Wohnmobil-fahrrad/ Große Lastenbewegung/4-rädriges Fahrrad Eigenbau?

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ullanius

Guest
AW: Wohnmobil-fahrrad/ Große Lastenbewegung/4-rädriges Fahrrad Eigenbau?

Hallo nochmal,
ich habe zurzeit kaum Möglichkeiten, viel an dem Projekt zu arbeiten, da ich Januar mein Abi habe, aber viele Probleme und die Randbedingungen stehen und ich werde über den Winter nach lust und Laune genau nachdenken und wohl im Frühjahr mit dem eigentlichen Bau beginnen. Danke für die vielen Links, haben mir sehr geholfen. Ich werde mich melden, falls es jemanden interessiert wie es dann aussieht, bzw. ich werde sowieso wohl noch ein paar Fragen haben und vielleicht hier stellen.
Gruß ullanius
 
F

Flori444

Guest
BuddelBuddel...
Ich habe ein ähnliches vorhaben, nur soll es bei meinem 4 rädrigem Fahrrad eher um eine Art Rikscha gehen.
Im Prinzip will ich ein von zwei Personen betriebenes 4-Sitzer Fahrzeug (+Gepäck) das zu Spaßzwecken gefahren wird bauen (=> Tretmobil ala Italienische Modelle). Das ganze soll möglichst aus Fahrradschrott bzw. sehr günstigen Gebrauchtteilen und Stahlproofilen entstehen. Schön wäre eine Einzelradaufhängung vorne, zwei unabhängige Tretstränge mit Naben / Kettenschaltung, gute Bremsen, saubere Lenkung, stabiler Aufbau und Fahrwerk. Spurweite etwa 150cm, Gesamtlänge unter 3m. Gewicht optimalerweise unter 150kg... Dazu habe ich mich etwas informiert wie man das denn konstruktiv machen kann und einige abenteuerliche Konstruktionen vom Seifenkisten- über Buggy- bis Trikebau gesehen die ich so definitiv nicht machen will. Dazu musste ich feststellen dass dort verwendete Naben, Laufräder... relativ teuer und schwer zu bekommen sind.
Auf der Suche nach einer fertigen Zahnstangenlenkung kam ich dann von der eines Golf II auf die eines Smart ForTwo und auch dessen gesamte Vorderachse. Und siehe da: Warum selbst an einer Lenkbaren Achse pfuschen wenn man für 100€ eine komplette Smart 450er Achse mit:
- Aufhängung
- Querlenker
- Stabi
- Ferderbeine
- Radlager
- Lenkmechanik + Getriebe
- Scheibenbremsen
- 147cm Spurweite
uvm. haben kann.

$_57.JPG

(Beispielbild aus ebay, Europalette als Größenvergleich)

Vorteile hierdurch:
- hält Garantiert allen Belastungen stand
- Sauberes Fahrwerk & Co.
- Billig (100€ + 50€ für Felgen & Reifen)
- gute Bremse Inklusive
- All-in-one Paket: Package für das Federbein anpassen und läuft.
Nachteil:
- Das Gewicht von ca. 60kg + 20kg Reifen
- evtl. bockhartes Fahrwerk, da das Gefährt einfach zu leicht ist.
- etwas Overkill

Weil die Bremse ja in der Vorderachse "etwas" überdimensioniert ist kann man sich diese an den Hinterrädern schon einmal sparen.
Hinten dann einfach 26" Laufräder beidseitig eingefasst.
Was haltet ihr von dem Vorhaben ? Für vergleichbares Geld bekommt man halt grade mal die zwei Laufräder...
 
Nach den Erfahrungen mit Rollerteilen am Lastenrad würde ich sagen: lass es! KFZ Technik und Muskelkraft passen nicht zusammen. Die KFZ Teile sind für Deinen Zweck überdimensioniert, vergleichsweise krude und vollkommen inkompatibel. Meine Rollerbremszange wiegt 10 - 20 mal so viel wie ein Fahrradteil. Die Scheibenbremse ist entweder neu oder schleift und die Radlager sind mies. Laut Rollerforen ist das normal. Und egal. Man hat ja einen Motor.
 
