UPS Cargolösung

Dieses Thema im Forum "Lastentransport (3-Rad)" wurde erstellt von cargomaniac, 10.10.2018.

  1. apfelsine1209

    apfelsine1209

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    Grds. d'accord. Aber fahrräder dürfen genauso wenig auf radwegen abgestellt werden wie autos (bei autos kommt halt noch das verbotene befahren des radwegs als weitere ordnungswidrigkeit hinzu ... ... ... die aber idR ebenso wenig geahndet wird wie das parken).
     
  2. cubernaut

    cubernaut

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    @triton-mole
    100-prozentig d'accord!
    Ich fürchte nur, in dieser Hinsicht wird man das Rad kaum zurückdrehen können.
    Ich würde als hoheitliche Aufgabe noch unbedingt das Bildungswesen ergänzen wollen: von der Grund- bis zur Hochschule!
     
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  3. triton-mole

    triton-mole

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    Hier vor allem wieder mehr Forschungsgelder aus öffentlicher Hand, statt von Konzernen.
    Aber das wird jetzt OT.

    Allgemein: Wir sollten wieder mehr regional agieren. Ist aber zugegebenermaßen echt schwer.

    Die Micro-Auslieferungslager, die UPS jetzt aufstellt, hatten wir früher an jeder zweiten Straßenecke. Man nannte sie in den 70'er verächtlich "Tante-Emma-Laden"! Da gab es fast alles für den täglichen Bedarf. Und war nicht als Kunde Angestellter des Geschäftes, dem man sein Geld hintrug! Fängt heute schon auf dem Parkplatz vom Rewe (Lidl, Norma, Aldi, etc.) an.
    Nicht genug, daß ICH mich um den Einkaufswagen kümmern muss, nein, ich muß auch noch erst die Geldbörse rauskramen, um mit einer Münze überhaupt erst mal einen Wagen bekommen zu können! Wenn ich keine Münse habe, darf ich erst mal Wechseln gehen!
    WENN DIE MEIN GELD HABEN WOLLEN, MÜSSTEN SIE EIGENTLICH ERST MAL ETWAS ENGAGEMENT ZEIGEN! Einkaufswagen aufräumen ist doch eigentlich deren Arbeit!

    Eigentlich sollte man solche Läden von vorne herein meiden. Aber wo kann ich dann einkaufen, wenn nicht online? Das wird echt schwer!

    Da ich selber auch kaum Alternativen in meiner Stadt kenne, gehe ich jetzt halt zum Rewe.
     
  4. sheng-fui

    sheng-fui

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    war die Tage mal wieder auf unserem Cargobike Treffen in Dortmund. Kleiner Vortrag von UPS die diese Rythle auch dort einsetzen: Reichlich Probleme mit Rahmenbrüchen etc und das bei eher bescheidenem Aktions Radius.
    Da frage ich mich doch immer wieder, was die Hersteller da alles auf die Straße bringen und Rythle is ja keine Hinterhofschmiede .....
     
  5. Joshua

    Joshua

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    Bullitt Race Alfine-8 mit Kindertransport-Möglichkeit
    https://www.zeit.de/zeit-wissen/201...eme-logistik-internet-unterschiede-stadt-land

    Charmant geschrieben, the big picture (Paketzusteller, Internethandel) und nicht nur das Thema Lastenrad. Als ich das Folgende las, musste ich an @triton-mole denken, über dessen (weiter unten eingestelltes) Zitat ich sehr lachen musste:

    (Zeit online)
    "Um das Jahr 1900 belieferten Bier-, Milch- und Kohlehändler, Bäcker und Fleischer ihre Kunden mit Pferdegespannen. Same-Day-Delivery sagt man heute dazu."

