Welches Lastenrad für 1 Kind auf unbefestigten Wegen

Geht immer weiter vom geforderten, das (wirklich attraktive) Bombtrack hat keinen Motor und ein 29" mit Kindersitz ist vom Schwerpunkt her wirklich nicht soo easy.
 
Hast recht, je länger der Faden, umso weiter weg sind die Anforderungen. Also kurz über das Bombtrack freuen und dann wieder vergessen :giggle:
Markus
 
Okay, zurück zu den Anforderungen: Wenn Dreirad, dann Delta mit zwei angetriebenen Hinterrädern und großem VR, würde ich sagen. (Kleine) lenkende Vorderräder graben sich ein und ein Drehschemel ist im Gelände nix.
Nicht-neigendes Dreirad ist aber auch unschön. (Bin diese Woche ein XCYC gefahren, das kippt in die Gosse und hebt dabei das einzig angetriebene (linke) Hinterrad.) Gab es nicht von Cube (?) ein neigendes Deltatrike?
 
Also generell muss man unterscheiden ob man schlafende Kinder oder wache Kinder transportiert.
Ist das Kind wach, geht ein Shotgun Sitz auf dem MTB Fully super, da werdet ihr beide viel Spaß haben. Mehr Richting alltagstauglichkeit ist dann ein Longtail mit möglichst breiten Reifen gut.
Schläft das Kind, sollte es schon gefedert sein. Und der Sitz darf nicht zu steil sein, sonst hängt der Kopf ständig auf der Brust.

Mit 10 Monaten würde ich erstmal zum Tout Terrain raten, hatten wir auch und waren so begeistert, dass wir während Corona gleich den zweiten geholt haben. Anfangs ist das Kind da in einer Hängematte. Bei behutsamer Fahrweise kann man alle Wege nehmen, die man auch mit einem Kinderwagen mit 20 Zoll Rädern benutzen würde.

So mit 1,5 Jahren dann vorne auf einen Sitz und den Hänger bei längeren Fahrten immer dabei, falls die Kids einschlafen.

Wenn das alles zu ambitioniert und Over the Top ist. Einfach ein normales Lastenrad nehmen, reifen mit leichtem Profil wie Smart Sam montieren und mit dem Reifendruck deutlich runter gehen, dann dämpfen die auch und gleichen leichte Unebenheiten aus. Die Fahrradhändler pumpen gerne auf den angegebenen Maximaldruck auf, da ist man nahe am Fahrgefühl von Vollgumireifen.

Wie die anderen schon schreiben, ein dreirad macht keinen Spaß. Das beste Rad wenn es steht, aber eigentlich will man ja fahren damit. Bei drei Rädern landet immer eins in Schlaglöchern. Bei zwei Rädern kann man die meisten umfahren.
 
Das Load von Riese&Müller in der 60er oder der etwas geräumigeren 75er Ausführung ist auf beiden Achsen gefedert und funktioniert auf unbefestigten Wegen, Grobschotter etc. hervorragend. Und es hat auch einen ausreichend kräftigen Antrieb für die, die wenig eigene Leistung beisteuern können, oder wollen. Die sollten gebraucht mittlerweile in allen Preislagen zu kriegen sein. Der Fahrkomfort selbst auf übelstem Schotter wurde von Mitfahrenden schon als "butterweich" beschrieben ;) Und über Unebenheiten einfach wegbrettern zu können, spart Nerven und Fahrzeit.

Federgabeln und Vollfederungen werden von einigen Puristen hier im Forum mit Argwohn betrachtet und die haben da ehrlicherweise einen Punkt. Das sind zusätzliche, bewegliche Teile, die Wartung brauchen, kaputt gehen können, das Rad teurer machen und so weiter. Ich würde aber, gerade wenn ich mir die Wege nicht aussuchen kann, nicht darauf verzichten wollen.

Von Kettler gibt's auch was vollgefedertes, da weiß ich aber nicht, wie der Gebrauchtmarkt aussieht.

Von Dreirädern würde ich die Finger lassen, insbesondere wenn Du abseits glatter, gerader Asphaltwege unterwegs bist. Das geht zur größten Not, ist aber sicher keine Freude. Und Du kommst damit auch nicht zügig vorwärts. Die Angst davor, mit einem 2-Rad zu kippen, ist weitestgehend unbegründet. Wenns einmal rollt, sind insbesondere auch Lastenräder mit ihrem längeren Radstand superstabil. Anfahren und Anhalten mit viel Last sollte man 1-2 mal Üben, aber auch das ist kein Hexenwerk und vor allen Dingen keine Frage der Kraft, sondern der richtigen Technik. Ein Dreirad auf die Seite zu legen, ist hingegen recht einfach. Dazu reicht es schon, etwas zu zügig in eine Kurve zu lenken.
Ich bin selbst nur rund 65kg leicht, finde 10kg auf dem Gepäckträger schon unangenehm, habe aber auf der anderen Seite schon mehr als 100kg vorne im Rad erfolgreich von A nach B geradelt, trotz Steigungen, fiesen Kurven und unbefestigten Wegstücken. Aufgrund des tiefen Schwerpunkts merkst Du von der Ladung relativ wenig - außer Du kippelst an der Ampel mit dem Rad rum! Das sollte man tunlichst lassen, lernt man dann aber auch.

Auf den Wegen, die Du weiter oben gezeigt hast, würde sich das Load pudelwohl fühlen.
 
Auf den Wegen, die Du weiter oben gezeigt hast, würde sich das Load pudelwohl fühlen.
Also auf einer der Bilder ist lose Sand zu sehen. Der @tian könnte mal bestätigen ob es sich um lose Sand oder um relativ feste Sandige Wege handelt.

