Pendeln mit S-Pedelec Lastenrad zur Arbeit?

Dieses Thema im Forum "Lastentransport (2-Rad)" wurde erstellt von Mattann, 13.07.2019.

  1. Mattann

    Mattann

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    Hallo Zusammen,

    vielleicht gibt es hier bereits Lastenrad-Pendler, die mir bei der Entscheidung helfen könnten:

    Ich überlege meine Pendelstrecke zur Arbeit eventuell zu ändern und mein Auto (Zweitwagen) zu verkaufen. Habe einen 10h Bürojob mit 9 Stunden pro Tag Sitzen und 40min Mittagspause, d.h. ich brauche Bewegung und bessere Laune nach einem ätzenden 10h Arbeitstag :)

    Ich könnte auch nur mit einem Faltrad zum Bahnhof, S-Bahn und dann Faltrad zum Arbeitsplatz. Andere Möglichkeit S-Pedelec und komplett per Rad. Duschen wäre nämlich möglich, würde aber wieder Zeit kosten.

    Problem:
    • Habe eine Familie mit drei Kindern und will nicht zu lange noch mit Pendeln abwesend sein. Verbringe bereits jeden Tag 9-10h auf Arbeit...
    • Umzug ist keine Option
    • Jobrad hat Arbeitgeber abgelehnt

    Meine Weg-Situation: Einfache Strecke
    • Auto: 45km: 31 min laut Google - in 95% der Fahrten stimmt das: Alternativroute 35min
    • Bahn: S-Bahn 1h 6min (56min 1x Umsteigen) plus 2x Rad zum Bahnhof ca. 20min, d.h. 80min
    • Rad: 35km ????? min
    Kostentechnisch pro Jahr sieht es wie folgt aus ( Kosten pro 249 Arbeitstage 2019):
    • Auto: Erdgas: 13,9 ct/km Gesamt inkl. Wertverlust (Abschreibung 3 Jahre): 3100€ /a
    • Bahn: S-Bahn Jahresticket: 2719€ /a
    • Rad: 500€ wetterbedingte (schnee?) Not-Bahnfahrten, d.h 2200€/a darf das S-Pedelec kosten
    Ökologischer Faktor
    • Auto: 134 g Co2 /km, d.h. 3 Tonnen CO2/a. Mitfahrgelegenheit wäre an drei Tagen / Woche möglich, mit Einschränkungen der Arbeitszeit
    Ich denke über ein S-Pedelec nach. Da ich bereits ein älteres Lastenrad habe, könnte man hier ein neues S-Pedelec Lastenrad kaufen.
    • Wär ein Pendeln mit dem S-Pedelec möglich?
    • Gibt es Modelle mit 45km/h die Ordentlichst (!) unterstützen auf 90km? Laden ggf, am Büro-Arbeitsplatz möglich, müsste ich aber abkären
    • Wie lange bräuchte man bei meinem Fahrtweg (Strecke ist überwiegend eher flach, nur leichte Steigungen) bei maximaler Unterstützung?
    • Könnte man auch mit massivster Unterstützung des Akkus entspannt auf der Arbeit ankommen, um nicht duschen zu müssen?
     
  2. Christoph

    Christoph

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    Dein Arbeitsweg sind 2x45km, mit dem Rad vermutlich ein paar Kilometer mehr. Dafür benötigst Du etwas über eine Stunde Fahrzeit.
    Mit der Bahn brauchst Du doppelt so lange, Du möchtest aber auch Zeit sparen, daher dürfte die Bahn nur in Frage kommen, wenn das Auto langsamer wäre, etwa durch Verkehrsstaus.

    Mit dem Fahrrad wird die Strecke definitiv mehr Zeit beanspruchen. Selbst ein S-Pedelec fährt selten Höchstgeschwindigkeit. Nehmen wir mal einen Schnitt von 30-32km/h an, dann sind gut drei Stunden Fahrzeit nötig. Das wäre länger als die Bahnfahrt. Macht bei schönem Wetter sicher mehr Spass, aber dauert eben auch.

