Unfall mit neuem Packster 70

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Wenn man unmittelbar von Normalrad auf Lastenrad umsteigt, fühlt sich die Lenkung schwergängig an.
Bist du denn noch gar nicht ein Lastenrad mit Lenkstange gefahren? Ich kann dieses Erlebnis nämlich so gar nicht nachempfinden. Mein "erstes Mal" auf einem Lastenrad (Bullitt) war eher von anfänglichen etwas nervösen Pendelbewegungen kenkennzeichnet, die sich aber nach den ersten hundert Metern Gewöhnung gaben. "Schwergängig" empfinde ich eine Seilzuglenkung. So elegant und gut manövrierbar, ein Verkaufsgrund für mein wunderschönes Douze (heul) war auch die Seilzuglenkung.
 
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Bist du denn noch gar nicht ein Lastenrad mit Lenkstange gefahren? Ich kann dieses Erlebnis nämlich so gar nicht nachempfinden. Mein "erstes Mal" auf einem Lastenrad (Bullitt) war eher von anfänglichen etwas nervösen Pendelbewegungen kenkennzeichnet, die sich aber nach den ersten hundert Metern Gewöhnung gaben. "Schwergängig" empfinde ich eine Seilzuglenkung. So elegant und gut manövrierbar, ein Verkaufsgrund für mein wunderschönes Douze (heul) war auch die Seilzuglenkung.
Ja, du hast natürlich recht, das "schwergängig" betrifft wohl eher Seilzuglenkungsräder. Meine ersten Lastenradprobefahrten waren alle mit Lenkstange. Aber nachdem ich dann zum ersten Mal die Manövrierbarkeit mit Seilzug erlebt hatte (CaGO, Johny Loco, das P70 gabs damals noch nicht zum Probefahren), war die Sache entschieden und Stangenlenkung mit horrendem Wendekreis kam für mich nicht mehr in Frage. Was genau war der Grund, warum du ein wunderschönes Douze verkauft hast (hätte mir auch gefallen können, bin es aber leider noch nie probegefahren)?
 
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Ich habe zunehmend Gelenkprobleme und musste mir nach langem Zögern eingestehen, dass ich mein anderes (Load) mit Motor viel häufiger nutzte. Es zu elektrifizieren, kam für mich nicht in Frage, da ich das Design sehr mochte.
Das etwas Schwergängige einer Seilzuglenkung konnte für mich auf Dauer nicht durch den tollen Wendekreis wettgemacht werden..
Der Händler, bei dem ich das Rad kaufte, ging weg vom "Douze" und ich hatte Sorge, dass ich zukünftig bei einem Defekt der Seilzuglenkung im Regen dastünde.
Alles andere (große Ladefläche, Geometrie, Design, sportlich bis bequeme Sitzposition, Teilbarkeit) fand ich grandios. Und wenn ich jetzt überlege, dass ich das Rad für unter 4000 erworben hatte ...
Was soll's: Schnee von gestern.
 
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Nein. Endmontage macht R&M. Der Händler schraubt nur noch den Lenker dran.

Nein, so einfach ist es nicht. Die Räder kommen generell sehr gut vormontiert. Besser als bei viele anderen Herstellern. Man muss natürlich als Händler aus Eigeninteresse eine pingelige Endmontage und -kontrolle machen. Und eigentlich findet man immer irgendwas. Bei unserem ersten Packster-Modell haben wir direkt mal die Lenkung nachgestellt, weil es uns zu "flatterig" vorkam.

Auch wenn ich eindeutig der Meinung bin, dass R&M beim Packster die Lenkung bestmöglich bis perfekt an den Händler auszuliefern hat, so muss man aber auch jedem Händler einen Vorwurf machen, wenn er das nicht überprüft.
 
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Auch wenn ich eindeutig der Meinung bin, dass R&M beim Packster die Lenkung bestmöglich bis perfekt an den Händler auszuliefern hat, so muss man aber auch jedem Händler einen Vorwurf machen, wenn er das nicht überprüft.
Ich denke, das kommt drauf an... Gibt es eine Checkliste in der seitens R+M die Prüfung der Verbindung vor Auslieferung zu überprüfen ist mit glasklaren Vorgaben? Was ich in den letzten Beiträgen gelesen habe, scheint das eher nach Gefühl zu gehen.
Bei Motorrädern und Autos werden z.B. Werksseitig gemäß Vorgaben festgezogene Schrauben mit einem Lackstift markiert.
 
