Wieso in den Niederlande niemand einen Helm trägt!

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Genau. Deshalb fahre ich auch im Sommer mit Handschuhen, Ellbogen- und Knieschützern. Und Sicherheitsschuhen. Aus Prinzip. ;)
Super - Du hast es verstanden. Jedes dieser Teilchen, den Helm eingeschlossen, schützt Dich. Lässt Du es weg, verzichtest Du auf den Schutz. Das darf jetzt jede/r für sich und für jedes dieser schnuckeligen Teile selber entscheiden - es gibt halt Menschen, die brauchen den eigenen Schädel nicht so dringend und die Pianisten unter uns, ziehen halt Handschuhe an.
 

bastiaen

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Es. Gibt. Keine. Helmpflicht.
Und solange wir verspießerten Angsthasen in ausreichender Zahl brav freiwillig Helm tragen, dürfte das auch so bleiben und alle anderen können ihre Helmfreiheit - denn mehr ist es nicht - genießen.
Wenn Ihr Euch aber argumentativ ins Zeug legt und uns das Helmtragen ausredet, bekommen wir alle ziemlich sicher eine Helmpflicht. Die aber Euch lästiger als uns ist.
Insofern: mal besser Füße ganz still halten.
 
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Es. Gibt. Keine. Helmpflicht.
Und solange wir verspießerten Angsthasen in ausreichender Zahl brav freiwillig Helm tragen, dürfte das auch so bleiben und alle anderen können ihre Helmfreiheit - denn mehr ist es nicht - genießen.
D'accord!
Wenn Ihr Euch aber argumentativ ins Zeug legt und uns das Helmtragen ausredet, bekommen wir alle ziemlich sicher eine Helmpflicht. Die aber Euch lästiger als uns ist.
Hier will niemand - ich zumindest nicht - jemandem das Helmtragen ausreden. Ich werde nur gereizt, wenn ich anmoralisiert werde, dass ICH den Helm immer und überall tragen müsste, weil ich sonst ein ganz schlechter und verantwortungsloser Mensch wäre. Am Rennrad hab ich ihn auf. Beim Einkaufen nicht.
Dein Kopf - deine Sache. Mein Kopf - meine Sache. Mein Bier - meine Leber, meine Kippe - meine Lunge -- halt stopp, ich rauche ja nicht, aber es geht um's Prinzip. ;)
 
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Das mit dem anderen Umgang mit Radfahrern in Holland ist doch schon ein sehr alter Hut, weil die da halt schon sehr lange sehr anders damit umgehen... weshalb man das in keiner Weise mit dem Vergleich kann, was bei uns paassiert. Wir können nur versuchen solange mit dem zu überleben was wir haben, bis sich vielleicht mal was ändert..... und damit man hier besser überlebt, gibts die Möglichkeit einen Helm zu tragen. Was ist daran so schwer zu verstehen, das man es immer wieder durchkauen muß ? Vor der Helmpflicht sollte es 3 Punkte geben, wenn der Überholabstand nicht eingehalten wird. Dann kämen die Straßenplaner von sich aus, um sich selbst zu schützen auf die Idee, es mal wie in Holland zu versuchen.

:) Helmut
 
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Ach Leute, habt euch lieb.
Ich liebe die Freiheit ohne Helm zu fahren wann ich es möchte, ich liebe es den Fahrtwind in den Haaren zu spüren.
 
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Eins vorweg: Ich trage immer Helm! Ob im Rennen, wo es eine Helmpflicht gibt, oder zum Genussradeln in die Felder.
Ich hatte schon Stürze, die nur wegen des Helmes glimpflich ausgegangen sind. Ich kannte auch jemanden, der noch leben würde, hätte er Helm getragen. Ohne Fremdverschulden. Von daher stellt sich für mich die Frage gar nicht mehr. Ob das allerdings "verspiessertes Angsthasentum" ist. :unsure:

Da es aber in Deutschland keine allgemeine Helmpflicht für Radfahrer gibt, kann das jeder für sich selbst entscheiden. Ich missioniere niemanden. Wer mal schwer auf dem Kopf geknallt ist, wird vielleicht seine Meinung ändern.

