Vorstellung: Aus Drei mach Zwei

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Ich würde einfach mal die Robinie nehmen weil ich jetzt nach 20 Jahren nur Gutes berichten kann. Ich erinnere mich aber noch an das Harz an meinen Fingern, was nur mit 80er Schleifpapier wieder abging. Aber ich schaue mir die Kastanie mal an, beim Händler. Danke für den Tip.
 
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Nee, aber im Ernst. Ich wusste schon, dass Robinie hier nicht heimisch ist. Aber andererseits....
Es gibt ja so viele Dinge und Zusammenhänge und Kompromisse. Und ich finde ein Holz das hier "wächst" ist als Rahmenmaterial evt. nachhaltiger als Carbon aus Asien. LOL. Klar kann ich auch Eiche nehmen, aber ich finde das irgendwie ein seltsames Holz, bei dem ich immer an Rustikal und Wohnwand denke. Das kommt halt vom Schreinerdasein. Gute deutsche Eiche = Spiessertum
 
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Na ja - Eiche ist nicht immer gleich deutscher Spiessbürger - es kommt immer wie so oft auf die Gestaltung an. Höfische Möbel aus Frankreich wurden schon immer in massiver Eiche ausgeführt - und eben mit edlen Furnieren äusserlich bedeckt.

Eiche ist ein wichtiges und wertvolles Holz, so ganz ohne Eiche könnte ich nicht im Haus leben.

Für ein Deck und sonstige Konstruktionen beim Cargo Radl empfiehlt sich schon immer die Lärche, gut verarbeitet und geölt entwickelt sich fix eine schöne graue Patina.
 
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Na ja - Eiche ist nicht immer gleich deutscher Spiessbürger - es kommt immer wie so oft auf die Gestaltung an. Höfische Möbel aus Frankreich wurden schon immer in massiver Eiche ausgeführt - und eben mit edlen Furnieren äusserlich bedeckt.

Eiche ist ein wichtiges und wertvolles Holz, so ganz ohne Eiche könnte ich nicht im Haus leben.

Für ein Deck und sonstige Konstruktionen beim Cargo Radl empfiehlt sich schon immer die Lärche, gut verarbeitet und geölt entwickelt sich fix eine schöne graue Patina.
Ich habe das ganze Haus voll Eiche, Esstisch, Stühle, was weiss ich ... War ja nur meine emotionale Meinung bei Thema Fahrradrahmen, von wegen modern usw. Ausserdem ist Robinie NOCH verottungsresistenter als Eiche. Deshalb wählte ich 1999 dieses Holz, um den Prüfern auch die richtigste Holzwahl unter die Nase zu reiben. Die Herren von der Schreinerinnung halt, immer was zu meckern.
 
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Mein alter Herr war jahrelang in der Schreinerinnung, Prüfungsausschuss usw. sehr aktiv. Vollstufiger Betrieb, zig Mitarbeiter und eigener Wald. Bei uns wurde das Holz gemäss der Mondphase eingeschlagen, zum Sägewerk verbracht und gesägt. Anschliessend entrindet und auf dem eigenen Grundstück zur Trocknung, gesetzt mit Birkenholz Zwischenhölzern aufgesetzt.
In Sachen Holz war mein Vadder immer sehr klassisch aufgestellt - bevorzugt Exotenhölzer wie Dalbergia Nigra, Makassar, Paduk und Bubinga neben Teak.
Sein privates Büro wurde mit Palisander ausgestattet - inklusive Wandvertäfelung und im Parkett.

Jetzt verarbeite ich die überaus zahlreich vorhandenen Vorräte, so auch Lärche Sägefurnier der im klassischen Verfahren in Form gepresst wird. Quasi die eigene Sperrholz Fertigung. Nur hier eben gebogen und in Form gebracht. Die Formen dafür werden auf der eigenen Morbidelli angefertigt - hier MDF oder anverwandtes Material.
 
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Nur hier eben gebogen und in Form gebracht.
Jetzt wird es aber sehr interessant. Mein neues Rad wird wohl sehr schwierig, was die erwünschten Formen angeht. Möchte die Wangen des Rahmens nicht mehr nur rechtwinklig sondern auch sphärisch schichtverleimen. Skateboards und Snowboards habe ich schon mit MDF und Betonformen mitgebaut. Vor 25 Jahren halt. Momentan denke ich an ein 1:1 Pappmodell um die Abwicklung schon mal annähernd zu erreichen. Dachte schon an CNC-gefertigte Formen zum pressen. Hmmm...
 
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Mich hat schlicht die Witterungsprognose abgeschreckt.

Auch aus dem oben genannten Esche-Artikel:

Es ist jedoch nur wenig witterungsbeständig, und auch bei Kontakt mit dem Boden wird das Holz rasch geschädigt. Da es sich nur schwer imprägnieren lässt, wird das Holz im Freien selten verwendet

...und dann im Wikiartikel über Robinie:

Das gegen Holzfäule widerstandsfähige Holz ist gleichzeitig biegsam, fest und äußerst hart (Brinellhärte 46 N/mm²). Es wird im Schiff- und Möbelbau, als Grubenholz, als Schwellenholz, im traditionellen Bogenbau wie auch in der Landwirtschaft (z. B. Weinbau: Stickel) verwendet. Es gilt als widerstandsfähiger und dauerhafter als Eichenholz. Da es auch ohne chemische Konservierungsbehandlung bei einer Nutzung im Außenbereich lange stabil bleibt, ist es beispielsweise für den Bau von Geräten auf Kinderspielplätzen und Gartenmöbeln gut geeignet.

Also eigentlich finde ich alle benötigten Eigenschaften sehr schön vereint in diesem Material.
 
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@BerndVonau Wobei ich unter "...Holz im Freien..." eher verstehe, dass damit Palisaden o.ä. gemeint sind und nicht irgendwelches Gerät (Werkzeugstiele, Kutschen, Anhänger), das im Freien verwendet wird. Selbstverständlich gebe ich Dir recht, dass Robinie und Eiche auch für diesen Einsatz prima geeignet sind.
 
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Zurück zum Cargo: habe mein Schwarzes repariert und neu lackiert. Fahre nun auch erstmals 10x1 fach aus heimischen Schrottcontainern. (Arbeite im Radladen). Ich finde das sehr angenehm, 40 vorne, 11/40 hinten und nur ein Schalthebel. Es ist erstaunlich, was alles weggeworfen wird bei uns. Die seltsame Felge vorne war vor 35 Jahren mein ganzer Stolz, ein Skyway Tuffwheel II aus meinem BMX. Passt gut zur BMX Gabel. Der habe ich kürzlich noch Cantisockel verpasst. Unter der Ladefläche sind einfach nur 2 kurze Rohre aufgelötet, halbe Fahrradgriffe drüber und 4 fette Kabelbinder zur Befestigung. KISS!

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