R&M Load Federgabel Optionen (15 mm Achse)?

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@Carrus

Die Suntour-Gabelbeine haben eine sehr schlechte Kunststoffbuchse, die eine sehr lockere Passform bietet, was dem Handling nicht hilft. Ich denke auch, dass die Front dazu neigt, bei Geschwindigkeit zu wackeln.

Selbst wenn es nagelneu ist, ist die primitive reibungsgedämpfte Federung grob und es fehlen wirkliche Einstellmöglichkeiten.

Durch die schlechte Abdichtung dringt Wasser ein. Ich reinige und trockne die Gabel nach jeder nassen Fahrt und sie rostet immer noch. Das einzige, was man tun kann, um es zu mildern, ist das Bohren von Abflusslöchern in den unteren Bereichen.

Es ist im Allgemeinen nur eine sehr minderwertige Gabel und ich kann es kaum erwarten, sie in den Mülleimer zu werfen, wo sie hingehört.
 
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Ich denke auch, dass die Front dazu neigt, bei Geschwindigkeit zu wackeln.
Ich kann diese Aussage nicht nachvollziehen.
Wenn hier im Forum flattetnde Lenkungen oder Lenkungsdämpfer diskutiert werden, sind davon in der Regel Urban Arrows oder Bullitts betroffen, aber praktisch nie das Load. In meinem Umfeld sind die Gefällestrecken so kurz, dass man kaum über 65 km/h kommt. Wackeln tut da nichts. ganz im Gegenteil. Das Load fährt mit zunehmendem Tempo wie auf Schienen.
Irgendwo hier im Forumsarchiv ist eine Alpenabfahrt dokumentiert, bei der 94 km/h auf dem Tacho standen. Auch da hat nichts gewackelt.

Das Fett, mit dem der Hersteller die Gabel schmiert, trägt nichts zum Korrosionsschutz nei. Die Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Ersetzt man das durch ein hochwertiges Fett, hat man schon deutlich weniger Probleme.
 
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@neanderthaler

Normalerweise ist das Fahrrad extrem geschwindigkeitsstabil, aber jedes, das ich besessen habe, war anfällig für Resonanzen im Lenksystem, wenn das Rad genau richtig angestoßen wird. Dazu trägt sicherlich auch der Slop in der Suntour-Gabel bei.

94 km/h sind super! Würde mich freuen wenn du weißt wo der Beitrag ist. Ich habe 70 gemacht und sicher kann das Chassis mehr aushalten, aber ich hatte bei meinem ersten Load 60 einen totalen Verlust der Lenkkontrolle, was mich zögern lässt, ihn weiter zu pushen, bis ich eine bessere Gabel und einen Lenkungsdämpfer bekomme.
 
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@Carrus

Die Suntour-Gabelbeine haben eine sehr schlechte Kunststoffbuchse, die eine sehr lockere Passform bietet, was dem Handling nicht hilft. Ich denke auch, dass die Front dazu neigt, bei Geschwindigkeit zu wackeln.

Selbst wenn es nagelneu ist, ist die primitive reibungsgedämpfte Federung grob und es fehlen wirkliche Einstellmöglichkeiten.

Durch die schlechte Abdichtung dringt Wasser ein. Ich reinige und trockne die Gabel nach jeder nassen Fahrt und sie rostet immer noch. Das einzige, was man tun kann, um es zu mildern, ist das Bohren von Abflusslöchern in den unteren Bereichen.

Es ist im Allgemeinen nur eine sehr minderwertige Gabel und ich kann es kaum erwarten, sie in den Mülleimer zu werfen, wo sie hingehört.
Ah ok.. das klingt ja super. Hatte noch ein wenig gehofft, dass das Problem hauptsächlich bei Rädern auftritt, die z.B. nachts der Witterung ausgesetzt sind, weil sie nicht untergestellt werden können.. z.B. Abstellen auf der Straße.. und das damit erklärt werden kann.

Na dann lege ich mir besser schonmal einen Fön in unsere Fahrradecke. Fettest du die Gabel regelmäßig ein und kannst ein gutes Fett empfehlen?
 
