdachlosen bekommen, wo es gute Schuhe umsonst gibt. Was einiges über den Zustand des Rades und meiner Kleidung sagt.)
 

bastiaen

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Das verfolge ich gerne.
Tue dir einen Gefallen und stecke keine Arbeit in die Keilkurbelrestauration. Das war, ist und bleibt ein Murks.

Entweder über ein Thompson Einpresslager auf 4Kant umrüsten, oder anderweitig versuchen da ein „neueren“ Trettlagerstandard zu integrieren …
Das verfolge ich gerne.
Tue dir einen Gefallen und stecke keine Arbeit in die Keilkurbelrestauration. Das war, ist und bleibt ein Murks.

Entweder über ein Thompson Einpresslager auf 4Kant umrüsten, oder anderweitig versuchen da ein „neueren“ Trettlagerstandard zu integrieren …
Einfach nicht anfassen, das Lager!? Leider ist es kein Glockenlager.
 
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Ich hatte 1x ein Rad mit einer Keilkurbel, da konnte ich neue Lager, Keile, Kurbelarme verbauen was ich wollte, nach paar KM mit kräftigen Antritten war da immer wieder Spiel drin. Das nervte.

Lass das bitte wie es ist. Die Dreigänge die Du findest, sind 70er Schrott, Die guten Waren schon vor 25 Jahren selten (zur Unterscheidung sieht Kuhtz großes Fahrradbuch). Das rollt auch als Singlespeed 1a, solange kein Berg in die Quere kommt. Ich bin mit sowas als Zivi quer durch D’dorf gependelt, 20 km eine Strecke. (OT: auf der Kö einen Tipp von einem Obdachlosen bekommen, wo es gute Schuhe umsonst gibt. Was einiges über den Zustand des Rades und meiner Kleidung sagt.)
SSP hat auch 3 Gänge: Sitzen, Stehen, Schieben ;)
 

bastiaen

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Ich hatte 1x ein Rad mit einer Keilkurbel, da konnte ich neue Lager, Keile, Kurbelarme verbauen was ich wollte, nach paar KM mit kräftigen Antritten war da immer wieder Spiel drin. Das nervte.


SSP hat auch 3 Gänge: Sitzen, Stehen, Schieben ;)
Du hattest wahrscheinlich ein Rad mit Keillager aus der schlimmsten Zeit dieser Bauart. Die alten - und so sieht mir das von @holzwurm aus - sind aus viel härterem Material. Und machen keinen Ärger. In diesem Zusammenhang auch wieder Kuhtz: Die Gewindeseite des Keils mit der grösseren Auflagefläche gehört - logisch! - auf die Druckseite der Kurbel. Verbaut wurde es ab Werk aber fast immer andersherum. Bei @holzwurm sieht es hingegen richtig aus.
 
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Scheunenfun.de wollte ich auch gerade verlinken.
Der baut ggfs auch eine alte Dreigang in die alte Felge.
Schade. Ich hab vor 8 Tagen Reifen in 47-622 entsorgt, Conti Industrial. Altes Profil und nur eingegossen Beschriftung, komplett schwarz aber sehr alt. Sorry.
 
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@lowtech alles gut, so wie ich dich kenne, laufen dir bestimmt wieder welche zu...

Der Thread geht ja ganz schön ab. dabei habe ich noch nicht einmal einen Schlüssel an das Rad angelegt....
 
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Da habe ich ja was losgetreten mit meiner Abneigung gegen Keilkurbeln. Lass es einfach wie es ist, aber ich habe damit nur schlechte Erfahrung gemacht ;)

Von der Priorisierung würde ich Keilkurbelersetzen noch vor Ventil ausrichten sehen :oops::eek::X3:
 
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Wenn Du sie weiterverwenden willst mach' sie eher nicht auf. Bei meinem einzigen +1 zum "n" sitzt die Kurbel auf so einem konischen 4-Kant. Ich dachte damals: "muss runter zum putzen". Ergebnis: eine andauernde wackelnde Qual neben der chronisch leicht verstellten 3-Gang Torpedo und der fast wirkungslosen Sachstrommel.
 
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bastiaen

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Und wenn Du die alten Keile nicht ohne Schaden heraus bekommst, kriegst Du auch keine guten mehr. Ich erinnere mich, dass die sich noch nicht einmal festziehen ließen, so weich war das Gewinde.
 
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Wenn die Keile richtig rum sitzen, brauchts kein Gewinde. Wenn das Lager spielfrei läuft und Fett drin ist, braucht man es nicht öffnen. Und Keile kann man vorher besorgen.
Son leicht laufendes Lager bietet gewisse Vorteile, wie zum Beispiel leichten Lauf ;)
"Wer gut schmiert, der gut fährt!"
Gruß Krischan
 
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Wenn du mitm Putzen fertig bist:
Im Oldtimerbereich wird für Rost und teils losen Lack Leinölfirnis bzw. als Fertigprodukt Owatrol empfohlen, unterkriech & verharzt dann schön und klebt die Restlacke an. Firnis nehm ich selbst gerne (nach Aushärtung teils mit normalem Lack drüber), mit Owatrol noch keine Erfahrungen. Letztens aber bei @onturn gesehen, sah gut aus, sehr unauffällig.
 
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Wenn du mitm Putzen fertig bist:
Im Oldtimerbereich wird für Rost und teils losen Lack Leinölfirnis bzw. als Fertigprodukt Owatrol empfohlen, unterkriech & verharzt dann schön und klebt die Restlacke an. Firnis nehm ich selbst gerne (nach Aushärtung teils mit normalem Lack drüber), mit Owatrol noch keine Erfahrungen. Letztens aber bei @onturn gesehen, sah gut aus, sehr unauffällig.
Habe gerade auch meinen Rahmen (blanker Stahl mit leichtem Rostansatz) mit Owatrol gestrichen, macht erst einmal ein recht gefälliges Ergebnis, matt schimmernd und der ganze "Edelrost" ist noch zu sehen. Ging auch flott, und war gut mit einem Pinsel zu machen, das Zeugs kriecht und bildet fast von alleine eine gleichmäßige Schicht, wenn man nicht gerade so übermäßig aufträgt dass Nasen entstehen.
Über Langzeiterfahrungen kann ich dann nach diesem Winter berichten, mal sehen wie die ganze Sache mit Salz klarkommt.
 
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Owatrol habe ich bei der Vespa verwendet. Bei Einsatz im Winter muss das dann schon gelegentlich wiederholt werden und eine richtige Konservierung ist es jetzt auch nicht, da soll es besseres geben. Aber ich mochte es ganz gern, es bleibt so schön der altersgemäße Zustand erhalten.
 
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