Allerdings finde ich, dass schon die Überschrift polarisiert. Denn es ist falsch, dass in den Niederlanden niemand Helm trägt. Jeder der sportlich mit dem Rad unterwegs ist, ob auf der Strasse mit dem Rennrad, oder auf dem MTB im Wald, trägt automatisch Helm. Für den Stadt- und Freizeitverkehr stimmt es zum Teil. Die Diskussion hier nimmt schon Züge an wie Spiegel-Forum, wenn es einen Artikel über Autofahrer/Radfahrer/Tempolimit/Klimaschutz/<beliebiges Thema>/... geht.

VG!
 
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Zum OT Thema:
ich trage eigentlich immer Helm. Auch als Vorbild für mein Kind. Beim Rennrad, Crosser, Gravel, MTB fahren sowieso. Da hatte ich auch schon Stürze und der Helm hat nicht überlebt. Lange bin ich im Stadtverkehr ohne Helm gefahren, eigentlich völlig dämlich, weil er da wohl am meisten Sinn macht.
Egal ich bin froh keine Pflicht zu haben. Trage im Regelfall einen Helm und ab und an keinen ...

Zum Thema:
War letztes Jahr mit dem Wohnwagen und Rad + Anhänger (Lastenräder gingen nicht wegen Wohnwagen schon an der AHK) in den Niederlanden. Genau genommen auch paar Tage in Amsterdam. Ich will hier keine solchen Zustände! Das war schlimmer als der SUV Fahrer hier in Deutschland. Also der Radrambo in NL. Ich hatte keine Angst vor den Autofahrern da. Aber Todesangst vor den Radfahrern! Ich alleine mit dem Fixie hätte es noch gut gefunden. Mit Frau und Kind (im Anhänger) war es weniger lustig!
Im übrigen mit Helm dort!
 
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Uiuiuih, bin überrascht welche Diskussion hier stattfindet.
Also vorneweg, ich komm gerade aus den Niederlanden. Das dort Niemand einen Helm trägt ist schlicht falsch beobachtet.
Es wird wenn auch vereinzelnd sehr wohl mit Helm gefahren. IMO kann man die Verkehrssituation nicht direkt miteinander vergleichen.
In den Niederlanden gibt es ein ganz anderes Verständnis über den Verkehrsteilnehmer Fahrrad. Die Verkehrspolitik ist auch eher pro Rad ausgerichtet. Das der Helm eher mehr Vor als Nachteile bringt ist unbestritten. Seltsamerweise gibt es aber immer noch die Unbelehrbaren,
die die es wieder besserem Wissen trotzdem oben Ohne als Persönlichkeitsrecht demonstrierende Radrevolutser öffentlich zur Schau stellen.
Mit mir nicht. Regeln haben wir genug. Weine könnt ich, weine.
Meine erste große Leidenschaft ist die Segelei. Unter keinen Umständen würde ich auf auch nur das kleinste Sicherheitsgimmik verzichten wollen welches es heutzutage gibt. Von Rettungsinsel über Seenotsignalmittel und Funk, und sogar die Schwimmweste sobald man den sicheren Hafen verlässt würde kein versierter Seemann diskutieren. Warum ein Helm nicht zur Pflicht wird verstehe ich nicht.
So ein Helmgegner kommt mir vor wie ein Widersacher gegen Beschränkungen in der Coronadiskussion.
Wir sind das Volk. Manomanoman. :oops:
 
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Ich bin auch gegen ein Helmpflicht, trage aber gerne Helm. :eek:

Denn, wenn ich mal irgendwo bin und dann z.B. ein Fahrrad geliehen bekomme um mit irgendwem irgendwohin zu fahren, dann habe ich keinen Helm dabei. Bei einer Helmpflicht dürfte ich dann nebenher laufen. Ohne Helmpflicht daneben radeln....

..oder ich habe meine Helm in meiner Schreinerei vergessen,m weil ich mit dem Transporter mal nach Hause gefahren bin.

