Transport von Lastenrädern bei der (deutschen) Bahn

Leider haben Fahrräder dort gar keinen Vorrang, sondern Fahrgäste.
In den seltensten Fällen sind alle Sitze belegt. Meine Erfahrung ist: selbstbewusst, laut und deutlich, aber höflich um Freigabe der Plätze bitten. Wenn jemand sagt, dass es keine freien Plätze mehr gäbe, kurz umschauen und auf freie Plätze verweisen. Andere Fahrgäste ebenso laut und deutlich, aber höflich auffordern, ihren Rucksack vom Platz zu nehmen. Unbedingt direkt ansprechen, das ist sehr wirksam.

Dann in Ruhe die Fahrräder abstellen und die Fahrt genießen.

t.
 
Ich habe heute zufällig mal die Beförderungsbedingungen der Erfurter Bahn (EIB) gelesen, die einige Strecken in Thüringen bedient. Die schließen explizit den Transport von Lastenrädern in ihren Zügen aus.
 
Gibt es irgendein Bundesland oder irgendein Bahnunternehmen, in dem das nicht so ist?
 
Manche private Bahnen haben keinen Ausschluss von Cargobikes, die Schwäbische Albbahn im Bereich Münsingen.
Aber da sind sie Waggons so unpraktisch alt, da kann kein Lastenrad mitgenommen werden. Zumindest nur mit erhöhtem Aufwand.
Eine unschöne Entwicklung.
 
Es ist ja schon unhandlich genug mit einem normalen Lastenrad ins Abteil zu kommen, mit dem CaGo wird das zur Aufgabe mit viel Kraftaufwand.
Ich schrieb doch "historischer Zug mit Dampflok". Entsprechend alt werden auch die Wagen sein. Da ist nix mit ebenerdig einsteigen. In die Eisenbahnwaggons meiner Jugend bringst du auch ein normale Rad nicht rein. Falträder mal ausgenommen.
Bei der Fahrt wird auch ein klassischer Gepäckwagen dabei sein. Die Räder müßen also nicht ins Personenabteil.
Der Jung der die Tour mit dem CaGo mitfahren will ist Mitglied bei dem Eisenbahnverein der die Fahrt organisiert. Der wird sich da schon schlau gemacht haben.
 
Wenn sie mal ins Rollen kommen
sollten 60 kg Lastenrad doch kein Problem sein?
Weiß ich nicht. Ich erlebe doch viele Menschen, die wenig Vorstellung davon haben was passiert wenn ein Zug bremst und Sachen nicht gut festgemacht sind. Lastenrad und Bahn wäre ein tolle Kombi, aber da müssten die Einrichtungen für geschaffen werden. Für mich wäre es wichtiger, überhaupt zuverlässig mit dem Normalfahrrad und Reisegepäck mitfahren zu können ohne unplanmäßige Änderungen und fehlende Aufzüge.
 
Für mich wäre es wichtiger, überhaupt zuverlässig mit dem Normalfahrrad und Reisegepäck mitfahren zu können ohne unplanmäßige Änderungen und fehlende Aufzüge.
... oder überfüllten Radabteilen und schlichtem Rauswurf, weil der Pensionskostenclub Gigritzpotschn beschlossen hat als erstes um 5:45 Uhr den Pendlerzug mit eBikes zu fluten und alle danach Einsteigenden effektiv keinen Platz mehr haben...
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt tatsächlich auch Radfahrer, die ziemlich egozentrisch und unangenehm auftreten. Solche Verhaltenszüge treten vermutlich in den teilweise stressigen Ein- und Aussteigesituationen besonders hervor.
 
Heute morgen Zug nach Ulm: Höfliche Frage ob es möglich wäre die zwei mit Gepäcktaschen und Beuteln beladenen Klappräder etwas enger zustellen und die Gepäcktaschen abzunehmen : Striktes NEIN und Aufforderung man möge einen anderen Waggon aufsuchen....
Bin dann stehend im Flurbereich die vier Stationen bis Ulm gefahren...
Soviel zur Irrigen Annahme alle Radler sind freundliche Zeitgenossen.
 
Striktes NEIN und Aufforderung man möge einen anderen Waggon aufsuchen....
Mir hat in solchen Fällen schon besondere Freundlichkeit in Form des Angebots weitergeholfen, ihre Räder und ihr Gepäck für sie auszuladen.
Ich hatte allerdings deutlich mehr neutrale oder positive Erlebnisse.

Eine herausfordernde Aufgabe in solchen Einsteigemomenten ist auch für viele, im Wagen weiterzugehen und sich etwas zu drängen, damit die nächsten auch noch reinpassen. Da helfen unterstützende Ansagen sehr häufig weiter.
 
:sneaky: deshalb steht auf allen Straßenbahnen und Bussen meiner Heimatstadt:
"Aussteigen vor Einsteigen, klingt logisch, ist es auch..."
Aber auch beim nachfolgenden Einsteigen gibt es oft das Problem, dass Leute stehen bleiben sobald sie beim ersten angekommen sind, der den weiteren Weg zu freiem Platz blockiert. Da unterstützt dann eine deutliche Ansage vom anderen Ende des Gedränges, vor allem solange noch Bewegung drin ist. Das gilt natürlich auch für das Einsteigen mit Gepäck oder Fahrrädern.
 
... oder überfüllten Radabteilen und schlichtem Rauswurf, weil der Pensionskostenclub Gigritzpotschn beschlossen hat als erstes um 5:45 Uhr den Pendlerzug mit eBikes zu fluten und alle danach Einsteigenden effektiv keinen Platz mehr haben...
Früher haben wir Pensionäre den Schulkindern den Sitzplatz im Bus weggenommen. Heute sind wir mit unseren E-Bikes organisiert dabei, anderen Leuten den Platz im Zug wegzunehmen.

Oder wir trollen in Internetforen.
 
:sneaky: deshalb steht auf allen Straßenbahnen und Bussen meiner Heimatstadt:
"Aussteigen vor Einsteigen, klingt logisch, ist es auch..."
Leicht OT: Auf Flugreisen sthen die ersten Leute ja fast schon auf, wenn der Flieger sich noch im Landeanflug befindet.

Wir hatten einmal eine nette Ansage, weil die Horde sofort aufstand, als der Flieger die Landebahn berührte: "In der gesamten Geschichte der zivilen Luftfahrt ist es noch keinem Passagier gelungen vor dem Flugzeug am Gate zu sein."
 
Leicht OT: Auf Flugreisen sthen die ersten Leute ja fast schon auf, wenn der Flieger sich noch im Landeanflug befindet.

Wir hatten einmal eine nette Ansage, weil die Horde sofort aufstand, als der Flieger die Landebahn berührte: "In der gesamten Geschichte der zivilen Luftfahrt ist es noch keinem Passagier gelungen vor dem Flugzeug am Gate zu sein."
Vor allem kommt danach ja das Glücksspiel mit dem Gepäck
 
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