Riese & Müller Packster 70 2021

MiniCargo hier.

"Was ist nochmal die Frage?" (Milan0) und "Kernaussage?" (piu)

Ich schrieb den Mehrzeiler aufgrund von

oerd: " Was hat der Pick-Up, was der Super Moto-X nicht hat?"

Los geht es:

Bezogen auf den verlangten Kaufpreis von R+M Packster (in meinem Falle Euro 8500) erscheint es mir ein noch nicht ausgereiftes Produkt zu sein. Ein Mix aus Fahrrad und Cargobike. Es wird bestimmt wunderbar funktionieren, keine Frage. Es wird hunderte, wenn nicht tausende Menschen glücklich machen und entscheident zur Rettung der Welt beitragen.

Selbstverständlich passen Standard-Fahrradkomponenten am Lastenbike. Ich bin selbst immer wieder überrascht, wie viel ich diversen Komponenten zumuten kann - und sie halten.

Dann stelle ich an anderer Stelle fest, dass mit ein wenig mehr Liebe zum Detail sich mehr Spass, mehr Sicherheit generieren liesse. Dazu noch Kostenersparnis für den Nutzer (Wartung und Inspektion, Beispiel Bremse, siehe Text).

Ich bin ein wenig "enttäuscht" im Sinne von "Die Täuschung hört auf", dass sich seit Jahren "wenig" bewegt im Cargo-Bereich.

Die Rahmen sind bereits jetzt schon ausgereift. Da gibt es, ausser Design-Änderungen hier und da, kaum was zu verbessern. Bullits sehen seit Jahr und Tag gleich aus - werden jedoch ständig weiterentwickelt, dass man fast Angst haben kann, nur ein vier Jahre altes, Gebrauchtes zu kaufen, weil die Neuen dies und das jetzt haben, besser, steifer, haltbarer, ...

Beispiel Neu-Design: Kettler CargoLine. Interessant - aber wo ist es? "Corona" geschuldet? Vielleicht. Teurer Werbeträger gebucht? Garantiert.

Über die Komponenten müssen wir sprechen. Nicht über die Motoren, die unterliegen der selben Mode wie die Rahmendesigns.

R+M geht zum Beispiel Kooperationen ein mit Zulieferern und lässt, so vermute ich (hier bitte Besitzer von GX-Option einlenken, was genau los ist und mich korrigieren) Produkte, veränderte Produkte fertigen: "SmartSam+" mit verstärkter Flanke und mit mehr Pannenschutz als mein hier vorhandener, super-flexibler und super-Pannen-anfälliger "Normalo-Sam".

Der nächste Schritt ist garantiert schon geplant: Fahrwerk weiter verbessern. Bekommen wir aber nicht heute, heute bekommen wir einen Reifen. Und eine SeilZugLenkung. Und EPP.

Nächstes Jahr bekommen wir eine bessere Bremse.

Korrektur: Bekommen wir heute schon, wenn wir Euro 500 draufzahlen - wird in Zukunft wohl "gratis" sein.

Dann, in vier, fünf Jahren bekommen wir eine Gabel.

Dann, weiters, bekommen wir das längst durchentwickelte ABS. Besonders für Cargo LongJohn unbeladen eine spannende Sache, erst recht mit Kind(ern) in der Box im Zusammenhang mit oben erwähnter, verbesserter Bremse. Ist alles schon da - zu kaufen, auch für viel Geld, aber nicht. Heute heisst ABS bei R+M: 200kg und mehr (Hänger ungebremst dran!) Fahrrad abbremsen mit 160mm Scheibe vorne. Da blockiert eher wenig - es wäre ggf. aber ein kürzerer Bremsweg drin. Oder mehr Standfestigkeit. Aber wo kein Kläger, ...

Und wir reden doch schon über Euro 8500. Wer möchte, hebt z.B. das Load auf fünfstellig. Kein Problem.

Und so weiter, und so fort.

