Sicherheit beim Fahren in der Nacht

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Moin zusammen!

Ich arbeite gerade an einem Interaktionsdesign-Projekt für Lastenfahrräder, und meine Richtung geht um die Sicherheit beim Fahren in der Nacht.
Deshalb interessieren mich Ihre Erfahrungen beim Fahren in der Nacht oder bei schlechten Sichtverhältnissen. Aber die natürlich nicht nur auf die Nacht beschränkt sind.
Wie machen Sie sich und Ihr Lastenrad zum Beispiel besser sichtbar? Wie kommunizieren Sie Signale an Ihre Umgebung? Was sind Ihrer Meinung nach die potenziellen Gefahren? Oder welche Pain Points müssen Ihrer Meinung nach dringend angegangen werden?...

Ich werde jede Ihrer Antworten ernst nehmen und Sie können gerne über Ihre Erfahrungen hier schreiben.

Vielen Dank im Voraus und ich freue mich über jede Antwort!

Viele Grüße
Levi
 
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Beleuchtung (aktuelle ordentliche LED-Leuchten) und Reflektoren nach STVZO, und hoffen dass die Autofahrer die Augen aufsperren. Ansonsten hilft ordentliche Straßenbeleuchtung.
 
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Beleuchtung (aktuelle ordentliche LED-Leuchten) und Reflektoren nach STVZO, und hoffen dass die Autofahrer die Augen aufsperren. Ansonsten hilft ordentliche Straßenbeleuchtung.
Die Hoffnung habe ich auch, gehe aber immer davon aus, dass ich nicht gesehen werde und fahre entsprechend. Offensiv nach außen (schnell, raumgreifend, selbstbewusst), aber defensiv nach innen (bremsbereit!, mit Abstand).

t.
 
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Ich schließe mich meinen Vorschreibern an.

Außerdem versuche ich, für alle Schwachmaten da draußen mitzudenken (nicht so sehr im Sinne von vorausschauend, sondern eher Perspektivwechsel ("Wie sieht der andere mich? Kann er mich überhaupt sehen/erkennen/als Radler wahrnehmen?").
 
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Ich habe speziell am Lastenrad noch vorne und nach hinten weiße / rote LEDs unterhalb der Ladefläche.
Der Rest ist wie alle anderen sagen, sichtbar und offensiv fahren, aber defensiv verhalten. Passive Aggressivität nenne ich das
 
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Ich selber habe leider nicht so Lust Leuchtkram anzuziehen, obwohl das mehr Sicherheit bedeuten würde. Dafür hat mein Long John vorne eine ordentliche Leuchte und hinten sogar ein Rücklicht mir wirklich simpler Bremslichtfunktion. Außerdem habe ich zusätzlich zu den Serienreflektoren an meinem Long John noch schöne reflektierende Aufkleber an dem Rad angebracht, die die Konturen des Rades etwas nachzeichnen. Breite und Länge des Rades sollten zur Geltung kommen, wenn das Rad angestrahlt wird.

Ähnlich habe ich das auch mit meinem Longtail gemacht.

Auf meinen Lastenrädern fühle ich mich nachts sicherer, als beispielsweise auf meinen Rennrädern. Aber die haben dann auch nur notdürftig Stecklichter und wenn ich damit nachts fahre, war ich einfach zu lahm ;)
 
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Reflektierende Kleidung in jedem Fall. Außerdem nutze ich eine zusätzliche batterie/Akku-betriebene Leuchte am Lenker, da das Frontlicht am 20er logischerweise sehr tief positioniert ist.
Und wie @jgorres schon sagt, gehe auch ich IMMER davon aus, NICHT gesehen zu werden.
 
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Die Vorredner haben schon alles wichtige gesagt, vernünftige Beleuchtung am Rad und Reflektoren.

Als mein Sohn begann aktiv am Straßengeschehen teilzunehmen, habe ich nochmal mit einem anderen Blickwinkel auf das Thema Sichtbarkeit eines Radlers geschaut. Was die Sichtbarkeit in meinen Augen extrem gesteigert hat war eine Stirnlampe am Helm. Das ist wahrscheinlich gar nicht StVO-konform, aber das ist mir wurscht... Ich habe an Sohnis Helm ein Modell montiert, das hinten am Batteriefach noch eine rote Leuchte hat, somit ist auch Sichtbarkeit nach hinten verbessert. Die eigentliche Lampe ist auf die geringste Beleuchtungsstärke gestellt und nach unten gedreht. Wirkt Wunder in der Wahrnehmung.
 
