Welche Reifenkombinationen am 20" 26" Lastenrad?

Hat noch jemand einen Tipp für gute Reifen für mich? Ich möchte die originalen 47mm Schwalbe Marathon am Bullitt austauschen, um mehr Komfort für die Kinder zu erreichen, möchte also vor allem großvolumige Reifen. Mit den sonstigen Eigenschaften der Marathon bin ich eigentlich recht zufrieden. Ich habe folgende Anforderungen:
  • So viel Komfort wie möglich
  • Hauptsächlich Straße, Wirtschaftswege (diese blöden Platten mit den Übergängen) und gelegentlich Feldwege
  • Sehr selten Matsch etc. (im Regen bleibe ich meist auf der Straße)
  • Sehr guter Pannenschutz (vergleichbar mit den Marathons)
  • Ich plane erstmal für den Sommer, würde evtl. im Winter noch einmal tauschen
  • Ich fahre zwar ein EBullitt, aber auch gerne mal ohne Unterstützung, Rollwiderstand ist also nicht völlig nebensächlich
  • Gute Reifen dürfen auch ruhig etwas teurer sein
Ich könnte mir auch vorstellen erstmal nur den Vorderreifen zu tauschen, dann müsste dieser aber wenigstens entfernt zum Marathon hinten passen. ;) Genauso bei Mischbereifung.

Folgende Reifen fand ich ganz interessant:
  • Schwalbe Big Apple in 20x2.15 und 26x2.00 (werden ja aber anscheinend hier viel kritisiert)
  • Conti Contact Plus in 20x2.2 + ? (aus Conti Neuheiten 2020)
  • Maxxis Hookworm in 20x1.95 + ?
  • Andere Maxxis: Grifter, Creepy Crawler, Holyroller?
Bei den Maxxis kann ich den Pannenschutz schwer beurteilen und mit Schwalbe und Conti vergleichen. Auch beim Komfort bin ich mir unsicher. Habt ihr noch andere Tipps? Danke!
 
Wo wird der BA kritisiert?
Ich bin mit dem in 20x2 und 26.2 seit ~3 tkm ohne Panne bei jeder Witterung unterwegs.

Tatsächlich hatte ich einen Platten vorne, dass war aber Eigenverschuldung. Mit über 40 Sachen einen Bordstein hochrumpeln bei zu wenig Luft vorne drin erzeugt einfach einen Snakebite
 
Manche finden den Big Apple bei Nässe zu rutschig. Ich fahre den Big Ben in 2,15 Breite und bin zufrieden. Breiter geht bei meinem Rad ohne Umbauten leider nicht, sonst würde ich den Super Moto X in 2,4 Mal ausprobieren, um noch mehr Federung zu haben.
 
… seit ~3 tkm ohne Panne bei jeder Witterung unterwegs.
< -–– Seit 24.416 km mit dem 1,75er Schwalbe Marathon unterwegs. Ohne Panne. Wer bietet mehr?

Zur eigentlichen Frage: Früher hatten die Kutschen Holzräder mit Eisenreifen. Der Komfort kam durch die Aufhängung der Passagierkabine/Sitze. Nur mal so als Anregung.
 
Der Marathon ist klar bekannt für seine Langlebigkeit. Er wollte aber ja mehr Volumen. Leider gibt es den ja nicht in 2.0er Breite
 
@mnw,

ich bin von den Maxxis Hookworm total begeistert und habe die wegen der Pannensicherheit auf beiden Lastenrädern drauf. Damit fahre ich sehr viel über Stock und Stein, Wurzelpassagen und all dem Kram im Outback. Noch nie irgendein Problem gehabt. Klar ist der Reifen aufgrund der dickeren Karkasse schwerer als so ein Billig-Massenprodukt wie der Schwalbe, aber Schwalbe kommt bei mir nie wieder drauf.
 
Manche finden den Big Apple bei Nässe zu rutschig. Ich fahre den Big Ben in 2,15 Breite und bin zufrieden. Breiter geht bei meinem Rad ohne Umbauten leider nicht, sonst würde ich den Super Moto X in 2,4 Mal ausprobieren, um noch mehr Federung zu haben.
Danke. Der Super Moto X in 2.4" wird wohl beim Bullitt auch nicht passen. Was sind eigentlich die Unterschiede zwischen Big Apple und Big Ben? Hat der Big Ben Plus Nachteile außer dem Gewicht?

@mnw,

ich bin von den Maxxis Hookworm total begeistert und habe die wegen der Pannensicherheit auf beiden Lastenrädern drauf. Damit fahre ich sehr viel über Stock und Stein, Wurzelpassagen und all dem Kram im Outback. Noch nie irgendein Problem gehabt. Klar ist der Reifen aufgrund der dickeren Karkasse schwerer als so ein Billig-Massenprodukt wie der Schwalbe, aber Schwalbe kommt bei mir nie wieder drauf.
Wie sieht es denn mit Rollwiderstand aus? Hast du auch eine Idee für einen einigermaßen passenden Hinterreifen?
 
Ich glaube, ein möglichst breiter Reifen der genug federt um trotz hoher Last nicht durchzuschlagen und gleichzeitig pannensicher aber leicht laufend sein soll, geht nicht.
Breit und Pannensicher bedeutet schwer. Das Gewicht merkt man dann unmotorisiert bei der Beschleunigung dieser rotierenden Masse.
Schmal und hart aufgepumpt rollt leichter und ist leichter, aber nicht komfortabel.
Also wenn es die Gabel zulässt, könntest Du auf den Supermoto in 62er Breite gehen, der wäre breit und weich, passabel pannensicher und relativ schwer. Rollwiderstand bescheiden. Der Big Ben ist in der Plus-Version sehr dick und schwer, die Standardausführung spart beim Pannenschutz, aber auch beim Gewicht und böte etwas mehr komfort, weil die Flanke des Reifens nicht so supersteif ist und mehr federt.