Klingt nach Veschwörungstheorie? Ist leider banales BWL, Teil des "Grundstudiums", wie es früher hieß. Das herauszustellen war Teil meines Anliegens. Bin für jede Kritik dankbar.

Natürlich dürfen Unternehmen verdienen, sollen Sie auch. Wer soll denn sonst Forschung und Entwicklung bezahlen? Mich persönlich schmerzt es beinahe zu erfahren, dass jedes Jahr an der Preisschraube gedreht wird und was letztlich dabei heraus kommt.

Vielleicht hätte ich vor 20 Jahren ein Cargo kaufen sollen und wäre damit zufrieden gewesen. Heute gibt es das WWW ubiquitär und es ist ein Leichtes, an Informationen zu kommen. Dadurch werden Wünsche geweckt - aber nicht befriedigt. Selbst mit viel Geld. Gerade so wie in der IT: Besserer Computer jetzt, teuer oder Du wartest und kaufst erst später, dafür billiger.

Alles, was ich will, ist das für mich PERFEKTE Cargobike :)

Für Probefahrten habe ich mich bereits angemeldet - ich werde berichten (fasse mich dann auch gerne kürzer).
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin!
Also, wenn ich mir das "Duell" der beiden vermutlich wichtigsten Premium-Wettbewerber cago und Packster70 anschaue, dann meine ich schon, dass R+M das cago-Package mehr oder weniger komplett nachgebaut hat :

- EPP-Box
- Seilzuglenkung
- sicher(ere) Kindersitze
- Enviolo Automatiq
- Federgabel
- 2x625er tubes im "Bauch"
- Plus-Bereifung

Irgendwie scheint das cago-Konzept dann doch eine sehr hohe Attraktivität/prognostizierte Marktakzetpanz zu haben und die Jungs liegen richtig mit Ihrer Ausrichtung.
Ich persönlich finde das auf jeden Fall und hatte das cago vor einigen Tagen in Frankfurt sehr ausführlich gefahren/kennen gelernt - tolles Teil, auch wenn in den präsentierten Exemplaren noch einige bugs und Unzulänglichkeiten drin waren...ich glaube schon, dass die das zur Serie hinkriegen.

Wie schon ewig in der "Autombiljournallie" üblich, wäre doch jetzt ein Zweier-Direktvergleich eine coole Sache, die alles zutage brächte, was Sache ist und wo dann die tatsächlichen Benefits in Bezug auf die beiden Probanden liegen/wer wirklich in Summe vorne liegt?!
Am besten aber nicht nur via üblicher/alltäglicher Print-Bühne, sondern als Video - das gibt's bisher so gut wie nicht/noch sehr wenig.
Wenn dies mit den ersten Serienteilen, die ja auch noch so ziemlich gleichzeitig aufploppen sollen, von jemandem realisiert würde, der in diesem Metier auch wirklich gut drauf und kompetent ist, hätte das bestimmt einen erheblichen Wert beim Erkenntnisgewinn :p

...wer weiß, vielleicht nimmt sich ja Tilman von der Radelbande dieser Herausforderung an, der wäre schon der Richtige!

Sobald was Fahrbares bei meinem R+M-Dealer da ist, mache ich das parallel auf jeden Fall selber, ich habe ein wenig Ahnung von der Materie und bin sehr gespannt, was am Ende das (für mich) gesamthaft vorne liegende Package sein wird.
...ich hab zwar das cago vorbestellt und bin momentan auf jeden Fall auf dieser Spur und von des Differenzierungsmerkmalen begeistert und überzeugt - aber das Bessere ist ja bekanntlich des Guten Feind!
Allerdings muss dann das Packster schon nochmal richtig gut sein, um vorbeizuziehen...
 
