Prophete Cargo 1.0/2.0 Discount E-Lastenrad

Dieses Thema im Forum "Lastentransport (2-Rad)" wurde erstellt von Christoph, 12.05.2019.

  1. Christoph

    Christoph

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    Wie gerade in der Plauderecke entdeckt, gibt es von Prophete (Rheda-Wiedenbrück) ein neues einspuriges Lastenrad.
    Das Cargo 2.0 kommt fertig bestückt mit Kiste, gepolsterter Sitzbank, Sicherheitsgurten und Regendach, das Cargo 1.0 verzichtet auf die drei letztgenannten Ausstattungen.
    Beschreibungen und Ausstattung hier.

    Zu bekommen ist das Rad unter Anderem bei Lidl, Real, Media Markt und Otto. Der Preis schwankt dabei zwischen 3400 und 3700 Euro je nach Anbieter und Variante.
    Interessant ist auch, das der Versandkostenanteil zwar ebenfalls schwankt, mit 15 bis 40 Euro aber auf niedrigem Niveau verweilt. (Lastenradhändler rufen da eher 100 Euro auf.)

    Das Eigengewicht des Cargo 2.0 wird mit 49kg angegeben, was nicht zu schwer ist, für ein Rad mit kompletter Kinderausstattung. Das zulässige Gesamtgewicht jedoch ist mit "etwa 170kg" angegeben. Das wären also 120kg Zuladung und bei 80kg Fahrer noch 40kg Fracht. Bei schwereren Fahrern entsprechend weniger.

    Meine Vermutung geht dahin, das die verbaute Aluminium-Gabel für dieses niedrige Limit verantwortlich zeichnet. Eine Umrüstung müsste hier mehr Spielraum geben.

    Interessantes Detail am Rande: Der Rahmen ist teilbar. Wie auf Fotos ersichtlich, sind die vordere und hintere Hälfte unterhalb des Lenkers miteinander verschraubt.
    Zudem ist der Lenker offenbar sehr hoch gebaut, wobei lange Ahead-Spacer eingesetzt wurden und keine zusätzliche Schaftverlängerung.
    Sowas kann nachträglich individuell gekürzt werden und ist starrer als eine weitere Verschraubung.

    Ein Testbericht, der im Grunde die technischen Daten des Herstellers in ganze Sätze kleidet (also ein zweifelhafter Test).
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.05.2019
  2. Breitmaulgnumpf

    Breitmaulgnumpf

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    Hm, bei dem 1.0 werden auch 49kg angegeben, ohne die Kinderausstattung. Dann bleibt bei schwereren Fahrern ja nicht mehr so viel Nutzlast übrig...
     
  3. Phillenium

    Phillenium

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    Danke für's Teilen - jetzt springt auch Prophete auf den Lastenrad Markt auf - damit scheint es in der Breite für jedermann angekommen zu sein.
    Kennt sich jemand aus, nach welchen Kriterien sich die Nutzlast berechnet? Gibt's da eine Norm oder Ähnliches, wonach der Hersteller ein Rad qualifizieren muss?
    Ähnliche Frage für das Drehmoment. 100Nm klingt für mich recht viel...
     
  4. hibou3

    hibou3

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    Also, soweit ich das weiß (z.b. beim Packster von Riese und Müller ist es definitiv so) beziehen sich die Angaben meistens auf das GESAMTgewicht, also Fahrer/in, Kinder, Gepäck UND Eigengewicht vom Rad.
    Im Fall Prophete also: 170 kg minus ca. 50 kg Eigengewicht -> 120 kg Zuladung. Etwas armselig finde ich. Bei einer sehr zierlichen Frau (65 kg (wohl gemerkt MIT Kleidern, Schuhen, Mantel, Helm, Handy und Handtasche) bleiben 55 kg für Kinder (mit schuhen, Jacken, voller Windel...) Und Gepäck. Geht gerade noch so. Für alle mit mehr Gewicht ists fast zu knapp.
    In meinen Augen ist bereits das Packster mit ca.150 kg Zuladung deutlich zu knapp bemessen. Für einen Einkauf mags schon mal reichen, aber mehr nicht...
    Beim Packster könnte man drauf spekulieren, dass es gelegentlich auch mal deutlich überlastet werden darf. Bei Marktneulingen würde ich mich aber lieber nicht darauf verlassen...
     
