SAYLEcycle "№"

Weder wird hier irgendetwas "suggeriert" noch werden irgendwelche "Erwartungen" geweckt - jede:r kann seinen Fuhrpark so nutzen, wie er/sie es für richtig hält, deswegen suggerieren die anderen nix.
Hast du das Video überhaupt angeschaut? Damit wir eine Diskussiongrundlage haben:

Wenn ein Rad deine Erwartungen nicht erfüllt, brauchst du es ja nicht nehmen.
Das ist etwas das man erst feststellen kann wenn man das Fahrrad schon gekauft hat. Gibt der Hersteller eine Rückgabe-Garantie? Ich meine nein.
 
Frag ihn doch einfach! Er hat den Thread hier selbst erstellt und war bisher sehr auskunftsfreudig.
 
Hast du das Video überhaupt angeschaut? Damit wir eine Diskussiongrundlage haben:


Das ist etwas das man erst feststellen kann wenn man das Fahrrad schon gekauft hat. Gibt der Hersteller eine Rückgabe-Garantie? Ich meine nein.
Der MDR freut sich über die plötzliche Verbreitung seiner Sendung:D

Wenn man ahnungslos in den Baumarkt stolpert und sich ein Fahrrad nach der Rahmenfarbe aussucht, kann es durchaus sein, dass es hinterher die Erwartungen nicht erfüllt. Wenn aber Kunden zu einem Kleinserienhersteller bzw. einer Manufaktur wie die des Herrn Sayle gehen, haben sie üblicherweise eine recht genaue Vorstellung davon, was sie dort suchen. Da gibt es vor dem Kauf genügend Möglichkeiten, sich über die Überlappung zwischen eigenen Wünschen und den Fähigkeiten des Rads zu informieren.
Markus
 
Das ist etwas das man erst feststellen kann wenn man das Fahrrad schon gekauft hat. Gibt der Hersteller eine Rückgabe-Garantie? Ich meine nein.
Wie immer bei Sonderrädern wird es sinnvoll sein, das Ding vorher Probe zu fahren. Außerdem bzw. falls das nicht so einfach möglich ist, kann man sich durch gezieltes Probefahren anderer Alternativlösungen auch ein Bild machen, wie diese so funktionieren. Dann kann man sich durch die diversen Foren arbeiten und wird auch dort viel Meinung und viel Erfahrungswerte aufsammeln können...

Und dann hupft man irgendwann ins kalte Wasser und kauft das Ding, oder man lässt es. Und ja, zum gegenwärtigen Zeitpunkt gehört man zu den early adoptern, wenn man sich traut. Hier macht ein mehr-oder-weniger 1-Personen-Unternehmen ein Rad mit einem speziellen Konzept. Das finden viele hier schön. Kritische Diskussion zu dem Rad selbst ist erwünscht und zwar u.a. auch vom Urheber selbst, nehme ich an. Aber es hat wenig Sinn ihn zu beschuldigen er würde versuchen uns was aufzuschwatzen. Wir sind doch hier alle mündige Menschen.
 
Hey, hey wozu der hate? Es sieht super aus, haut mich funktional nicht um, der Erbauer ist aber nett und voller Herzblut, einzelne technische Kritikpunkte teile ich und wünsche ihm trotzdem Erfolg.

Es lässt mich also völlig ambivalent zurück. Würde ich es kaufen wenn ich ein sportliches Cargobike suche? Vielleicht durchaus.

Weil irgendwie jedes meiner Fahrräder weder im allgemeinen noch im speziellen die Beste oder auch nur eine gute Lösung ist, keines vernünftig und ich sie trotzdem alle mag.
 
Wie immer bei Sonderrädern wird es sinnvoll sein, das Ding vorher Probe zu fahren. Außerdem bzw. falls das nicht so einfach möglich ist, kann man sich durch gezieltes Probefahren anderer Alternativlösungen auch ein Bild machen, wie diese so funktionieren. Dann kann man sich durch die diversen Foren arbeiten und wird auch dort viel Meinung und viel Erfahrungswerte aufsammeln können...
Wir die hier im Forum sind können das, andere die nicht so nah am Thema Fahrrad dran sind tun sich da schwer. Ich habe immer wieder mit Leuten zu tun welche in Unkenntnis sich ein bestimmtes Fahrrad gekauft haben weil sie das (vom Verkäufer) empfohlen bekommen haben und keine Erfahrung und keinen Überblick über den Markt haben.
Ein Beispiel von vor 2 Jahren: Eine Bekannte von mir hat sich als Lieferfahrzeug in der Gastronomie für viel Geld ein Lastenrad von ebike4delivery.com gekauft. Ich hatte das "Vergnügen" ein paar km mit dem Rad zu fahren. Eine absolute Katastrophe da die Lenkung durch den hohen Schwerpunkt der Kiste und fehlende Verwindungssteifigkeit so instabil wird, daß es kaum noch beherrschbar ist - und die Kisten waren leer. Sowas im öffentlichen Verkehr zu bewegen sollte nicht erlaubt sein. Die neue DIN EN 17860-2:2025-06 beschränkt sich unter Punkt 5.7 leider auf die Empfehlung "Der Hersteller sollte versuchen, das Risiko des Flatterns zu verringern."

