Vorstellung: DIY Cycle-Truck

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Lastenrad
DIY Cycletruck
Hallo zusammen,

bin neu im Forum und hoffe es ist richtig ein neues Thema zu erstellen. Habe keinen passenden Sammelthread gefunden. Ansonsten lässt sich das vielleicht nochmal verschieben oder als Sammelthread für Cycle-Trucks nutzen :)
Gerne möchte ich hier zur Diskussion und zum Nachahmen meinen DIY Cycle-Truck vorstellen, den ich mit einem Freund zusammen im Sommer gebaut habe.
Ausgangslage war ein 90er MTB mit 1" Schaft und zwei Rahmen mit 1 1/8" Schaft, davon eins ein 20" BMX. Alles Stahl natürlich. Die Idee war, das Steuerrohr des 1" Hauprahmens, welches (bei den billigen alten Stahlrahmen scheinbar immer bis sehr oft??) einen Außendurchmesser von 34mm hat zu verlängern indem wir das Steuerrohr eines 1 1/8" (Innendurchmesser 34mm) darüber schieben. Das sollte uns die Rahmenlehre und fehleranfälliges Ausrichten von zwei auf Stoß geschweißten Rohren ersparen. Leider war keins der Steuerrohre der Spenderrahmen lang genug und wir mussten diese zunächst auf Stoß zusammenschweißen, weshalb die Ausrichtung letztlich doch nicht so perfekt wurde. Dann wurde das Oberrohr des BMX zur horzontalen Verbindung zum Unterrohr. Dabei haben wir einen Topfbohrer völlig zerstört und das Ergebnis war auch alles andere als präzise, so dass wir noch sehr viel mit Flex und Feile nacharbeiten mussten. Vier angeschweißte Muttern dienen als Befestigung für die Ladefläche, welche von zwei 25mm Baustahlvierkantrohren getragen wird und billig von Kleinanzeigen aus einem aufgegebenen Projekt besorgt wurde. Hier ist noch großes Optimierungspotential was das Gewicht angeht. die 1 1/8" Gabel wurde mit einem 1" Schaft verlängert, da auch diese beiden perfekt ineinander passen. Dazu wurde einmal rundherum verschweißt und zusätzlich an zwei Stellen unterhalb ein Loch in den 1 1/8" Schaft gebohrt und im Loch ebenfalls verschweißt. so ergibt sich unten ein 1 1/8" und oben ein 1" Schaft. Geschweißt wurde mit einem Fülldrahtschweißgerät und ohne jegliche Kompetenz, was am Ergebnis sichtbar ist aber großzügig mit Baumarktlack zum aufpinseln kaschiert wurde, welcher leider an den beanspruchten Stellen schon wieder abblättert. Final wurde das Rad mit allerlei Altteilen aufgebaut: 1x9 Deore/SLX mit auf einfach umgebauter LX Kurbel, Nabendynamo in die Felge des BMX Hinterrads eingespeicht, Ahead adapter, DDR Klappi Schutzblech, etc.

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Das Rad wird als Alltagsrad und regelmäßig zum containern, einkaufen und für sonstige Transporte genutzt. Bis auf einige Kleinigkeiten bin ich sehr überzeugt.
Was ich beim nächsten mal anders machen würde: Ein ausreichend langes Steuerrohr zum verlängern kaufen (vielleicht hier: https://buildyour.bike/), die Verbindung zwischen Steuer- und Unterrohr weg lassen und dafür die Platformträger entsprechend verschweißen, außerdem für Platformträger CroMo nehmen (vielleicht von hier: rennsportshop.com), den Gabelschaft etwas länger lassen und wie bei der Sattelkemmung mit Schnellspanner versehen um eine schnellere Arretierung der Lenkerhöhe zu ermöglichen. Das habe ich mir leider zu spät bei den DDR Klappis abgeschaut. Toll wäre ein besserer Lack aber da ist mir noch nichts eingefallen.
Ich freue mich über eure Gedanken Kritik, Anregungen usw. zu dem Rad und möchte ermutigen es nachzumachen! Die Methode die Steurrohre und Schäfte einfach ineinander zu stecken scheint mir sehr sicher gute Ergebnisse zu produzieren und das mit sehr wenig Aufwand. Außerdem haben wir alles wesentliche ohne Stress an zwei Tagen gemacht!
 
