StVO-Novelle: Verbot des Parkens von Fahrrädern am Fahrbahnrand

Es gibt schlicht zu viele Autos. Sozial- und umweltverträglich, sowie stadtpanerisch zu bewältigen sind ungefähr 150 PKW pro 1000 Einwohner. Wir haben selbst in den Metropolen rund doppelt so viele. Spitzenreiter ist der ländliche Raum Bayerns mit 700(!) PW pro 1000 Einwohner.
Anders und bildlicher ausgedrückt: Wenn ganz Deutschland in PKW einsteigen würde, müsste kein einziger Mensch auf der Rücksitzbank sitzen!
Es ist nebenbei auch vollkommen schnuppe, mit welcher Antriebsart die Autos unterwegs sind. Durch den Umstieg auf Elektro wird sich exakt nichts ändern. Selbst wenn die kühnsten Visionen Scheuers wahr werden, lassen sich durch perfekte Verkehrslenkung noch ein paar wenige Autos mehr in die Städte quetschen, ohne dass dadurch irgend ein Problem gelöst würde.
Denk Dir mal einfach die Hälfte bis zwei Drittel der PKW weg, dann noch etwas Ordnungspolitik und die gesamte Platzdiskussion löst sich in Luft auf. Fahrräder, ÖPNV, zu Fuß gehen sind mindestens um den Faktor 5 platzsparender. Das heißt, dass sich auch die Brennpunkte (Radparkplätze an Bahnhöfen etc.) mit viel geringerem Aufwand entschärfen ließen. Selbst wenn jeder, der sein Auto verkauft, dafür 2-3 Räder kauft, geht die Rechnung noch auf.
Nein, die Fahrräder sind nicht das Problem. Das Problem sind viel zu viele Autos.
 
Ich glaube, Ich habe noch nie ein Fahrrad auf der Fahrbahn am Rand parken sehen. Fahrrad Parkflächen mal ausgenommen.
Bürgersteig und nah an der Fahrbahn, klar, aber nicht auf der Fahrbahn.
Entsprechend großes und volles Lastrad, kannstu schon auf die Idee kommen. Wir haben hier die Situation, daß im ganzen Ort kein Radweg existiert. Wenn überhaupt, dann Fußwege, auf denen Du in Schrittgeschwindigkeit fahren,, darfst''. Für nen Kaminkehrer natürlich Unfug. Andere Hanwerker werden hier, nach der Umstellung auf Fahrrad, ähnliche Probleme bekommen.
 
Schon jetzt ist es in der verdichteten Innenstadt zeitweise fast unmöglich einen Parkplatz für normale Räder zu finden - zumindest einen sicheren Abstellort an dem das Bike fest angeschlossen werden kann.

Wenn jetzt ein reales Parkverbot kommen wird - fragt sich wie erstmal sowas kontrolliert werden kann. Nicht jedes E-Bike hat ein Kennzeichen. Und Lastenräder sind groß, schwer und nicht mal eben einfach fortgebracht. :sneaky:
Dürfte wohl so nicht Realität werden.
 
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Wenn jetzt ein reales Parkverbot kommen wird - fragt sich wie erstmal sowas kontrolliert werden kann.
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Dann bekommen einfach nur die (Lasten)-Räder ein "Ticket", die beschriftet sind, z.B. die Logistiker wie UPS, DHL, GLS, etc,pp und alle weiteren Firmen, die heute schon auf Lastenräder setzen und diese beschriftet haben.
 
...und die meisten Firmen setzen doch bewußt auf die werbewirksame Beschriftung der Cargo Radl :cool: wenn dass dann mal nicht nach hinten losgeht...
 
[Ironiemodus an]
Was setzen diese modernen Hipsterfirmen auch auf diese komischen Cargobikes. Selber Schuld. Die sollten sich einen Verbrenner-Transporter kaufen und so die Automiobilindustrie unterstützen, damit Herr Scheuer weiterhin seine Parteispenden bekommt. Wer die Musik bezahlt, der darf auch bestimmen, was gespielt wird. Verkehrswende muss bei den anderen anfangen, aber nicht bei mir!
[Ironiemodus aus]
 
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