Was stört euch an euren Rädern, was würdet ihr besser machen?

Wie wichtig ist euch denn eine Federung am Lasti?
Ich habe von mehreren Seiten gehört, dass eine Federung nicht erforderlich ist und breite Reifen ausreichen. Diese Meldungen kamen aber von Fahrern die keine Kinder haben und ihr Lastenrad zum befördern von Einkäufen, Möbeln usw. verwenden.

Ich nutze einen gefederten Anhänger mit gefederter Sitzbank und breiten Reifen für meine Kinder und selbst damit muss ich auf einigen Waldwegen mit der Geschwindigkeit runtergehen damit es die beiden nicht zu sehr durchschüttelt.
Wie haltet ihr das, ist euch das Wohlergehen eurer Kinder eine zusätzliche Federung wert oder kommt ihr auch ohne heil durch den Alltag?

Das Kargon hat ja zumindest eine ordentliche Federgabel, das Load auch eine Schwinge. Und beiden kosten mit voller Kinderaustattung soviel wie ein Kleinwagen. Ich habe selten eine schwierigere Entscheidung treffen müssen :)
Also ich denke gerade darüber nach, mein Urban Arrow Familiy durch ein Urban Arrow Cargo XL mit selbst gebauter Box zu ersetzen. Falls Du es bisher nicht gesehen hast: Popohatsi hat da ziemlich viel zu geschrieben.

Grund ist vorrangig, dass mir die Box des Family auf Dauer zu klein ist. Die damit gewonnene Federgabel ist aber auch ein Aspekt der deutlich dafür spricht.
 
Hallo @Eisenhart und @Tomcat1960 ,

Dieser teilte mir mit, dass : Sobald ein Händler den Umbau eines Fahrrades zum E-Bike oder Pedelec vornimmt, wird er zum Hersteller des Gesamtproduktes, mit allen vom Gesetzgeber geforderten Gewährleistungen. Er ist somit für den einwandfreien Betrieb des Elektorantriebes als auch für das gesamte Fahrzeug verantwortlich. Die Produzentenhaftung gilt dabei 10 Jahre.

Cargomaniac
Da geht es allein um die Frage der Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz. Die hilft Dir nicht weiter, weil sie nur Folgeschäden an Leib, Leben oder anderen Sachen erfasst. Nicht den Defekt der gekauften Sache selbst, vgl. § 1 Abs. 1 Satz 2 ProdHG.

Deine einzige Hoffnung ist daher die normale zweijährige Sachmängelgewährleistung, die sich immer gegen den Verkäufer richtet. Daher solltest Du dringend mit einem Anwalt sprechen, um zu schauen, ob der Sachmängelgewährleistungsanspruch noch nicht verjährt ist und was zu tun ist, damit er nicht verjährt. Das ist aus der Ferne und in Unkenntnis der genauen Korrespondenz nicht zu sagen.
 
Lieber @Eisenhart
super, dass Du Dich so engagierst.

Danke für den Tip. Bislang habe ich aber von Anwälten eher Abstand gehalten. Sei mir nicht böse, wenn ich so direkt auf diese Zunft lostrete. Du bist schließlich ein sehr positives Beispiel der Anwälte.
Bei meinem Fall mit dem Radlunfall habe ich anwaltlich mal wieder Unbeschreibliches erlebt. Da zweifelt man dann schon über den Berufsstand (klar gibt es auch pos. Ausnahmen, die man aber erst finden muss).

Letztendlich muss ich mich aber wohl hauptsächlich an den Verursacher des Radlumsturzes wenden. Sollen die sich doch dann mit EBS weiter rumärgern (vom Ausland aus). Ich ziehe meine Konsequenzen kaufe in Zukunft nur noch bei Händlern mit guten und nachhaltigen Ruf, die auch Kunden behalten wollen und was dafür tun, dass dies so bleibt.

Trotzdem hole ich mir noch den Schriftverkehr des münchner netten Händlers mit den Blockierern von EBS und guck genau drauf, was denn nun speziell für die Gewährleistungsablehnung aufgeführt wurde.

Ich werde Euch trotzdem auf dem Laufenden halten. Es soll ja in Zukunft nicht noch weitere Geschädigte geben.