F

Flori444

Guest
Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Wenn ich aber auf der anderen Seite drüber nachdenke wie schlecht die Bremsen der italienischen Konstrukte funktionieren und was eine (Fahrrad)Scheiben- / Trommel- / Felgebremse leisten muss um ein gut 500kg (4x80kg Personen + 180kg Eigengewicht + Gepäck) schweres Gefährt abzubremsen (Gesamt 150daN @ 8m Vollbremsweg @ 25km/h), eine gute Fahhradbremse kommt vll. auf 40daN von den benötigten Radaufstandskräften ganz zu schweigen (=> Da sind die Smartreifen auch wieder gut ;) )
Das mit dem geringen Lüftspiel ist auch so eine Sache. Man könnte versuchen das mit Rückstellfedern am Bremssattel zu lösen, dazu kommt aber immer noch der einseitig ziehende Faustsattel, somit muss man wohl damit leben.
Wenn man statt dem dem KFZ Hayptbremszylinder z.B einen kleinen Pneumatikzylinder nimmt kann man hier mit einer Rückstellfeder am Handbremshebel (Füße sind ja auf den Pedalen) versuchen die Bremskolben zurückzuziehen (in der Hoffnung dass die keine Luft ziehen). Bleibt aber auch das mit der Faustsattel.
Radlager würde ich jetzt nicht als negativen Punkt bezeichnen, da sind Naben von Fahrrädern auf jeden Fall anfälliger. Die schlechteren Rolleigenschaften der Lager gehen dann vermutlich mit den PKW Reifchen sowiso unter.
 
S

schlonz

Guest
Wenn du die Bremskolben mit einer Feder freiziehst, dann liegen sie aber auch nicht an der Scheibe an, dh wenn du bremsen musst, müßtest du mehrfach betätigen, damit die Bremse überhaupt funktioniert!
Bei der von dir angedachten Gewichtsverteilung - und bei der Dimensionierung der Bremse - wird bei einer Vollbremsung die Smart-Achse stehen (und du wirst dich um sie drehen...) :(
Und ein "Sauberes Fahrwerk & Co" ergibt sich auch nur, wenn die Smart-Achse die entsprechende Last draufhat...

just my 2 cents
 
F

Flori444

Guest
gerade entdeckt, RAD/CAM war da wohl schneller als ich, siehe:
Stummelachsen für Achsschenkellenkung

Das der gut bremst weis ich, aber das mit der Vollbremsung und der Relativdrehungen um diverse Achsen ist beim Klassischen Fahrrad auch nicht anders. Da ist halt Feingefühl geboten. (Oder Stützräder vorne am Fahrzeug :p ) Außerdem wird man ohne BKV und Handhebel nicht annähernd auch die volle Bremsleistung kommen.

Die Gewichtsverteilung sollte bereits ab 2 Personen auf den Vorderen Bänken (~Fahrzeugmitte) recht ausgeglichen sein. Die 2. Sitzbank ist ziemlich genau über der Hinterachse. (Skizzen & CAD folgen evtl. noch)

Falls das mit dem zurückziehen der Kolben funktioniert, halt auch unter Verwendung eines entsprechenden Geberzylinders. Aber ich denke das fällt eh raus. Man sollte den Bremskolben und Schwimmsattel schon so leichtgängig bekommen, dass man so auch vom Fleck kommt.

Die StVZO schreibt übrigens für Fahrräder zwei unabhängige Bremsen vor, damit fällt ein Einkreis HBZ auch aus, zumindest wenn man auf die Bremse am Hinterrad verzichten möchte.
 
Trotzdem leuchtet mir nicht ein, warum Du solchen Aufwand treiben willst um schwere, ungeeignete Teile zu verwenden bloß weil sie billig sind.
Wenn Du in der Lage bist solche Konstruktionen zu imaginieren und zu bauen, ist es doch nicht aufwändiger, eine eigene, leichte, geeignete Radaufhängung zu bauen.
 
Ich würde auch so einen Trisled Ute-Klon *als Nebeneinandem* mit stabiler BMX-Technik versuchen mit einem leichten Planwagenaufbau mit überkreuzten Spriegeln zu kombinieren. Aber das ist dann kein Wohnmobil, sondern ein Wohn-Nichtimmobil, ich bezweifle, dass man damit ordentliche Streckenleistungen hinbekommt. Ist aber unnötig, wenn der Weg das Ziel ist... Du wirst sowieso an allen Ecken und Enden aufgehalten und angesprochen werden.
Dafür kann man es im Rest der Saison als Cargobike "missbrauchen" ;)

Langsamer als mit einer Tret-Couch ( http://www.designboom.com/design/sofa-bike/ oder http://www.bikeforest.com/cb/cb.php ) kann es auch nicht sein.

Und wenn du später mal Kinder hast, ist es praktisch, weil der sonnenbeschirmte Krabbelstall mitradelt, und dann gibt es ja noch Vatertagsausflüge ;) und Sonntage, an denen es ständig so aussieht als regne es gleich... dann ist man um so etwas froh.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oh ha, ich hab gerade den Preis von 63.900,- USD für den HütteHut gefunden.
Dafür hole ich mir lieber ein schönes Holzboot und ziehe eher den Wide Path Camper in betracht...
 
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