Große Worte, woran machst du das fest? Ist das UA als Marktführer (meines Wissens nach) nicht wichtig und premium?
...Stückzahl und "Liga" sind nicht das gleiche.
Das UA ist ein tolles Rad und wird sicherlich stetig weiterentwickelt - aber in einigen wesentlichen Punkten (siehe meine Kurzliste) ist die Zeit am UA vorbei gelaufen; dazu gehört z.B. auch der (Nicht)-Einsatz der aktuellsten Cargolinemotoren/Gen.4 mit jetzt den 85Nm.
Konzeptionell kommt vielleicht noch das Carqon zum Duo cago/Packster dazu, aber auf Augenhöhe/in der gleichen Liga sehe ich persönlich eben nur diese beiden - ich respektiere aber natürlich jede andere Einschätzung, das ist halt meine;)
 
Eine etwas bessere Auflösung:

Anhang anzeigen 11371

Google übersetzt die Informationen in:
DER NEUE UND AGILE PACKSTER 70
  • Verdrahtete Lenkung: ermöglicht einen viel größeren Drehwinkel und ist viel leichter als eine Lenkstange.
  • Sichere Polypropylen-Box, mit schützenden Seitenleisten für Kinder
  • 350 Liter Volumen in der Box. Möglichkeit, 3 Kinder zu sitzen.
  • Tiefpunkt der Schwerkraft
  • Bis zu 2 625Wh Batterien für unübertroffene Autonomie
  • Weiße, rote und graue Farben
  • Maße: 265 cm lang x 65 cm breit
  • Verfügbar ab November 2020. Buchen Sie jetzt, um Ihr Fahrrad zu haben, sobald die ersten Werkseinheiten herauskommen!

Quelle: https://www.3ike.es/products/r-m-packster-70
Man beachte: 3 FARBEN!!! Ich hätte mir letztes Jahr beinahe ein Packster80 gekauft, aber für 6000€ möchte ich wenigstens IRGENDEINE Auswahl an Farben haben, und nicht zu einem "Hellgrau" gezwungen werden, daß eher ein dreckiges Weiß ist...
 
...hmpf - die manuelle 380er und die Automatiq scheinen sich doch nicht nur in der Ansteuerung/im Interface zu unterscheiden.
Bei identischer Riemenscheibenrelation (55/24) und identischer Bereifung ist das Übersetzungsfenster der "Q" etwas weiter in Richtung lang geschoben...zu sehen an den differierenden Entfaltungen.
Die manuelle Enviolo kommt den Berg bissle besser hoch.
Hat jemand weitere Details/mehr Infos?
 

Anhänge

Nachdem Hessen nochmal das Budget aufgestockt hat, besteht die Chance doch noch bei der Förderung zum Zuge zu kommen. Warte schon seit 1 Monat auf Antwort. Inzwischen bin ich soweit, dass ich mein Wunsch P70 auch ohne Probefahrt bestellen würde (da ich mich nach ausführlicher Probefahrt ja schon für ein P60 entschieden hatte und davon ausgehe, dass das P70 jedenfalls nicht schlechter sein wird), sobald der Bescheid kommt, es sei denn es dauert noch einen Monat. Mein Händler sagt, ich sollte zwecks Probefahrt Mitte Oktober nochmal bei ihm nachfragen. Er hat 3 geordert, das erste davon wird das offizielle Testrad sein (Vario mit Doppelakku, mehr Infos habe ich nicht).

War nur noch die Frage, ob die Verbesserungen den Aufpreis wert sind, oder ob sich die Suche nach einem gebrauchten P60 lohnt (wenn man kein HS will). Bei der aktuellen Roadshow https://cargobikeroadshow.org/aktuelle-tour/ kann man u.a. 6 Longjohns testen, zwei davon mit Seilzuglenkung (CAGO und Johnny Loco), die anderen mit Stangenlenkung. Die bessere Rangierbarkeit mit Seilzug ist schon überzeugend, womit sich das Thema gebrauchtes P60 wohl für mich erledigt hat. Außerdem ist der Cargoline Motor gegenüber dem Performance CX bei der geplanten Haupteinsatzstrecke (mit 15% Steigung) von Vorteil. Und zusammen mit freundlicheren Farben als grau oder grau lohnt sich wohl doch das Warten und der Aufpreis.