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Könnte mir jemand beschreiben, um was für eine Dämpfung es sich handelt. Die der Gabel kann es ja nicht sein... danke
So richtig weiter ist man ja immer noch nicht... was war denn das Problem. Der Eimer hat doch 4 Züge dann müssten ja beide "Paarungen" falsch eingestellt worden sein. Wobei das System ja überbestimmt ist, mit all den Problemen. Wo ist ein Dämpfer? Und wie kann es ein das Züge in dem Fall redundante rausspringen? Oder ist die Scheibe in der die Züge laufen noch mal gedämpft und da gab es ein Problem?
 

LZ_

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Es wird seitenlang über Dinge berichtet und spekuliert ohne einen Funken Sachverstand einbringen zu können.

" speed wobble " ist der Begriff. Das ist ein Aufschaukeln von Lenkbewegung oder auch der Fahrwerkkinematik im Fahrzeugbereich. Das betrifft nicht nur Landfahrzeuge sondern alles was sich fortbewegt. Entsprechend halt ein anderer Impakt.
Beim Packster ist ein Steuersatz verbaut welcher das verhindern soll. Da gibt es verschiedene Ansätze: Reibungsscheiben oder Fluiddämpfung.
Nicht zu verwechseln mit der ollen Feder welche den Lenker hindert am Umschlagen wenn das Rad z.Bspl. am Mittelbauständer abgestellt ist.

Im gegenständlichen Fall haben sich offenbar Montageunzulänglichkeiten bei dem Dämpfer / Steuersatz eingeschlichen und eben deshalb ist es zu solchen Effekten gekommen welche einerseits das Fahrverhalten negativ beeinflusst haben und andererseits durch die Einbringung dieser Belastung auf die Lenksteuerung die Klemmung der Steuerseile überansprucht haben.

Exakt das wird durch die Aktion beim Händler egalisiert: es wird der Steuersatz überprüft und die Seilzüge neu geklemmt und dabei die Zugspannung justiert.
 
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Sorry aber das "speed wobble" das ich kenne, bedingt eine gewisse Rotationsgeschwindigkeit, und ist beim Lastenrad max als Flattern bei hohen Geschwindigkeiten feststellbar. In diesem Faden haben mehrere Leute über Lenkungsproblem auch bei geringen Geschwindigkeiten gesprochen (Zitat woodworm: "Die Lenkung war vor dem Vorfall völlig unauffällig. Plötzlich fühlte es sich an als würde das Vorderrad wie auf Eis wegrutschen, da die Übertragung der Lenkbewegung auf das Rad nicht mehr korrekt funktionierte, konnte dieses „Wegrutschen“ aber nicht mehr korrigiert werden und das Rad ist nach innen eingenickt." ). Diese lagen, auf Basis deren Berichte, nicht im Bereich des Aufschaukelns und damit mangenlder Dämpfung sondern an einer mangenlden Übertragung des Lenkbefehls mittels Seilzug.

Ich habe übrigens auch mangelnden Sachverstand in diesem Bereich, aber deine Erklärung kann im Bezug auf die Ausgangssituation nicht ganz zutreffend sein
 
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Sorry aber das "speed wobble" das ich kenne, bedingt eine gewisse Rotationsgeschwindigkeit, und ist beim Lastenrad max als Flattern bei hohen Geschwindigkeiten feststellbar. In diesem Faden haben mehrere Leute über Lenkungsproblem auch bei geringen Geschwindigkeiten gesprochen (Zitat woodworm: "Die Lenkung war vor dem Vorfall völlig unauffällig. Plötzlich fühlte es sich an als würde das Vorderrad wie auf Eis wegrutschen, da die Übertragung der Lenkbewegung auf das Rad nicht mehr korrekt funktionierte, konnte dieses „Wegrutschen“ aber nicht mehr korrigiert werden und das Rad ist nach innen eingenickt." ). Diese lagen, auf Basis deren Berichte, nicht im Bereich des Aufschaukelns und damit mangenlder Dämpfung sondern an einer mangenlden Übertragung des Lenkbefehls mittels Seilzug.



Ich habe übrigens auch mangelnden Sachverstand in diesem Bereich, aber deine Erklärung kann im Bezug auf die Ausgangssituation nicht ganz zutreffend sein
 
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Ich habe übrigens auch mangelnden Sachverstand in diesem Bereich, aber deine Erklärung kann im Bezug auf die Ausgangssituation nicht ganz zutreffend sein
Dem schließe ich mich an!