Herzlich Willkommen im Forum! Das nenne ich mal einen anständigen Einstand :)
Dein Cycletruck schaut super aus, pragmatisch und die erste Schweißnaht ist für mich auch kein leichtes gewesen (the grinder and paint, make me the welder I ain‘t). Allerdings würde ich immer auf Schnellspanner verzichten, oder die Bauteile anderweitig sicher. Sonst wären die Sattelstütze und alle anderen Anbauteile nach zwei Stunden abmontiert…
Für dein Problem mit dem Steuerrohr: so ein riesiger Mehraufwand ist ein komplett eigenes Steuerrohr nicht, du kannst einfach den Rahmen an der Hinterachse und dem Tretlager festspannen und dann die Gabel mit Steuerrohr und Steuersatz an den Rahmen klappen, heften und richten.
Eine Bauzeit von zwei Tagen ist echt beachtlich, ich mach meine Projekte lieber ganz entspannt mal nach Feierabend, jeder wie er mag ;)
 
Danke Dir @Florre ! Mit den Schnellspannern hast du eigentlich recht, muss ich mich mal kümmern - ist halt verbaut was grad so rumlag. Wie richtest du denn die Gabel-Steuerrohr-Einheit gegenüber dem Rahmen aus? durch das kleinere Rad muss sich ja auch die Position der Achsaufnahme am Vorderrad ändern - diese lässt sich also nicht als Bezugspunkt nehmen? Und das raustrennen des alten Steuerrohres ohne viel von Ober- und Unterrohr abzunhemen, einfach indem man die Schweißnähte vorsichtig mit der Trennscheibe entfernt? Wenn man dann so weit ist, ist es natürlich verlockend auch gleich das Unterrohr zu versetzen wie bei den Buddhabikes aus Kopenhagen und dem Beitrag von @diy aber dann wirds vielleicht wirklich schwer ohne Rahmenlehre :unsure:.
 
Wieso bitteschön hat dieser Thread erst zwei Posts?! Das geht so nicht! Sonst gehen Eigenbauprojekte doch stets durch die Decke.

Geschweißt wurde mit einem Fülldrahtschweißgerät und ohne jegliche Kompetenz, was am Ergebnis sichtbar ist aber großzügig mit Baumarktlack zum aufpinseln kaschiert wurde
Frei nach Adam Savage: "It looks like I knew what I was doing." ;)

Toll wäre ein besserer Lack aber da ist mir noch nichts eingefallen.
Ich verwende für Neuaufbauten ohne Anspruch auf eine perfekte Optik und die Lastenräder bei uns im Betrieb gerne Brantho Korrux 3in1. Das hält auf fast allen Oberflächen auch ohne anschleifen, ist sehr robust und kann bei Bedarf einfach überlackiert werden wenn man doch mal eine Macke rein haut.
 
Klasse Projektbericht, @Dege !
für mich machen einfachere Eigenbaulösungen einen sehr wichtigen Teil des Lastenradspektrums aus, unser Lastenrad ist auch ein (gekaufter) Eigenbau.
Zu Cycle - Trucks wurde hier noch eine alternative Bauweise vorgestell:
https://www.cargobikeforum.de/forum...-we-want-the-whole-fucking-cargobakery.10785/

Um die Konzepte gegeneinander abzuwägen müsste man sich intensiver mit der praktischen Umsetzung befassen, funktionieren tun sie ja offenbar beide gut. Oft sind einzelne Arbeitsschritte ja mühseliger als sie aussehen und der Erbauer schwört hinterher, das so nie wieder zu machen.
 
Wie richtest du denn die Gabel-Steuerrohr-Einheit gegenüber dem Rahmen aus? durch das kleinere Rad muss sich ja auch die Position der Achsaufnahme am Vorderrad ändern - diese lässt sich also nicht als Bezugspunkt nehmen?
Ich würde vermutlich einfach mal schauen, was andere Cycletrucks so für einen Lenkwinkel haben. Dann kannst du das Hinterteil des Rahmens komplett auf einem großen Vierkantrohr spannen und das Vorderrad positionieren. Ich hoffe man kann verstehen, was ich damit sagen wollte :unsure:
Und das raustrennen des alten Steuerrohres ohne viel von Ober- und Unterrohr abzunhemen, einfach indem man die Schweißnähte vorsichtig mit der Trennscheibe entfernt? Wenn man dann so weit ist, ist es natürlich verlockend auch gleich das Unterrohr zu versetzen wie bei den Buddhabikes aus Kopenhagen und dem Beitrag von @diy aber dann wirds vielleicht wirklich schwer ohne Rahmenlehre :unsure:.
Genau, Unterrohr einfach grob abflexen und den Rest mit Fächerscheibe und Feilen. Unterrohr zu versetzen ist sicher auch verlockend, das einzige was ich als Referenz noch mitnehmen würde wäre Sitzrohr, Tretlager und der komplette Hinterbau.
Falls es dich beruhigt: ich habe meine beiden Rahmen komplett ohne Lehre gebaut, das einzige was sehr kritisch ist, ist die Kettenstreben auf die perfekt gleiche Länge zu bringen…
 