Gleich treffe ich mich mit einem ehemaligen Radlschweisser, der sein Geschäft aber aufgegeben hat und dann schauen wir mal, was man da machen kann.

Das Leben ist zu kurz, um sich noch länger mit so einen aussichtslosen Ärger herum zu quälen. Vielleicht baue ich die Leap-Cargo-Verlängerung auf eine andere Radbasis und schei....... auf den EBS - Motor. Hat mich eh nur behindert und ist auch nicht mehr bei Mitnahme in Flixbus erlaubt. Also Ei drauf und gut is.
 
Das Kargon hat ja zumindest eine ordentliche Federgabel, das Load auch eine Schwinge. Und beiden kosten mit voller Kinderaustattung soviel wie ein Kleinwagen. Ich habe selten eine schwierigere Entscheidung treffen müssen :)
Die Federung beim Load dient eher der Fahrstabilität bei höheren Geschwindigkeiten, als dem Komfort. Für letzteres ist es auch beim Load hilfreich mit eher geringem Reifendruck zu fahren. Womit ich nicht sagen möchte, dass die Federung nichts bringt, es kommt aber sehr stark auf die Art der Unebenheiten an.
 
Wie haltet ihr das, ist euch das Wohlergehen eurer Kinder eine zusätzliche Federung wert oder kommt ihr auch ohne heil durch den Alltag?
Wir haben ein bakfiets long cruiser. Ja, dicke Reifen helfen, kommen aber an ihre Grenzen. Schlecht sind viele schnell aufeinander folgende Unebenheiten. Weiter vorn in der Kiste ist das schlimmer, da K3 da im umgemodelten Autositz thront, gleicht sich das ein wenig aus. Aber, die Fahrweise muss zur Fracht passen. Getränkekisten "beschweren" sich da such entsorechend. Federgabel wäre mir lieber, aber zu den Preisen und am doch recht kleinen Load (das "große" gab's da noch nicht) keine realistische Option. Wenn der Kauf eines zweiten zur Debatte steht, wäre Kargon zumindest auf der Liste der Probefahrten.
 
Es gibt ein Update: Ich habe heute 3 Lastenräder getestet: Velo Lab Karo, Libelle und Load 60.

Velo Lab Káro:
+sehr angenehm zu fahren, auch bei geringen Geschwindigkeiten
+sehr leicht
+tolle Lenkung
-Kinder bekommen auch bei kleinen Unebenheiten starke Stöße ab
-unsicheres Gurtsystem (schneidet am Hals ein, nicht gut verstellbar)
-Ständer der nicht zu erreichen ist

Libelle:
+super Kinderkabine mit viel Beinfreiheit
+super Kindersitz mit top Entkoppelung durch Hängematten
+sehr leicht
+sehr guter Ständer
-Fahrrad ist total "weich" und hält daher nicht die Spur, Hinterrad kann um ca. 5cm nach rechts und links schwingen, man ist ständig am korrigieren
-beim Bremsen am Vorderrad verformt sich die ganze Kabine (und das mit "nur" V-Brakes, mit einer ordentliches Scheibenbremse reißt es ggf. den Gabelschaft aus der Kabine)

Load 60
+Kinder sind gut gefedert, selbst Offroad wie in einer Sänfte
-keine Kopfstütze, beim Bremsen schlagen die Kinder mit dem Genick auf die Board-Wand-->Lebensgefahr!!!
-extrem schwer und nicht zu bewegen
-bei geringen Geschwindigkeiten extrem kippelig
-miserabler Lenkeinschlag
-für 2 Kinder zu schmal
-miserables Gurtsystem, keine Sitzbank
-das verbaute Verdeck ist unpraktisch, andere Lösung wäre sinnvoll
-mit leerem Akku nur kräftezehrend zu fahren, wegen Nuvinci viel anstrengender als die anderen beiden


Fazit: Mit Abstand am meisten enttäuscht hat mich das Load. Bis auf die Federung ist nichts positives an dem Rad zu finden, ganz im Gegenteil: Ich würde meine Kinder da nie wieder reinsetzen, das Rad ist kein bisschen durchdacht. Absolute Fehlkonstruktion in meinen Augen und das bei dem Preis. Zusätzlich berichtete mein Händler von Rahmenbrüchen anderer Kunden beim Load.