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Ah ok.. das klingt ja super. Hatte noch ein wenig gehofft, dass das Problem hauptsächlich bei Rädern auftritt, die z.B. nachts der Witterung ausgesetzt sind, weil sie nicht untergestellt werden können.. z.B. Abstellen auf der Straße.. und das damit erklärt werden kann.

Na dann lege ich mir besser schonmal einen Fön in unsere Fahrradecke. Fettest du die Gabel regelmäßig ein und kannst ein gutes Fett empfehlen?
Der örtliche Laden hat Demo-Bikes, die tagsüber draußen stehen und deren Gabeln sich nach und nach mit Wasser füllen, auch wenn sie nicht gefahren werden.

Ich spüle, trockne und besprühe das Gabeloberteil regelmäßig mit Silikongleitmittel. Ich finde, dass bei stärkerem Fett auf den äußeren Teilen es nur ein Durcheinander macht und Schmutz anzieht, der die Dichtungen schneller verschleißt.

Eine interne Schmierung kann durchgeführt werden; Ich bezweifle, dass eine Gabel dieser minderwertigen Qualität wählerisch wäre, welche Art sie verwenden soll. Jedenfalls bieten alle besseren Fahrwerkshersteller speziell dafür Fett an.
 
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Ha, es funktioniert! ✊

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LZ_

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Das ist amtlich ;-) Respekt für den Umbau!
Nutzt du die vollen 120mm ( minus die Schelle zur Lenkgestängebefestigung ) ?
Jedenfalss bekommt man dafür drei Suntourgabeln...
 
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Guten Abend zusammen,

ich bin ja wirklich nur sehr ungern Spielverderber und ich frickle auch gern an meinen Cargos rum. Inwischen ist an den Dingern wenig im Originalzustand, die Bremse hinten ist auch mit einer Saint-4K-Bremse und 220 MDR-P ausgerüstet. Aber was hier so an Alternativgabeln diskutiert und eingebaut wird, ist m. E. schon ein Stück weit fahrlässig. Zumindest aber sollte man immer einen Disclaimer hinzufügen: "Do not try this at home!".
Die gezeigte Junit Pro ist eine reine Kids-Bike-Gabel und hat an einem Lastenrad nichts verloren. Leute, Eure Kiste hat mit vollen 250kg eine enorme Hangabstriebskraft, eine 4-Kolben Bremse erzeugt enorme Kräfte, zumal an einer 203er Disc. Das kriegt früher oder später jede Gabel klein, die Verdreh- und Bremssteifigkeit reicht da nicht mehr aus. Ist den die Junit für die Umklammerung durch den Lenkadapter freigegeben? Ich denke nicht, lerne aber gerne dazu.
Einzig die kommenden Porter und Gary von RST sind für Cargos ausgelegt, haben aber auch (nicht ohne Grund) Stahlstandrohre, Stahlfedern und damit auch ein potentielles Rostproblem, sobald die Pulverbeschichtung runtergerubbelt ist. Die sind von der Qualität und den Specs wahrscheinlich ähnlich zur Mobie.

Ja, die in allen Lastenbikes verbaute Mobie von Suntour ist ein billiges Stück Eisen mit mangelhaftem Korrosionsschutz ab Werk. Aber die Standrohre sind aus Stahl gefertigt, und das nicht ohne Grund. Ja die Verchromung ist schnell runtergerubbelt, die Dichtringe verschleißen schnell. Das wurde alles schon ausgiebig diskutiert und es gibt entsprechende Lösungen dafür. Ein kompletter Federgabelservice (Dichtungen und Buchsen tauschen, Federn fetten, alles reinigen und sauber zusammensetzen) ist bei der Mobie in einer halben Stunde erledigt. Die Buchsen und Dichtringe kosten VK um die 30 Euro, Fett für die Federn kostet fast nix. Das Low-Friction-Grease für die Standrohre und Dichtungen ist etwas teurer, aber macht aus dem schlechten Ansprechverhalten der Mobie ein erträgliches und hält von oben eindringendes Wasser ab.
Also bitte hört auf an den Gabel rumzubohren und baut auf keinen Fall Kindergabeln ein! Nehmt euch einen Nachmittag Zeit und zerlegt die Mobie und ersetzt die Verschleißteile. Anschließen funktioniert sie besser als im Neuzustand. Wichtig ist nur, Rost zu verhindern. Ist der erst einmal in der Gabel, ist eine neue fast unumgänglich.
Geht davon aus, dass die Mobie einmal im Jahr (am besten nach dem Winter) eine Komplettzerlegung braucht, haltet die Strandrohre sauber und fettet mit Gabelfett regelmäßig nach. Silikonöl oder ähnliches ist Kosmetik und hilft nur kurzfristig.