    (triton-mole)
    "Die Micro-Auslieferungslager, die UPS jetzt aufstellt, hatten wir früher an jeder zweiten Straßenecke. Man nannte sie in den 70'er verächtlich "Tante-Emma-Laden"!" :ROFLMAO:(y)
     
    Zuletzt bearbeitet: 13.11.2018
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  6. anywhere80

    anywhere80

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    Oh diese Lager gab es auch in Groß. Die hießen Güterschuppen, Lagerplätze, etc. Standen an jedem Bahnhof. Ferntransporte wurden früher mit der Bahn gemacht weil es damals noch keine LKW mit den Transportkapazitäten eines Bahnwagons gab. Heute würde das auch funktionieren. Container lassen sich perfekt mit der Bahn transportieren, am Zielbahnhof abladen und wenn sie dort stehen kann die Ware nach und nach entnommen werden. Dann ist da nur noch die Frage wie wird weiter transportiert. Selbstabholer? Geht durchaus bei den meisten Paketen. Mit entsprechenden Carsharing Angeboten habe ich sogar für eine größere Lieferung den passenden Wagen und muss ihn noch nicht einmal kaufen. Ansonsten gibt es das Fahrrad, das Lastenrad, man kann auch zu Fuß und/oder mit den Öffis für kleine Pakete. Haben die Leute früher auch gemacht und niemand ist daran gestorben.

    Um diesem Lieferwahn, der die hiesige Infrastruktur stört und zerstört, entgegen zu wirken ist es wichtig wieder lokal zu kaufen. Zugegeben, es wird immer schwieriger. Beispiel: Bekleidung kaufe ich lokal, Lebensmittel sowieso. Ersatzteile für das Fahrrad lokal zu kaufen wird allerdings schon schwieriger. Wenn die Karre laufen soll, braucht man die Ersatzteile in adäquater Zeit. Lokale Händler mit Ahnung von der Materie….

    Es gibt in unserem Stadtteil keinen Händler mehr der z.B. Kurzwaren verkauft. Für ein blödes Leuchtmittel muss ich jetzt zum nächsten großen Baumarkt, weil man hier den kleinen zu gemacht hat. Der nächste ist 4 km. Gut, nicht weit mit dem Rad. Aber allesamt nicht auf meinem Rückweg von der Arbeit. Also durchaus ärgerlich.

    Also bleibt nur das Internet. Ärgert mich eigentlich.
    Die Frage ist nur, muss man Lebensmittel via Netz kaufen und liefern lassen? Ich denke nicht. In den Städten gibt es lokale Infrastruktur dafür. Muss man Bekleidung im Netz bestellen? Nein, im Laden kann ich wenigstens anprobieren und die Ware im Original ansehen. Via Netz forciere ich ja zusätzlich noch Rücktransporte wenn es nicht passt, oder gefällt.

    Mein Fazit: Besser wäre es "back to the roots" zu kommen. Wie ein Vorredner bereits sagte: Öffentlicher Nah- und Fernverkehr, Post wieder in die richtigen Hände. Zusätzlich Frachten quer durch das Land zwangsweise auf die Bahn (Schont die Umwelt und die Infrastruktur). Mit einer vernünftig ausgebauten Logistik ist das möglich. Allerdings muss dazu die alte Infrastruktur der Bahn wieder aufgebaut werden; Die wurde ja leider vernichtet. Mehr lokale Angebote. Auch auf dem Land. Anschluss ländlicher Gebiete an den ÖPNV wieder aufbauen (Verhindert die Landflucht). Auch dort sehe ich die Bahn in Staatshänden durchaus als Vorteil. Mir fallen bestimmt noch weitere Dinge ein, ebenso wie euch. Aber solange die Mehrheit das mit einem Schulterzucken hin nimmt....

    Gruß

    Stephan
     
    Zuletzt bearbeitet: 13.11.2018
  7. cargomaniac

    cargomaniac

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    Tern Cargo Node, Bikes At Work-Radanhänger + BOB-Trailer, kein Auto
    Hallo @ Stephan,

    ich stimme Dir vollkommen zu. Ich habe als Konsumverweigerer /light meist auch keine Probleme mit Lieferungen, da ich all mein Zeugs meistens selbst besorge bzw. eh kaum etwas brauche. Leider ist mir aber mein Drucker abgeraucht (geplante Obsoleszenz) und ein neuer (diesmal aber kein Tintenpisser) muss her. Wollte wie immer Amazon vermeiden und bin mal losgeradelt.