In punkto Getriebe kann man bei der Roadshow auch diverses testen: Das CAGO mit Enviolo Automatik, CUBE mit Kettenschaltung, Radkutsche mit Frontmotor, die anderen mit Nabenschaltung, z.B. Load 75 und UA family. Kettenschaltung hat schon Vorteile beim Anfahren am Berg im niedrigsten Gang. Dennoch ist mir die bequemere, auch im Stand schaltbare stufenlose Enviolo mit (angeblich oder tatsächlich?) wartungsfreundlicherem und haltbarerem Riemen sympathischer. Die Automatik am CAGO hat leider nicht richtig funktioniert, oder sich mir nicht richtig erschlossen. Schade eigentlich.

Bleibt nur noch die Frage der Zusatzausstattung. Haupteinsatz wird gut asphaltierte und auch nachts beleuchtete Stadt sein, in der ich mich gut auskenne. GX, Fernlicht, Bremslicht, Doppelakku und Navi brauch ich da wohl eher nicht. Damit wäre der Aufpreis der favorisierten Ausstattung gegenüber dem ursprünglich anvisiertem P60 (6100 satt 5700) moderat und durch Seilzug+Motor+Farbe akzeptabel, wenn … nicht doch die besseren Perfomance-Bremsen sinnvoll wären? Das probegefahrene P60 (hat nach meinem Verständnis die gleichen Bremsen wie das neue P70 in der Grundausstattung, stimmt das?) kam mit 15% (aber nicht sehr langem) Gefälle mit anschließender Haarnadelkurve vollbremsmäßig jedenfalls zurecht. Sind knapp 500 € für bessere Bremsen eine sinnvolle Investition in zusätzliche Sicherheit, oder braucht man die nur für dauerhaften hochalpinen Einsatz?
 
Ähnliche Fragen stellen wir uns auch...woher hast du die Infos bzgl der Aufstockung des Budgets? Wir warten auch schon seit über einem Monat auf den Bescheid...
 
Sind knapp 500 € für bessere Bremsen eine sinnvolle Investition in zusätzliche Sicherheit, oder braucht man die nur für dauerhaften hochalpinen Einsatz?
Ich meine nicht, denn für 500 Euro kann man sich mit ein wenig handwerklichem Geschick eine richtige Premium-Bremsanlage verbauen. Nicht mal ein Set XTR-Bremsen kostet soviel. Allerdings nur, wenn das Bike in dein Eigentum übergeht und nicht geleast ist.
Es gibt hier im Forum viele Vorschläge, wie man schnell und einfach an die serienmäßigen Tektro-Hebel 4-Kolben-Bremssättel montieren kann. Vorne noch eine 180er Disc dran und mit 100 Euro für das komplette Paket ist man fein raus.
Natürlich kann man auch komplett auf eine sehr hochpreisige (Trickstuff, MT7, Hope usw.) Bremse umrüsten, das ist aber in der Regel eher ein Distinktions- denn ein Bremskraftgewinn.
 

Ca Go Bike GmbH

gewerblich
Nachdem Hessen nochmal das Budget aufgestockt hat, besteht die Chance doch noch bei der Förderung zum Zuge zu kommen. Warte schon seit 1 Monat auf Antwort. Inzwischen bin ich soweit, dass ich mein Wunsch P70 auch ohne Probefahrt bestellen würde (da ich mich nach ausführlicher Probefahrt ja schon für ein P60 entschieden hatte und davon ausgehe, dass das P70 jedenfalls nicht schlechter sein wird), sobald der Bescheid kommt, es sei denn es dauert noch einen Monat. Mein Händler sagt, ich sollte zwecks Probefahrt Mitte Oktober nochmal bei ihm nachfragen. Er hat 3 geordert, das erste davon wird das offizielle Testrad sein (Vario mit Doppelakku, mehr Infos habe ich nicht).