  5. lowtech

    lowtech

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    Ist das nicht dass BBF Miami mit anderem Label?
    Ich finde es optisch ganz ansprechend, aber die Zukadung auch eher knapp.
     
  6. Köllefornia

    Köllefornia

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    Der Motor schaut aus wie ein umgelabelter Bafang, aber da weiß man im Pedelec-Forum sicher mehr drüber. 100 Nm können schon stimmen, kann nur sein, dsss das maximale Drehmoment nur bei ca. 10 U/min an der Kurbel vorhanden ist? Wie hoch das Drehmoment bei einer Trittfrequenz von 80U/min. ist wäre interessant, dass konnte ich nicht finden.
    Die Teilbarkeit ist evtl. nicht für den Alltag gedacht, sondern aufgrund der günstigeren Transportkosten aus China, wenn ich mich nicht täusche.
     
  7. Christoph

    Christoph

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    Ja, teilbar ist sicher nur der Rahmen. Die Leitungen für Schaltung, Bremse hinten, Licht vorne und die Motorsteuerung sind noch mit den beiden Hälften verbunden.

    Ein maximales Systemgewicht ist in Hinblick auf Haltbarkeit der Komponenten hin bestimmt.
    Es kann sein, das Felgen und die Gabel schwächer dimensioniert sind. Das würde unter 250kg wohl noch nicht zusammen brechen, aber mit der Last kann ein Schlagloch oder eine leicht überhöhte Bordsteinkante schon zum Versagen führen.

    Einspurige Lastenräder (Long-Johns) mit 20"-Vorderrad sind bei solchen Hindernissen extremen Belastungen ausgesetzt.
    Es ist möglich, das das Gewichtslimit aus Übervorsicht so gering angesetzt wurde oder es gibt Schwachpunkte die bei Überladung der Alltagsbelastung nicht Stand halten.

    Übrigens, das BBF Miami, das in der Tat baugleich zu sein scheint, trägt 200kg Systemlast. Das bewegt sich dann schon im Bereich einiger Mitbewerber.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13.05.2019
  8. Sanktnelson

    Sanktnelson

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    Zumindest am BBF Miami ist der Bafang max drive verbaut. Der wird bei Prophete dann wohl auf AEG umgelabelt.
    Ich würde ja generell kein Fahrrad kaufen, das ich wegschmeißen muss wenn mal der Motor kaputt ist (wegen Spezialrahmen). Aber das scheint inzwischen allgemein akzeptiert zu sein.
     
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  9. neanderthaler

    neanderthaler

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    Eine Norm für Lastenräder ist wohl gerade in der Entwicklung. Ich meine da letztens in irgend einem Blog etwas zu gelesen zu haben. Gefunden: https://www.cargobike.jetzt/entwurf-din-norm/ In der Regel geben die Hersteller das maximal zulässige Gesamtgewicht an, wobei das dann ggf. nochmals eingschränkt wird bezüglich dessen, was als Last auf welchen Bereich des Rades wirken darf.
     
  10. holzwurm

    holzwurm

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    Auch wenn es kein Lastenrad für mich wäre. Es ist doch schön, dass Otto-Normal-Radfahrer nun auch in den Focus kommt. Ein Real- Lidl- etc- Prospekt wird ja von vielen gelesen. Wenn die Discounter nun auf den Lastenradzug aufspringen, kann es nur bedeuten, dass sich was bewegt.
    Seufz, wenn nun noch die Politik schneller (re)agieren würde und schneller etwas für den Radverkehr machen würde....
     
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