    Also gibt es einen Scheideweg. Entweder die längere Fahrdauer akzeptieren, oder eine schnelleres Fahrzeug anschaffen.

    Wie wäre es denn mit einem Motorrad oder einem Motorroller mit 125, besser 250cm³. Der entsprechende Führerschein ist natürlich erforderlich. Ein 50er Roller fällt aber aus der Auswahl raus, da der ja nicht schneller fährt.
    Ein 125er fährt locker 80 und kann somit der gleichen Strecke folgen, die bislang gefahren wird. Mit dem Zweirad kommst Du am Stau besser vorbei, könntest also in solchen Situationen Vorteile genießen.

    Das kleinere Fahrzeug würde den CO2-AUSSTOß reduzieren und ist in der Anschaffung günstiger als ein S-Pedelec mit doppeltem Akku, das für die gewünschte Leistung benötigt wird. Selbst die Kosten für den A-Klasse Führerschein dürften mit drin sein.

    Spass macht ein stärker motorisiertes Zweirad auch. Die Vorteile des Fahrrades sind ansonsten übertragbar. Günstig im Unterhalt, leicht zu parken. Genau wie ein S-Pedelec darf man nicht auf den Radweg und braucht Helm und Kennzeichen.
     
  3. rgrewe

    rgrewe

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    Ich fahre 58 km / 625 hm täglich mit einem Load (25er), brauche einfach 1h 15min inkl. Ampeln bei einem Schnitt von 24 km/h. Werde sobald es verfügbar ist auf das Load GX Rohloff HS (45er) umsteigen. Wenn du noch ein halbes Jahr warten kannst, kann ich meine Erfahrungen dann teilen.

    Schwitzen wirst du, es ist immer noch ein Fahrrad und kein Moped. Ich Dusche nicht immer auf der Arbeit und bisher hat sich kein Arbeitskollege beschwert, scheint also nicht so schlimm zu sein. Ziehe mich aber immer um in frische Kleidung.

    Die einfache Strecke von 35 km ( laut Google? ) wird mit einem S-Lastenrad kaum unter 1 h zu schaffen sein. Hängt aber von zu vielen Faktoren ab, als das eine realistische Vorhersage möglich ist. Du kannst versuchen bei einem Händler ein Rad zu leihen und es so auszuprobieren. S-Pedelecs haben die aber üblicherweise nicht...
     
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  4. Mattann

    Mattann

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    Es ind 35km Fahrstrecke per Rad. Mit dem Auto fahre ich Autobahn.

    Bei 35km wären es etc. was mehr als eine Stunde, wenn ich einen 30er Schnitt schaffe. Die Unterstützung dreht aber nicht bis 45km/h hoch ohne viel Anstrengung, oder gibt es da Motoreinstellungen, die auf der Hinfahrt ein E-Mobil daraus machen?

    Ich hatte schon an E-Roller o.ä. gedacht. Habe einen Motorradführerschein. Aber meine Frau will das Motorrad wegen der Unfallgefahr nicht. CO2-technisch wäre das aber sicher deutlich besser, ist aber keine Option.
     
  5. Mattann

    Mattann

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    Ich habe gerade bei Riese und Müller geschaut und würde das Packster Touring HS für mich nehmen. Rohloff und Vollfederung brauch ich nicht, oder wäre das bei der Laufleistung wieder eine Option? Wartungskosten wären vermutlich hoch bei Rädern. Mit dem Auto spart man da bei Wartungskosten (Reifen, Kette etc.) Das Packster Touring HS hätte auch 45km/h. Ich bin gespannt auf Deine Erfahrungen.

    Strecke ist laut Google für das RAd 35km, für Fußgänger 31km. Ob der Radweg dann für Google durchgehend asphaltiert ist, kann ich nicht sagen. S-Pedelec ist eigentlich nur für die Straße.
     
  6. neanderthaler

    neanderthaler

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    Mein erster Gedanke war: Such Dir einen anderen Job! Sitzen ist das neue Rauchen und 10 Stunden am Tag beruflich sitzen sollte man echt nicht machen.
    35km einfache Strecke sind schon eine Ansage. Unter einer Stunde wird das auch mit einem S-Pedelec wahrscheinlich nichts werden. Das ist schon keine "typische" Fahrraddistanz mehr.