War nur noch die Frage, ob die Verbesserungen den Aufpreis wert sind, oder ob sich die Suche nach einem gebrauchten P60 lohnt (wenn man kein HS will). Bei der aktuellen Roadshow https://cargobikeroadshow.org/aktuelle-tour/ kann man u.a. 6 Longjohns testen, zwei davon mit Seilzuglenkung (CAGO und Johnny Loco), die anderen mit Stangenlenkung. Die bessere Rangierbarkeit mit Seilzug ist schon überzeugend, womit sich das Thema gebrauchtes P60 wohl für mich erledigt hat. Außerdem ist der Cargoline Motor gegenüber dem Performance CX bei der geplanten Haupteinsatzstrecke (mit 15% Steigung) von Vorteil. Und zusammen mit freundlicheren Farben als grau oder grau lohnt sich wohl doch das Warten und der Aufpreis.

In punkto Getriebe kann man bei der Roadshow auch diverses testen: Das CAGO mit Enviolo Automatik, CUBE mit Kettenschaltung, Radkutsche mit Frontmotor, die anderen mit Nabenschaltung, z.B. Load 75 und UA family. Kettenschaltung hat schon Vorteile beim Anfahren am Berg im niedrigsten Gang. Dennoch ist mir die bequemere, auch im Stand schaltbare stufenlose Enviolo mit (angeblich oder tatsächlich?) wartungsfreundlicherem und haltbarerem Riemen sympathischer. Die Automatik am CAGO hat leider nicht richtig funktioniert, oder sich mir nicht richtig erschlossen. Schade eigentlich.

Bleibt nur noch die Frage der Zusatzausstattung. Haupteinsatz wird gut asphaltierte und auch nachts beleuchtete Stadt sein, in der ich mich gut auskenne. GX, Fernlicht, Bremslicht, Doppelakku und Navi brauch ich da wohl eher nicht. Damit wäre der Aufpreis der favorisierten Ausstattung gegenüber dem ursprünglich anvisiertem P60 (6100 satt 5700) moderat und durch Seilzug+Motor+Farbe akzeptabel, wenn … nicht doch die besseren Perfomance-Bremsen sinnvoll wären? Das probegefahrene P60 (hat nach meinem Verständnis die gleichen Bremsen wie das neue P70 in der Grundausstattung, stimmt das?) kam mit 15% (aber nicht sehr langem) Gefälle mit anschließender Haarnadelkurve vollbremsmäßig jedenfalls zurecht. Sind knapp 500 € für bessere Bremsen eine sinnvolle Investition in zusätzliche Sicherheit, oder braucht man die nur für dauerhaften hochalpinen Einsatz?
Hallo McRasch, danke für deinen Bericht zur CargoBikeRoadshow und deinen Eindrücken zu den Ausstattungen der verschiedenen Bikes!
Schade, dass du das Ca Go Bike mit seiner Standardausstattung enviolo AutomatiQ nicht hast korrekt eingestellt fahren können. Grundsätzlich ist das System sehr gut zu fahren und spricht aktiv an, weswegen wir uns hierfür entschieden haben. Die Steuerung / Varianz der automatischen Schaltvorgänge erfolgt über die Einstellung der Kadenz am KioxController. Ist diese auf einen Bereich zwischen 65-80 eingestellt, spricht die Schaltung auf ebenen Flächen und leichten Steigungen perfekt an. Möchte oder muss man bei sehr starken Steigungen eine aktivere Unterstützung durch schnellere Schaltvorgänge erhalten, variiert man einfach die Kadenz nach oben in den Bereich 100-125.