Und dann werden zu große Rotoren weit außerhalb der Spezifikationen verbaut bzw. diskutiert. 203er Rotoren an 508er Rädern ist schon bei Nässe ein sehr heikle Sache, besonders wenn eine bissige Bremse à la MT5/MT7 ins Spiel kommt. Da über noch größere Rotoren nachzudenken, die auf jeden Fall außerhalb der Specs liegen, halte ich für nicht angebracht. Es sind dann mind. 20 Prozent mehr Bremskraft auf der Mobie, als sie dauerhaft verträgt. Natürlich ist dann der Verschleiß noch viel höher an den Buchsen und das Elend mit dem eindringenden Wasser und ausgenudelten Dichtungen nimmt seinen Lauf.

Ich will hier keine Lanze für die eher unterdurchschnittliche Mobie brechen. Man kann sie aber gut und billig pimpen und haltbar machen. Aber gerade Gabel und Bremsen außerhalb der Specs zu nutzen sehe ich kritisch. Da werden jeder Händler, jeder Hersteller und evtl. jede Versicherung bei Haftungs- und Gewährleistungsfragen abwinken. Also weist bitte immer darauf hin, dass diese Art Umbau auf eigenes Risiko geht.

Ich habe zwei XCMs bzw. Mobies bei täglichem Einsatz an den Lastenbikes. Eine hat 18.500 und eine 11.800km runter. Beiden laufen besser als im Neuzustand, die Casting-Konstruktion an sich ist solide. Ich habe keinen Bedarf mehr, die Gabel zu tauschen, obwohl ich anfangs auch sehr enttäuscht von der Performance war.
 
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Der Durchmesser der vorderen Bremsscheibe ist für diese starke Gabel in Ordnung. Aus der Herstellerangabe:
  • Brake Post Mount: 160mm (203mm Max)
Schön, dass einige mit der Originalgabel zufrieden sind. Ich habe fünf R&M Load Fahrräder besessen und wollte schon immer mal eine bessere Gabel ausprobieren.

Die Manitou ist der Suntour in jeder Hinsicht überlegen und ich würde nie wieder auf die Originalgabel zurückgreifen wollen, nachdem ich eine einstellbare Luftgabel ausprobiert habe. Nicht nur das Fahrgefühl ist super weich, sondern auch der Reifenkontakt und die Lenkkontrolle werden verbessert.

Ich habe absolut keine Bedenken hinsichtlich seiner Stärke, da es die gleichen Komponenten wie ihre 27,5/29er Reihe in reduzierter Länge verwendet.

Wenn überhaupt, ist die kürzere Version stärker.

Ich freue mich darauf, eine geeignete Beinklemme zu beschaffen und zu installieren, damit der Schutzblech montiert werden kann; dann ist die Arbeit erledigt. :)
 
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Ich freue mich sehr, dass die Gabel selbst bis fast 70 km/h keine Spur von Geschwindigkeitswackeln von sich gab, selbst wenn ich versuchte, sie einzuleiten. Wackeln konnte ich beim Suntour ab 35 km/h durch kräftiges Antippen des Lenkers oder absichtliches Hochziehen des Laufrades über eine Bodenwelle auslösen, während die gleichen Aktionen an der steiferen Gabel keine Schwingungen verursachen. :D

Ich bin mir nicht sicher, ob das an der verbesserten Dämpfung, dem etwas flacheren Lenkwinkel, der erhöhten Steifigkeit oder dem besseren Vorderrad liegt, aber ich halte einen Lenkungsdämpfer nicht mehr für notwendig. Die bessere Stabilität ist wahrscheinlich auf eine Kombination dieser Faktoren zurückzuführen.
 