    Ein paar Gedanken dazu, in lockerer Folge: Mit genügend Akku-Kapazität und Turbo-Modus sollte das schweißfrei machbar sein, wenn Du etwas trainiert bist. Damit wäre das Duschen vor der Arbeit verzichtbar. Das hängt aber auch von der Topographie ab: bergauf muß man schon noch selbst etwas tun. Ich profitiere hier auf dem Hinweg (16km ungefähr) von 100 Höhenmetern Gefälle. Da muss man sich im Winter schon eher dick anziehen um nicht zu frieren, als dass es zu warm wird. Ob ein S-Pedelec 90km ohne Nachladen schafft, hängt von Gewicht und Topographie ab. Wenn es flach ist, tendenziell ja (Doppelakku). Mit einem 25 km/h-Pedelec reist man bei moderaten Steigungen mit Durchschnittsgeschwindigkeiten um 23 km/h. Ich bin nur einmal kurz S-Pedelec gefahren, aber mehr als einen 30er Schnitt wirst Du meiner Einschätzung nach damit auch nicht erreichen.

    Wegstrecke: Das Fahrrad ist in der Regel dann langsamer, wenn man die gleichen Strecken wie mit dem Auto nutzt. Dann macht sich bemerkbar, dass man an den Ampeln nicht so flott weg kommt und keine Höchstgeschwindigkeit erreicht. Man schwimmt nicht mit grünen Wellen mit und so weiter.
    Anders sieht das aus, wenn man sich von den Straßen weg bewegt. Je freier man in der Wahl seiner Wege ist, desto besser kann man Verkehrsengpässe und Ampeln umfahren und ist dann ggf. trotz niedriger Geschwindigkeit schneller, weil man fährt statt (im Berufspendlerstau) zu stehen. Es lohnt sich unter Umständen mal auszutesten, was man über die Streckenwahl herausholen kann. Zudem ist es auch für die eigene Laune ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn man auf dem Weg zur Arbeit Rehen, Füchsen und in der Regel gut gelaunten Joggern und Dog-Walkern begegnet, statt sich mit keifenden, übelgelaunten Autofahrern rum zu ärgern ;-) Man wird dann auch weniger oft geschnitten und abgedrängt.
    Weil Verkehr auf Wegen und Nebenstrecken weniger eine Rolle spielt, ist die Fahrzeit außerdem gut planbar und man braucht keine großen Reserven einzuplanen. Das S-Pedelec kann dann zum Nachteil werden, weil man damit halt längst nicht überall fahren darf. Ich würd's für mich schon deshalb ausschließen, weil ich mir dann die Straße mit den PKWs teilen muss.

    Für die Ökobilanz kann man bei Pedelecs, selbst wenn diese mit Kohle-Drecks-Strom betankt werden, mit 0,13 g CO2 pro km rechnen.

    Du hast meiner Ansicht nach einen ziemlichen Batzen Bahn-Geld für Schlechtwettertage eingeplant. Das habe ich am Anfang auch gemacht, um dann festzustellen, dass a) bei Dreckswetter auch die Bahnen mitunter nicht (pünktlich) fahren und b) Radfahren auch bei Schietwetter noch Spaß macht. Neuschnee ist mit etwas Zeitreserve richtig witzig! Ich bin im letzten Jahr letztendlich nur an einer handvoll Tagen mit der Bahn gefahren (und habe mich jedes mal geärgert).

    Ist es für Dich eine Option, Dir für ein paar Tage ein Rad zu leihen und auszuprobieren, ob Du damit zurecht kommst? Muss ja nicht unbedingt ein Lastenrad sein, auch wenn das saupraktisch ist (Besorgungen auf dem Heimweg eben mit wegmachen).

    Viel Spaß und viel Erfolg!
     