Auch ich habe auf diesem Gebiet definitiv mangelnden
ohne einen Funken Sachverstand
Sachverstand, lasse mich aber auch ungern als "Schreihals" oder "Schlaumeier" bezeichnen, wenn ich das Anzungsmoment einer Klemmung in Frage stelle, welches im Übrigen kurz darauf von R&M anscheinend fast verdoppelt worden ist. Man könnte sich im glücklichen Falle ausreichenden Sachverstandes auch soweit zurücknehmen, dass man diesen ohne Beleidung anderer unter die Leute bringt, wie es insbesondere in diesem schönen Forum hier meist Usus ist. Danke!
 
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Im gegenständlichen Fall haben sich offenbar Montageunzulänglichkeiten bei dem Dämpfer / Steuersatz eingeschlichen und eben deshalb ist es zu solchen Effekten gekommen welche einerseits das Fahrverhalten negativ beeinflusst haben und andererseits durch die Einbringung dieser Belastung auf die Lenksteuerung die Klemmung der Steuerseile überansprucht haben.
Du meinst also das dass Rad solange dem "Speed wobble" ausgesetzt war das Bauteile brechen / nachgeben und der Fahrer das "wobble" nicht mitbekommen hat... Dann hoffe ich mal für die Besitzer das R&M sich von diesem Konzept verabschiedet hat.
 
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Es wird seitenlang über Dinge berichtet und spekuliert ohne einen Funken Sachverstand einbringen zu können.

" speed wobble " ist der Begriff. Das ist ein Aufschaukeln von Lenkbewegung oder auch der Fahrwerkkinematik im Fahrzeugbereich. Das betrifft nicht nur Landfahrzeuge sondern alles was sich fortbewegt. Entsprechend halt ein anderer Impakt.
Beim Packster ist ein Steuersatz verbaut welcher das verhindern soll. Da gibt es verschiedene Ansätze: Reibungsscheiben oder Fluiddämpfung.
Nicht zu verwechseln mit der ollen Feder welche den Lenker hindert am Umschlagen wenn das Rad z.Bspl. am Mittelbauständer abgestellt ist.

Im gegenständlichen Fall haben sich offenbar Montageunzulänglichkeiten bei dem Dämpfer / Steuersatz eingeschlichen und eben deshalb ist es zu solchen Effekten gekommen welche einerseits das Fahrverhalten negativ beeinflusst haben und andererseits durch die Einbringung dieser Belastung auf die Lenksteuerung die Klemmung der Steuerseile überansprucht haben.

Exakt das wird durch die Aktion beim Händler egalisiert: es wird der Steuersatz überprüft und die Seilzüge neu geklemmt und dabei die Zugspannung justiert.
Ist da dann ein Viscoset verbaut oder wie ist das konstruktiv gelöst? Und was muss da eingestellt werden?

t.
 

LZ_

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Ja, der Viscoset kann ja verschieden gepackt werden um die Dämfung zu erreichen welche benötigt wird.
Das Einstellen des Spiels ist daher etwas herausfordernd....
 
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Ja, der Viscoset kann ja verschieden gepackt werden um die Dämfung zu erreichen welche benötigt wird.
Das Einstellen des Spiels ist daher etwas herausfordernd....
Das ist ja interessant. Dann hat also Acros die Technik von Cane Creek lizenziert? Oder ist da die R&M-Website fehlerhaft?

t.
 
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Das ist ja interessant. Dann hat also Acros die Technik von Cane Creek lizenziert? Oder ist da die R&M-Website fehlerhaft?

t.
Ich denke, wenn da was Ähnliches, wie ein Viscoset, verbaut wäre, würde R&M das marketingtechnisch hervorheben. Da habe ich aber weder was gesehen, noch gelesen.
 

LZ_

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Der Viscoset ist an der Gabel, der Acros an der Lenker- / Vorbaueinheit.... Leute schaut genau: ein Lastenrad dieser Bauart hat zwei Steuersätze!
 
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Ich habe einen Viscoset hier. Der soll ins Babboe. Die Anleitung spricht aber nicht von einstellbarer Dämpfung. Es gibt aber wohl verschieden stark gedämpfte Varianten.
Ich habe einen mit mittlerer Dämpfung bekommen.
 
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