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Also mal ganz ehrlich, alles was zusätzlich an sich oder ans Rad montiert wird, ist meistens, Dank der StVO aus dem letzten Jahrhundert, verboten. Es bleiben dementsprechend doch nur passive Möglichkeiten, in der Form von den verschiedensten Reflektoren/ Reflektorfolien, um auf sich aufmerksam zu machen.

... und wenn über mir eine Drohne fliegen würde, die mich mit einem Flutlichtstrahler beleuchtet, dann würden mich immer noch etliche Kfz-Nutzende übersehen!!!!111!!!elf!!1!11 ;)
 
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Ich frage mich nochmal kurz, haben Sie außer dem Beleuchtungsproblem noch etwas anderes Unangenehmes erlebt? Wenn ja, können Sie bitte kurz beschreiben:)
 
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Warum sollen eigentlich mal wieder wir Radfahrer selber für unsere Sicherheit sorgen?
Wenn sich ALLE Verkehrsteilnehmenden an das Sichtfahrgebot halten würden, wäre schon viel erreicht.

Straßenverkehrs-Ordnung (StVO)
§ 1 Grundregeln​


(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
(2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.
Schön wäre es. :(
 
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@LeviZZZ Nimm Dir Zeit uns lese doch mal folgende Threads:

Hier sind sehr viele Presse-Berichte, über die unfähige Politik, die gerne "müsste" oder "sollte" sagt und selten "machen". Dabei ist machen wie wollen, nur geiler ;)

Oder hier:
Oder hier:
Oder hier:
Oder hier:
Oder hier:
Oder hier:
Oder hier:
Oder hier:
Oder hier:
Oder hier:
Oder
Oder
Oder

Ich finde, du machst es dir sehr einfach, uns hier "arbeiten" zu lassen. Du hast dich heute angemeldet, greifst quasi Infos ab und vermutlich ist danach das Forum für dich schnuppe. Gib doch mal Infos über Dich preis.
 
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Ich frage mich nochmal kurz, haben Sie außer dem Beleuchtungsproblem noch etwas anderes Unangenehmes erlebt? Wenn ja, können Sie bitte kurz beschreiben:)
Lieber LeviZZZ, dann habe ich auch zwei kurze Frage:

Was unterscheidet denn aus Deiner Sicht das Fahren am Tag vom Fahren in der Nacht, wenn nicht die Lichtverhältnisse - aktiv und passiv, sehen und gesehen werden?

Und was macht deiner Meinung nach den Unterschied zwischen Lastenradfahren und “normalem” Radfahren bei Nacht aus?

Abgesehen von der Bauart der Fahrräder, sehe ich dort keinen. Lastenräder sind meistens länger und benötigen daher u. U. mehr geeignete, seitliche Reflektoren, und ihre Frontleuchten sind aufgrund der kleineren Reifendurchmesser häufig niedriger angebracht. Daher sind ggf. zusätzliche Lampen (Helm/Lenker) empfehlenswert.
 
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Seitdem ich weite Strecken mit dem S-Pedelec nachts fahre, habe ich mir auch eine Leuchtjacke von Decathlon gekauft, die ausserdem noch wirklich gut ist mäßigem Wetter.
Was in Gegenden mit Gassigehern und Fußgänger auch gut ist, ist eine Bluetooth-Box mit dezenter Musik. Macht Spaß beim Fahren und die Menschen hören einen früher kommen.
 
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Das Problem sind in der Hauptsache Kreuzungen. Da kommt oft erst mal viel Fahrrad bevor ich was sehe. Da helfen eigentlich nur ein guter Scheinwerfer (leider viel zu teuer, unverschämt teuer) oder Reflektorfolien am Rahmen.
 
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Hallo,

nachdem die blinkenden Leuchten am Fahrrad ja (leider) mittlerweile verboten sind, habe ich die gesetzeskonform in Form eines Oberarmbandes in Betrieb. Ich fühle mich damit in der Dunkelheit wesentlich wohler. Und ganz aktuell habe ich jetzt noch einen Lumos-Helm mit Frontlicht, Bremslicht und Blinkern angeschafft. Allerdings habe ich die Leuchtelemente mangels Nachtfahrten bisher noch nicht in der Praxis getestet. Ach ja, Fernlicht ist auch sehr hilfreich. Am Fully habe ich eine Supernova M99. Seither blendet der Gegenverkehr auch ab.

Tschau,
Oli
 
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Es gibt inzwischen auch rucksäcke mit eingebauter beleuchtung bzw. sogar programmierbaren led-matrix-panels, sodass animierte leuchtsignale (analog lumos-helmen) möglich sind. Abgesehen davon, daß es sich natürlich gerade bei rucksäcken mit ihren schlaufen und d-ringen anbietet, dort einfach billigst-led-rücklichter einzuhängen.
 
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