Solaranlage zum laden von Pedelec-Akku

Du agierst als Energieversorger und musst den Nachbarn ein tragfähiges Angebot machen
im Prinzip ist das nur innerhalb des selben Gebäudes möglich, z.B. wenn man im Dachgeschoss Studententimmer vermietet, dann kann man auch eigene Stromzähler einbauen und abrechnen... Nachbargrundstücke mit zu versorgen ist durch das Baurecht begrentzt, da geht nicht alles, Kabel über oder unter der Straße verlegen ist meist nicht gestattet, komischerweise gibt es da aber auch Ausnahmegenehmigungen.
Kleine lokale Stromnetzte würden oft sinn machen, zB. Biogasstrom und PV von der Agrargenossenschaft direkt im Dorf zu verteilen über ein Genossenschaftsmodell. PV Strom vom Dach direkt an die Mieter verkaufen ist leider auch nicht so ganz einfach. So alternative Versorgungskonzepte versuchen die großen Energiekonzerne und Netzbetreiber leider zu verhindern.
Einen Netzanschluß zu haben und trotzdem viel eigenen PV Strom zu nutzen ist vernünftig. Ich habe ja auch nicht verlangt das alle in den Inselbetrieb gehen sollen.
Im Bereich Lastmanagement kann man einiges tun um den selbst erzeugten PV Strom eben dann zu verbrauchen wenn er gerade ausreichend vorhanden ist. Überschuß der sich mit der schlechten Einspeisevergütung nicht rechnet kann man in einen Warmwasserspeicher stecken, oder eben in den 2.Akku vom Pedelec.
 
? Da sind halt Batterien drinnen, das hat uns geholfen die Auslastung deutlich zu erhöhen.

Gut, macht nur Sinn wenn man den Speicher nutzen kann, bzw eh hat.
 
im Prinzip ist das nur innerhalb des selben Gebäudes möglich, z.B. wenn man im Dachgeschoss Studententimmer vermietet, dann kann man auch eigene Stromzähler einbauen und abrechnen...
Von einem Luxemburger habe ich gehört, dass dort eine direkte Verrechnung von Einspeisung und Verbrauch möglich ist. Man kann also über die eigene PV das Haus der Schwester in der Nachbarstraße mitversorgen. Netzdurchleitungsentgelte werden erst ab einer gewissen Mindestdistanz fällig. Das klang alles total vernünftig und praxisnah.

Details oder Quellen dazu habe ich leider nicht.

t.
 
Dazu:

 
Der Trick
mit der schlechten Einspeisevergütung
ist, einfach so günstig zu bauen, dass man auch bei 100% Netzeinspeisung in die Gewinnzone kommt.

Bei meinen Eltern haben wir 2022 eine Anlage gebaut, zum ungefähr dreifachen Materialpreis von heute.

Ich habe mit meinem Bruder alles auf dem Dach gemacht und die Kabel bis in den Keller gezogen, dort hat alles der Elektriker gemacht. Ohne Akku kommen wir auf Gestehungskosten von ca. 3,5 ct/kWh, das bedeutet an jeder eingespeisten kWh sind 4,5 ct verdient.
Den Akku mit eingerechnet sind die Gestehungskosten natürlich etwas höher, aber eingespeist wird ja auch nicht aus dem Akku.


Natürlich kann nicht jeder eine Anlage selbst bauen, aber a) ist das Material wie gesagt unfassbar viel günstiger geworden und b) hilft Preise vergleichen... Ein Freund hat bauen lassen, ich habe die Angebote gecheckt. Die Spanne dazwischen war gigantisch.
 
Die Preise sind für alle Komponenten im Keller, Module, WR, Speicher… Haufen Restposten Unterkonstruktion verfügbar usw. usf.
Da ist bereits eine kleine Blase geplatzt.
Erinnert an den Fahrradmarkt.
 
Aktuell läuft eine imho sinnvolle Petition zu den geplanten Einspeiseentgelten.
Liebe Freund*innen,

ich habe gerade die Petition 'Finger weg von der Photovoltaik!' auf WeAct unterschrieben und würde mich sehr freuen, wenn ihr auch mitmacht.

Je mehr Menschen die Petition unterstützen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Erfolg hat. Hier könnt ihr mehr erfahren und unterzeichnen:

https://weact.campact.de/petitions/...m_medium=recommendation&utm_source=copy_email
Keine Ahnung in wie weit sich das Richtung BKW auswirken wird. Aber in die Richtung ist ja die Normung bereits sehr aktiv (IEC 60364‑7‑751 & VDE 0100 751). Wäre auch eine Beteiligung wert.
 
Zuletzt bearbeitet:
ist, einfach so günstig zu bauen, dass man auch bei 100% Netzeinspeisung in die Gewinnzone kommt.
mich ärgert daran halt, das der Strom ja gebraucht wird. Dem Endkunden greift man seit Jahren immer tiefer in die Tasche bei der kWh Netzstrom. Durch das dubiose politisch aufgeblasene System, mit An- und Verkauf, Durchleitungsgbühren und Steuern und Abgaben, ist der Strommarkt total kaputt. Dem Erzeuger von PV Strom könnte man vernünftige Preise bezahlen und den Strom für den Endkunden auch deutlich billiger machen, wenn wir nicht ständig neue bürokratische Hürden aufbauen würden.

