Welches Bullitt nehm ich nun? (E oder Muskelkraft?)

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Einige Läden bieten auch an, ein Lastenrad übers Wochenende zu mieten und den Mietpreis hinterher bei einem Kauf zu verrechnen. Das sollte es doch auch in Berlin geben.
Dann kannst Du eine längere Tour machen und schauen, ob für Dich das Muskel-Bullitt reicht.
Am Ende ist es ja auch eine ziemlich große Preisfrage.
 
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Zum Thema Motor: Bis jetzt haben sich ja nur die Gegner geäußert...:) Ich fahre mein Bullitt auch ohne, aber ich denke, dass ein Motor, je nach Anforderungsprofil durchaus sinnvoll sein kann. Das "Draußen-Parken" Argument spricht natürlich dagegen-
Ja, abgesehen vom Komfort (wie du sagst, muss das eh noch genauer untersucht werden) bin ich auch am Zweifeln, ob ich mir mit der Draußen-Park-Variante eines E-Bullitt nicht neue Alltagsprobleme schaffe. Wenn ich eine Garage hätte, wäre die Entscheidung einfacher.

Lenkungsdämpfer: Es gibt das "Bullitt Damper Kit", den Dämpfer kann man in 6 verschiedenen Stärken einstellen, generell ist ein Dämpfer gerade bei Long-John-Neulingen hilfreich.
Gutes Argument. Bei der ersten Fahrt bin ich rumgeschlingert wie so ne Besoffne, die geraqde aus der Eckkneipe kommt. Aber es hat sich dann doch schnell gegeben.
 
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Bei der ersten Fahrt bin ich rumgeschlingert wie so ne Besoffne, die geraqde aus der Eckkneipe kommt. Aber es hat sich dann doch schnell gegeben.
Ganz normal! Und ein ebensolches Schlingern, wenn du nach einigen Fahrten mit dem Long John wieder auf ein kurzes Fahrrad wechselst. Gibt sich aber auch schnell mit der Übung.
 
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Ganz normal! Und ein ebensolches Schlingern, wenn du nach einigen Fahrten mit dem Long John wieder auf ein kurzes Fahrrad wechselst. Gibt sich aber auch schnell mit der Übung.
Haha, ja. Ich habe nach dem Umstieg aufs Normalrad kurz überlegt, ob mit meinem Steuersatz was nicht stimmt.
 
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Es dürfte sehr unwahrscheinlich sein, das Shimano vom Markt mittelfristig verschwindet. Ersatzteile werden unproblematisch zu bekommen sein, Motoren gibt es noch lange, zumal das Shimano-Zeug sehr zuverlässig ist und wenig Ausfälle bekannt sind.
Unwahrscheinlich vielleicht. Unmöglich nicht. Wie oft hab ich mich schon ärgern müssen, wenn Hersteller (im Bereich Netzwerktechnik, da bin ich ein gebranntes Kind) einfach Produktlinien abkündigen.
Sollte in ferner Zukunft mal der Mittelmotor rausfliegen, kann jede Schlosserei Adapter für ein BSA-Lager anfertigen.
Taugt mir nicht so recht. Schaut auch ziemlich kacke aus. Nee, nee!
Und die superbe XT-DI2 gibt's vollständig integriert obendrein. Nachteil: ohne Akku kein Licht und keine Gangwechsel.
War mir schlicht viel zu teuer.
 
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Ich dachte lang, ich würde ein E kaufen, hab dann nach mehreren Probefahrten (auch mal ein ganzes WE, kann man im Fachhandel mieten) ohne genommen und bin happy. Einerseits weil es hier in B eben recht flach ist, und weil ich auch oft kurze Strecken fahre. Da ist das aufschliessen/abdecken/anschnallen/verzurren anstrengender und zeitaufwändiger als die eigentliche Fahrt. Bin froh nicht auch noch den Akku mit runter tragen und einsetzen zu müssen (und ja ich denke Du müsstest ihn mindestens nachts reinholen). Anders wäre es vll wenn ich ne Tiefgarage mit Stromanschluss hätte, aber als Strassenparker ...

