Transport von Lastenrädern bei der (deutschen) Bahn

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Ich glaube, wir sind da echt das letzte Glied in der Nahrungskette.
Zum einen sind ja nur wenige Bahnsteige überhaupt erreichbar. Aufzüge sind winzig und defekt, oft nicht vorhanden. Barrierefreier Zugang oft nicht ersichtlich.
Und dann hat das Personal auch keinen Bock auf die Diskussionen. Kürzlich von Krefeld nach Kleve im RE10 wollte uns die Schaffnerin auch nicht reinlassen, obwohl das locker gepasst hatte. Wir sind dann in den nächsten Wagen und sie hatte offensichtlich keinen Bock auf die Diskussion und hat uns gewähren lassen. Es war überhaupt kein Problem und gab ein paar nette Gespräche mit den Mitfahrern.
 
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Von Zeit zu Zeit schaffe ich es mit einem gewichtig beladenen Cargobike mit dem Zug im Bereich vom Ding Alb Donau Kreis fahren zu wollen - in der Regel mit Nichttransport und Verweis aus dem Zug.
Mit welcher Begründung? Eigentlich ist es dir nach meinem Verständnis sehr wohl gestattet:
Als Fahrräder gelten einsitzige Fahrräder sowie zulassungsfreie Fahrräder mit elektrischen Hilfsmotor (Pedelecs). In den Nahverkehrszügen sind zusätzlich Tandems, Fahrradsonderkonstruktionen (wie z. B. Liegeräder) und Fahrradanhänger zugelassen.

t.
 
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Begründet wird in der Regel mit zu grossen Bike, zuviel Gewicht und den in den Sommermonaten gehäuft auftretenden Pedelec Fahrern (Ü65, Heckträgertaschen die nicht abgenommen werden) die die Abstellplätze im Zug vereinnehmen.
Hängt auch mit dem Schaffner ab der unterwegs ist...
 
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Die Antwort vom Ministerium zeugt davon, dass die absolut keine Ahnung haben...Ladungssicherung? Lächerlich, gerade mit Doppelständer stehen die meisten Lastenräder viel stabiler als "normale". Der Fahrradwagen eher für Kinderwagen? Schönen Dank auch...
Die haben wahrscheinlich Visionen von Rädern, die bis obenhin voll gestopft sind mit schweren, sperrigen, gefährlichen, rumfliegenden Gütern.
 
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Aber selbst da ist es ein zähes Arbeiten und ich wurde bei manchen Verbesserungsvorschlägen beim Wahlprogramm von Parteimitgliedern angegangen, dass die Cargobikes doch nur die Radwege blockieren, Radrambos mit ihren 25km/h SUVRädern auf den Radwegen sind, usw ... sucht euch was engstirniges aus irgendwas davon wurde mir schon an den Kopf geworfen!
Cool, das wusste ich nicht, dass du da so viel machst (und die namentlich nicht genannten). Wenn ich das so lese, inkl. der pauschalen Antworten aus Kreisen der Regionalbahnbetreiber - da ist wohl noch viiiieel Aufklärungsarbeit nötig,
- bis Entscheider die "Angst" vor den großen Monstervelos verlieren und
- bis durchsickert, dass (Lasten-)Radfahren nicht nur so ein Spleen von Einzelnen ist, sondern ein ernstzunehmendes Mobilitätskonzept für Familien, Einzelpersonen und Gewerbe sein kann
- und bis auch "die breite Masse" sich an die Dinger mal rantraut und so für mehr Nachfrage (nach vernünftiger Infrastruktur) sorgt

Wegen meinem auffälligen Hund und dem Rad kennen mich in meinem Wohnviertel viele, es entstehen öfter Gespräche, das Interesse am Lastenrad ist da - aber trotz vieler Leih- und Mietangebote in unmittelbarer Nähe bleibts dann bei dem kleinen Schnack, mal ausprobieren tun die nicht, es ist eine hohe Schwelle.

