Vorstellung

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von Koppenen, 06.01.2019.

  1. Koppenen

    Koppenen

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    Cangoo Groovy, Longtail-Eigenbau (under construction...)
    Hallo,

    ich bin Andreas, verheiratet, 3 kleine Kinder, wohne im südlichen Emsland und bin neu hier.

    Nachdem Fahrräder anfangs nur entweder Sportgeräte waren oder mit Anfang 20 nur Mittel zum Zweck, um trotz Alkoholkonsums noch individual von A nach B zu kommen, habe ich sie in den 12 Jahren, in denen ich in Aachen gewohnt habe, immer mehr als Verkehrsmittel lieb gewonnen. Denn ich hasse Autofahren im Stadtverkehr wie die Pest.

    Zunehmend Fahrrad-bekloppt, haben sich mittlerweile 10 mehr oder minder "konventionelle" Räder bei mir angesammelt, zum Teil in alle Einzelteile zerlegt, aufgearbeitet und wieder zusammengebaut oder mit einem weißen Blatt Papier beginnend komplett selber konzipiert und aufgebaut. Nach Geburt unserer Kinder sind wir zunächst mit Fahrradanhängern gestartet, aber mit zunehmendem Alter waren wir damit nicht mehr zufrieden.

    Mit der aktuellen Situation, in der ab Januar jeden Morgen 3 Kinder in zwei Kindergärten gebracht werden müssen und die nächsten Supermärkte nur 1-2 Kilometer entfernt sind, hielten wir es zunehmend für Irrsinn, das mit dem 1,7-Tonnen-Familienbomber zu erledigen. Als gelernter Fahrzeugtechnikingenieur, aktuell aber nicht mehr in der Fahrzeugentwicklung tätig, weiß ich nur zu gut, dass das Gift für den Motor ist.

    So haben wir uns vor kurzem ein Cangoo Groovy E-Bike zugelegt. Wohl wissend, dass bei dem Preis keine Wunder zu erwarten sind, bin ich aktuell bereits dabei, Fehler ab Werk auszumerzen und Verbesserungen umzusetzen. Einen Erfahrungsbericht werde ich hier in Kürze vorstellen.

    Darüber hinaus bin ich gerade angefangen, mein altgedientes Alltags-MTB zum Longtail-Lasten-Kindersitzträger umzubauen. Hintergründe und Infos gibt es von mir dann auch demnächst.

    Zu Beginn direkt mal eine Frage (ohne die Suchfunktion genutzt zu haben - Asche auf mein Haupt): Gibt es V-Brake-Bremshebel oder eine hydraulische Scheibenbremse mit Feststell-Bremsfunktion?
     
  2. Sechs mal zwei

    Sechs mal zwei

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    Moin moin,
    Willkommen!
    Ich weiß das die Posträder einen Seilzugbremshebegriff mit feststellmöglichkeit haben.
    Bei meinem Armadillo sind beide Hydraulischen Bremshebel feststellbar und es gibt noch eine mechanische Feststellbremse mit drei Raster.
    Ich schau gerne die Woche mal nach ob ein Hersteller erkennbar ist.
    Ich finde es zwar gut wenn es nicht so kalt ist, finde aber jeden gut der nicht über eine Tonne Dach mit einem Explosionsmotor durch die Gegend fährt! Vor allem wenn es nicht regnet!
    VG Christoph
     
  3. Parzival02

    Parzival02

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    Auch von mir ein herzliches Willkommen.
    @sechsmalzwei
    was willst du uns sagen?o_O
     
  4. Sechs mal zwei

    Sechs mal zwei

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    @Parzival02
    Musstest du noch nie jemand der mit einem 2 Tonnen SUV zum Fitness Studio gefahren ist erklären für was du ein Lastenrad brauchst?
     