Ich würde vom Fahrgefühl her am liebsten das Velo Lab Káro mit der Kinderkabine der Libelle fahren. Dort noch eine schöne Federgabel rein und man hätte ein erstklassigen Lastenrad.


Die Testfahrten haben auch wieder bestätigt: Ohne Federung geht es gar nicht wenn man Kinder transportieren will und auch etwas schneller fährt.
 

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Ohne Federung geht es gar nicht wenn man Kinder transportieren will und auch etwas schneller fährt
Hmm, ich würde es eher anders herum sehen: mit Kindern an Bord sollte man entsprechend angepasst fahren, Schlaglöcher und Bordsteine und andere Ursachen für grobe Schläge vermeiden, und sich nicht auf die Federung verlassen. Die ist dann vielleicht sogar gar nicht nötig.
 
Hmm, ich würde es eher anders herum sehen: mit Kindern an Bord sollte man entsprechend angepasst fahren, Schlaglöcher und Bordsteine und andere Ursachen für grobe Schläge vermeiden, und sich nicht auf die Federung verlassen. Die ist dann vielleicht sogar gar nicht nötig.
Was natürlich auf wurzelüberzogenen Waldwegen, Schotterpisten und den durchschnittlichen deutschen Radwegen schwierig ist ;-)
 
Falsche Bremsen am Bullitt

Hallo, ich habe gestern mein neues Bullit Alfine8 ohne Motor abgeholt.
Leider habe ich bemerkt, dass die falschen Bremsen verbaut wurden.
Es hat eine Tektro TRP Slate verbaut, statt der Matura MT5 die ich gerne haben wollte und welche auch eine Argument gegen Deorekettenschaltung waren. (hier sind die Teatro verbaut).

Alle Testberichte sprechen für die MT5 und gegen die TRP. Habt ihr Meinungen oder Erfahrungen dazu?Ich rufe gleich mal beim Händler an, denn auf der LVH homepage wird das Rad mit MT5 gezeigt und demnach ist das ja wohl falsch zusammengebaut oder?

LG Hannes
 
Meist findet sich irgendwo der Satz "technische Änderungen vorbehalten".
Was steht denn in der Bestellung zur Konfiguration ?
So ein Satz steht nicht auf meinem Angebot oder Rechnung....

Konfiguration ist Bullit Alfine8 MilkyPlus
und mehr steht nicht drin, deshalb bin ich davon ausgegangen, dass es so kommt wie auf LarryvsHarry beschrieben.
 
Ich kenen den Webshop nicht, in dem Du bestellt hast, aber bei Beispielabbildungen steht oft (oder in den AGB), dass technische Änderungen auch ohne Ankündigung vorbehalten sind.
In den Spezifikationen Deines Rades steht entweder konkret MT5, dann hast Du etwas falsches, oder "hydraulische Scheibenbremse" - Dann hast Du bekommen, was Du bestellt hast, fürchte ich.
Ich würde anrufen bzw. mailen und mal freundlich nachfragen - Das ist oft der einfachste und schnellste Weg.
 
Ich hatte vor einiger Zeit ein Gespräch beim Händler - auch dort war man überrascht plötzlich TRP Bremsen am neuen Bullitt zu sehen. LvH hatte das einfach umgestellt ohne es vorher anzukündigen. Meines hätte (laut Webseite) mit einem Rahmenschloss kommen sollen, aber auch das wurde ohne Ankündigung weg gelassen. Hätte ich eh nicht gewollt.
Ich hab keinen direkten Vergleich zur MT5 - die T4 lässt sich meiner Erfahrung nach aber sehr fein dosieren, bei stattlicher Bremskraft. Ich hab vor einiger Zeit hier im Forum über die Bremse geschimpft weil sie ständig schleift und die Kolben asymetrisch ausfahren, das hat man beim Service beheben können. Hoffe das kommt nicht wieder.
 
Lieber Reiter des blauen Vogels,
herzlichen Dank für den Beitrag.
Ich bin übrigens der Reiter des weißen Drachens.