Bei der BKW Einspeisung über den Schuko-Stecker, braucht es eine vernünftige Lösung. Als Elektrofachkraft sehe ich diese Variante als zu gefährlich an. Zum einen sind Schukostecker und Dosen nicht für Dauerbelastung zugelassen, zum anderen ist es eben unlogisch das auf einem Stecker Spannung anliegt statt an der Dose. Hier ist der Berührungsschutz nicht gewährleistet. Unser Stromnetzt war bisher nicht Bidirektional ausgelegt, und da braucht es Anschlußtechnik die für den Laien im Haushalt, wie auch für die Elektrofachkraft ungefährlich sind.
 
Vorsicht.

Der Wettbewerb am Strommarkt funktioniert und auch Du als Verbraucher kannst über einen variablen Tarif daran teilhaben. Mit allen Risiken. Wir sprechen uns im Winter…

Industrie bzw. Großverbraucher sind von bestimmten Gebühren befreit, die den Verbrauchern aufgeschlagen werden. Das ist eine politisch gewollte Verzerrung, die nichts mit Wettbewerb zu tun hat.

Als Einspeiser von PV-Strom bekommst Du aktuell oft mehr Geld als Dein Netzversorger, wenn Du in Zeiten negativer Preise einspeist.

Es gibt über bestimmte Anbieter die Möglichkeit, Deinen Gewinn zu steigern, indem Du den Zeitpunkt der Einspeisung verschiebst. So genau bin ich da aber noch nicht im Thema.

Was nicht funktioniert, aber da sind die Bayern vor: Deutschland ist eine Stromzone, obwohl es in Verbrauch und Erzeugung massive Differenzen zwischen Norden und Süden gibt. Die Skandinavier gehen deshalb bereits auf die Barrikaden.
 
Der Wettbewerb am Strommarkt funktioniert und auch Du als Verbraucher kannst über einen variablen Tarif daran teilhaben
ja und nein, bei mir hängt das alles an einem sehr kleinen lokalen Netzbetreiber, wir haben noch Stadtwerke, die betreiben ein Gaskraftwerk, und lassen Fremdanbieter nur gegen sehr hohe Gebühren in ihr Netzt. Einige billig Stromanbieter beliefern micht deshalb nicht.
Deinen Gewinn zu steigern, indem Du den Zeitpunkt der Einspeisung verschiebst.
Das geht nicht beim kleinen Mann. Dafür ist leider die Technik nicht vorhanden, der Netzbetreiber muß intelligente Stromzähler einbauen, und die kosten Geld, sowiet ich gehört habe muß dann auch der Anschlußinhaber einen Internetanschluß für den Zähler bereitstellen.
 
ja und nein, bei mir hängt das alles an einem sehr kleinen lokalen Netzbetreiber, wir haben noch Stadtwerke, die betreiben ein Gaskraftwerk, und lassen Fremdanbieter nur gegen sehr hohe Gebühren in ihr Netzt. Einige billig Stromanbieter beliefern micht deshalb nicht.

Das geht nicht beim kleinen Mann. Dafür ist leider die Technik nicht vorhanden, der Netzbetreiber muß intelligente Stromzähler einbauen, und die kosten Geld, sowiet ich gehört habe muß dann auch der Anschlußinhaber einen Internetanschluß für den Zähler
Es gibt Anbieter die den intelligenten Zähler stellen. Und praktisch jeder hat doch einen Router und kann einen Switch und ein Kabel einbauen? Größere PV (also größer als BKW) hängen ohnehin am Nerz, damit Updates und das ganze Mäubo auf dem Handy funktionieren.
 
Über das Jahr und alle angeschlossenen Verbraucher betrachtet hat das Stromnetz einen Menge zu leisten. Ohne Regeln wird es da nicht gehen, weil es immer findige Leute gibt, die Lücken zu ihrem Profit ausnutzen.
Andersrum betrachtet: Wir kommen auf gut 100€ Strombezugskosten pro Monat für EFH, zwei Personen, Wärmepumpe, E-Auto, Multibalkonkraftwerk, bei sehr moderatem Invest da viel Eigenleistung. Da sind die Optimierungsspielräume nicht mehr groß, sie befriedigen eher den sportlichen Ehrgeiz. Wir sind da super zufrieden mit und das würde ich mir für andere auch wünschen.
Bei dem Verbrauch einer kleinen Wohnung rechnen sich viele Ding nicht, müssen es bei den Kosten aber auch nicht. Spannend wir da noch die Umstellung auf nachhaltige Heizenergieversorgung ohne dass sich wieder jemand daran bereichert.
 
zum anderen ist es eben unlogisch das auf einem Stecker Spannung anliegt statt an der Dose. Hier ist der Berührungsschutz nicht gewährleistet.
Doch, der Berührungsschutz ist gewährleistet. Der Wechselrichter geht innerhalb von Millisekunden in den sicheren (Aus-) Zustand, wenn er keine Netzfrequenz mehr sieht.

Und dieser bescheuerte proprietäre Stecker der da Mal im Gespräch war, kostet ja alleine schon so viel wie ein Balkonkraftwerk, da ist er noch nicht angeschlossen.

Super elegant finde ich die Lösung nicht, mir fällt aber keine bessere ein, ohne den Spielraum der Balkonkraftwerke vollends einzuschränken und sie der kompletten Sinnlosigkeit auszuliefern.
 
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