    TroyHH gefällt das.
  5. Parzival02

    Parzival02

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    @Sechs mal zwei

    mit dieser Erklärung verstehe ich deinen Satz nun auch (y)
    Dachte du beziehst dich auf das günstige Lastenrad, bei dem der Motor dann explodiert und eine Tonne Dach hat das nach Bildern im Internet auch :p
     
  6. Koppenen

    Koppenen

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    Cangoo Groovy, Longtail-Eigenbau (under construction...)
    Danke, das wäre nett. Das Cangoo hat eine Feststellbremsfunktion, aber die haben trotz mechanischer Scheiben vorne und V-Brake hinten - also Direktzugbremsen rundum - auf beiden Seiten konventionelle Hebel, also für Cantilever oder Seitenzug, verbaut. Die Bremsanlage funktioniert entsprechend unbefriedigend. Daher gucke ich gerade was geht. Für die V gibt es einen Übersetzungsadapter, den ich mir auch schon besorgt habe, aber für die Scheiben nicht. Ich überlege irgendwann entweder V-Brake-Bremshebel zu verbauen oder auf Hydraulik umzurüsten, habe aber noch nie für diese Typen einen Hebel mit Feststellbremsfunktion gesehen. Ich hatte allerdings auch bislang nur mit Standardequipment zu tun und nicht mit speziellem für Lastenräder.

    Hehe, die Tatsache, dass Menschen mit dem Auto ins Fitnessstudio fahren, um sich dort auf ein Fahrrad zu setzen, dass sich nicht vorwärts bewegt, empfinde ich als eine der ganz großen Skurrilitäten unserer Zeit.
     
  7. triton-mole

    triton-mole

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    Erst einmal auch von mir ein herzliches Willkommen!

    Umbau auf Longtail klingt interessant. Ich bin schon gespannt. Habe so war auch mal aus Gag probiert, ohne Schweißen!

    Gibt es definitiv für Zug-Bremsen. Auf Ebay habe ich schon welche gesehen. Welche Seileinholung die jeweils haben, weiß ich aber nicht.
    Für Trommelbremse gibt es so was von Sturmey Archer. Dann brauchst Du aber wieder eine Übersetzungsschnecke.

    https://www.ebay.de/itm/Fahrradhand...h=item4b489bb528:g:dJoAAOSw-GBbQ7Ze:rk:3:pf:0
    Der ist sogar verstellbar für verschiedene Seileinholungen! Eine davon sicher Trommelbremse, die zweite weiß ich nicht, würde aber auch V-Brake tippen. Wer verwendet heute noch Zangenbremsen? Doch da fällt mir eins dazu ein: Anthrotech-Trike verwendet am Hinterrad Zangenbremse als Parkbremse! Also Hebel für Zangenbremse mit Feststeller.
    https://www.ebay.de/itm/Magura-Brem...=item441cf91c6b:g:HQQAAOSw5Oxa5uKv:rk:22:pf:0
    Wahrscheinlich Trommebremse, da Rollstühle Trommelbremsen haben. Vielleicht aber auch verstellbar, wie der oben.

    Eine mechanische Scheibenbremse sollte, so weit ich weiß die gleiche Seileinholung haben, wie eine V-Brake.

    Feststeller an hydraulischen Bremsen:
    Tektro Augriga Twin kommt mit Feststeller am Bremshebel. Die Sättel sind Auriga SUB, aber der Hebel dürfte einen anderen Kolbendurchmesser haben, als bei der SUB.

    Im allgemeinen ist das Feststellen bei hydraulischen Bremsen mit Vorsicht zu genießen. weil dies Hydraulik meist nicht für Dauerdruck ausgelegt ist. Ich habe mir möglicherweise eine Magura Big-Twin auf diesem Wege ruiniert. Jedenfalls ist der Bremssattel, den ich immer zum Feststellen (Mittels Rödelriemchen) benutzt habe, kaputt gegangen. Er wollte nicht mehr lösen und drückte mir die Scheibe gegen das Metall des Bremssattelgehäuses. Fieses Geräusch gibt das! Dummerweise war es der spiegelverkehrte Sattel, der nur schwer zu bekommen ist, aber das ist ein anderes Thema.

    Also Feststellen an Hydraulikbremsen würde ich nur machen, wenn der Hersteller das so anbietet.


    Rödelriemchen ist übrigens im Zweifelsfalle das Universalwerkzeug für solche Zwecke. Einfach damit den Bremshebel gegen den Lenker zurren, fertig ist der Lack.
    Auch gesehen bei Liegetrikes habe ich schon Einmachgummis, mit denen man den Bremsgriff zum Parken verzurrt. Lässt man dann während der Fahrt einfach um den Lenkergriff gewickelt und holt sich zum Parken eine Windung zum Halten des Bremsgriffes.