Schon komisch, dass sich diese blöden Roller und auch solche Mietrad-Angebote mit rasender Geschwindigkeit ausbreiten konnten und in manchen Diskussionen auch als toller Baustein in Mobilitätskonzepten gelten (für junge Leute, die besoffen rumfahren wollen oder den Weg von der Bushalte unzumutbar weit finden), während Lastenräder ... aber naja, wem sag ichs.
 
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Guten Morgen,
da ich bislang nur als Leserin in diesem Forum unterwegs war, möchte ich mich erst einmal kurz vorstellen.
Ich heiße Raphaela, wohne mit meinem Mann und zwei Mädels (4 und 7) im Münsterland und wir sind begeisterte Radfahrer. Wir haben eine Yellow Submarine von Bullitt inkl. einer Kiste von Rad3, um u.a. unsere Kinder zu transportieren. Die beiden fahren aber auch schon lange selbst.

Derzeit planen wir unseren ersten Radurlaub und möchten gerne im Sommer auf dem Ostseeradweg in Dänemark fahren. Starten würden wir in Flensburg oder dann eben schon in Padborg, der ersten dänischen Stadt.

Hat jemand bereits Erfahrung mit dem Lastenrad von Münster/Recklinghausen o.Ä. nach Flensburg, oder zumindest in die Nähe davon?
Mein Mann überlegt derzeit, die Strecke einmal vorab zu testen, dann würden wir berichten. Aber günstiger und zeitunaufwändiger wäre es natürlich, wenn hier schon jemand was weiß :)

Viele Grüße an euch
Raphaela
 
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In SH transportiert der Nahverkehr grundsätzlich keine Lastenräder...angeblich weil diese Leicht umkippen und die Last nicht zu sichern ist...und Lastenräder sind alle groß und Sperrig...da passen (Zitat!!) Keine Rollies mehr in den Gepäck und Fahrradbereich...?!?!? und ist auch nicht mit Argumenten zu überzeugen..also viel Erfolg, ich würde mir eventuell einen Bulli mieten und hoch fahren...
P.S.: ich würde den Nordseeradweg wählen, ist vor allem am Anfang viel angenehmer zu fahren.
 
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Guten Morgen,
da ich bislang nur als Leserin in diesem Forum unterwegs war, möchte ich mich erst einmal kurz vorstellen.
Ich heiße Raphaela, wohne mit meinem Mann und zwei Mädels (4 und 7) im Münsterland und wir sind begeisterte Radfahrer. Wir haben eine Yellow Submarine von Bullitt inkl. einer Kiste von Rad3, um u.a. unsere Kinder zu transportieren. Die beiden fahren aber auch schon lange selbst.

Derzeit planen wir unseren ersten Radurlaub und möchten gerne im Sommer auf dem Ostseeradweg in Dänemark fahren. Starten würden wir in Flensburg oder dann eben schon in Padborg, der ersten dänischen Stadt.

Hat jemand bereits Erfahrung mit dem Lastenrad von Münster/Recklinghausen o.Ä. nach Flensburg, oder zumindest in die Nähe davon?
Mein Mann überlegt derzeit, die Strecke einmal vorab zu testen, dann würden wir berichten. Aber günstiger und zeitunaufwändiger wäre es natürlich, wenn hier schon jemand was weiß :)

Viele Grüße an euch
Raphaela
Nur Nahverkehr, in Zeiten mit wenig Verkehr planen, proaktiv platzsparend verladen und aufs beste hoffen...

Wir sind 2019 über Lolland, Møn und Falster unterwegs gewesen. Die Hinreise war über die Vogelfluglinie, die gibt's aber nicht mehr, zurück ging es über Rostock. Und genau das würde ich euch empfehlen, wenn SH jetzt problematisch ist! Rostock ist ab Hamburg durchgehend mit einem RE über Schwerin angebunden, nach Hamburg müsstet ihr eigentlich sehr gut über Münster und Bremen mit Nahverkehr kommen. Die Überfahrt dauert einige Stunden. Erste Nacht dann in Marielyst am Strand und der Urlaub beginnt.

t.
 
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