Btw, es gibt auch keine Schwimmwestenpflicht, aber so gut wie jeder Segler trägt eine.... ;)
 
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Btw, es gibt auch keine Schwimmwestenpflicht, aber so gut wie jeder Segler trägt eine.... ;)
Das ist so nicht richtig - in einigen Bundesländern sind Rettungswesten Pflicht - außerdem ist das auf den Binnenwasserstraßen in vielen Situationen (Anlegen, Beiboot...) der Fall.
 

bastiaen

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eine erste große Leidenschaft ist die Segelei. Unter keinen Umständen würde ich auf auch nur das kleinste Sicherheitsgimmik verzichten wollen welches es heutzutage gibt. Von Rettungs
Und beim Segeln liegt das Risiko niedriger und Dein Wohlergehen weitgehend in Deiner Hand. Ganz im Gegensatz dazu der Straßenverkehr.
 
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...
Dein Kopf - deine Sache. Mein Kopf - meine Sache. Mein Bier - meine Leber, meine Kippe - meine Lunge -- halt stopp, ich rauche ja nicht, aber es geht um's Prinzip. ;)

Naja, damit könnte man auch gegen die Gurtpflicht argumentieren und ich denke, sobald man sich bewusst einer Gefahr durch Konsum von Gift aussetzt, Nikotin und Alkohol, oder sich nicht angurtet (im Auto hat man grundsätzlich Geschwindigkeiten die fast immer Schäden an Leib und Leben nach sich ziehen), und damit eine Belastung des dem Solidaritätsprinzips unterliegendem Versicherungsschutz riskiert, darf man sanktioniert werden.

Fahre ich gemütlich Fahrrad erreiche ich Geschwindigkeiten, für die der Körper prinzipiell ausgelegt ist und sehr wahrscheinlich keine größeren Schäden zu erwarten sind, Pech mal außen vor gelassen. Deswegen sehe ich auch eine Helmpflicht als nicht sinnvoll, in Anbetracht der ganzen Nachteile.

Ich selber fahre ausschliesslich mit Helm. 1. fahre ich dann risikofreudiger und damit schneller und 2. habe ich immer eine Ausrede für meine bescheuerte Frisur, win-win.
 
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Fahre ich gemütlich Fahrrad erreiche ich Geschwindigkeiten, für die der Körper prinzipiell ausgelegt ist und sehr wahrscheinlich keine größeren Schäden zu erwarten sind,

Diese Argumentation wäre schlüssig, wenn durch kaum eine Verkehrssituation z.b.Übersehen werden.... so hohe Beschleunigungen entstehen das daraus schwere Verletzungen entstehen können. Wie man mit der Zeit weis, ist das nicht so. Pech ist, wenn man trotz richtig aufgesetztem gutem Helm schwere Kopfverletzungen davonträgt.

:) Helmut
 
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Fahre ich gemütlich Fahrrad erreiche ich Geschwindigkeiten, für die der Körper prinzipiell ausgelegt ist und sehr wahrscheinlich keine größeren Schäden zu erwarten sind, Pech mal außen vor gelassen. Deswegen sehe ich auch eine Helmpflicht als nicht sinnvoll, in Anbetracht der ganzen Nachteile.
Müsste man da dann wieder differenzieren? Der 20 jährige MTBler gegen den 65 jährigen Pedelec-Fahrer. Letzterer dürfte einen Sturz mit 25km/h wahrscheinlich nicht mal eben wegstecken...
Ich kann mich noch dunkel erinnern - zum Thema Gurt gab damals in den Fußgängerzonen kleine Testschlitten. Da durfte man Platznehmen und wurde mit 15 oder 20km/h (mit Gurt angelegt) auf einen Stop gerollt. Ziel war es, dem Gerücht entgegenzutreten, dass man sich im Stadtverkehr locker abstützen könne und daher keinen Gurt braucht. Geht natürlich nicht - musst man aber vielen erstmal beweisen. Helmpflicht beim Motorrad (wie die Gurtpflicht: eingeführt 1976) war damals auch das Ende der persönlichen Freiheit für viele Moped-Fahrer. Ich durfte nie ohne fahren und fühlte mich trotzdem immer gut auf meinen Motorrädern. Die Argumente waren deckungsgleich mit den hier angeführten.
 
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@webline, deswegen schrieb ich von Pech. Eine Bordsteinkante gegen den Kopf ist nie gut, aber 25km/h sind ja durchaus auch kurz im Sprint zu erreichen, weshalb ich denke, dass man das grundsätzlich meist wegstecken kann.