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  7. Christoph

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    Das es nur 35km sind, hatte ich nicht mehr im Blick, als ich die Antwort schrieb. Aber gerade mit S-Pedelec ist es sinnvoll, einen eher barrierefreien Weg einem möglichst kurzen Weg vorzuziehen. Du willst dann ähnlich wie mit dem Auto auf der Autobahn möglichst Ampeln und querenden Verkehr vermeiden.

    Was aber die Unfallgefahr betrifft, so ist die von mehreren Faktoren abhängig. In erster Linie vom eigenen Fahrverhalten, der Aufmerksamkeit im Verkehr, der Geschwindigkeit und der Wahrnehmung durch andere Verkehrsteilnehmer.

    Motorisierte Zweiradfahrer verunfallen meist durch überhöhte Geschwindigkeit, ungünstige Bodenbeschaffenheiten (mehrere Ursachen) oder weil sie von anderen Kraftfahrzeugführern übersehen wurden.
    Das schließt explizit Motorrad- und Radfahrer zusammen.
    Natürlich rast ein Radfahrer nicht mit 200km/h gegen einen Baum, aber er kann auf Rollsplit in einer Kurve ebenso stürzen, wie ein Motorradfahrer. Das Motorrad kann ebenso in den toten Winkel eines Lkw geraten und wird übersehen.
    Immerhin trägt der Motorradfahrer besser schützende Kleidung und einen besseren Helm, so das er einen Unfall bei moderater Geschwindigkeit besser übersteht. Er muss ja auch nicht pedalieren.

    Jedenfalls würde ich die Unfallgefahr beim Fahrrad und insbesondere beim S-Pedelec höher einschätzen.

    Es gibt neben den unterstützenden Speed-Pedelecs auch noch rein elektrisch fahrende E-Bikes die zwar baulich an Fahrräder erinnern, aber ohne eigenes Zutun die volle Geschwindigkeit bieten. Letztlich sind es leichte Motorräder.

    Ob das Zweirad übrigens mit Elektromotor eine niedrigere CO-Bilanz bietet, als eines mit Verbrennungsmotor, ist ungewiss.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13.07.2019
  8. Breitmaulgnumpf

    Breitmaulgnumpf

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    Hallo Mattann,
    nicht entmutigen lassen und einfach mal ausprobieren. Ich hatte bis vor meinem Umzug auch 30 km/200 hm zu pendeln, das waren mit dem Auto 35-40 min und mit meinem damaligen S-Pedelec ca. 55 min. Es war ein Raleigh Dover 40 mit 300 W-Panasonic Motor, Modelljahr 2009. Nicht vergleichbar mit heutigen Modellen! Auf der Ebene war ca. bei 36 km/h das Optimum, viel schneller konnte man es dann kaum noch treten und bei 42 hat eh der Motor abgeriegelt.
    Habe das ca. 2x die Woche gemacht, die restlichen Tage mit dem Auto. Gedusch dann auf der Arbeit, geht mit entsprechender Tagesplanung ganz gut. Den Akku habe ich immer im Büro und zuhause geladen. Schön war morgens das unglaubliche "Wachheits-"Gefühl, habe gar keinen Kaffee mehr gebraucht. Abends war dann bei Ankunft zuhause auch aller Stress schon weggestrampelt.

    Heute, 10 Jahre später, ist doch folgendes weit verbreitet, was es dir einfacher machen wird:
    - 350 bis 500 W
    - Abriegelung erst kurz vor 45km/h.
    - Evtl. Doppelakku.

    Meine Erfahrung ist, dass es durchaus Händler mit ausleihbaren S-Pedelecs gibt (vielleicht kein Lasti), ich hatte mehrere Modelle probiert. 1-2 Tage ausleihen unter der Woche war kein Problem, vor allem nicht in der Nebensaison. Wenn man eine Woche lang ausleihen will, muss man halt eine Mietgebühr in Kauf nehmen, das kann dann mit Kaufpreis verrechnet werden.

    Also, los gehts!
    P.

    ps: ich kam damals auf 0,23€/km, hatte recht viel Brems-und Ritzelverschleiss und frühzeitig neue Reifen gekauft.
     
