Vom eigenen Anhänger überholt worden...

Moin,

ich denke das die etwas dünne Deichsel auch einen negativen Einfluss hat.
Ihr habt bestimmt alle recht mit euren Vermutungen .
Bei meinem Selbstbauhänger ist die Achse in der Mitte und ich hatte nie Probleme .
Das Teil liegt mit 0 und 100kg Last wie ein Brett .
Ich habe die gleiche Kupplung , ohne Probleme .
Es ist ein Zusammenspiel von vielen Faktoren und jeder hat mehr oder weniger Einfluss .
Das Gesamtpaket zählt !

Viele Grüße !
Bleibt gesund !
Christoph
 
War schon mit diesem Anhänger in Venlo Kaffee holen. Hin-und zurück 100km. Weder bei Hin noch Rückfahrt,hatte ich ich irgendwelche Probleme.

Ok die Ladung betrug damals auch nur 24 Kg

Anhang anzeigen 10091




Einmal ging ich Wasser holen . 4x 6er Pack. 36kg und noch paar Sachen insgesamt 40kg. Es war Abends. Ich fuhr ca.22 Km/h

Plötzlich geriet der Anhänger ins Schleudern und konnte nicht mal abbremsen. Es riss mich vom Radweg auf die Straße. Meine ganze Ladung flog auf die Straße,Autos hielten an.:X3: Es war der reinste Horror.




orginal war es mit Hochdeichsel und 16 Zoll Räder(war auch nicht besser) ich habe dann eine Tiefdeichsel und 20 Zoll Räder verbaut. So bin ich aber auch nach Holland gefahren und es gab keinerlei Probleme.


Ich vermute,dass die Ursache dieser standard Federkupplung ist. :rolleyes:

Mich würde mal interessieren, was für ein Gewicht der Anhänger wohl gebaut ist, und wie das mit den Bremsen am Fahrrad ist.

Viele solche leichten Anhänger sind zwar groß genug für 2 Getränkekisten, sind mit 2 vollen Kisten aber dennoch überladen. Wenn man mit einem so leichten Fahrradanhänger fährt muß man sich darüber im klaren sein, das die bei holperigen Stecken und zu hohem Tempo hüpfen, leicht umkippen können, schon bei leichter Überladung ins schlingern kommen. Wenn die Bremsen am Rad dann auch noch so dürftig sind.... verhält sich das ganze wohl so ähnlich, wie das mit den Bauern der Badehose, und dem Schwimmen, als das der Schwerpunkt der Ladung da noch was retten könnte. ... anders gesagt.... wer meint das er mit so einen Anhänger so beladen, mit so schlechten Bremsen an Rad so fahren muß, ist für das fahren so eines Gespannes nicht geeingnet.

Stell dir vor, Kind wird von einem so gefahrenen umkippenden Anhäger verletzt....

:) Helmut
 
Stell dir vor das Kind wird von einem PKW in perfektem Zustand verletzt.
Brauchst du leider nicht mal vorzustellen, ein Blick in die Unfallstatistik reicht. Von durch Lastenräder/Anhänger verletzten/getöteten Kindern habe ich noch nie gehört (und die polizeiliche Statistik vermutlich auch nicht). Das Argument kam mir gegenüber gelegentlich mal (von Radverkehrsgegnern), die keine Erfahrung mit Lastenrädern haben - die wären ja soo gefährlich. Die alltägliche Gefährdung durch KFZ ist vielleicht schon zu alltäglich.


Unabhängig davon:
Ich fahr seit Jahren einen unkaputtbaren DDR-Blechhänger mit Hochdeichsel und Originalkupplung an verschiedenen, aber eher schweren/motorisierten Rädern (Pedelec, E-MTB, Liegedreirad), gelegentlich auch mal mit negativer Stützlast (da klackert die Kupplung dann halt lauter...). Gelegentlich auch mal mit 100-150kg Zuladung. Der ist mir bei langsamer Fahrt auch schon mal umgefallen (relativ hoch gebaut), weil ich irgendeine blöde Steinkante o.Ä. in einer Kurve vergessen/übersehen habe - macht aber nix, die Kupplung ist dafür gebaut, das auszuhalten (und der Hänger auch).

