Persenninge, Taschen, Abdeckungen aus LKW - Plane selbst Herstellen - so gehts!

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Nähen kann ich nicht. Aber das was ich fabriziere hält, funktioniert und sieht gut aus :-D Bediene mich da an dem Wissen, das ich vor 17 Jahren mal binnen drei Monaten in der Schule gelernt habe.

Der Honigbienenbär ist jetzt 6 Jahre alt und noch immer tip top in Schuss.
 

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Nun, bisher schon einige Ausstattungen vom Oldtimer neu beledert, einige Kleidungsstücke selbst genäht (Anzug, Mantel, Jacken, Hemden usw.), Vorhänge, Chesterfieldsofas und -sessel neu beledert - im Lauf der Zeit ein wenig an Näherfahrung gewonnen.
 
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Nähen zu können ist eine völlig unterschätzte Fähigkeit. Mit gutem Stoff kann man so tolle Dinge machen!
Unbedingt! Es hilft ja oft schon, wenn man Reparaturen und kleine Anpassungen vornehmen kann.
Bei einer Abdeckplane für die Wanne müsste ich zumindest den Rand am Ausfransen hindern, die Ecken vernähen, evtl. eine Wölbung nach oben in der Mitte und Ösen für einen Gummizug einbringen.
 
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Ein Material, das mir wieder ins Blickfeld gerückt ist, ist imprägnierter Baumwollzeltstoff in Form von Armee-Zeltbahnen. Sowas hatten wir damals auf den einsamen Inseln mit, weil man darunter mit dem Holzkocher kochen konnte, anders als unter einer Nylon-Plane. Wir hatten damals ein Zelt aus vier schwedischen Bahnen, die zusammengeknöpft gut wasserdicht waren. Ich würde dieses Zelt nicht auseinanderreißen, weil es recht praktisch war und die Jungs es vielleicht noch brauchen, aber diese Materialquelle mal verfolgen.
 
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Ein Material, das mir wieder ins Blickfeld gerückt ist, ist imprägnierter Baumwollzeltstoff in Form von Armee-Zeltbahnen. Sowas hatten wir damals auf den einsamen Inseln mit, weil man darunter mit dem Holzkocher kochen konnte, anders als unter einer Nylon-Plane. Wir hatten damals ein Zelt aus vier schwedischen Bahnen, die zusammengeknöpft gut wasserdicht waren. Ich würde dieses Zelt nicht auseinanderreißen, weil es recht praktisch war und die Jungs es vielleicht noch brauchen, aber diese Materialquelle mal verfolgen.
stimmt, das Zeug war super! gab\gibt es als Dreieck und Viereck-Planen. Damit konnte man riesige Zelte bauen und darin heizen und kochen... ja rußiger desto dicht.
 
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Man kann das Zeug halt nicht so einfach drüberwerfen wie eine LKW-Plane, und erwarten dass es dicht ist. Aber ich habe in die Wanne gleich unterm drahtverstärkten Rand vier Löcher gebaut, da könnte man recht einfach Fiberglasstangen reinstecken. Praktischer Vorteil wäre, dass das Material gut zusammenzulegen und zu verstauen ist.
 
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Es gibt auch Fahrradtaschen aus gewachster Baumwole zu kaufen, von Firma Carradice aus England. Die wurden 2015 auch von Ökotest geprüft. man würde ja erwarten, dass gewachste Baumwolle sich dabei von den Schadstoffen her als überlegen erweisen würde, das was aber zu meinem Erstaunen nicht so: Die komplette Bandbreite der geprüften kritischen Stoffe war in weit überdurchschnittlichem Umfang enthalten! Die Engländer schaffen es doch immer wieder, mit dem Hintern einzureißen, was sie mit den Händen aufbauen...:rolleyes:
Ortlieb und Vaude waren PVC-typisch belastet, Vaude etwas geringer. 2019 testete Stiftung Warentest ganz bescheiden nur auf Phthalate und PAK und fand bei Ortlieb und Vaude ein sehr gutes Ergebnis vor, was sie 2015 nicht erreicht hätten. Die öffentliche Kritik scheint bei manchen Herstellern also durchaus etwas zu bewirken. Meine neue Büro-Fahrrad-Tasche von Vaude, Bayreuth III L, kommt ganz ohne PVC aus.