  9. holzi

    holzi

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  10. cubernaut

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    Ja, ist meines.
    Ich bin damit 2 Jahre zwei Mal 17 km ca. 3-4 Mal pro Woche gependelt. Allerdings wird es mit 35 km auf Turbo (der höchsten Unterstüzungsstufe) schon knapp mit der Reichweite. Man fährt ca. einen 30-er-Schnitt. 45 ist bei Mittelmotoren nur mit viel Eigenleistung drin.
     
  11. flo1979

    flo1979

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    Meine persönliche Meinung: Das Auto ist auf der Strecke einfach zu schnell. Bei 31min. für 45km klingt das nach: Losfahren, rauf auf die AB, ohne Stau wieder runter und angekommen.

    Wenn Dir die ohnehin schon knappe Familienzeit soviel bedeutet, wie Du schreibst, wird das Ganze nicht langfristig funktionieren. Eine Stunde mehr oder weniger mit den Kindern am Tag ist ein himmelweiter Unterschied.

    Mir macht mein einfacher Arbeitsweg von 17km mit dem E-Bile auch viel mehr Spaß als mit dem Auto, aber hier reicht inzwischen bereits die in Summe halbe Stunde pro Tag, um das Rad als reines Schönwettervergnügen zu zu sehen. Der Plan war ein anderer ;)
     
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  12. CJPH

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    Klingt danach, als solltest du dir auch mal ein Velomobil anschauen.
     
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  13. kkkkkk

    kkkkkk

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    Dumme Frage: Warum muss / soll es ein Lastenrad sein, wenns nur den Zweitwagen ersetzt?

    Und noch als Anmerkung: S-Pedelecs dürfen nur auf Straßen bewegt werden, wenn da nen Wald- / Feldweg oder Radweg dazischen ist, ists nicht optimal.
     
  14. cubernaut

    cubernaut

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    Letzteres ist richtig, aber auch graue Theorie.
    Ich nutze alles der Situation angemessen wie mit einem normalen Rad und wurde noch nie angehalten. In einem Fall fragten mich Polizisten ganz interessiert zu technischen Detail, als ich auf dem Radweg fuhr.
     
  15. rgrewe

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    Für mich ergibt die Rohloff Sinn, da sie über einen größeren Bereich als eine 11-Gang Kettenschaltung abdeckt. Außerdem hat das Load mit Rohloff einen Riemen statt Kette, dann entfällt das ständige saubermachen und ölen. Bei einem S-Pedelec wird auch eher dauerhaft hohes Drehmoment übertragen, das dürfte noch etwas auf die Lebensdauer der Kette bei Kettenschaltung gehen.

    Die schwierige S-Pedelec Rechtslage in Deutschland war einer der Gründe, weswegen ich damals ein Pedelec gekauft habe. Mittlerweile denke ich hier so wie cubernaut. Wenn vernünftig und zurückhaltend mit dem S auf Rad- und Forstwegen gefahren wird, sehe ich da kein Problem (für mich). Es ist für mich der beste Kompromiss. Mit dem Pedelec brauche ich ähnlich lang wie mit ÖPNV, Auto halb so lang (will aber keines).
     
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  16. cubernaut

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    Wobei die S-Pedelecs ja weniger auf Drehmoment als auf Geschwindigkeit ausgelegt sind. Ich habe nach 11.000 km die 3 Kassette und die 4. Kette drauf. Das Kettenblatt habe ich bei ca. 9000 km wechseln lassen, weil ohnehin das Rad beim Händler war, wäre noch nicht unbedingt nötig gewesen.
    Ich mag aber auch einfach Kettenschaltung und auf dem MTB verbrauche ich mehr Material.
     
  17. holzi

    holzi

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    Man kann die Kettenschaltungen schon auch so bedienen, dass es eben nicht die Kette mit Gewalt über die Ritzel zieht. Dann halten Kette und Zahnräder auch länger. Ich hab mir angewöhnt, vor dem Schalten eine kurze Tretpause zu machen, dann ohne Last schalten, dann wieder reintreten. Ich verliere zwar ein paar Hundertstel Sekunden Zeit, dafür hält der Schaltklapperatismus sicher länger.
     
