Positive Überraschungen

Positiv überrascht worden und zum hinterfragen eigener Klischees angeregt worden. Und auch noch günstig gefunden, was ich suchte!
Ich hab ja das olle Kronan Filibus in grau.
@romanberns hat netterweise eine IS Aufnahme an der Gabel angeschweißt. Kronan kannte den Farbton auf Nachfrage nicht mehr. RAL ist es leider nicht, im Baumarkt gab es nix, der KFZ Lacker verkauft mir gern 1 Kilo 2K Lack für den Fließbecher nach Messung und anmischen....was tun?
Als Großstadt haben wir auch Nischengeschäfte. Ich bin also in den nächsten Graffiti Laden. In Hausmeister Dienst Kleidung und auch (ja, deutlich) älter als die Stammkundschaft. Trotzdem wurde ich freundlich und kompetent bedient, man entschuldigte sich, dass es dieses Grau nur in 3 Schattierungen gebe, dann hat mir die Verkäuferin passenden Klarlack empfohlen, mir die Verarbeitung erklärt und noch 2 andere Sprühkappen und Einweghandschuhe in die Hand gedrückt - für 13.50 kann ich da echt nicht meckern.
Dedicated Graffiti Shop Köln - Daumen hoch und Danke für den Denkanstoß zu eigenen Vorurteilen.
 

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Positiv bin ich bei dieser Baustelle auf dem Radweg überrascht worden.
Von der zweispurigen Straße, bei der die beiden Spuren in 200 m zu einer Spur zusammengeführt werden, ist eine Spur für die Umleitung des Radwegs gesperrt worden. Die Kante zwischen Radweg und Straße ist mit Asphalt ausgeglichen.
Gut gemacht
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Interessanterweise ist ein paar Tage später an einer anderen Stelle eine Baustelle gleicher Art entstanden.
Diese Art von Baustelle und Umleitung hatte ich die letzten 15 Jahre nicht.;)
 
Meistens fahre ich unsere Kleine (8 J.) mit dem Tandem morgens zur Schule und meine Frau (sie fährt halt kein Fahrrad) holt sie mittags mit dem Auto ab. Heute habe ich sie auch von der Schule abgeholt, daher ist sie heute mit dem eigenen Rad gefahren. Auf dem Rückweg -Parkweg mit S-Kurve, erst Gefälle, dann Steigung - rief sie plötzlich „Papa, wir haben privat verhext geschaltet!“. Privat verhext im Kinder Slang bedeutet eigentlich, dass zwei Personen im gleichen Augenblick das Gleiche sagen…

Danach habe ich mal auf ihre Fahrtechnik geachtet: Sie nimmt die Kurven exakt so, wie ich bzw. wir sie mit dem Tandem nehmen, sie schaltet an den gleichen Stellen intuitiv rauf oder runter wie ich (wo andere, auch ältere Kinder bergauf im gleichen Gang bleiben, aber dann im Stehen fahren, irgendwann absteigen und schieben), sie umfährt Bodenwellen und andere Unebenheiten genauso wie ich. Scheinbar wirkt sich der häufige Wechsel von Tandem fahren und solo fahren sehr positiv auf ihre Fahrtechnik aus.
 
Na, immerhin merkt der/die eine oder andere, dass das "Geheimnis" der "Menschwerdung" so einfach ist: ALLLES, was Erwachsene machen, machen Kinder (meistens) einfach nach - was sollen sie auch sonst tun...
Och, ne ganze Menge. Genau das Gegenteil machen, aus eigenen Fehlern lernen oder auch nicht, …
Als unsere Große in dem Alter war, hab ich meist beide Kinder im Lastenrad transportiert. Sie hat deutlich länger gebraucht, bis sie sicher fahren konnte. Kann natürlich auch ein Zufall sein, jeder jeck ist halt anders.
 
Kennt Ihr das - und ich weiß nicht ob ich es positiv oder negativ finde - dass Autofahrer zunehmend überrücksichtsvoll oder der Rechts-vor-links-Regeln nicht mächtig sind?

Du fährst zügig auf eine Kreuzung zu. Von rechts kommt ein Auto.
Du lässt Rollen, in Erwartung, das Auto würde fahren. Das Auto fährt langsamer.
Du bremst leicht. Das Auto bremst.
Du bremst schärfer. Das Auto bleibt stehen.
Du bleibst stehen. Der/die Autofahrende gestikuliert, dass er/sie Dich vorlässt. Gerne auch in Gegenwart anderer, die damit nun gar nicht rechnen können, so dass bestenfalls alle zum Stillstand kommen oder sich echte Konflikte auftun.

Einerseits ist Rücksicht toll. Aber als „Momentumist“ ist mir die Auftechterhaltung meines Schwungs eigentlich lieber.
 
Kennt Ihr das - und ich weiß nicht ob ich es positiv oder negativ finde - dass Autofahrer zunehmend überrücksichtsvoll oder der Rechts-vor-links-Regeln nicht mächtig sind?

Du fährst zügig auf eine Kreuzung zu. Von rechts kommt ein Auto.
Du lässt Rollen, in Erwartung, das Auto würde fahren. Das Auto fährt langsamer.
Du bremst leicht. Das Auto bremst.
Du bremst schärfer. Das Auto bleibt stehen.
Du bleibst stehen. Der/die Autofahrende gestikuliert, dass er/sie Dich vorlässt. Gerne auch in Gegenwart anderer, die damit nun gar nicht rechnen können, so dass bestenfalls alle zum Stillstand kommen oder sich echte Konflikte auftun.