durch das kleinere Rad muss sich ja auch die Position der Achsaufnahme am Vorderrad ändern - diese lässt sich also nicht als Bezugspunkt nehmen
Ich habe das recht einfach gelöst - in meinem zwar mit einer Rahmenlehre, das geht aber auch auf einer planen Platte mit allerlei Klötzchen und Zeichenwinkeln.
Ich habe zuerst den in seiner Geometrie genehme Spenderrahmen vermessen und der vorderste Punkt unten am Steuerrohr genommen. Wenn dieser Punkt dann um 3" in Ausrichtung des Steuerrohrs nach unten verschoben wird hast Du den Ausgangspunkt für den ganzen Rest.
Wenn das Oberrohr bedingt durch die Entfernung des alten Steuerrohres leicht gekürzt wurde muss der entstandenen Fixpunkt natürlich auch entsprechend mitwandern
 
Hallo zusammen,

bin neu im Forum und hoffe es ist richtig ein neues Thema zu erstellen. Habe keinen passenden Sammelthread gefunden. Ansonsten lässt sich das vielleicht nochmal verschieben oder als Sammelthread für Cycle-Trucks nutzen :)
Gerne möchte ich hier zur Diskussion und zum Nachahmen meinen DIY Cycle-Truck vorstellen, den ich mit einem Freund zusammen im Sommer gebaut habe.
Ausgangslage war ein 90er MTB mit 1" Schaft und zwei Rahmen mit 1 1/8" Schaft, davon eins ein 20" BMX. Alles Stahl natürlich. Die Idee war, das Steuerrohr des 1" Hauprahmens, welches (bei den billigen alten Stahlrahmen scheinbar immer bis sehr oft??) einen Außendurchmesser von 34mm hat zu verlängern indem wir das Steuerrohr eines 1 1/8" (Innendurchmesser 34mm) darüber schieben. Das sollte uns die Rahmenlehre und fehleranfälliges Ausrichten von zwei auf Stoß geschweißten Rohren ersparen. Leider war keins der Steuerrohre der Spenderrahmen lang genug und wir mussten diese zunächst auf Stoß zusammenschweißen, weshalb die Ausrichtung letztlich doch nicht so perfekt wurde. Dann wurde das Oberrohr des BMX zur horzontalen Verbindung zum Unterrohr. Dabei haben wir einen Topfbohrer völlig zerstört und das Ergebnis war auch alles andere als präzise, so dass wir noch sehr viel mit Flex und Feile nacharbeiten mussten. Vier angeschweißte Muttern dienen als Befestigung für die Ladefläche, welche von zwei 25mm Baustahlvierkantrohren getragen wird und billig von Kleinanzeigen aus einem aufgegebenen Projekt besorgt wurde. Hier ist noch großes Optimierungspotential was das Gewicht angeht. die 1 1/8" Gabel wurde mit einem 1" Schaft verlängert, da auch diese beiden perfekt ineinander passen. Dazu wurde einmal rundherum verschweißt und zusätzlich an zwei Stellen unterhalb ein Loch in den 1 1/8" Schaft gebohrt und im Loch ebenfalls verschweißt. so ergibt sich unten ein 1 1/8" und oben ein 1" Schaft. Geschweißt wurde mit einem Fülldrahtschweißgerät und ohne jegliche Kompetenz, was am Ergebnis sichtbar ist aber großzügig mit Baumarktlack zum aufpinseln kaschiert wurde, welcher leider an den beanspruchten Stellen schon wieder abblättert. Final wurde das Rad mit allerlei Altteilen aufgebaut: 1x9 Deore/SLX mit auf einfach umgebauter LX Kurbel, Nabendynamo in die Felge des BMX Hinterrads eingespeicht, Ahead adapter, DDR Klappi Schutzblech, etc.

