Reparatur & Wartung in Werkstätten

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Gibt es bei euch auch das Problem, dass Fahrrad-Werkstätten lange ausgebucht sind und sie teils sogar keine neuen Termine vereinbaren wollen?
Bei uns geht es jetzt konkret um die Wartung bzw. leider Reparatur unseres R&M Packster 80 (von 2017) und wir kommen vermutlich erst Mitte Oktober an einen Termin (in einer Werkstatt, die eigentlich nicht unser Favorit wäre; die einzige andere in der Nähe verfügbare, die sich an Lastenräder traut, ist bis Ende Oktober ausgebucht).
Wir können das weder zeitlich noch technisch gesehen selbst machen; da wir kein Auto besitzen, kommen wir nun so langsam ins Straucheln, den Alltag hinzukriegen…
Gibt‘s eigentlich schon irgendwo Ersatz-Lastenräder für den Zeitraum, während das eigene repariert wird?
Und ja - wir besitzen sogar ein 2. Lastenrad (BuBi mk1), aber organisatorisch bräuchten wir beide (mein Mann und ich) eins für Kinder- bzw. Lastentransport, je nach Tag usw…

Ach und: Falls sich jemand im Raum Dortmund was dazuverdienen will und uns das Rad reparieren kann - kommet zuhauf! („irgendwas hinten quietscht, vermutlich ist irgendwas am Innenlager defekt“)
 
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Was ist denn kaputt? Vielleicht kann man euch Ratschläge geben wie ihr die Reparatur selbst in Angriff nehmen könntet?
 
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Was ist denn kaputt? Vielleicht kann man euch Ratschläge geben wie ihr die Reparatur selbst in Angriff nehmen könntet?
Tja, wenn man das wüsste… „es quietscht“ halt. Ein Fahrradmechaniker (macht keine Lastenräder) meinte, irgendwas am Innenlager. Ein anderer meinte telefonisch dazu, dass das meist die Standardantwort sei, aber fast nie wirklich zutreffe. Bremsbeläge sind es wohl nicht, die neuen haben erst 150 km drauf und das Geräusch kommt eher aus der Richtung, wo der Motor sitzt. Evtl wäre Pedale tauschen eine Option - aber wie gesagt, keine Ahnung vorhanden und Zeit… naja ;-)
 
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Das Werkstattproblem ist eine Folge des Fahrradbooms.
Auch ohne Ahnung sind Pedale gut selber zu tauschen.
Man braucht einen 15mm Maulschlüssel und oder einen 6 mm Inbus.
Das linke Pedal ist eines mit Linksgewinde, ihr müsst also rechts rum (Uhrzeigersinn) drehen, um es herauszuschrauben.
Ich würde 2 Tage vorher anfangen, das Gewinde mit Kriechöl auf die anstehenden Arbeiten vorzubereiten.
Neue Pedale kosten ab 10 euro und dann habt ihr in 10 Minuten Gewissheit, ob es das war oder nicht.
Welche Schaltung habt ihr verbaut? Kette oder Nabe? Dann als nächstes vielleicht von einem Bekannten ein gleiches Hinterrad leihen und im Tausch testen. Ist bei Nabenschaltung zugegeben aufwendiger, aber auch machbar. Ihr habt hinten ein 650B/27,5" Rad.
 
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Danke für eure Tipps! Darf ich als Voll-Laie bitte fragen, warum Mittelmotor und Innenlager nicht zusammenpassen?

Pedale sind es nicht, höre ich gerade von meinem Mann…
 
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Das Werkstattproblem ist eine Folge des Fahrradbooms.
Auch ohne Ahnung sind Pedale gut selber zu tauschen.
Man braucht einen 15mm Maulschlüssel und oder einen 6 mm Inbus.
Das linke Pedal ist eines mit Linksgewinde, ihr müsst also rechts rum (Uhrzeigersinn) drehen, um es herauszuschrauben.
Ich würde 2 Tage vorher anfangen, das Gewinde mit Kriechöl auf die anstehenden Arbeiten vorzubereiten.
Neue Pedale kosten ab 10 euro und dann habt ihr in 10 Minuten Gewissheit, ob es das war oder nicht.
Welche Schaltung habt ihr verbaut? Kette oder Nabe? Dann als nächstes vielleicht von einem Bekannten ein gleiches Hinterrad leihen und im Tausch testen. Ist bei Nabenschaltung zugegeben aufwendiger, aber auch machbar. Ihr habt hinten ein 650B/27,5" Rad.
Stimme insbesondere deinem 1. Satz sehr zu - wo sind die cleveren Leute, die auf den Zug aufspringen und viele neue (Lasten-)Rad-Werkstätten gründen?
Und ich gebe zu, dass es eigentlich echt peinlich ist - man fährt Lastenrad, hat aber eigentlich keine (technische) Ahnung davon :( Andererseits - auch Autofahrer schrauben nicht unbedingt selbst an ihren Karren rum… hm.
 