    Aber ich gebe zu: Bremshebel mit Feststeller ist eleganter und anwenderfreundlicher.
     
    Zuletzt bearbeitet: 07.01.2019
  8. Koppenen

    Koppenen

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    Cangoo Groovy, Longtail-Eigenbau (under construction...)
    Aktuell ist ein Doppelbremshebel mit Parkbremsfunktion verbaut, aber der ist genau deswegen:

    passt der nicht gut. Zu viel Druck, schlecht dosierbar. Man findet im Netz Hebel, da steht sogar mehr oder weniger, dass die für alle mechanischen Bremsen geeignet sind. Explizite V-Brake-tauglichen Hebel habe ich nicht gefunden. Der aus dem Link mit den einstellbaren Übersetzungen komplett aus Plastik ist nicht so mein Ding.

    Gut zu wissen!
     
  9. triton-mole

    triton-mole

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    Im Prinzip sind so gut wie alle "normalen" Bremshebel für V-Brake. V-Brake braucht die höchste Zugeinholung.
    Trommelbremsen brauchen eine mittlere Zugeinholung und Zangenbremsen die geringste Zugeinholung.

    Das Problem hatte ich mit V-Brake-Hebeln an Trommelbremse. Zusätzlich wurde der Zug in Ruhe so locker, daß der Tonnennippel immer aus dem Hebel der Trommel zu rutschen drohte. Meine Tochter brauchte wegen kleiner Hände viel Leerweg am Hebel. Das wäre dann der GAU gewesen! Mit Trommelbremshebeln war dann alles bestens. Meine Tochter hatte genug Kraft zum Bremsen und der Leerweg wurde kürzer, weil sie den Hebel im Verlauf der Bremsung weiter ziehen konnte. Bessere Dosierbarkeit.
    In Deinem Falle könntest Du es mal mit einem Trommelbremshebel probieren. Der hat weniger Zugeinholung, somit brauchst Du weniger Druck am Hebel und kannst feinfühliger "arbeiten".
    https://www.ebay.de/itm/Sturmey-Arc...cd3a50a22:m:mRU1FgWsys6_F6tG1Qmxe1g:rk:8:pf:0
    Könnte passen und hat Feststeller.

    Schau doch mal in Deinen Bremshebel rein. Bei manchen Hebeln ist am eigentlichen Handhebel ein Teil befestigt, in dem der Tonnennippel eingelegt wird. Manchmal kann man dieses Teil an der Verbindung zum Handhebel in zwei Stellungen befestigen. Wenn Du kannst, solltest Du dort diese Verbinung dorthin schieben, wo sie näher am Drehpunkt den Handhebels liegt. So würdest Du die Zugeinholung verkürzen.
    Normal dient diese Verstellung dazu, den Hebel sowohl an V-Brakes, wie auch an Cantilever zu betreiben.

    Übrigens: Bei hydraulischen Bremsen muss man noch mehr aufpassen, wenn man Geber (Bremshebel) und Nehmer (Bremssattel) selber kombinieren will. Die müssen in der Förderleistung auf einander abgestimmt werden.
    Bei meiner Big-Bremse am Trike war jeweils ein Bremssattel mit einem Twin-Hebel verbunden. Der Leerweg am Hebel war extrem kurz und die Bremse schwer zu dosieren. Jetzt ist sie auf Single-Hebel umgerüstet und VIEL weicher zu bedienen. Klar, der Twin-Hebel fördert mit einem Hub fast das Doppelte an Öl, verglichen mit einem Single-Hebel. Er muss normal ja auch zwei Sättel mit Öl versorgen.
     
  10. Koppenen

    Koppenen

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    Cangoo Groovy, Longtail-Eigenbau (under construction...)
    Im MTB-/Trekkingbereich findet man eigentlich nichts anderes mehr, richtig. Im Bereich Singlespeed/Fixie und für die sog. Fitnessbikes gibt es eigentlich noch recht gute Auswahl an Flatbarhebeln für Rennradbremsen, die auch für Cantilever den richtigen Hebelarm haben.