Und ab dem Moment, wo ‚ohne E‘ fest stand, war dann auch die Kettenschaltung (1x10) klar. Ich schraube gar nicht mehr selbst (bin guter Kunde in der Fahrradwerkstatt) aber das Gefühl, dass meine Kraft ‚direkt auf die Strasse’ kommt, mag ich einfach.
 
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Da ist das aufschliessen/abdecken/anschnallen/verzurren anstrengender und zeitaufwändiger als die eigentliche Fahrt. Bin froh nicht auch noch den Akku mit runter tragen und einsetzen zu müssen (und ja ich denke Du müsstest ihn mindestens nachts reinholen).
Ja, genau das ist auch meine Überlegung - viel Aufriss, damit nix drankommt ans gute Stück. Schon die 2, 3 Schlösser, die man hier haben sollte, an- und abzumachen, ist ja so eine Art Beschäftigungstherapie.

Und ab dem Moment, wo ‚ohne E‘ fest stand, war dann auch die Kettenschaltung (1x10) klar. Ich schraube gar nicht mehr selbst (bin guter Kunde in der Fahrradwerkstatt) aber das Gefühl, dass meine Kraft ‚direkt auf die Strasse’ kommt, mag ich einfach.
Jaaaa

Da du auch in B bist: wo hast du gekauft? (Gern auch PN, falls Namensnennungen hier nicht erwünscht sind.)
 
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Ich habe derzeit Zugriff auf vier verschiedene Bullitts. Das ohne Motor (analoge alfine8) wird eigentlich nur noch im Urlaub, auf CMs oder bei Sternfahrten gefahren.
Die Bullitts mit Motor (Steps 6100 Alfine8, Steps6100 Nexus5, Crystalite-VR analoge Allfine8) sind im großen und ganzen alle ähnlich. Da ich Bullitts in meiner Schreinerei einsetze, würde ich niemals ein Lastenrad ohne Motor kaufen. Auch wenn düsseldorf relativ flach ist, dennoch gibt es hier unangenehme Steigungen, die vernünftig mit einem beladenen Lastenrad nur mit Motor zu fahren sind. Aber ich bin ja auch nicht der sportlichste und der jüngste Bullittfahrer. das bei mir die Wahl auf Nabenschaltungen gefallen ist, liegt daran, dass es fast unmöglich ist, in einem hohen Gang anzufahren, wenn man spontan mal von irgendwas auf Null ausgebremst wurde. Eine Nabenschaltung kann ich im Stand schalten, eine Kettenschaltung nicht.
Aber ich sage dies nur unter Vorbehalt, wie einst Thomas de Maizière

:)
 
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das bei mir die Wahl auf Nabenschaltungen gefallen ist, liegt daran, dass es fast unmöglich ist, in einem hohen Gang anzufahren, wenn man spontan mal von irgendwas auf Null ausgebremst wurde. Eine Nabenschaltung kann ich im Stand schalten, eine Kettenschaltung nicht.
Das ist ein Argument!
 
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Bei uns war die Überlegung genau andersrum. Für die Strecken unter 5 km haben wir schon immer das Rad plus Lasten- oder Kinderanhänger genutzt. Allerdings mussten wir uns für einige Strecken über 5 oder über 10km dann doch eingestehen , dass wir manchmal kein Bock aufs Treten hatten. Da wir kein Auto haben, bleibt dann vielleicht doch mal daheim.
Mit dem Ebullitt fährt man dann doch öfters einfach mal los. Haben aber auch die Möglichkeit das Rad unterzustellen. Wir haben den E6100 mit Di2 XT und das macht wirklich Spaß.
Allerdings muss ich sagen, dass ich mein Stadtrad mit Alfine und Gates in den letzten Monaten keinerlei Pflege zukommen habe lassen und es läuft ohne Murren. Die XT fing dann doch schon an zu quietschen und musste gereinigt und geölt werden.
 