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Innenlager ist jenes, an dem beim Rad ohne Mittelmotor die Pedalkurbeln fest sind. Wenn sich da die Fettfüllung verabscheidet oder es voll Wasser (udn dann Rost) ist, kann das quietschen. Beim Mittelmotor ist die von die gedrehte Well auch gelagret, du bewegst damit aber je nach Baujahr und Typ entweder das KEttenblatt und ein Getriebe im Motor oder bloß das Getriebe. Das kann natürlich auch kaputt sein, aber in der Regel wird ein Mittelmotorschaden sich durch Spiel und andere Auffälligkeiten ankündigen, bevor da irgendwas anfängt zu quietschen.
Quietschen kann einiges - eine Kette, die Öl will, ein Riemen, weil er Pflege will, ein Reifen, der an einem anderen Bauteil reibt, die Bremse, auch wenn sie neu belegt ist, ein Radlager....
Vielleicht ist die Bremse noch schneller auszuschließen: Bremssattel losschrauben und mit Kabelbiner aus dem Weg befestigen.
Dann PRoberunde VORSICHTIG, denn hinten hast Du keine Bremse. Bremshebel nicht ziehen.
Quietschen weg? Ursache gefunden.
 
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Stimme insbesondere deinem 1. Satz sehr zu - wo sind die cleveren Leute, die auf den Zug aufspringen und viele neue (Lasten-)Rad-Werkstätten gründen?
Und ich gebe zu, dass es eigentlich echt peinlich ist - man fährt Lastenrad, hat aber eigentlich keine (technische) Ahnung davon :( Andererseits - auch Autofahrer schrauben nicht unbedingt selbst an ihren Karren rum… hm.
Das muss Dir nicht peinlich sein. Die wenigsten könnten Ihren Kühlschrank, ihr Auto, Telefon, .... reparieren. Hier gibt es nur viele verrückte, die gern selber schrauben. Also lieber einmal zu viel fragen, als verzweifeln!
 
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Also im Raum Dortmund wird es doch bestimmt mehrere Werkstätten geben? Ich würde mal stark Recherche betreiben.

Gute Werkstatt ist ein wenig wie Lotto spielen.

Und hängt von so vielen Faktoren ab. Groß/Klein, Lage, Azubis, Symphatie, Schwerpunkt auf bestimmte Fahrradtypen, etc.

Jedenfalls viel Erfolg, wird schon ....
 
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Mich hat neulich ein örtlicher Fahrradhändler an den Mechaniker der freien Lastenräder verwiesen. Der musste dann zwar nicht reparieren, konnte mir aber ein paar Dinge zur Selbsthilfe erklären. Er hätte aber auch repariert. Vielleicht fragst du mal bei euch?
 
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wo sind die cleveren Leute, die auf den Zug aufspringen und viele neue (Lasten-)Rad-Werkstätten gründen?
Für eine reine Reparatur Werkstatt braucht man einen Zweiradmechanikermeister, davon gibt's nicht viele, lebt man hauptsächlich vom Verkauf von Fahrzeugen, darf man ohne Meister nebenbei auch Schrauben, außerdem ist mit richtigen Reparaturen nix zu verdienen, lieber ne gepfuschte Inspektion mit Software Update und hübschem Zettel für den Kunden machen und 139,-€ abrechnen... ( original Preis Küstenrad )
 
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Probiere es mal bei der Velokitchen. Dort wirst du zwar nur angeleitet, Dein Rad selbst zu reparieren, aber dort helfen ehrenamtlich einige Fahrradmechaniker. Die machen Hilfe zur Selbsthilfe und lassen neimanden im Regen stehen. Und sie treffen sich einmal in der Woche, Immer Montags ab 18:00Uhr....
Btw, die Velokitchen hat mich 2013 auf's Bullitt angefixt.... ;)
 
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Ihr seid klasse, danke! Da haben wir ja dann ein paar Anlaufstellen, die wir mal abklappern können.
Vielen Dank auch für die Erklärungen und weiteren Tipps!
 
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Haben grad nochmal Bremsklötze erneuert, weil einer doch schon wieder gut abgefahren war; aber das Geräusch kommt von der rechten Kurbel oder eben da vom Motor… :( Werden wohl am Montag mal die hier vorgeschlagene Velokitchen probieren; insgesamt geht die Überlegung aber ohnehin zum Neukauf eines anderen/neueren Modells, wegen des Alters an sich (dann nicht mehr R & M vermutlich).
 
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