Was mich aber gerade interessiert:
Kann es sein, dass die Hochdeichselkupplung negative Stützlasten besser verträgt als die Tiefdeichsel, welche ja direkt das HR anhebt? Mit letzterer habe ich praktisch keine Erfahrung, daher die Frage. Beim Trike ists eh weitgehend wurscht (da macht das Schubmoment beim Bremsen mehr Probleme), aber bei (zugegebenermaßen sehr schweren) Einspurern wars mir bisher nicht aufgefallen.
 
Kann es sein, dass die Hochdeichselkupplung negative Stützlasten besser verträgt als die Tiefdeichsel
eins steht für mich fest,dass Hochdeichsel fast eine starre Verbindung ist. Die Last drückt die Pfanne auf den Kugelkopf. Bei Hochdeichsel hat man meistens in Fahrtrichtung vertikaler Schaukeleffekt, zumindest beim anfahren und bremsen.(meine Erfahrung)

Bei Tiefdeichsel hat man in Fahrtrichtung horizontale Schwingungen, die Verbindung ist nich starr eher durch die Feder flexibel,was das schlingern begünstigt (beruht auf eigene Erfahrungen)

Bei der 100 km Fahrt hatte ich aber keinerlei Probleme. Es fühlte sich sicher an. Aber die Komfort hängt letztenendes immer noch vom Ladungsgewicht ab.
 
Kann es sein, dass die Hochdeichselkupplung negative Stützlasten besser verträgt als die Tiefdeichsel, welche ja direkt das HR anhebt?
Ja klar, bei Hochdeichsel ist die Stützlast weniger wichtig. Deswegen hat ja auch der Hänger von gamalulu die Achse weiter vorne. Zum einen ist der Kupplungspunkt weiter vorne, das Hinterrad wird also weniger entlastet. Zum anderen ist die Deichsel ggü. Tiefdeichsel deutlich länger, was den Angriffshebel verringert.

Dennoch ist eine Hochdeichsel für schwere Lasten nicht gut geeignet, da beim Bremsen das Hinterrad entlastet wird. Ausserdem ist die Deichsel zwar länger, aber auch höher montiert. Dadurch ist der Angriffspunkt für seitliche Bewegungen ungünstig.

Schwere Lasten am besten mit Tiefdeichsel und mit ausreichend Stützlast. Gamalulu hat ja schön beschrieben was passiert wenn man es mit einer Hochdeichsel oder mit Tiefdeichsel/zuwenig Stützlast probiert - kann in die Hose gehen :)
 
Ich bastel gerade schon den nächsten Anhänger zusammen, da ich noch ein paar Fahrradteile rumliegen habe. Der bekommt auch wieder eine Tiefdeichsel (Die, die ich seinerzeit mal von @lowtech gekauft habe).
Wie entscheidend ist denn die Länge der Deichsel auf das Fahrverhalten?
 
Brauchst du leider nicht mal vorzustellen, ein Blick in die Unfallstatistik reicht. Von durch Lastenräder/Anhänger verletzten/getöteten Kindern habe ich noch nie gehört (und die polizeiliche Statistik vermutlich auch nicht). Das Argument kam mir gegenüber gelegentlich mal (von Radverkehrsgegnern), die keine Erfahrung mit Lastenrädern haben - die wären ja soo gefährlich. Die alltägliche Gefährdung durch KFZ ist vielleicht schon zu alltäglich.
So wie hier argumentiert wird, wenn jemand schreibt, das er mit leichten.... weil die wenn zu schnell gefahren hüpfen u. umkippen... u. überladenen Fahrradanhänger... weil die dann schlingern, und man ggf. nich mal mehr bremsen kann..... nicht klar kommt.... ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis durch solchen Leichtsinn schlimmeres passiert.