War heute mit der Wanne Pakete wegfahren, das mit der Persenning muss ich wirklich mal in Angriff nehmen.
 
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Mir fällt zum Recycling noch Zeltstoff ein, superdünn, ultraleicht, dünn beschichtet, leicht zu verarbeiten, super zu verstauen.
Kann man PU gegen Pvc vergleichen, um das geringere Übel zu wählen?
Gruß Krischan
 
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Es tut sich was: Ich habe mich entschieden, die Persenning aus einem überflüssigen Seesack herzustellen, der wohl aus beschichtetem dicken Nylon besteht. Die beiden Schnitte zum Auftrennen konnte ich so legen, dass ein Umnähen wohl nur sehr gegrenzt nötig wird. Oben drauf liegt ein Glasfaserstab aus dem Drachenbau, der mal bei der Herstellung von in kleinem Radius biegbaren Zeltstangen übrig blieb. Da mache ich Stahl-Enden dran, die ein einfaches Installieren ermöglichen. Durch die Stangen gibt es dann eine kleine Wölbung nach oben, so dass sich weniger Pfützen bilden können. Mal gucken, ob unsere Nähmaschine das Zeug verdauen kann...

PU vs. PVC: Ich finde es immer sehr anspruchsvoll, solche Gegenüberstellungen zu machen. Am Ende landet man bei einem Paket von Annahmen, die man dem Vergleich zu Grunde legt, und einer Bewertung auf dieser Grundlage. Aber viele dieser Annahmen könnte man auch anders annehmen, besonders, wenn man lieber zu einer anderen Bewertung kommen möchte. Bei Kunststoffen wäre es z.B. die Frage, von welcher Nutzungsdauer und welcher Art der Herstellung und Entsorgung man ausgehen kann. Die Schwerpunkte der öffentlichen Diskussion entsprechen auch oft nicht den sinnvollen Prioritäten. Da sind dann Chemikalien in Kleinstmengen rein nicht leicht verfügbar, dafür literweise als Gemisch im Baumarkt. Aus dem Bauch heraus würde ich PU den Vorzug geben.
 

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Mir fällt zum Recycling noch Zeltstoff ein, superdünn, ultraleicht, dünn beschichtet, leicht zu verarbeiten, super zu verstauen.
Kann man PU gegen Pvc vergleichen, um das geringere Übel zu wählen?
Gruß Krischan
ich glaube auch wenn man etwas recycled sollte man das nehmen was gut verfügbar und verarbeitbar ist, in den Mengen in denen man beim Selbstbau landet denke ich das allein die tatsachen eine Recycling schon sehr gut ist.
 
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Nähen ist so was von easy, können sogar Frauen <duck rennweg>.
Wäre da Verlass drauf müsste ich mich nicht mit dem Fitzelkram herumschlagen!:)

Ich bin da nicht up-to-date aber nach meiner Erinnerung sind nach arbeitswissenschaftlichen Untersuchungen Frauen bei feinmotorischen Arbeiten 30% geschickter als Männer. Meine eigenen Beobachtungen bestätigen das.
 
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nach arbeitswissenschaftlichen Untersuchungen Frauen bei feinmotorischen Arbeiten 30% geschickter als Männer.
Meine TextilschülER dürfen erst an die Nähmaschine (worauf sie wirklich Lust haben), wenn sie vorher stricken gelernt haben. So können sie einen Teil ihrer motorischen Einschränkungen kompensieren.
Also Väter: Bringt Euren Söhnen so früh wie möglich (ab 5,6,7) das Stricken bei (lasst Euch von Euren Müttern helfen, die wissen noch, wie es geht ;))
Grus Krischan
 
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Also Väter: Bringt Euren Söhnen so früh wie möglich (ab 5,6,7) das Stricken bei (lasst Euch von Euren Müttern helfen, die wissen noch, wie es geht ;))
Grus Krischan
:love: meiner (5 1/2) bringt es sich grad quasi selbst bei! Hat sich vom Christkind Stricknadeln und Wolle gewünscht, strickt jetzt fleissig an seinem zukünftigen Schal, die Hilferufe werden schon seltener...
 
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