Solaranlage zum Akkuladen von E Bike

Hallo,
Nachdem ich mich auf dem Load 60 langsam eingefahren hab e, interessiert mich ob hier jemand Erfahrung mit Solarpanelen hat. Würde gern auf Reise mobil nachladen.
Das Ladegerät hat 36 v das sollte doch irgendwie machbar sein oder?
Vielleicht hat der ein oder andere ja auch interessante an einerAnlage für unterwegs oder zu Hause.
Brainstorming.....

Drive Hard Drive Cargo

Mfg
 
Prinzipiell kann man mindestens drei 12V Panels in Reihe schalten und das normale Ladegerät benutzen. Die meisten Ladegeräte machen das mit.
Auf gute Kühlung achten! Wegen der kleineren Spannung bekommen die Eingangskomponenten mehr Strom ab als sonst.
Diese Lösung ist sehr einfach aber auch relativ ineffizient.
Ansonsten brauchst du sowas: https://www.amazon.de/Droking-Solar...1_6?keywords=boost+mppt&qid=1568604649&sr=8-6
Damit kannst du auch aus einem 12V Panel einen 36V Akku laden.
Wenn du wirklich Strecke machen und autark sein willst, wirst du >200W Solarleistung brauchen.
 
Ich habe auch vor, meine Akkus (Akkuschrauberakkus, Mobiltelefonakkus & Fahrradakku) mit der Kraft der Sonne zu laden. Ich werde mir eine sogenannte Insellösung oder autarke Solaranlage anschaffen. eine für mich akzeptable Lösung kostet rund 800,-€. Da ist dann ein Panel dabei, ein Laderegler, ein Pufferakku & ein Wechselrichter mit 230V~ Ausgang (ggf. muss der Wechselrichter extra gekauft werden). Jedenfalls stecke ich dann in den Wechselrichter das gerade benötigte Ladegerät ein.
Es gibt diverse Seiten im Web, die solche Lösungen erklären und anbieten.
 
Da ist dann ein Panel dabei, ein Laderegler, ein Pufferakku & ein Wechselrichter mit 230V~ Ausgang
Das ist die maximal ineffizienteste Art es zu machen. Wenn der Strom für deine Werkzeugakkus vorher durch Bleiakkus und Wechselrichter geht, hast du weder der Umwelt noch deinem Portmonnaie einen Gefallen getan.
 
@Sanktnelson
Hättest Du eine bessere Idee? Ich dachte, auch wenn es der Wirkungsgrad im Keller ist, das alles ja immer noch von der sonne geladen wird. Die scheint ja fast immer.
 
Ja, siehe oben. Mit dem passenden Regler den Werkzeugakku oder Fahrradakku direkt laden.
Das Problem an der Insellösung mit Pufferakku ist nicht die Effizienz - die ist zwar unterirdisch schlecht, das macht aber nichts, weil die Sonne keine Rechnung schickt.
Aber dein Pufferakku verschleißt und bestimmt damit maßgeblich den Preis pro kWh sowie den ökologischen Fußabdruck. Und beides wird höher sein als Strom aus der Steckdose, zumindest mit Bleiakkus. Und mit Lithiumakkus als Puffer kannst du deine Investitionskosten mindestens verdoppeln.
Alternativ schließt du zwei Solarzellen mit Mikrowechselrichter ans Netz an und sorgst dafür, daß deine Akkuladegeräte per Timer nur tagsüber einschalten, damit du den Strom wirklich selber verbrauchst.
 
Rechenbeispiel: 1kWh AGM Akku kostet 200€. Der hält vielleicht 500 Zyklen. Das sind 0,4€/kWh allein an Akkuverschleiß.
 
@Sanktnelson Danke. Soweit habe ich noch nicht gedacht. Habe bisher nur daran gedacht, dass Sonne als Rohstoff unendlich (OK, auch die Sonne stirbt irgendwann mal) zur Verfügung steht und dass dann der Wirkungsgrad zu vernachlässigen ist. An den Akku-Verschleiss habe ich nicht gedacht.
 