Nach Rücksprache mit LvH haben sie es kürzlich auf T4 umgestellt, aber noch nicht in die Website eingepflegt.
Find ich echt doof, weil ich die Alfine8 der Deore auch aufgrund der besseren Bremsen vorgezogen habe.... :(
 
Folgendes finde ich am Bullitt Steps E8000 ärgerlich:

- Teilweise, für den Preis, billige Anbauteile z.b. Pedale, Griffe, Rücklicht.
- Position Rücklicht, wer baut sein Rücklicht an das Ausfallende??? Gibts in Kopenhagen nur Sportwagenfahrer?
- Wurde plötzlich ohne Rahmenschloss ausgeliefert, da sich angeblich zu viele Kunde darüber beschwert hätten (Speichen abgerissen usw...) Hätte ich gut beim Einkaufen Nutzen können aber gut, hat die Firma wieder was gespart.
- Das Licht lässt sich nur umständlich im Menü Ein/ Ausschalten.
- Keine Wegfahrsperre oder abnehmbares Bedienteil. Jeder kann das Bullitt einschalten... Bleibt nur Akku
mitnehmen, schwer und unhandlich, dazu ist die Entriegelung per Schloss auch sehr fummelig.

Ist jammern auf hohen Niveau, denke DAS Perfekte gibts nicht.
Außerdem überwiegen die Vorteile und vor allem die Freude am Fahren :D
 
Die Griffe haben bei mir ekelhaft zu kleben angefangen, ebenso die Nachfolger eines anderen Herstellers. Jetzt hab ich ergonomisch geformte von SQlab dran, mal schauen wie lange die halten. Angeblich haben manche Leute besonders zersetzenden Schweiß. Da ich das Rad auch bei der Arbeit einsetze, hab ich vielleicht auch nicht immer perfekt saubere Hände...
Was die Pedale angeht, der eine fährt Klickpedale (und da gibt es ja auch viele verschiedene Systeme), der andere will Plattformpedale mit fiesen Spikes, der nächste hat Angst sich an so was die Schienbeine aufzureißen. Was tun - ohne Pedale ausliefern? Für mich waren die Wellgo eigentlich ok, bis zu dem Tag als ich mal mit nasser Sohle gefahren bin. Danach hab ich Plattformpedale (mit nicht ganz so fiesen Spikes) gekauft.
Wäre das Rad ab Werk schon perfekt, könnte man ja gar nichts basteln :)
 
Folgendes finde ich am Bullitt Steps E8000 ärgerlich:
- Das Licht lässt sich nur umständlich im Menü Ein/ Ausschalten.
- Keine Wegfahrsperre oder abnehmbares Bedienteil. Jeder kann das Bullitt einschalten... Bleibt nur Akku
mitnehmen, schwer und unhandlich, dazu ist die Entriegelung per Schloss auch sehr fummelig.
Beim 6000er hast am Display direkt einen Knopf zum Licht an/aus Schalten und abnehmen kann man es auch. Das hat aber Shimano verbrochen, genauso wie die Bedienknöpfe am Lenker, hab lange gebraucht um mit denen halbwegs klar zu kommen.
 
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Die Griffe haben bei mir ekelhaft zu kleben angefangen, ebenso die Nachfolger eines anderen Herstellers....Für mich waren die Wellgo eigentlich ok, bis zu dem Tag als ich mal mit nasser Sohle gefahren bin. Danach hab ich Plattformpedale (mit nicht ganz so fiesen Spikes) gekauft....
Wäre das Rad ab Werk schon perfekt, könnte man ja gar nichts basteln :)
Schon klar, es wurde ja gefragt "was stört euch ". Ich Bastle auch gerne und habe schon modifiziert ;)

Bei dem Preis könnten schon anständige Griffe wie z.b. SQ Lab dran sein... Hab sie gegen Odi getauscht.

Die von Werk verbauten Wellgo Pedale sind ein Witz , viel zu klein und null Gripp, daher bist du vermutlich auch bei Nässe abgerutscht. Eben auch "billige" dran geschraubt. Ich habe sie gegen Pedale mit "fieseren" Spikes getauscht :p.

Das Rücklicht habe ich schon an die Sattelstütze geschraubt und die Kabel neu verlegt. Da gibt es schönere und wertigere von Bumm z.b. das µ E hätte dem Bullitt gut gestanden. Werde ich wohl auch noch kaufen :)

Ja, da könnte Shimano von dem kleinerem System was Abschauen...
 
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