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  18. Tintin

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    Moin!
    Ich hab exakt das, was Du beschrieben hast, vor zwei Jahren gemacht. Ich habe mit dem Auto über die BAB und dem Rad ziemlich exakt 40km, die Strecken sind auch fast identisch und abgesehen. Wir haben das Pendelauto verkauft und ein Load HS (mit Kettenschaltung) gekauft.

    Erkenntnis nach zwei Jahren: Es geht grundsätzlich sehr gut, mit einer sehr großen Einschränkung. Alles, was an dem Load "Fahrradtechnik" ist - inkl. des Bosch-Antriebs - ist der offensichtlich doch extremen Belastung nicht wirklich gewachsen und wird voll auf Verschleiß gefahren. Die Bremsbeläge sind alle 2000km fällig, die Kette inklusive Kassette alle 3500km (das Ritzel kann man einmal drehen, dann hat's das aber auch hinter sich). Die Kinderrad-Gabel vorne tut leidlich ihren Dienst, ist aber alles andere als vertrauenerweckend und muss auch des öfteren ersetzt werden. Der Bosch-Motor ist auch gar nicht erst in der Lage, die erlaubten 45km/h zu erreichen und bricht beim kleinsten Gegenwind oder Steigung merklich ein, die Unterstützung reicht dann nicht mehr aus - wird also offensichtlich im oberen Bereich seines Leistungsspektrums betrieben mit den vorhersehbaren Folgen solchen Tuns. Und folgereichtig hat meiner heute morgen zum zweiten Mal nach 9500km die Grätsche gemacht, offensichtlich auch wieder das Tretlager-Planetengetriebe-Gedöns wie beim ersten Mal vor einem Jahr. Da ich grade aus der Garantie raus bin, bin ich schon gespannt, wie Bosch das jetzt handhaben wird.

    Die beiden 500Wh-Akkus haben übrigens eine Reichweite von um die 30km, sobald es unter 10°C oder über 35°C geht, sind die allerdings dann auch nicht mehr drin. Ich wechsel inzwischen bei Halbzeit und lade beide auf, sowohl zuhause als auch am Arbeitsplatz.

    Der Rahmen und die Schwinge inkl. Federelement sind dagegen - abgesehen von diversen Kratzern durch Gebrauch - von der Laufleistung bisher ziemlich unbeeindruckt.

    Mein Fazit ist jedenfalls, dass 45km/h nicht mehr richtig sinnvoll mit Fahrradtechnik darstellbar sind. Mir wären drei, vier kg Mehrgewicht und dafür eine Bremsanlage aus dem KKR-Bereich und eine sinnvollere Vorderradaufhängung jedenfalls sehr willkommen. Und natürlich ein Antriebstrang, der eine Laufleistung im hoch fünfstelligen Bereich mit überschaubarer Wartung hinbekommt. Gibt's leider nicht zu kaufen ....

    Gruß,

    Tim
     
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  19. Tintin

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    Ich wurde mit dem S-Pedelec (dank Kennzeichen deutlichst als solches erkennbar) von der Rennleitung schon auf einen Radweg gescheucht...

    Tim
     
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  20. rgrewe

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    Das Load 2020 kommt ja mit Riemen für Nabenschaltungen. Damit ist schon mal der Antriebsstrang besser auf hohe Laufleistung ausgelegt. Der neue Performance Speed basiert auf dem neuen CX, man wird sehen was das zur Folge hat bezüglich höherer Leistung (Geschwindigkeit) und Schwachstellen.
    Die ganzen 20" Kindergabeln sind ungeeignet, gibt aber auch nichts anderes (reiseradgabel.de vielleicht). Meine XCM32 hat am Load 6000 km gehalten, dann musste sie getauscht werden. Tauschen außerhalb der Garantie dürfte so 200 - 250 € über alles kosten, sollte mit einkalkuliert werden. Bei dem verstellbaren Lenker bin ich mir auch nicht sicher, ob der an einem GX auf Dauer eine gute Figur macht...
     


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