Kann sich noch jemand an das Convercycle Bike von 2019 (Höhle der Löwen) erinnern? Die größte Erfindung seit geschnittenem Brot. Ich fand es auf Anhieb zweifelhaft das Mehrgewicht und 3 seriell geschaltete Kettenantriebe in Kauf zu nehmen nur um die Stellfläche zu etwas verkürzen. Die Lösung eines nicht existenten Problems hat anscheinend nicht genug potentielle Käufer überzeugen können denn die sind inzwischen insolvent und die Webseite nicht mehr erreichbar.

 

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Ich glaube, man sollte hier die Kirche mal im Dorf lassen. Keine Ahnung, wie man zufällig an so ein delivery-Rad kommt, die werden ja nicht mal im normalen Handel vertrieben. Wirkt also so, als hat man sich sehr einseitig informiert (und nicht mal im normalen Fahrradgeschäft).
Das convercycle gab's bzw gibt's ja noch bei fahrrad-xxl, da kann's wohl zu schlechten Beratungen kommen. Das sayle als doch höherpreisiges Kleinserienrad aus Deutschland wird sich aber nicht unbedingt in diese Käuferkreise verirren. Vermutlich gibt's das am Ende in ein paar alternativen Bike-Läden, die Menschen bewusst aufsuchen, und online. Und spätestens bei einer Probefahrt sollte man sich ja bewusst werden, was für ein Fahrrad das ist...

Das sayle fährt sich gut, ich bin's auf der cyclingworld selbst gefahren. Ob man Nutzen dafür hat muss eins selbst entscheiden. Ich habe größere Ladung lieber im Blick, für mich wäre es wohl eher nichts. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass das für andere sehr angenehm sein kann, wenn sie dieses Ladevolumen brauchen.
 
Hallo Zusammen,
hier geht es ja rund.
Entschuldigt das ich mich erst jetzt und auch nur kurz zu Wort melde.
( Bin gerade noch im Urlaub und mein Emailpostfach läuft etwas über )

Erstmal vielen Dank das Ihr es euch angesehen habt und auch hier gepostet habt und schon darüber diskutiert.

Ich freue mich über jeden der es probefährt und mir dazu sein Feedback gibt!
Meldet euch gerne bei mir hey@saylecycle.de oder ruft kurz durch und wir finden eine Möglichkeit.

Cheers Marcel

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Es wird im Video suggeriert man könne mit diesem Rad ein Reiserad/Rennrad/MTB/Lastenrad ersetzen. Hier werden falsche Erwartungen geweckt und in Folge Enttäuschung bei Käufern produziert. Mein Lastenrad fahre ich nur dann wenn es wirklich notwendig ist weil schon die breiten Reifen deutlich schwerer laufen als normale Reifen für das Stadtrad. Und der Versuch mit einem Rennrad mithalten zu können wird hoffnungslos scheitern.

Das fällt mir deutlich leichter. Ich finde den geteilten Antriebsstrang nur um den Schwerpunkt des Transportgutes um 10-15cm zu senken unelegant. Darauf kann man verzichten und den Schwerpunkt noch deutlich weiter senken wenn das Transportgut links und rechts angebracht wird. Der Transport von nicht-teilbaren Gütern wie z.B. einem Kühlschrank ist ja mit dem Rad sowieso nicht möglich.

Das Xtracycle wurde übrigens zu Anfang für 400 Dollar verkauft wobei im Verkaufspreis noch eine Spende für Entwicklungshilfeprojekte in der dritten Welt enthalten war.

Hallo H1C

Schade das es bei dir so ankommet wie wenn hier etwas falsches suggeriert wird.
Das Titel Bild des Video stellt die Frage ob es 4 Räder ersetzen kann und die zwei Prüfer testen es gegen und geben Ihr Persönlich Meinung dazu.