Ich erlaube mir zu der Blei-Akku Thematik hier mal einen Widerspruch:
Der Kauf neuer Akkus ist sicher im Bereich der "Bastellösungen" hinsichtlich Kosten und Umwelt/Recycling nicht darstellbar, wie bereits von Einigen hier zurecht angemerkt. Allerdings sind Akuus in beinahe jeder beliebigen benötigen Kapazität als gebrauchte Ware vor dem Recycling zu bekommen. Ich habe mehrere PV- und Windkraftpuffer im kleinen Scale mit aufgebaut und wir haben auf gebrauchte 12 Volt Blei-Säure Akkus aus dem LKW Bereich zurückgegeriffen. Diese werden gerade bei großen Speditionen und Fuhrparbetreibern nach Betriebsdauer und nicht nach nachlassender Kapazität ausgetauscht. Die tatsächliche Kapazität liegt oft noch bei 60-70% und das bei Anfangsvolumina von mehr als 200Ah. Ein Unterschreiten der Spitzenspannung von i.d.R. 14,4V runter bis auf 10,x wird von vielen neueren komplett digital gesteuerten Wechselrichtern toleriert, ansonsten hilft ein Vorschalttransformator.
Ich will nicht verschweigen, dass für die Abnahmen und übrigens auch den Transport von Akkus ein Entsorgungsnachweis geführt werden muss und eine spezielle Transportbefähigung in einem gesicherten Fahrzeug nachgewiesen werden sollte (schreib ich jetzt hier mal Pro Forma).
Wer Kontakte zu Organisationen des Katastrophenschutzes oder der Bundeswehr hat, kann sich übrigens auch nach Starterbatterien von großen Notstromaggregaten umschauen; das sind mittlerweile oft Bleigel-Akkus (längere Haltbarkeit, größere Zyklenzahl, tiefere Entladbarkeit); auch diese werden oft aus Gründen der Betriebssicherheit alle paar Jahre ausgetauscht und ich habe schon praktisch neuwertige Akkus gegen ein nettes Dankeschön (und ich meine hier nichts als ein Lächeln) ausgehändigt bekommen. Bei einer größeren Anzahl als Starterbatterien erworbenen Akkus hat der Erwerber je Akku übrigens 7,50€ Pfand bezahlt. Wenn er die von euch haben möchte, lasst euch eine Quittung ausstellen und Ihr bekommt das Geld zurück, wenn ihr den Akku bei einem Entsorgungsbetrieb abgebt, wenn ihr ihn nicht mehr braucht.
Bewährt hat sich das Einlagern(regelmäßig durchladen) von einigen Reserveakkus vom gleichen Typ/gleicher Kapazität um Ausreisser in der Spannung auszutauschen, das ist aber nur beim Pooling relevant, also dem Zusammenschließen mehrer Akkus zu einem Speicher. Bei den oben genannten Leistungsanforderungen reicht hier ja ein mittelgroßer Akku der halbverschlissen ankommt sicherlich für drei bis fünf Jahre, der kann danach dem Recycling zugeführt werden und durch einen auf selbem Wege beschafften ersetzt werden.
Rückfragen oder Kritik? Gerne- Antwort kann aber immer ein paar Tage dauern.
 
Ja, wenn man Zugang zu solchen Sonderangeboten hat, kann das mit der Wirtschaftlichkeit hinkommen. Trotzdem ist es von Vorteil, direkt in den Zielakku zu laden statt über den Umweg Pufferakku. Selbst wenn man sich nur den Beschaffungsaufwand und Platz für Bleiakkus und Wechselrichter spart. Das gesparte Geld kann man dann in mehr Solarzellen investieren und bekommt den Akku sogar schneller voll als mit dem original Ladegerät (tagsüber).
 
Macht es dann deiner Einschätzung nach mehr Sinn, einen ggfs. Zeiten 2. Fahrakku zu kaufen statt eines Puffers wenn man sonst nachts laden wollen würde? Also nicht einen Puffer und damit am Abend den Fahrakku sondern Tags den 2. Akku und den tauschen?
 
Wenn man täglich fährt, geht es kaum anders.
Der 2. Akku ist natürlich ein schwerer Schlag für die Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems, je nach Preis. Die Rechnung geht nur auf, wenn man so viel fährt, das man die Akkus wirklich verbraucht anstatt daß sie einfach nur wegaltern. Dafür müsste man vermutlich schon auf 200 Ladezyklen im Jahr kommen wenn man 1000 bis 2000 Zyklen und etwa zehn Jahre als Lebensdauer für Akkus annimmt.
Ich komme z.B. nur auf etwa 1 Zyklus pro Woche (5km Arbeitsweg).
Besser als via Pufferakku ist es aber allemal. Mit Pufferakku bezahlt man jeden Zyklus doppelt, mit 2. Fahrakku zahlt man vielleicht 50% drauf wenn man die 2000 Zyklen in 10 Jahren nicht vollbekommt.
 
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