LZ_

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Lenkungsdämpfer sind die fetten O-Ringe an den Gabelköpfen welche mitgeschraubt sind.
Um wieviel hat sich der Lenkwinkel verflacht?
 
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Leute, Eure Kiste hat mit vollen 250kg eine enorme Hangabstriebskraft, eine 4-Kolben Bremse erzeugt enorme Kräfte, zumal an einer 203er Disc.
Warum ist das überhaupt wichtig? Es macht keinen Unterschied in der Spitzendrehmomentbelastung; Jede Scheibengröße kann das leicht belastete Vorderrad eines Lastenfahrrads blockieren, wobei die aufgebrachte Kraft an diesem Punkt das gleiche Maximum erreicht. Die größere Scheibe leitet die Wärme besser ab, was beim Verlangsamen von mehr als 200 kg aus hohen Geschwindigkeiten entscheidend ist. Für einen Fahrer, der weiß, wie man eine Bremse kontrolliert, ohne sie zu blockieren, gibt es keinen Nachteil, außer ein paar Gramm mehr bei einem Fahrrad, das bereits fast 40 kg wiegt.

Eine andere Sache ist, dass das Gewicht eines Lastenrads stark nach hinten verlagert wird. Der Fahrer sitzt fast direkt über der Hinterachse und der Radstand beträgt über 1,8 m; auf die Vorderachse wird nie das volle Gewicht des Fahrrads aufgebracht. Der längere, besser gedämpfte Federweg reduziert zudem dynamische Spitzenbelastungen und schont die Komponenten. Außerdem vertraue ich der Stärke einer Gabel besserer Qualität mit einem starken konischen Gabelschaft weit mehr als einer billigen 1-1/8"-Stahlgabel.

Also ist all dieser Ärger über eine "Kindergabel" sinnlos. Das einzige, was sich geändert hat, ist, dass die Feder- und Dämpfungsraten für leichtere Fahrer etwas reduziert werden; es ist mindestens so stark wie ihre größeren 32-mm-Gabeln. Erhöhen Sie den Druck und die Druckstufendämpfung, und dies ist völlig unproblematisch; Die Gabel bietet eine weitaus bessere Durchschlagkontrolle als die Suntour.

Das Anbringen des Marketing-Etiketts "Cargo" auf einer Gabel minderer Qualität macht es nicht besser. Es bedeutet höchstens, dass es mit steiferen Federn ausgestattet ist — und das muss es sein, wenn Sie mit allem feststecken und keine Kontrolle haben, außer ein wenig Vorspannungseinstellung. Eine Luftgabel hat dieses Problem nicht.
 
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Lenkungsdämpfer sind die fetten O-Ringe an den Gabelköpfen welche mitgeschraubt sind.
Um wieviel hat sich der Lenkwinkel verflacht?
Sehr wenig. Suntour und Manitou haben bei gleichem Federweg nahezu identische Achsmaße. Das externe Lager fügt dem Stack 10 mm hinzu, und ich habe die vollen 120 mm Federweg mit 30-40 mm Sag gefahren, sodass das Steuerrohr insgesamt um etwa 15-25 mm angehoben wird.

Auf dem langen Radstand des Load führt dies zu einer Reduzierung des Lenkwinkels um etwa 0,5 Grad, was meiner Meinung nach das Handling verbessert. Ich fand das Lenkverhalten perfekt für schnelle Abfahrten auf Bergstraßen, und ein bisschen mehr Tretfreiheit ist bei diesem Fahrrad immer willkommen. Es ist auch möglich, am Dämpfer Offsetbuchsen zu montieren, um den Winkel fein abzustimmen, aber aufgrund mehrerer guter Testläufe an diesem Wochenende halte ich dies nicht für notwendig.