( ..... in Sachen konnte nichtmal bremsen.... kommt noch hinzu, das wenn so ein leerer Hänger wegen zu schnell gefahren hüpft, und man im falschen Moment bremst, fliegt einen das Ding erst recht um die Ohren )

Wegen dem klappern der Anhängerkupplung.... dagegen hilft ein passen dickes Stück Gummi, das man oben auf die Kupplung am Hänger macht... geht am besten mit einen passend lang und dick zugeschnitteten Stück von einem alten Mantel vom Rad..... mit Schlauchklemmen befestigen hat sich bei mir am besten bewährt.

:) Helmut
 
Wie entscheidend ist denn die Länge der Deichsel auf das Fahrverhalten?
Desto länger, desto besser - bezogen auf das Fahrverhalten des Zugfahrzeugs.

Aber: Die Stützlast wird mit längerer Deichsel geringer, daher muss mit zunehmender Deichseillänge auch die Achse am Hänger weiter nach hinten. Im Extremfall ganz nach hinten. Wenn es dann immer noch nicht reicht, ist die Deichsel zu lang :)

Kurvenradius und Steifigkeit hat Helmut ja bereits erwähnt.
 
Danke für die Rückmeldungen.

Und wie sieht es mit dem Reifendurchmesser aus?

Wie ich schon schrub, ich habe gerade Altteile verbaut und einen Mörtelkistenanhänger (irgendwo zwischen Roland big boy und Kesser-Anhänger) mit Montagelöchern einer Hochdeichsel auf eine Tiefdeichsel (Chariot) und 26" Mountainbike-Vorderradfelgen mit Stollenreifen umgebaut. Durch die Montageposition der Steckdeichselaufnahme rollt der Anhänger auch nicht mittig hinterm Bullitt.
 
Bei 26 Zoll Rädern am Anhänger hoffe ich mal, das die Achsen der Räder über der Unterkannte der Ladefläche sind, sonst dürft der Schwerpunkt recht hoch sein. Ich hab an meinem großen Anhänger 24 Zoll Räder, und bin froh das dier Achsen deutlich über der Ladefläche sind. Der Reifendurchmesser sollte auf festem Untergrund weitgehend egal sein. Ein Vorteil vom größerem Querschnitt ist... wenn denn der Luftdruck stimmt eine bessere Stoßdämpfung, und weniger hüpfen. Nur sollten man den Luftdruck im Auge behalten.... sonst hüpft er besser... oder rollt schlechter.

:) Helmut
 
Dennoch ist eine Hochdeichsel für schwere Lasten nicht gut geeignet, da beim Bremsen das Hinterrad entlastet wird. Ausserdem ist die Deichsel zwar länger, aber auch höher montiert. Dadurch ist der Angriffspunkt für seitliche Bewegungen ungünstig.
Das ist wahr.

Wobei es ebenfalls einen himmelweiten Unterschied macht, was für ein Zugfahrzeug davorhängt. Mein Anthrotech ist im Moment fahruntüchtig, daher musste ich (seit langer Zeit) mal wieder mitm Einspurer den Hänger ziehen - grausiges Fahrgefühl, obwohl ein sackschweres E-Fully davorhing. Beim Anthro hatte ich eher das Problem, das ich den Anhänger "vergessen" konnte (außer beim Notbremsen, da drückts selbst das Trike hinten hoch).
Nicht mehr aktuell, aber illustrativ: https://www.velomobilforum.de/forum/index.php?attachments/cimg9734-jpg.144490/



Wegen dem klappern der Anhängerkupplung.... dagegen hilft ein passen dickes Stück Gummi, das man oben auf die Kupplung am Hänger macht...
Danke für den Hinweis, aber sowas klappt bei denen hier nicht: http://ddr-fahrradwiki.de/Fahrradanhänger#Anh.C3.A4ngerkupplungen
Zu eng. Soweit ich weiss, klappern die aber systembedingt.
Aber das bringt mich auf ne Idee - vielleicht schweiß ich mal was auf (bzw. rein) und feil dann wieder runter... Hmm...
 
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