Vor allem, wir bewegen uns dann gefährlich in den Bereich, wo man keine Gründe gegen eine Helmpflicht für Fußgänger findet. Helmpflicht macht meiner Meinung nach wirklich erst ab 25km/h Sinn. Das sind dann die, die auch bis 45km/h erreichen können.

Alles andere ist, grade beim Fahrrad, kontraproduktiv im "Verkehrswende"-Sinn.
 
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Euch ist aber schon klar, dass ich das ganze nicht gepostet habe und eine Diskussion zur Helmpflicht oder dem Helme tragen an sich zu starten.
Im Video geht es mir eher um die Gründe als um den Umstand.
Es geht darum, dass man es dort lockerer sieht, weil der Verkehr anders verstanden wird. Weil die Politik dort gezielt den KfZ Verkehr "beschnitten" hat zu Gunsten des Radverkehrs.
Es geht darum, dass man dort verstanden hat wie man "von Oben" auf die Sache einwirken kann.

Ich muss aber auch @Milan0 zustimmen. Wenn man den Radverkehr dort nicht gewohnt ist, dann kann das schon arg stressig sein, ähnlich dem Stress im Auto in einigen Großstädten. Ich fahre ja in manchen Bereichen von Münster nicht gerne mit dem Rad. Die Niederländer selber sehen das gar nicht so, weil sie damit einfach groß geworden sind und es für sie den normalen Verkehr darstellt. Der trotz der vermeintlichen Chaos flüssiger funktioniert als die meisten Stahlkolonnen auf unseren Straßen.

Der gute Mann hat übrigens weitere interessante Videos zu Thema Verkehr da online. Auch dass mit den Niederländischen "intelligenten" Ampelschaltungen fand ich sehr interessant.
Es geht einfach mit darum, dass andere Länder einige Dingen um ein vielfaches besser machen als man es hier in Deutschland macht, man nur in meinen Augen als alter Verbohrtheit nur solche Systeme nicht übernehmen möchte.
Auch was die generelle Straßenplanung angeht stehen wir zum Teil noch in den 70ern bis 80ern. Der schmale Flickenteppich an Verbesserungsversuchen ist doch zum Teil gar nicht wirklich der Rede wert. Die Politiker müssen da endlich mal drastisch umdenken. Aber so lange die weiter als Dienstwagen ihren A6 4.2 quattro bekommen wird das wohl leider nicht passieren.

Ich kann mich z.B. daran erinnern, dass in Dortmund vor einiger Zeit Anwohner einen Radweg haben wollten. Die Anwohner haben es nach langen Kämpfen endlich geschafft nen Ortstermin u.a. mit dem Oberbürgermeister zu bekommen. Seine Aussage war damals, dass es sich nicht lohnen würde, bei der Steigung würde da doch eh so gut wie kein normaler Radfahrer hochfahren. Solch eine Aussage zu einer Zeit als E-Bikes einen großen Boom erlebten und sogar in Dortmund in der ganzen City ein großes E-Bike Festival stattgefunden hat.
Übrigens haben wir wir von einer Steigung zwischen 2% und 4% gesprochen.
 
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Moralisieren nervt immer. Ob Ve/gan, Grillen auf offenen Feuer, antialkoholisch, dies das oder Helm. Jeder Bereich des Lebens wird zunehmend erfüllt von einem technokratischen Geist der in allem potentielle Risiken und Gefahren verortet - deren Vermeidung quantitativ Vorteile bringt, dabei aber vernachlässigt das Spaß und Unbesorgtheit zu einem längeren und zumeist froheren Dasein führt. Sorry für OT
Nicht zu vergessen ;) : muss Dich leider :D ein wenig korrigieren/genderterrorisieren :
...Helm*in. Jeder Bereich*in des Lebens wird zunehmend erfüllt von einem technokratischen Geist*in der in allem potentielle Risiken und Gefahren*eriche verortet - deren Vermeidung*eriche quantitativ Vorteile*innen bringt, dabei aber vernachlässigt das Spaß*in und Unbesorgtheit*erich...
 
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