Diese O-Ringe haben im Wesentlichen keinen Einfluss auf die Lenkungsdämpfung. Sie dichten Wasser aus der Buchse ab und verhindern, dass die Lenkung beim Parken umkippt, aber die minimale Kraft, die sie aufbringen, ist in der Bewegung völlig vernachlässigbar. Ich hatte überlegt, einen richtigen hydraulischen Lenkungsdämpfer zu montieren, aber es scheint, als ob das Problem mit dem Gabel- und Rad-Upgrade bereits grundlegend gelöst ist. (y)
 
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Sicher wird die Performance verbessert, das kann ich Aufgrund fehlenden Vergleiches nicht beurteilen, aber nehme es aufgrund der besseren technischen Federungseigenschaften der Bauteile an.
Die original verbauten Gabel und Dämpfer sind jedoch für mich bislang ausreichend, und ich fahre sehr viel offroad.
Meine Gabel ist aber noch neu ( ca. 750km ), und noch nicht ausgeschlagen. Verschleißteile zum Austausch gibt es, und können bei der Wartung einfach getauscht werden.
Auf Kopfsteinpflaster neigt die originale Gabel allerdings zum "Klackern". Da wäre eine Luftdämpfung schon wünschenswert.

Besser geht fast immer, aber ob es sein muss, bleibt die Frage. Ich vermute, wenn man die originale Gabel im Turnus wartet, und ansonsten regelmäßig sauber hält und abschmiert, kann man auch damit lange zurecht kommen.

Weitere Erkenntnisse und Fahrberichte werde ich gerne aufmerksam verfolgen.

lg ....
 
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Warum ist das überhaupt wichtig? Es macht keinen Unterschied in der Spitzendrehmomentbelastung;
Und genau an dieser Stelle sitzt du einem Trugschluss auf. Die maximale Bremskraft ist bei einer 203er Disc mindestens 10 Prozent höher als bei einer 180er, sofern Bremse, Beläge und äußere Bedingungen vergleichbar sind.
Daher sind auch die Spitzenbelastungen, die auf das Gabel-System einwirken um 10 Prozent höher. Ja, eine größere Disc kann mehr Wärme aufnehmen und abführen, aber es geht eben auch um die maximal erzielbare Bremskraft. Bitte nicht Standfestigkeit und Bremskraft vermengen, das sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe.
M.E. verlässt du dich sehr auf dein Gefühl und deine Freude über die sicher sehr gut funktionierende Gabel will ich nicht in Abrede stellen.
Jede Scheibengröße kann das leicht belastete Vorderrad eines Lastenfahrrads blockieren, wobei die aufgebrachte Kraft an diesem Punkt das gleiche Maximum erreicht.
Ein ganz deutliches Nein: Es kommt darauf an, wie viel Gesamtmasse abzubremsen sind. Für ein leeres Cargobike mag deine Annahme stimmen, für eine an die Belastungsgrenze beladene Fuhre gilt das nicht mehr. Warum geben Hersteller bei ihren Gabeln immer ein max. Rotorgröße an? Doch nicht weil es egal ist, sondern weil die Konstruktion für die Aufnahme bestimmter Lastspitzen vorgesehen ist.

Einen tapered Gabelschaft hat die Mobie übigens auch, zumal aus verstärktem Stahl.

Wenn bei deinem Bike mit der Mobie Speed Wobble auftrat, dann war da etwas faul. Zuviel Spiel in irgendeiner Komponente? War die alte Gabel verschlissen?
Das Anbringen des Marketing-Etiketts "Cargo" auf einer Gabel minderer Qualität macht es nicht besser. Es bedeutet höchstens, dass es mit steiferen Federn ausgestattet ist — und das muss es sein, wenn Sie mit allem feststecken und keine Kontrolle haben, außer ein wenig Vorspannungseinstellung. Eine Luftgabel hat dieses Problem nicht.
Das Etikett "Cargo" besagt bei allen mir bekannten Teleskopgabeln, die bisher für den Cargobereich produziert werden, dass statt Alu- Stahlrohre an Standrohren und Gabelschaft eingesetzt werden.
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Daher auch die höhere Korrosionsanfälligkeit. Das hat erst einmal mit Federung und Dämpfung gar nichts zu tun. Über den Sinn einer Luftfederung an einem Cargobike lässt sich vortrefflich ein andern Mal diskutieren.
Die Federn kann man bei der Mobie übrigens schnell und günstig tauschen, es gibt harte und weichere Federn, je nach Vorliebe.