Auf losen Sand wie auf einen Spielplatz würde ich mit einen Load nicht so wohl fühlen und fast genauso wenig wie mit Chike aber immer noch besser da das Gewicht auf zwei Räder verteilt und daher weniger einsinkt als mit einen Rad.
 
Der @tian könnte mal bestätigen ob es sich um lose Sand oder um relativ feste Sandige Wege handelt.
Beides kommt vor. Es gibt immer wieder Stellen mit losem Sand. Da muss man dann ggf. ein Stück schieben, mit Kind würde ich dort nicht einfach so durchfahren wollen da das Sturzrisiko dann doch etwas höher ist. Alleine bin ich meist durchgekommen, man darf nur keine ganz dünnen Reifen fahren.
 
Klingt jetzt wie eine blöde Belehrung, aber wenn das Rad/Kindersitze gut sind kann man langsam stürzen ohne das den Kids etwas passiert.
Da gibt es extreme Unterschiede, ein normales Rad mit Kindersitz, wenn es im Stand umfällt ist für das Kind gefährlich. Ein Lastenrad mit Frontbox und Sitzen mit Gurt oder Kinderanhänger können problemlos umfallen.

Wenn man oft Fahrrad fährt wird man irgendwann stürzen, da reicht schon nasses Laub. Umso besser wenn man dann weiß dass die Kids sicher sind.
 
Beim Load mit losen Sand würde ich vorsichtiger sein als Chike. Aber wenn Geschwindigkeit sowieso angepasst ist an Kind würde ich nicht als so große Risiko ansehen so lange das Hand nicht rausragt. Load haben wir schon mal auf die Seite gelegt. Abgesenkte Bordsteinkante in spitzen Winkel anfahren bei Regen. Nix passiert außer dass das Load etwas leichter wurde (da Lack weg war...)

(Ohne Kind gefahren) Manchmal ist es besser den Bereich mit wenig Grip schnell zu durchfahren. Dann hat das Rad wenig Zeit zu kippen und wenn's wieder Grip bekommen hat kann man abfangen.

Chike. Haben wir auch einmal auf die Seite gelegt. Das war aber stehend auf einer sehr schräge Stelle wo das Rad meiner Frau übergab mit 2 Kindern und Gepäck. Durch die Kabine war nur gekicher und sonst nichts.

Durch den doppelten Vorderrad ist es Spurstabiler. Ich kann ohne Probleme mit einen Rad auf den asphaltierten Weg fahren und den anderen komplett daneben in kniehohe Gras mit versteckten Unebenheiten. Dank Federung kommt es nicht viel beim Kind an (OK vielleicht nicht mit 10 Monat alten Kind aber...) beim Kindergarten Grillen Event über Kuhweide mit großen Maulwurfshügel die Kinder spazieren gefahren. Alle wollten eine Runde vorne mitfahren :ROFLMAO:

Ich hatte früher mein Load geliebt aber den Chike gebe ich nicht her auch wenn die Kinder nicht mehr mitfahren. Macht zu viel Spaß. Meine Frau hat gesagt dass wir von vornherein hätten den Chike kaufen sollen. Zum Händeln ist für sie und auch für mich deutlich einfacher als Load.
 
RM Load gebraucht, in beiden Fällen mit dicken Reifen.
Auch wenn es nicht so sexy ist. Das halte ich mit für die beste Option. Gerade kleine Kinder sollten schon einigermaßen vor groben Stößen geschützt sein, und da ist das Load nun einmal nahezu konkurrenzlos als Fully, oder?
Ein Dreirad ist immer weniger komfortabel, andernfalls hätte ich mein Oscar empfohlen, weil die Federung einen guten Dienst macht und es sich neigt. Die kleinen Reifen verzeihen aber naturgemäß auch weniger Unebenheiten Zudem wäre es im Budget und das als Neurad.

Aber wie oben schon geschrieben: Geht notfalls in rauherem Gelände, aber wirklich nicht spaßig, da eine der drei Fahrspuren meist ein Schlagloch, eine Wurzel o. ä. trifft.
 
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Ich finde ja die Wege sehen sehr weich aus.

Sand frisst alles was sich bewegt, da ich faul bin, wäre Federung nichts. Also matten aus Schaumstoff oder nein weichen Sitz in ein Longjohn mit Nabenschaltung und möglichst dicken Reifen.

Die gefederten RM sind dich mit dieser nicht gerade lange funktionierenden Federgabel?

Also dicke Puschen und los geht's.
 
Die gefederten RM sind dich mit dieser nicht gerade lange funktionierenden Federgabel?

Ich bin bisher, vor allem aufgrund des Sandes, nur ohne Federung unterwegs gewesen. Nicht weil ich mich dann anstrengen müsste, das mache ich eh gern, aber mit dem Sand war die Lebensdauer vom Antrieb oft nicht sehr hoch. Zuletzt hatte ich aber schon Lust auf eine Federung weil die Unebenheiten vor allem auf die Hände gehen und dann zumindest am Vorbau einen Redshift ShockStop montiert. An mehr Federung habe ich mich bisher nicht herangetraut.
Ich habe das Chike und die Räder von RM mal auf meine Beobachtungsliste gesetzt, aktuell sind die um Umkreis von 100km nur sehr vereinzelt inseriert und dann auch noch recht teuer.
 
Das mit der
Federgabel meine ich hier gelesen zu haben. Ist also eher "hörensagen".
 
Die erst verbauten Mobie 32 sind wohl tatsächlich häufig voll Wasser gelaufen und daran verstorben.
Die nun verbaute Mobie 34 mit dickeren Standrohren ist wohl insgesamt haltbarer.
Ältere Load lassen sich auf die neue Gabel umrüsten.
 
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