Selbsthilfegruppe Laufradbau

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Hoppelrad Bausatz von @Krischan

Erstmal dachte ich - puh.

Tatsächlich hat es dann nur 1,5 Stunden gedauert.
Kleine Wehmutstropfen:
Ich habe ausgerechnet über dem Ventil gekreuzt wie ein Anfänger.
Habe mir einem Nippelsammelsurium arbeiten müssen. 10 der Nippel haben einen längeren Schaft. Macht für die Spannung keinen Unterschied, führt aber bei den kurzen Speichen zu unschöner Biegung. Ich könnte das tauschen, aber eventuell hält es so besser, denn der Winkel der kurzen Speichen ist schon krass.

Jetzt muss ich noch irgendwie zentrieren. Die Achse passt nicht auf meinen Zentrierständer und wie sollte ich den auch einstellen? Werde es grob im Schraubstock versuchen.
 
Drei Anläufe habe ich gebraucht. Im ersten habe ich zu schnell angezogen und habe das Laufrad weder rund bekommen noch mittig.

Im zweiten Anlauf habe ich das Laufrad schön rund bekommen und die Speichenspannung war super gleichmäßig, aber das Rad 3mm zu weit links. Beim Versuch, es noch rüber zu ziehen, ist dann ein Nippel gerissen - beim Tausch per Saitenschneider hat sich das ganze Laufrad wieder krumm gezogen, so dass ich lieber nochmal angefangen habe.

Beim dritten Versuch hat’s dann - sogar recht zügig - mit der Mittigkeit und mit dem Schlägen ganz gut hingehauen.

Was ich allerdings nicht hinbekommen habe, ist das Zentrieren nur per festziehen. Ich musste schon immer mal auch Nippel wieder lösen. Meint ihr das ist schlimm?

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Weiß ich nicht, in der Anleitung vom Zentrierständer steht das so und ich meine das auch an anderen Ecken aufgeschnappt zu haben.
 
So einen Satz Regeln, deren Sinn oder Unsinn ich nicht recht beurteilen konnte, hatte ich zu Beginn auch im Kopf.

Dieser hier kommt - glaube ich - aus der Reparatur- und Nachzentrierecke. "Eine Speiche kann sich nur gelöst, nicht selbst festgezogen haben. Ergo ....".

Den kann man sich - in Kombination mit "Erst mal lange gucken und zupfen und eine Idee entwickeln" - mal im Hinterkopf behalten, wenn man ein Rad mit Schlag nachzentrieren will.
Oft sind es nur 1 oder 2 Speichen und es ist wieder gerade Man kann aber auch enthusiastisch an fast allen Speichen drehen ;-)

Der Satz ist aber dann logischerweise wieder ungültig, wenn man leider doch am falschen Ende angefangen hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Unterschied liegt wohl darin ob es sich um Neubau oder Reparatur handelt.
Wenn nach dem Spannen beim Neubau meine Felge nicht da steht wo sie soll, dann kann ich natürlich auch mal alle Speichen auf einer Seite etwas lockern.
 
So einen Satz Regeln, deren Sinn oder Unsinn ich nicht recht beurteilen konnte, hatte ich zu Beginn auch im Kopf.

Dieser hier kommt - glaube ich - aus der Reparatur- und Nachzentrierecke. "Eine Speiche kann sich nur gelöst, nicht selbst festgezogen haben. Ergo ....".

Den kann man sich - in Kombination mit "Erst mal lange gucken und zupfen und eine Idee entwickeln" - mal im Hinterkopf behalten, wenn man ein Rad mit Schlag nachzentrieren will.
Oft sind es nur 1 oder 2 Speichen und es ist wieder gerade Man kann aber auch enthusiastisch an fast allen Speichen drehen ;-)

Der Satz ist aber dann logischerweise wieder ungültig, wenn man leider doch am falschen Ende angefangen hat.
Ich glaube, das kommt vor allem von der Reproduzierbarkeit. Wenn man eine Speiche anzieht, verdreht man sie erst ein gutes Stück, bevor irgendwann der Nippel auf der Speiche im Gewinde anzieht. Wenn man sie löst, löst man erst die Verdrehung, verdreht sie umgekehrt, und löst dann die Verschraubung. Aber um welchen Winkel ist die Speiche verdreht? Dreht man die erste Umdrehung nur die Speiche hin und her? Oder eine halbe?

t.
 
Was ich allerdings nicht hinbekommen habe, ist das Zentrieren nur per festziehen. Ich musste schon immer mal auch Nippel wieder lösen. Meint ihr das ist schlimm?
Das ist total normal und vollkommen legitim. Für mich ist das sogar einer der Gründe, normale Messingnippel mit Leinöl zu verwende anstatt diese selflock Nippel (oder wie die heißen). Durch das Leinöl lassen sich die Nippel schön leicht drehen. Dadurch verdrehen sich die Speichen kaum beim lösen bzw. anziehen. Nach ein paar Tagen wird das Leinöl fest und wirkt wie eine leichte Schraubensicherung.
 
Ich glaube, das kommt vor allem von der Reproduzierbarkeit. Wenn man eine Speiche anzieht, verdreht man sie erst ein gutes Stück, bevor irgendwann der Nippel auf der Speiche im Gewinde anzieht. Wenn man sie löst, löst man erst die Verdrehung, verdreht sie umgekehrt, und löst dann die Verschraubung. Aber um welchen Winkel ist die Speiche verdreht? Dreht man die erste Umdrehung nur die Speiche hin und her? Oder eine halbe?

t.
Ne, ich denke, was Du beschreibst, ist ein anderer Aspekt. Mit dem man anders umgeht.

Erst einmal tritt das signifikant bei dünnen Speichen und hoher Spannung auf. Nippel und Speichen ölen und es startet später.

Du kannst Fähnchen an die Speichen kleben und siehst genau was los ist. Ich war da immer viel zu faul. Man kann mit einer kleinen Flachzange gegenhalten. Und man kann mit jedem Drehen Überdrehen und Gegendrehen. Nach etwas Übung klappt das gut.
 
Durch das Leinöl lassen sich die Nippel schön leicht drehen. Dadurch verdrehen sich die Speichen kaum beim lösen bzw. anziehen. Nach ein paar Tagen wird das Leinöl fest und wirkt wie eine leichte Schraubensicherung.
Ich habe lange anderes Öl verwendet, weil ich das mit der Sicherung für überbewertet halte. Aber Leinöl ist dennoch das Richtige und das Trocknen desselben hat andere, sinnvolle Funktionen:
- Da ist nix mehr ölig und fängt Staub
- es dichtet und schützt vor eindringendem Wasser (Korrosion)
 
- es bildet mit Rost Eisenmennige und schützt vor weiterer Korrosion (OK, bei Alu und Messing ist das weniger relevant)
 
edit: Es folgt Quatsch, gerne ignorieren
Mein letztes Laufradbauprojekt ist leider von schon vorhandenen Laufrädern gestoppt worden, jetzt steht etwas neues, noch theoretisches an.
Für das neue Mini-Velo der Frau soll es eine 2gang-Nabe im 20" Laufrad werden. Die Nabe wird voraussichtlich 32 Löcher haben, mangels Belastung (Frau wiegt nur einen Zentner) und Verfügbarkeit von leichten 20"-Felgen mit 32 Loch stellt sich mir die Frage:

Kann man bei einer 32-Loch-Nabe sinnvoll weniger Speichen nutzen und welche Zahl böte sich da an?
 
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