    Ich muss vorne noch mal die Einholung messen. Hinten habe ich gemessen, da holt der Hebel nur knapp 2 cm Zug ein, bei meinen V-Brakes an anderen Rädern sind es 4 cm. Die Hebel sind aber augenscheinlich bis auf die Doppelbetätigung und die Parkbremsen vom Aufbau bzw. der Funktion her gleich. Ich vermute daher, dass es eher in die andere Richtung, also mehr Zug aber weniger Kraft gehen muss. Die Scheibenbremsen vorne sind vielfältig einstellbar, da lässt sich der Einzug - anders als hinten - hinsichtlich Spiel und Leerwegen kompensieren. Sind aber mangels Erfahrung mit mechanischen Scheibenbremsen bislang theoretische Überlegungen.

    Das mache ich in Kürze. Ich erwarte täglich per Post von meinem Händler einen neuen linken Bremshebel weil die Parkbremse nicht funktioniert. Bei der Tausch-Gelegeheit gucke ich mir das genauer an. Vielleicht lässt sich da was "holen". Aber da V-Brake-Hebel den Zug doppelt so weit mit halber Kraft ziehen, muss man denke ich komplett andere Hebel haben. Ich kenne diese Vorrichtung als Mittel um das Ansprechverhalten und den Druckpunkt zu variierten. Ist aber lange her, dass ich mich damit beschäftigt habe.
     
  11. triton-mole

    triton-mole

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    Yuba Mundo
    Also, wenn Du an der mechanischen Scheibenbremse einen Hebel mit kurzer Einholung hast, ist das eigentlich falsch. So weit ich informiert bin, gehört an mechanische Scheibenbremsen ein V-Brake-Hebel, wie ich im ersten Post schon schrieb.
    Ich hatte mal irgendwo eine Übersicht im Netz gefunden, wo das alles aufgelistet war, aber ich finde die nicht mehr.
    Hatte heute Mittag schon mal den allwissenden und großen Sheldon Brown befragt, aber es dort nicht in der Ausführlichkeit gefunden.

    An der Stelle hätte ich eigentlich gleich nachhaken sollen. Ich dachte, Du meinst mit "Zu viel Druk" , es wäre zu viel Kraft am Hebel nötig, um Bremsleistung zu bekommen.
    Du meinst aber offenbar: Die Bremse beißt bei wenig Kraft schon zu fest zu und lässt sich deswegen schlecht dosieren. das ist ein Zeichen dafür, daß ein Hebel für Canti an V-Brake montiert wurde.
     
  12. Koppenen

    Koppenen

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    So ist es!

    Mittlerweile habe ich hier im Forum auch mal ein bisschen quer gelesen und bin erstaunt, wie viele verschiedene Lastenräder es gibt. Dazu jede Menge Anregungen hinsichtlich Transportfragen und auch zum Eigenbau, klasse!
     
  13. Sechs mal zwei

    Sechs mal zwei

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    Moin moin,
    Hallo Koppenen!
    Ich habe mal nachgeschaut, am Armadillo Bj. 08.2018 sind zwei hydraulische Bremsgriffe (mit einem kleinen Hebel der den Griff im gezogenen Zustand arretieren kann) verbaut. Jeder Bremsgriffe wirkt über ein T-Stück auf zwei Bremsscheiben. Beschriftet sind die Bremsen und Griffe mit "TEKTRO AURIGA e-TWIN","HD-E525".
    Ausserdem gibt es eine Seilzug-Feststeĺlbremse die zusätzlich auf eine Scheibe wirkt, der Nehmer ist von "Redland",der Geber ist nicht am Lenker verbaut, ist von "Saccon" ist nicht als normale Bremse nutzbar da er selbsttätig in drei Stufen einrastet.
    Ich hoffe das ist hilfreich.
    Sechsrädrige Grüße Christoph
     
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  14. Koppenen

    Koppenen

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    Solch eine Auriga wäre dann für mich mittelfristig eine Nachrüst-Option, wenn ich die Dosierung der Scheibenbremse nicht besser hinkriege. Dann würde ich vermutlich die hintere V-Brake zur Feststellbremse machen, indem ich mir ein M4-Gewinde in einen Bremshebel schneide und ein kleines gekantetes Blech dort so verschraube, dass man damit den Hebel am Zurückfedern hindert.

    Hier übrigens mein Erfahrungsbericht zum Cangoo Groovy: https://www.cargobikeforum.de/forum/index.php?threads/erfahrungsbericht-e-cangoo-groovy.2554/
     


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