Presseberichte zum Thema Fahrradwirtschaft, Wirtschaftsverkehr-Rad usw.

Das ist eine Entwicklung die ich als beschäftigter bei einem regionalen Postunternehmen hautnah miterlebe.
Die Briefmengen sind rückläufig und die Strecken zwischen den einzelnen Stops werden immer weiter, was die Zustellung mit dem Rad gerade in kleinen Gemeinden zunehmend unprofitabel macht.
Im Gegensatz zur DPAG gibt es bei uns keine Pläne die Zustellung mit dem Rad einzustellen, aber neue Fahrräder werden keine mehr angeschafft.
 

Leider hinter Paywall. Zum Inhalt aus eigener Beobachtung: hier sind tatsächlich Rider auf Pedelecs mit locker 50 km/h unterwegs. Ohne Treten.

Die stehen unter enormem Druck. Aber es wäre an den Plattformen dafür zu sorgen, dass ihre Subunternehmer den Ridern keine illegalen Fahrzeuge geben bzw. eigenecHaxks tolerieren.
 
Ich finde interessant, dass als Bild Flink ausgesucht wurde. Es gibt ja viele Unternehmen und zumindest hier in Bremen scheinen mir die Flink Fahrer die am absolut bestfahrendsten zu sein. Räder werden da ja auch gestellt und zu schnell habe ich da noch nie jemanden gesehen.
 
Ich finde interessant, dass als Bild Flink ausgesucht wurde. Es gibt ja viele Unternehmen und zumindest hier in Bremen scheinen mir die Flink Fahrer die am absolut bestfahrendsten zu sein. Räder werden da ja auch gestellt und zu schnell habe ich da noch nie jemanden gesehen.
Den Eindruck teile ich in Köln.
 
Ich finde es erstaunlich, dass bei den Berufsradfahrern der Lieferdienste so wenig passiert. Stellen die eigentlich nur Männer ein? Die fahren ohne Licht teils auf Radstreifen entgegen der Fahrtrichtung einhändig während sie das Handy bedienen.

Würde man wie in anderen Berufen richtigen Arbeitsschutz durchsetzen, müssten die alle mit Helm, Warnweste und funktionierenden Fahrrädern mit funktionierender Beleuchtung unterwegs sein. Sonst haftet doch auch der Arbeitgeber, wenn er sich nicht un die Durchsetzung von Arbeitsschutz kümmert. Findet das alles in rechtsfreiem Tech Untermehmertum statt? Wie geht das?
 
Die arbeiten meistens für so shady Subunternehmer und mieten von denen die Räder. Die können froh sein, wenn sie überhaupt sozialversichert werden.
Wenn was passiert, waren sie nie angestellt oder fliegen raus.
Das ist übelster Plattformkapitalismus.
Und ich würde da nie bestellen!!!
 
Aye, gab dazu auch schon verschiedene Presseberichte (hier) bzgl. ausländischer Fahrer in krassen Abhängigkeitsverhältnissen.
 
Ich finde es erstaunlich, dass bei den Berufsradfahrern der Lieferdienste so wenig passiert. Stellen die eigentlich nur Männer ein? Die fahren ohne Licht teils auf Radstreifen entgegen der Fahrtrichtung einhändig während sie das Handy bedienen.
Da gibt es aber auch himmelweite Unterschiede zwischen den Unternehmen. Flink habe ich oben ja schon beschrieben. Auch Dominos und eine lokale Burgerkette fahren mit Rädern rum, die in Corporate Identity gehalten sind und die auch vernünftig und sicher (funktionierendes Licht bspw.) bewegt werden.
Die Fahrräder, die fahren wie die Henker, sind meistens Lieferando oder Uber Eats Fahrer. Die sind aber auch der exakte Gegenpart zu den Lieferando und Uber Eats Autos, die auch meist aussehen wie kurz vor Schrottplatz und fahren als wären sie bei der Formel 1 (und Parken als würde ihnen die Welt gehören). Von daher finde ich es schwierig das so zu generalisieren.
Das die meisten Fahrer und nicht Fahrerinnen sind liegt vermutlich einfach daran, dass im Niedrig(st)lohnsektor viele dabei sind, die nicht anderweitig arbeiten (dürfen). Und das sind nun mal sehr viele deren Abschlüsse nicht anerkannt werden (oder wie würde unsere Regierung sagen: "Die böse Flüchtlinge!") und die sich mit so Jobs über Wasser halten. Warum in den großen Fluchtbewegungen viel mehr Männer als Frauen fliehen, dürfte ja allgemein bekannt sein (Wahrscheinlichkeit des Überlebens einer Flucht). Aber ich arte aus...
 
Die stehen unter enormem Druck. Aber es wäre an den Plattformen dafür zu sorgen, dass ihre Subunternehmer den Ridern keine illegalen Fahrzeuge geben bzw. eigenecHaxks tolerieren.
Die Plattformanbieter haben doch diese illegale Raserei erst selbst verursacht indem sie den Fahrern nahezu unmögliche Zeitvorgaben machen. Die haben gar kein Interesse an fairen Bedingungen, das würde schließlich mehr kosten und man muss ja an den Shareholder Value denken.
Oder frei nach Pam Bondi: "The Dow is over 50.000 right now!"

Die arbeiten meistens für so shady Subunternehmer und mieten von denen die Räder.
Viel schlimmer, bei einigen dieser Lieferplattformen sind die Fahrer als selbstständige Einzelunternehmer angemeldet. Die müssen sich also theoretisch auch noch von dem kargen Lohn selbst versichern, was viele natürlich nicht machen.
 
Die Plattformanbieter haben doch diese illegale Raserei erst selbst verursacht indem sie den Fahrern nahezu unmögliche Zeitvorgaben machen. Die haben gar kein Interesse an fairen Bedingungen, das würde schließlich mehr kosten und man muss ja an den Shareholder Value denken.
Oder frei nach Pam Bondi: "The Dow is over 50.000 right now!"


Viel schlimmer, bei einigen dieser Lieferplattformen sind die Fahrer als selbstständige Einzelunternehmer angemeldet. Die müssen sich also theoretisch auch noch von dem kargen Lohn selbst versichern, was viele natürlich nicht machen.
Natürlich haben die Plattformen kein Interesse. Und die besseren - wenn es sowas gibt - versuchen, ihre noch fest angestellten Rider outzusourcen. Gewerkschaften und Zoll gehen ja auch dagegen vor, sind aber hoffnungslos überfordert, weil Subunternehmer und Rider kommen und gehen und Letztere in der Illegalität gar keine Möglichkeit haben, irgendwelche Rechte durchsetzen.
Es bräuchte eine Art Lieferkettengesetz, das die Plattformen in die Verantwortung für die gesamte Kette nimmt UND genug Personal bei Zoll etc., das dieses Gesetz durchsetzt. Aber in der Legislative wird das in weiten Teilen nicht gewollt und die Exekutive wäre zu schwach.
Man macht der Gastronomie lieber Steuergeschenke obwohl Betrug dort fast die Regel ist. Wenn ich mal auswärts esse (was sehr selten ist) kriege ich meistens nur „Zwischenbelege“ statt einer Rechnung und ein blödes Gesicht, wenn ich auf einer Rechnung bestehe, die nicht aus der Kasse gelöscht werden kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
hier sind tatsächlich Rider auf Pedelecs mit locker 50 km/h unterwegs. Ohne Treten.
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Die konsequente Weiterentwicklung des Lieferfahrrads. Ja, das ist so im Einsatz.

t.
 
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