Diese positiven Erfahrungen mit der Schaltgruppe basieren auf mittlerweile über 400 (Kunden)-Probefahrten in den letzten 10 Wochen (welche über Surveys validiert werden), den täglichen Einsätzen des Ca Go Bike auf den Strecken des Labor Koblenz mit bisher über 4000 gefahrenen Kilometern (https://www.cagobike.com/labor-koblenz) sowie den laufenden Materialtests in und um Koblenz auf denen 3 Ca Go Bikes mit 70 Kg Zuladung täglich je bis zu 10 mal die 10Km definierte Teststrecke abspulen. Topographie und Untergrund entsprechen dabei allen Anforderungen und gehen von City bis Gravel. Das Fahrerteam hat ebenfalls keine Probleme mit der AutomatiQ obwohl eine Abschnitte der Strecke sehr anspruchsvoll sind (15-19% Steigung auf Schotterwegen) - in Kürze veröffentlichen wir die Fahreindrücke dieser Streckenführung und das Verhalten des Ca Go Bikes sodass man sich einen guten Eindruck ob der Geländefähigkeit und Performance der Komponenten machen kann. Mehr dazu: https://www.cagobike.com/ueber-uns

Zudem finden sich TestRide-Termine für einen eigenen Eindruck unter www.cagobike.com/testride.

Zur CargoBikeRoadshow - leider war bei einigen Stationen dieses tollen Formats, welches allen Interessierten einen direkten Überblick über aktuelle CargoBikes bietet, das Ca Go aktiv durch einen Remote-Eingriff in die Nabe so verstellt worden, dass man als Fahrer hätte die Kadenz entsprechend wieder einstellen müssen - hierfür hilft die korrekte Einweisung in die Funktionsweise dieser sonst sehr einfach zu bedienenden Schaltgruppe.

Ob Absicht oder nicht kann und wollen wir nicht weiter hinterfragen. Auf jeden Fall prüft das Team der CBRS das Ca Go seitdem entsprechend regelmäßig auf "Verstellungen" und weist die Testfahrer kurz und kompetent ein. Allen Interessierten viel Spass auf der CBRS und mit dem Ca Go Bike FS 200.

Beste Grüße,
Matthias Naumann
 
Bzgl. der Automatik, ich bin das CaGo auch damit Probegefahren und eigentlich ganz gut damit zurecht gekommen. Allerdings stört mich das langsame Anfahren und mir erschließt sich auch der Sinn ehrlich gesagt nicht so ganz. Für meine Begriffe eine Spielerei die man nicht braucht.
 
Ausschliesslich die Enviolo anzubieten ist mM. gewagt.
Das mag für unbedarfte Kunden einen brauchbaren Plot darstellen, der die Menschen auch glücklich machen kann. Solange der Elektroantrieb sein Werk verrichtet werden die meisten Kunden mit der Fuhre auch zurechtkommen. Kadenzsteuerung der Automatikversion ist ohnehin Quatsch, das beweisen ja die Probleme mit wechselnden Fahrern selbst im Testzirkus eindrücklich.
Wer sich mit der Geschichte und Herkunft dieses Getriebetyps beschäftigt greift sich ohnehin nur an den Kopf: das Konzept ist für schwere Baumaschinen seit den 1930 er Jahren in Verwendung und dort gut etabliert ( Caterpillar z.B. ). Ein Einsatz im KFZ ist wenig erfolgversprechend hier haben sich andere Konzepte durchgesetzt.
Fallbrook ist ein typischer Investor ohne weiteres Engagment, von finanziellen Aspekten der unschönen Art abgesehen welche sich auch schon in mehreren Konkursen niedergeschlagen haben.



 
Also nach den Anfangserfahrungen mit den Automatik-Varianten von Enviolo nehme ich davon persönlich sehr großen Abstand. Es mag sich da was verbessert haben, aber Enviolo ist mit der Schaltung und dem wenig belastbaren Service dahinter ziemlich verbrannte Erde.

Wenn das System läuft, sehe ich für ein Ganzjahresrad schon den Vorteil, dass man an den Zügen keinen Service mehr machen muss und alles wesentlich witterungsbeständiger wird. Wie sich so was in einem Salz-Winter schlägt, bleibt noch abzuwarten. Ich hoffe mal, dass bei uns im Laden einige Kunden ein Packster 70 mit der Automatik kaufen, die können das gerne mal im Dauertest beanspruchen. :)
 
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