Die Umlenknabe ist zum einen da um den Schwerpunkt zu senken und zum anderen um die Lange kette zu Teilen, damit diese nicht so schlägt.

Ich kenne bis dato kein Longtail das keinen Kettenspanner hat, nach meiner Erfahrung machen die ziemliche Geräusche und sind meist extrem schlecht gelagert, deswegen sind sie nicht meine Wahl.

Wegen deiner Theorie zum Beladen und dem Fahrverhalten: Ich würd dich gerne zu einer Probefahrt oder sogar einem vergleichest einladen.
Oder bist du schon einmal ein Lowtail gefahren?

Ich finde hier die Praxis einfacher als die Theorie, auch wenn man im CAD schön sieht wo der Schwerpunkt, bei verschiedenen Radmodellen, hinwandert...

Ich war auch sehr skeptisch ob es den Aufwand wert ist und hab deswegen als erstes einen quick und dirty Prototypen gebaut.... und dann doch weiter gemacht ;-)



pedale on
Marcel
 
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Und es gibt noch einige weiter Möglichkeiten auch mal etwas großes mit dem № zu transportieren, wenn es mal nötig ist ;-).

Unsere Schutzbleche die wir jetzt verbauen sind Wingee-Alu-Profil-Schutzblech die kannst du auch bepacken und
es wird auch bald noch eine Erweiterung der Ladefläche als Zubehör geben ;-).

Wünsch euch eine entspannte Woche

Pedale on
Marcel
 
Ich kenne bis dato kein Longtail das keinen Kettenspanner hat,
Ich habe ein Schubkarrenlastenrad von Christian Kuhtz. Hinter einem normalen Fahrradrahmen kommt ein Gitterrohrrahmen mit als tragendem Teil eingebauter Schhubkarrenwanne, dann ein 20''-Rad. Das hat weder Umlenkgetriebe noch Kettenspanner. Es funktioniert so ganz gut, ein Kettenspanner würde mit aber gut gefallen. Dann käme es nicht so auf die exakte Spannung der Kette an. Aber auch so habe ich wenig Probleme damit gehabt. Einmal ist mir die Kette abgesprungen nachdem in langer Hatz so einen ollen E-Biker niedergerungen hatte - peinlich.
Der Kettenspanner sollte nicht mehr Probleme verursachen als ein Schaltwerk bei der Kettenschaltung.
Bei dem Radstand finde ich die Bodenfreiheit nicht unwichtig, aufsetzen auf einer Bodenunebenheit wäre ja mit Beladung unschön.
Dein Rad ist aber auf jeden Fall hübscher! Zumindest bis ich das Schubkarrenlastenrad mal ordentlich angemalt habe! :giggle:

Cargo bike fire wood.jpg
 
Schau mir ins Profil, Kleiner... ;)
Grömitz, nördl. Lübeck.
hehe
Ich merk schon ich nutze hier zu wenig Funktionen des Forums.
Lübeck ist Tatsache relativ weit oben, ich hab jetzt spontan noch keine Idee wann und wo, aber ich schreib mir des mal auf und überlege mir was.

Wenn sich ein paar Leute finden wäre dann Hamburg eine Option für eine Probefahrt?

VG Marcel
 
Ich kenne bis dato kein Longtail das keinen Kettenspanner hat, nach meiner Erfahrung machen die ziemliche Geräusche und sind meist extrem schlecht gelagert, deswegen sind sie nicht meine Wahl.
Das 8freight hat das Problem der extrem langen Kette durch zwei Umlenkrollen gelöst:
Das gleiche Prinzip, nur besser sichtbar, gibt es bei einigen Liegerädern, zum Beispiel den Bacchetta Giro:
Beide Räder haben trotzdem Kettenspanner, sie haben halt auch Kettenschaltungen ohne horizontale Ausfallenden.
Solche Umlenkrollen gibt es gut gelagert und groß, das macht sie leise und (im Zugtrum) effizient, zum Beispiel bei alligt.nl oder ginkgo-veloteile.de
 
Die Umlenknabe ist zum einen da um den Schwerpunkt zu senken und zum anderen um die Lange kette zu Teilen, damit diese nicht so schlägt.
Ich schätze die Höhe der Ladefläche deines Rades anhand der Bilder auf ca. 28 cm. Nehme ich ein Longtail mit 406mm Hinterrad und WideLoader wie das BTWIN Elops sind ohne konstruktive Verrenkungen 25cm machbar und es ist ein höheres Transportvolumen möglich.