Aber langfristig bietet der Einbau einer Federung den meisten Komfort und kann mit leichteren Reifen kombiniert werden. Entweder eine Federung in der Gabel oder wie schon beim Kutschenbeispiel erwähnt mit einer Federung zwischen Rad und Kinderabteil.

Meine Idee ginge in Richtung einer Konstruktion ähnlich wie hier, nur natürlich mit deutlich stärkeren Federn.
Also vier Elemente unter der Kiste mit jeweils vier oder je nach Lastverteilung auch mehr Stahlfedern.
 
Marathon Mondial DD gibt es in 26x2. Bild siehe Post 178. Mehr wirst du denke ich an Breite (und Höhe) in den Rahmen kriegen.
 
In welcher Breite passen denn die Schwalbe noch unter die Original-Schutzbleche des Bullitts? Passt der Big Ben vorne in 2.15"? Wie sieht es hinten aus?
 
ist hier irgendwo beschrieben. Vorne gut und hinten gerade so. Bei mir schleift er ab 4 Bar oder so am Rahmen. Also man muss das Rad wirklich sauber in die Mitte bringen.

Ich find ihn vom Komfort her super, bin seit 3 Jahren soweit ganz zufrieden.
 
Hinten ist beim Bullitt eher bei den Kettenstreben das Problem. Da geht max ein 2.0er durch. Habe bei meinem Bullitt aber keine org Schutzbleche und beim Steps noch den org 1.75er Reifen montiert.
 
Bezüglich Bullitt:
Fahre vorne den Big Ben in 2,15“ und hinten den Marathon in 2,0“
Hinten ist auf der Antriebsseite an der Kettenstrebe aber nur noch 3 mm Platz.
Verstehe nicht, warum das so eng gebaut ist, zu den Kurbelarmen ist noch mehr als genug Platz...
 
Drei Jahre und ca 5000km bin ich jetzt die Kombi crazy Bob und crazy Bob am douze gefahren. Hinten immer maximaler Druck. Insgesamt nicht langsam, die Fuhre.Kein einziger Platten. So langsam verliert er an Profil in der Mitte. Sonst top
 
Ich hab mal den F-lite/gocycle Reifen auf meinem Muli hinten getestet (295gramm 47x406 kommt aber auf der breiten Muli Felge auf 53mm mit 4bar)


Fährt sich ziemlich gut.
Für die Hauchdünne Seitenwand ist grober Schotter und große Steine tödlich.
Nach nur 200km ein kleiner cut den ich von innen geflickt hab mit Kojak Seitenwand (war auch kein platten und Feldweg mit halben Backsteinen als Belag)
Mal sehen wie er sich in der nächsten Zeit macht...
Wenn er vorn drauf wär würde ich ihn nicht mehr fahren.
Nun beobachte ich die Stelle und schau schon nach anderen 20zöllern.
Tioga Powerblock ca.400gramm in 20x2,15 hab ich als reserve auch noch der mir aber zu laut und hässlich war.

IMG_20200406_172955.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

ich fahre aktuell an meinem Bakfiets Cruiser Steps Big Apple Reifen in weiß. Hier habe ich aber immer mal wieder einen Platten.
Ich bin mit den Reifen aufgrund des Federungskomforts sehr zufrieden aber die Pannensicherheit ist für die Pendelei einfach nicht ausreichend.

Ich hab mir jetzt überlegt die Big Ben Plus zu kaufen.
Hat jemand Erfahrung mit den Big Ben Plus bezüglich der Pannensicherheit?

Bei meinem Bakfiets passen die Big Apple in der Größe 20x2.15 und 26x2.15 gut rein. Größer dürften sie aber nicht sein.
Weiß jemand ob die Big Ben in der gleichen Größe wie die Big Apple in das Bakfiets Cruiser passen?

Danke im voraus...
 
Wir fahren am Bakfiets Big Ben Plus und am Babboe City Big Apple plus.
Mit dem Bakfiets hatten wir keinen Platten seit Montage, das kann aber auhc Glück sein. (ca. 4600 km)
Mit dem BA hatte ich 2 in jetzt 2 Jahren - einmal ein dünner Draht, der sich neben der Pannenschutzlage durch das Gewebe gearbeitet hatte (einzelner Draht aus einem Drahtseil oder so was) und einmal ein kleiner Schlackestein, der sich ebenfalls unbemerkt über längere Zeit hindurchgearbeitet haben muss, er war von der Oberfläche aus nämlich nicht mehr zu sehen, erst wenn man von innen auf die Spitze drückte, öffnete sich aussen ein sonst unbemerkter kleiner Riss.
Also nix absolutes, aber der Schreckmoment, wenn man durch Scherben fährt ist aber kleiner. Anhalten, feststeckende Scherben entfernen und weiter.
Das Mehrgewicht gegenüber normalen BB und BA fällt beim Lastenrad weniger auf, als beim Citybike, ist aber natürlich da. Aber ich finde, bei einem Alltagsfahrzeug ist der zeitgewinn durch eine vermiedene Panne das weniger an Agilität mehr als wert.
 
Danke für die Antwort. Das hört sich ja gut an in Bezug auf den BB+! Ja ein geringes Mehrgewicht beim Lastenrad spielt für mich im Vergleich zu meinem normalen Rad nicht so eine Rolle. Danke für den Hinweis. Dann kauf ich denk ich den BB+ ...

Kannst du mir sagen ob der in etwa gleich groß zum BA ist? Nicht das der nachher nicht unter die Schutzbleche passt. Beim Vorderrad habe ich beim BA nicht mehr viel Luft.
 
Oben Unten