Regenverdeck (Packster) gewerblich nähen??

...Auf so einen Rattenschwanz an kompliziertheiten habe ich echt weder Lust noch Zeit. ... und ich dann dran bin, dann vergeht mir die Lust...
Kann ich nur zu gut verstehen. Die deutsche bürokratie legt gründungswilligen steine noch und nöcher in den weg. Ein ausweg wäre m.E., wenn Du Dich formal von interessenten als materialbeschafferin/näherin auf minijob-basis anstellen ließest ... ;).

PS: ein weiterer nachteil einer formellen anmeldung eines gewerbes beim FA könnte sein, daß sich Deine krankenkasse bei Dir meldet und von Dir beiträge als selbständige haben möchte (ist mir vor vielen jahren 'mal anlässlich einer dann doch nicht weiterverfolgten (und längst vergessenen) geschäftsidee passiert. Ich frug dann nach, woher die krankenkasse die info hatte....)
 
Ich will dich auch gar nicht bremsen oder so....ich habe nur vor Jahren mal Genähtes verkaufen wollen, damals noch über Dawanda.
Im Prinzip war es viel Rennerei und Bürokratie für meinen privaten Spass, und ich fand das Ganze dann irgendwann zu zeitaufwändig und den Ratenschwanz dran zu nervig (Steuererklärung nicht vergessen....).

Und damals war das mit der Produkthaftung noch nicht so extrem.
Ich könnte mir vorstellen wenn hier einer so ein Verdeck mag, das das halt ohne den ganzen Aufwand funktioniert.
Dann ist es halt Material + Aufwandsentschädigung was du bekommst und es läuft über die private Schiene (oder bin ich da schon wieder zu naiv?).
 
Wenn es eine Liebhaberei ohne Gewinnerzielungsabsicht ist, sollte das ja ohne Bürokratie ablaufen - Und die Haftung und Gewährleistung kann ich ja bei einem Verkauf privat an privat ausschließen.
Im Zweifel verkaufst Du halt immer mal ein (kurz) gebrauchtes Verdeck, weil Du für Dein Rad halt gerade ein höheres, roteres, schöneres wolltest und dann ist ja das jeweils vorhergehende übrig und kann wie anderer gebrauchter Privatbesitz verkauft werden.
 
Leider ist das in D ein großer Aufwand mit Gewerbe. Mein Briefkasten war plötzlich auch viel voller und es meldeten sich Behörden, die ich bis dato gar nicht kannte. Alle wollten Beiträge usw. Als Gewerblicher gilt man ja heute immer noch als reich:rolleyes:. Ich kenne Einige mit guten Ideen, es scheitert aber an der Bürokratie und fehlendem Geld.
Wie wäre es, wenn Du das über Jemanden verkaufst, also Du bist nur der Hersteller. Mit Handelsgewerbe kenne ich mich nicht so gut aus, kann mir aber vorstellen dass es so erstmal einfacher ist.
Auf jeden Fall Beratung von der IHK. Dort bekommt man auch etwas Startkapital, Weiterbildungskurse,...
Von einem Ingenieur aus der Metallerei weiß ich etwa wie aufwendig und teuer es ist etwas auf den Markt zu bringen. Man muss Teststücke zur Verfügung stellen usw. Das kostet erstmal viel Geld im Voraus. Geld, was man dann über längere Zeit durch den Verkauf der Produkte wiederbekommt. Und dann sieht's einer aus Fernost und verkauft es für die Hälfte.
 
Wenn Du damit Geld verdienen möchtest, dann lass Dich bloß nicht abhalten! Wir brauchen mehr Gründerinnen in diesem Land!
Es ist ein bissel Papierkram, aber machbar.

Wenn Du einfach ab und zu was nähen möchtest ohne damit ernsthaft regelmäßig Geld verdienen zu wollen, müsste das (wie @lowtech schreibt) unter Liebhaberei laufen. Am besten sprichst Du da einfach sehr offen mit dem Gewerbeamt. Auch die IHK kann dabei helfen.

Grüße von einer Unternehmerin ;)
 
Danke für eure Antworten! Jetzt hat mich bzw meine ganze Familie erstmal die Influenza fest im Griff, aber ich werde mich dann mal erkundigen, wie das mit Liebhaberei ist.

Ein richtiges Gewerbe aufzuziehen, dafür fehlt mir gerade Zeit und Energie. Vielleicht wenn die Kinder größer sind...

Liebe Grüße Julia
 
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