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Das Problem mit im Stand schalten müssen stellt sich meiner Erfahrung nach eher selten, z.B. nach einer Notbremsung. Bei einer unterstellten Übersetzung im höchsten Gang von 42:11 kommen auf eine halbe Kurbelumdrehung ca. zwei Hinterradumdrehungen. Da reicht eine halbe Kurbelumdrehung, um aus dem höchsten Gang 2-3 Gänge runter zu schalten. Selbst wenn man gezwungen ist, im höchsten Gang anzufahren, ist das kein Ding der Unmöglichkeit.
Bei deinem Streckenprofil und den übrigen Rahmenbedingungen würde ich auch zu einem unmotorisierten Bullit tendieren, dies ausprobieren und ggf mit einem Nachrüstsatz elektrifizieren, wenn erforderlich und/oder gewünscht. Ich finde ja das Pendix Konzept echt reizvoll, bin ich aber noch nicht gefahren. Ist allerdings auch keine low Budget Lösung.
 
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Ich finde ja das Pendix Konzept echt reizvoll, bin ich aber noch nicht gefahren. Ist allerdings auch keine low Budget Lösung.
Mir ist Pendix auch schon des öfteren empfohlen worden. Auch weil da die 2x10 Gänge erhalten bleiben. Wenn das Downgelocke mal vorbei ist (hoffentlich erlebe ich das noch :sneaky:), dann hab ich auch schon eine Probefahrt angeboten bekommen.
 
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Ich finde ja das Pendix Konzept echt reizvoll, bin ich aber noch nicht gefahren. Ist allerdings auch keine low Budget Lösung.
Pendix sieht ja wirklich gut aus. Immerhin würde ich ja eh erstmal muskelbetrieben fahren und hätte noch Zeit zu sparen, bis ich wirklich E-Unterstützung brauche ...

Ich probiere in den nächsten Tagen (sofern Wetter nicht all zu gräßlich und beides beim Händler fahrbar) mal ein kettengeschaltetes Muskel-Bullitt und die E-Variante aus.

Danke für euren vielen hilfreichen Input. Ich werde sicher noch oft hier ankommen.

LG & schönen Abend
Sibylle
 
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Ich habe mich mal mit nem Pendix-Muli-Fahrer unterhalten, der war sehr angetan von dem Antrieb. Von einem umdrehungssensorgesteuerten Antrieb a la Ansmann würde ich eher Abstand nehmen. Ich habe einen Ansmann 5.1 in meinem Tandem, da spricht der Motor erst nach ca. Einer Kurbelumdrehung an und läuft auch deutlich nach. Ist zwar auch fahrbar, aber da gibts sicherlich bessere Lösungen. Bafang BBS hatte ich auch mal, ist ganz ok, aber soweit ich weiß nicht mit 2 oder 3 Kettenblättern kombinierbar (gefährliches Halbwissen).
 
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PS: Dein Profilbild ist super. Hast du ein belgisches Spitzohr? :)

Ich bin der mit der Brille, Rieke die mit der Zunge.

Tervueren. Polizeidienst- und Hütedienst absolut untauglich. Eine Belgierin aus England, die es über Irland nach Deutschland verschlagen hat. Meine Frau lästert, dass ich an dem Ei vorbeigegangen bin, als Rieke sich gerade rausgepickt hat, eine Klette, die an Papa hängt. Bisher vor dem (Bio-) Rad im Zughundegeschirr. Demnächst auf der Ladefläche.

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Hollowtech 2 am Mittelmotor klingt erstmal wie ein Verschreiber, weil das eine Hohlwelle ist, auf der die Kurbeln sitzen. Die meisten Mittelmotoren haben eine Vierkantwelle. Der neue Steps scheint das aber tatsächlich zu haben?!
 
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