Einerseits ist Rücksicht toll. Aber als „Momentumist“ ist mir die Auftechterhaltung meines Schwungs eigentlich lieber.
Kenne ich. Besonders häufig habe ich das mit Kindern. Da ist es nochmal blöder, weil ich denen ja Regeln beibringen will. Mein eines Kind winkt mittlerweile selbst selbstverständlich Autos durch.

Noch nerviger finde ich aber langsames Rollen von Fahrzeugen, die nicht Vorfahrt haben. Da dürfte ich vorbei, aber traue mich ehrlich gesagt meistens nicht.

t.
 
Das ist aber nicht nur beim Rad so, solche Situationen gibt es immer wieder zu genüge.

Ist ja fast wie auf dem Beschleunigungsstreifen zur Autobahn, da gibt es ja auch immer wieder Menschen, die die Leustungsfähigkeit ihres Fahrzeuges im Vergleich zu meinem total untermotorisiert en 7to Gefährtes total falsch einschätzen.

Faktor Mensch mit seinen Unsicherheiten und gepaart mit der überbordenden Sicherheit anderer und zur Selbstreflexion unfähigen Exemplaren macht sowas oft unnötig gefährlich und durch Reaktionen wie hupen unnötig stressig.

Toll ist, wenn du, eben weil du nicht sicher bist ob wirklich gebremst wird, ausgebremst wirst und danach zu eng überholt wirst......

Oder du auf dem Radweg fährst, die Linksabbieger auf der größeren Straße nebendran die Lücke im Gegenverkehr nutzen um dann zwischen dem Radweg und der Straße scharf bremsen weil du ja kommst, der Hintermann dich aber nicht sieht und dann den Gegenverkehr durch rumstehen auf der Straße ausbremst.
Dauert natürlich etwas, weil du ja doch nennÜberlebensinstinkt Hast und lieber stoppst.
 
Beim
überrücksichtsvoll
Fahren weist das "über" auf das Problem hin, es ist eben keine gut vorhersehbare Fahrweise und kann unbeabsichtigt zu Unfällen führen. Seine Vorfahrt zügig, klar und ohne Zögern zu Nutzen gehört zum guten Fahren auch dazu. Ich kenne das auch von Auto-Auto-Begegnungen. Mit dem Fahrrad zunehmend in jüngerer Zeit, vorher wurde ich wenig Rücksicht ausgesetzt.
Ich versuche mich daran zu üben, die gewährte Vorfahrt freundlich und vorsichtig zu nutzen und keinesfalls den Eindruck zu erwecken als ob ich rowdyhaft sowieso gefahren wäre.
 
Das verblüffende ist, dass Du 20 Fahrräder (und Roller) auf eine Kreuzung loslassen kannst, keiner sich an Rechts-vor-links hält und alle in der kürzest möglichen Zeit und ohne unnötigen Energieverlust die Kreuzung auf ihrem Weg passieren. Nur durch minimale Anzeichen, Blicke und andere nonverbale Kommunikation.
(Bzw. nach meiner Erfahrung morgens rund um die Kölner Uni schaffen das die 90% geübten AlltagsradlerInnen. Touristen und Wochenend-E-biker sind ein Problem.)
Autos schaffen es trotz umfangreichen Regelwerks nicht. Gut, die haben mehr Masse und Volumen. Da ist Ordnung wahrscheinlich imperativ.
Trotzdem wundert mich das immer wieder.
 
Autos schaffen es trotz umfangreichen Regelwerks nicht. Gut, die haben mehr Masse und Volumen. Da ist Ordnung wahrscheinlich imperativ.
Trotzdem wundert mich das immer wieder.
Ich war vor 25 Jahren mal auf Kreta, da fiel mir das Gegenteil auf: Die fuhren mit ihren Autos irgendwie in weiten Bögen umeinander herum und arrangierten sich ganz geschickt. Das hatte was von folkloristischer Aufführung, kein Vergleich zu unserem Straßenverkehr. Meine Vermutung damals war, dass der minimale Umfang ihrer Haftpflichtversicherungen dazu wesentlich beitrug.
 
Ich war vor 25 Jahren mal auf Kreta, da fiel mir das Gegenteil auf: Die fuhren mit ihren Autos irgendwie in weiten Bögen umeinander herum und arrangierten sich ganz geschickt. Das hatte was von folkloristischer Aufführung, kein Vergleich zu unserem Straßenverkehr. Meine Vermutung damals war, dass der minimale Umfang ihrer Haftpflichtversicherungen dazu wesentlich beitrug.
In Südeuropa wird eh etwas intuitiver gefahren, dauert für die ordnungsliebenden Germanen etwas, bis man das verinnerlicht hat, aber es klappe im allgemeinen nicht so schlecht. Im Juli war ich in der nordostbrasilianischen Provinz unterwegs, da ist's ähnlich. Sogar in der Großstadt Fortaleza relativ gechillter Verkehr. Letztes Jahr Sao Paulo war auch easy, vom Feeling her wie Italien.
 
Positiv bin ich bei dieser Baustelle auf dem Radweg überrascht worden.
Von der zweispurigen Straße, bei der die beiden Spuren in 200 m zu einer Spur zusammengeführt werden, ist eine Spur für die Umleitung des Radwegs gesperrt worden. Die Kante zwischen Radweg und Straße ist mit Asphalt ausgeglichen.
Gut gemacht
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Interessanterweise ist ein paar Tage später an einer anderen Stelle eine Baustelle gleicher Art entstanden.
Diese Art von Baustelle und Umleitung hatte ich die letzten 15 Jahre nicht.;)
Vielleicht sollte man derartig positive Beispiele auch an die zuständige Abteilung in der Stadtverwaltung melden. Als Denkanstoß.
 
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