Ich finde toll, dass viele hier im Forum versuchen, Lösungen zu finden, um bestimmte Komponenten zu optimieren. Es kommen oft sehr sinnige und nachahmenswerte Ideen und Umsetzungen. Ich hätte auch gerne eine "anständige" Gabel, daher lese ich interessiert mit.
Bei deiner eingesetzten Gabel kann ich bzgl. einer Nachahmung nur warnen. Eine leichtgewichtige Kinder- und Jugendgabel mit Alustandrohren und Alugabelschaft, die keinerlei Freigabe für Schwerlasteinsatz (siehe meine Frage zur Lenkstangenklemmung) hat, ist in meinen Augen nicht für den Einsatz am Cargobike geeignet. Kann gutgehen, muss aber nicht.
Und noch einmal in aller Deutlichkeit: Es geht mir nicht darum die insgesamt minderwertige XCM20/Mobie schön zu reden. Sie hat aber den entscheidenden Vorteil: Sie ist für solche (Spitzen-)Lasten ausgelegt, fast alle anderen Gabeln in dem Segment nicht. Da mögen Federweg, Dämpfung, Losbrechmoment, Finish und Korrosionsschutz usw. noch so gut sein. Kollabiert deine Gabel, ist Feierabend. Du fährst jetzt eine Gabel, die nicht für den Einsatz am Cargobike vorgesehen ist.
 
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@Schnubu

Ich weiß Ihre Besorgnis zu schätzen, aber das Spitzendrehmoment erreicht in diesem Fall eine Grenze der Vorderradtraktion, lange bevor die Rotorgröße ins Spiel kommen kann.

Glaubst du wirklich, dass der Hersteller für die 20"-Version seiner größeren Gabeln eine andere Gabelkopf- und Gabelschaft-Baugruppe herstellen wird? Es ist die gleiche Komponente, und wenn sie stark genug für die 27,5"- und 29"-Versionen von Trailbikes ist, Dann ist sie mehr als stark genug für jede Belastung, die ein Lastenrad-Vorderrad erfährt. Es ist keineswegs eine "leichte" Gabel, sie ist deutlich schwerer als eine 32-mm-Fox- oder Rockshox-Gabel in voller Größe. Nimm eine und du wirst fühlen Sie, wie solide gebaut es ist.

Der Stahlschaft des Suntour ist nichts Besonderes. Weit davon entfernt, verstärkt zu sein, ist das Rohr nicht einmal konifiziert, was zeigt, wie billig die Gabel ist.

Vergessen Sie nicht, dass frühere Load-Modelle mit einer fadenscheinigen 28-mm-Rohr-"Kinder"-Gabel ausgestattet waren. Ich sehe viele davon auf der Straße und sie sind immer noch nicht zusammengebrochen, obwohl sie bereits seit 2013 im Einsatz sind.

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Auch hier bedeutet das Label "Cargo" von Suntour und RST nichts anderes als eine minderwertige Gabel, die mit einer steiferen Schraubenfeder als die Junior-Version ausgestattet ist.
 
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Was hier vergessen wird (Modifikationen in allen Ehren): wenn irgendwas passiert, Unfall, Bruch, sonst was .... dann ist jede Versicherung, jeder Hersteller, jede Werkstatt, jede Versicherung, jeder Unfallgegner fein raus. Einfach weil die Manitou nicht vorgesehen bzw. entsprechend geprüft ist. Wenn man sich dessen bewusst ist und das in Kauf nimmt, fein.

Bei E-Bikes ist die Lage eben anders als bei Biobikes.
 
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Oh Scheiße, dann erzähl den Load-Besitzern vor 2019 nicht, dass sie eine Gabel verwenden, der der wichtige "Cargo" -Aufkleber fehlt. ;)

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Wissen Sie übrigens, was hilft, Bruch- und Versicherungsschäden zu vermeiden? Nicht abstürzen.

Und wissen Sie, was hilft, Abstürze zu vermeiden? Eine Gabel, die tatsächlich das Rad kontrolliert. :p
 
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