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Das Rad wird als Alltagsrad und regelmäßig zum containern, einkaufen und für sonstige Transporte genutzt. Bis auf einige Kleinigkeiten bin ich sehr überzeugt.
Was ich beim nächsten mal anders machen würde: Ein ausreichend langes Steuerrohr zum verlängern kaufen (vielleicht hier: https://buildyour.bike/), die Verbindung zwischen Steuer- und Unterrohr weg lassen und dafür die Platformträger entsprechend verschweißen, außerdem für Platformträger CroMo nehmen (vielleicht von hier: rennsportshop.com), den Gabelschaft etwas länger lassen und wie bei der Sattelkemmung mit Schnellspanner versehen um eine schnellere Arretierung der Lenkerhöhe zu ermöglichen. Das habe ich mir leider zu spät bei den DDR Klappis abgeschaut. Toll wäre ein besserer Lack aber da ist mir noch nichts eingefallen.
Ich freue mich über eure Gedanken Kritik, Anregungen usw. zu dem Rad und möchte ermutigen es nachzumachen! Die Methode die Steurrohre und Schäfte einfach ineinander zu stecken scheint mir sehr sicher gute Ergebnisse zu produzieren und das mit sehr wenig Aufwand. Außerdem haben wir alles wesentliche ohne Stress an zwei Tagen gemacht!
Ich finde Deinen Ansatz und Deine Herangehensweise richtig geil, chapeau!
Mein Traum ist ein universelles, schnelles und billiges Rad für möglichst alle Lastenwünsche, da wirkt für mich der Cycle Truck sehr vielversprechend
 
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Ausgangslage war ein 90er MTB mit 1" Schaft und zwei Rahmen mit 1 1/8" Schaft, davon eins ein 20" BMX. Alles Stahl natürlich. Die Idee war, das Steuerrohr des 1" Hauprahmens, welches (bei den billigen alten Stahlrahmen scheinbar immer bis sehr oft??) einen Außendurchmesser von 34mm hat zu verlängern indem wir das Steuerrohr eines 1 1/8" (Innendurchmesser 34mm) darüber schieben. Das sollte uns die Rahmenlehre und fehleranfälliges Ausrichten von zwei auf Stoß geschweißten Rohren ersparen. Leider war keins der Steuerrohre der Spenderrahmen lang genug und wir mussten diese zunächst auf Stoß zusammenschweißen, weshalb die Ausrichtung letztlich doch nicht so perfekt wurde. Dann wurde das Oberrohr des BMX zur horzontalen Verbindung zum Unterrohr. Dabei haben wir einen Topfbohrer völlig zerstört und das Ergebnis war auch alles andere als präzise, so dass wir noch sehr viel mit Flex und Feile nacharbeiten mussten. Vier angeschweißte Muttern dienen als Befestigung für die Ladefläche, welche von zwei 25mm Baustahlvierkantrohren getragen wird und billig von Kleinanzeigen aus einem aufgegebenen Projekt besorgt wurde. Hier ist noch großes Optimierungspotential was das Gewicht angeht. die 1 1/8" Gabel wurde mit einem 1" Schaft verlängert, da auch diese beiden perfekt ineinander passen. Dazu wurde einmal rundherum verschweißt und zusätzlich an zwei Stellen unterhalb ein Loch in den 1 1/8" Schaft gebohrt und im Loch ebenfalls verschweißt. so ergibt sich unten ein 1 1/8" und oben ein 1" Schaft. Geschweißt wurde mit einem Fülldrahtschweißgerät und ohne jegliche Kompetenz, was am Ergebnis sichtbar ist aber großzügig mit Baumarktlack zum aufpinseln kaschiert wurde, welcher leider an den beanspruchten Stellen schon wieder abblättert. Final wurde das Rad mit allerlei Altteilen aufgebaut: 1x9 Deore/SLX mit auf einfach umgebauter LX Kurbel, Nabendynamo in die Felge des BMX Hinterrads eingespeicht, Ahead adapter, DDR Klappi Schutzblech, etc.

