Parklets - Rückgewinnung des öffentlichen Raums für die Menschen vor Ort

In HH gibt es jetzt eine entsprechende Petition, eben diese abzuschaffen.
Nein, keine Petition, sondern ein echtes Volksbegehren. Die Volksinitiativen-Phase haben sie erfolgreich abgeschlossen, jetzt sind sie im Volksbegehren. Wenn sie das schaffen kommt der Volksentscheid, das ist also echte Basisdemokratie. Die wollen elektronische Werbung in der Öffentlichkeit abschaffen, also diese leuchtenden Werbeanzeigen. Das ist schon sinnvoll, gerade Kinder können kaum anders als da hin zu glotzen. Es gibt aber auch Komplikationen, so werden z.B. Bushaltestellen über die Werbung finanziert.
 
Die Materialien für den Bau eines Parklets ließen sich sicher auch für fast umsonst zusammentragen, wenn man beispielsweise auf Transportpaletten zurückgreift, die es bei vielen Großhändlern für ein gutes Wort und die eigene Mühe des Abtransportes für lau gibt.
Grunsätzlich fände ich das auch deutlich besser weil nachhaltiger. Eine Hauptangst der Behörden dürfte Gegenwind aus anderen Teilen der Bevölkerung sein, "Was ist dass für ein moderiger Bretterhaufen?". Deshalb werden sie sich leichter tun mit Parklets, die auch beliebige Spießbürger-Maßstäbe einhalten.
 
Ich denke, es macht Sinn, einfach positiv an das Thema ranzugehen. Die Parklets sind eine Alternative im öffentlichen Stadtraum, die physisch erfahrbar macht, daß man diesen Raum anstatt ihn nur Autos zu überlassen, für ganz einfache menschliche Grundbedürfnisse nutzen kann - sich miteinander hinsetzen und reden, etwas zusammen essen und trinken, den neuesten Tratsch austauschen, sich über Politiker ärgern, Geburtstage feiern, sich verlieben, sich trennen, herumspinnen und von einer besseren Welt träumen...
 
Zu wenig Miteinander und Austausch sind ja eines der großen Probleme unserer Zeit. Und eines, das man gut an der Wurzel anpacken kann. Die Parklets sind aus meiner Sicht ein geschickter Anstupser zu mehr Miteinander und Kontakt. Am Ende kommt dabei dann vielleicht etwas viel Besseres raus und Parklets werden nur den Weg geebnet haben. Aber wir haben uns immerhin schon mal auf den Weg gemacht!
Was mir bei diesem Projekt auch gut erscheint ist, dass völlig unterschiedliche Akteure sich zusammengeschlossen haben um es zu realisieren. Das ist dann auch wieder ein guter Anknüpfungspunkt für viele gemeinsame Aktionen.
 
Seit gestern ist das Parklet von der Friedrichstr. 100 / Düsseldorf zur Gumbertstr. 173 umgezogen. Ich weiß das aus erster Hand ;)

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Friedrichstr. 100

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Gumbertstr. 173
 
Nein, es geht nicht alles mit Lastenrädern. Auch nicht mit weißen ;)

Es soll ja auch kein KFZ "oder" Cargobike geben, sondern ein KFZ "und" Cargobike. Im Hintergrund steht ja auch noch ein weißer Vito, der zweimal fahren musste, um den Pröddel zu transportieren.........

@As_Wicked das Du das weißt, ist mir klar, aber hier lesen ja auch Menschen im Forum, die gegen Lastenräder stänkern wollen. Habe das selbst schon erlebt "Wie willst'e denn mit so'm Rad 'nen neuen Heizkessel transportieren?" - "Respekt, wenn du jeden Tag mehrere Heizkessel verkaufst und montierst!"
 
Mit dem AXC wären es 7 Fahrten gewesen. Dann zwar CO- und -NOx-reduziert, aber leider unrentabel. So ist sie, unsere Welt. Ungerecht. Zu irgendwem immer.
 
Bei uns in der Stadt gab es Testweise auch mal ein paar Parklets bei uns lief das aber unter den Namen Stadt-Terrassen. Reaktion war gemischt Evtl. wird der teil der Fußgängerzone auch noch autofrei ist also gar nicht so schlecht gelaufen.

Geliehen wurde sie hier genaue Bedingung für Kommunen kenne ich nun nicht außer das sie wohl aus NRW kommen sollten falls wer auch intresse hat.
 
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