    Leider kaum möglich, von irgend einem der Verkäufer überhaupt eine einigermassen brauchbare Beratung zu erhalten. In 2 Läden war ich somit komplett umsonst, da der Drucker wider Erwarten nicht vorrätig war und das vorher Angelesene komplett für die Katz war.

    Für einen 100 Euro Laserdrucker, den ich nun immer noch nicht habe, habe ich viel unnütze Zeit verschwendet und fleissig Kalorien beim Radeln verbraucht.

    Manchmal kann man echt verstehen, dass Leute da einfach bei Amazon bestellen, und wenn irgend etwas nicht passt durch "prime" wieder kostenlos zurück schicken.

    Der Beratungs- und Dienstleitungssektor wird leider immer öfters durch nur körperlich anwesende junge und billige "Verkäufer" bekleidet, deren Sinnhaftigkeit ich eigentlich nur anzweifeln kann.

    Irgendwie komme ich in dieser neuen Welt nicht mehr so richtig zurecht, vor allem wenn man als Rebell nicht alles schweigend und gedankenlos mitmachen will.
     
  8. anywhere80

    anywhere80

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    Das liegt daran das man fachliche Qualifizierung nicht bezahlen möchte.

    Nee, kann ich nicht. Denn meist liegt es nur daran das man seinen Allerwertesten nicht vom Sofa kriegt und am liebsten 24/7 online ist.

    Siehe oben, obwohl stimmt nicht ganz. Selbst wenn es ein Fachverkäufer ist, dann hat er die Qualifikation zu verkaufen. Eine Qualifikation im Wissen über Drucker, Computer, etc. hat er damit nicht unbedingt.

    Das musst du anders wahrnehmen. Die Zeit ist nicht verschwendet weil du Radfahren warst. Und Kalorien zu verbrauchen ist ja kein Fehler.

    Im Ernst: Natürlich ist es frustrierend wenn man verschiedene Standorte anfährt und das, was man haben möchte, nicht bekommt. Aber das liegt an dem ausgedünnten Angebot (Nur der Bedarf des Mainstreams wird vorgehalten) und manchmal auch an exotischen Wünschen die man vor allem hat, wenn man Ahnung von dem hat, was man kauft. Habe ich auch oft das Problem.

    Das liegt, genau wie bei mir, daran das man diese Art einzukaufen nicht mag und das man älter wird. Beides führt dazu das man nicht mehr ganz so tolerant, dafür umso kritischer diesen Neuerungen gegenübersteht.


    Gruß

    Stephan
     
  9. cargomaniac

    cargomaniac

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    Genau so isses.

    Ne, nicht falsch verstehen. Ich freu mich immer, wenn ich in Bewegung bin. Aber wenn man wenig Zeit zum Verschwenden hat, dann ist der alte und konservative Einkaufsmodus echt für den A....

    Gott sei dank brauch ich ja eh kaum etwas und habe in meinem Leben erst 8 mal etwas von Amazon kaufen.

    Ich sehe aber die Amazon und andere Lieferdienste täglich alle paar hundert Meter quer über den Radweg parkend und oft noch mit laufendem Motor abgestellt, nur damit Person XY, der seinen A..... nicht vom Sofa hochbekommt, den USB-Stick direkt in die Hand gedrückt bekommt.

    Da bin ich trotz der extrem unwirtschaftlichen Art und Weise lieber noch altbacken und radel wegen ner Kleinigkeit lieber von Shop zu Shop, komm dann aber noch ab und zu beim Fairteiler vorbei und kann dann den Weg nutzen, um übrige Lebensmittel loszuwerden, oder etwas abzuholen.

    Dann hat das Karma auch was davon.

    V.G. vom Almöhi
     
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  10. anywhere80

    anywhere80

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    Nö, tue ich schon nicht . :D
    Das ist ja genau das was mich an dem verschwinden lokaler Vielfalt stört. Siehe das holen von Leuchtmitteln. Bekomme ich nicht mehr wirklich lokal. Oder Kurzwaren, oder, oder, oder...:mad:
     


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