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Das Rad wird als Alltagsrad und regelmäßig zum containern, einkaufen und für sonstige Transporte genutzt. Bis auf einige Kleinigkeiten bin ich sehr überzeugt.
Was ich beim nächsten mal anders machen würde: Ein ausreichend langes Steuerrohr zum verlängern kaufen (vielleicht hier: https://buildyour.bike/), die Verbindung zwischen Steuer- und Unterrohr weg lassen und dafür die Platformträger entsprechend verschweißen, außerdem für Platformträger CroMo nehmen (vielleicht von hier: rennsportshop.com), den Gabelschaft etwas länger lassen und wie bei der Sattelkemmung mit Schnellspanner versehen um eine schnellere Arretierung der Lenkerhöhe zu ermöglichen. Das habe ich mir leider zu spät bei den DDR Klappis abgeschaut. Toll wäre ein besserer Lack aber da ist mir noch nichts eingefallen.
Ich freue mich über eure Gedanken Kritik, Anregungen usw. zu dem Rad und möchte ermutigen es nachzumachen! Die Methode die Steurrohre und Schäfte einfach ineinander zu stecken scheint mir sehr sicher gute Ergebnisse zu produzieren und das mit sehr wenig Aufwand. Außerdem haben wir alles wesentliche ohne Stress an zwei Tagen gemacht!
Nachdem das mit diesem Rad so gut funktioniert hat, haben wir uns an ein zweites gewagt, das ich hier auch kurz vorstellen möchte.
Bauweise war im grunde ähnlich, nur haben wir diesmal einen Gemufften Spenderrahmen genommen und mussten die Muffe abfeilen, bis der 1 1/8" Schaft zur Verlängerung darüber gepasst hat. Diesen haben wir wie letztes mal auf Stoß aus zwei alten zusammengeschweißt. Um diese beiden Teile sauber auszurichten haben wir aus einem alten 1" Schaft, den wir diagonal zertrennt haben eine Fühung gebaut, die in beide Teile reingeschoben und dann mittels einer Gewindestange zusammengedrückt wird (siehe Photo).
Die Ladefläche besteht aus alten Unterrohren, wodurch sie deutlich leichter ist als beim Vorgänger (Baustahl) und ist direkt mit dem Rahmen verschweißt.
Das Rad fährt wunderbar, solange es unbeladen ist. Mit Gewicht auf der Ladefläche fängt es allerdings an zu zappeln. Hat da vielleicht jemand eine Idee woran das liegen könnte? Falscher Lenkwinkel, Vorlauf oder bloß der Reifen? Wie finden wir das raus?
Freu mich auf eure Ideen und eine lebhafte Diskussion :)
 

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Wieder ein tolles Upcycling-Projekt, genau davon bräuchten wir viel mehr!
Zum Flattern: Vom Gefühl her würde ich sagen, dass das Flattern um die Lenkachse herum auftritt. Das könntest Du verringern, indem Du eine biegesteife Verbindung zum Sattelrohr einbaust (blau) oder beidseitig eine Abstrebung über Sattelrohr bis zum hinteren Ausfallende(grün).
Als Sofortmaßnahme am Unfallort könntest Du evtl. erstmal den Luftdruck absenken.
 

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Mit Gewicht auf der Ladefläche fängt es allerdings an zu zappeln. Hat da vielleicht jemand eine Idee woran das liegen könnte? Falscher Lenkwinkel, Vorlauf oder bloß der Reifen? Wie finden wir das raus?
Freu mich auf eure Ideen und eine lebhafte Diskussion :)
Lenkwinkel sieht schon relativ steil aus, mit der eher großen Gabelvorbiegung ist der Nachlauf wahrscheinlich eher klein, den geradeauslauf stabilisierende Kräfte also auch. Ansonsten was @Rasende Badewanne sagt :)
 
Aber die Gabel ist beim hier diskutierten Rad doch starr.
Ist sie. Aber jede Gabel flext etwas. Wenn der Nachlauf unbelastet durch die hohe Gabelvorbiegung, so wie es hier aussieht, schon fast bei Null ist, dann Fahrergewicht und Zuladung drauf kommen, bbiegt sich die Gabel nach vorne und bringt den Aufstandspunkt vor die Lenkachse. Müsste man halt mal ausmessen, wieviel Nachlauf vorhanden ist. Ich vermute ja nur.
 
Schätze der Steuerkopfwinkel ist so 72-73 Grad hier, und die Gabelvorbiegung 40-50 mm. Da sind wir selbst bei 73-50 noch bei ca. 25 mm Nachlauf. Ist nicht viel, aber definitiv noch genug um nicht mit Flex ins Negative zu gelangen.
 
Nur mal so ungefähr durchgefluchtet, sieht das nicht gut aus. Das ist ein alter Halbrennerrahmen. Der Lenkervorbau hat die typischen -17 Grad und ist waagerecht oder zeigt sogar etwas nach unten. Lenkwinkel dürfte also eher 73-74 Grad haben. Aber wir können hier nur spekulieren. Das kann man alles ausmessen. Ansonsten ist es sinnlos, darüber zu reden.
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Die Ladefläche besteht aus alten Unterrohren, wodurch sie deutlich leichter ist als beim Vorgänger (Baustahl) und ist direkt mit dem Rahmen verschweißt.
Sieht auf den bildern bisschen so aus als wären die zwei rohre zur ladefläche mit dem steuerrohr nur über ein blech verbunden, das würde das aufschwingen auch erklären
 
Vielen Dank für die ganzen Kommentare und Hinweise! Ich nehme mit, dass wir mal den Nachlauf ausmessen müssen. Sollte der zu gering sein, würde auch ein versteifen des Rahmens wie @tille und @Rasende Badewanne anmerken nicht viel bringen richtig? Dann wäre nur sehr aufwendig den Lenkwinkel zu ändern eine Option?
 
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