Ein geteilter Anstriebsstrang geht immer mit höherem konstruktivem Aufwand, Mehrgewicht, höheren Kosten, ungünstigerem Verschleissverhalten, geringerem Wirkungsgrad einher. Warum sollte man das wollen wenn es nicht unbedingt sein muß?
Ich kenne bis dato kein Longtail das keinen Kettenspanner hat, nach meiner Erfahrung machen die ziemliche Geräusche und sind meist extrem schlecht gelagert, deswegen sind sie nicht meine Wahl.
Gerade bei Longtails können aufgrund des größeren Abstands Tretlager-Hinterradachse bei Kettenschaltung Kettenblätter und Ritzel frei in allen Kombinationen gefahren werden. Schräglauf spielt hier keine Rolle und die Kette muß nicht nachgespannt werden. Wenn wir eine Nabenschaltung dagegen setzen welche den gleichen Übersetzungsumfang hat, dann bleibt nur die Speedhub. Und die ist sicher nicht leiser als eine Kettenschaltung.
Wegen deiner Theorie zum Beladen und dem Fahrverhalten: Ich würd dich gerne zu einer Probefahrt oder sogar einem vergleichest einladen.
Oder bist du schon einmal ein Lowtail gefahren?
Vielen Dank für das Angebot, aber München ist mir dafür zu weit weg. Ich bin sicher, daß man mit deinem Rad auch problemlos fahren kann, sehe aber den Mehrwert zu bereits bekannten Konzepten nicht.
 
Gerade bei Longtails können aufgrund des größeren Abstands Tretlager-Hinterradachse bei Kettenschaltung Kettenblätter und Ritzel frei in allen Kombinationen gefahren werden.
Wie verträgt sich da eigentlich die Spannfeder des Schaltwerks mit der schweren schwingenden Kette? Ich könnte mir vorstellen dass ein Kettenspanner in der Mitte oder wie hier eine Teilung des Antriebs die Kette zuverlässiger ruhig hält.
Bei kleinen Räder finde ich Kettenschaltung immer etwas unglücklich, weil die Kette besonders dicht am herumspritzenden Dreck ist.
 
Ich schätze die Höhe der Ladefläche deines Rades anhand der Bilder auf ca. 28 cm. Nehme ich ein Longtail mit 406mm Hinterrad und WideLoader wie das BTWIN Elops sind ohne konstruktive Verrenkungen 25cm machbar und es ist ein höheres Transportvolumen möglich.

Ein geteilter Anstriebsstrang geht immer mit höherem konstruktivem Aufwand, Mehrgewicht, höheren Kosten, ungünstigerem Verschleissverhalten, geringerem Wirkungsgrad einher. Warum sollte man das wollen wenn es nicht unbedingt sein muß?

Gerade bei Longtails können aufgrund des größeren Abstands Tretlager-Hinterradachse bei Kettenschaltung Kettenblätter und Ritzel frei in allen Kombinationen gefahren werden. Schräglauf spielt hier keine Rolle und die Kette muß nicht nachgespannt werden. Wenn wir eine Nabenschaltung dagegen setzen welche den gleichen Übersetzungsumfang hat, dann bleibt nur die Speedhub. Und die ist sicher nicht leiser als eine Kettenschaltung.

Vielen Dank für das Angebot, aber München ist mir dafür zu weit weg. Ich bin sicher, daß man mit deinem Rad auch problemlos fahren kann, sehe aber den Mehrwert zu bereits bekannten Konzepten nicht.
Wenn man ein Longtail mit einem Lowtail vergleicht dann ist das eine die höhe des Gewichtes und das andere die Position des Gewichtes zur Mittenachse des Rades.
Das hat einen großen Effekt beim Kurvenfahren / neigen des Rades. Dazu kommt dann noch das ein Longtail in den seltensten fällen symetrisch Beladen wird.

Wenn ich ein LastenRad mit einem 20" Hinterrad mit Kettenschaltung ohne E Antrieb Aufbau und eine Vernünftige Übersetzungsbandbreite möchte müsste ich 2x11 oder 1x12 mit großen Gangsprüngen Fahren. Bei beiden Versionen wird es lustig die Kettenspannung in jedem möglichen Gang mit einem Schaltwerk mit kurzem Käfig zu realisieren.
Bei langem Käfig bin ich schön nah dem Boden vermutlich reicht auch hier die spannkapzität nicht aus zu dem Fahre ich ein relativ Großes Kettenbatt wodruch ich weitere Bodenfreiheit verliere und ich kann nicht im Stand schalten was bei einem beladen Rad durchaus schön ist.
 
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