Omnium Mini-Max-Fahrer gesucht

Moin,

ich habe große Lust, mir ein Lastenrad aufzubauen, da mein Alltagsrad (Randonneur mit Gepäckträger vo+hi) manchnal nicht genug Kapazität hat gerade bei sperrigen Sachen und es doch nervig ist, immer ein Lastenrad leihen zu müssen, das dann schlecht gewartet ist, mir zu klein ist etc...:rolleyes:

Da ich wegen häufigen Diebstählen nicht draußen oder in der Tiefgarage das Rad parken kann und ein Lastenrad zu groß für die Wohnung ist, bleibt nur ein besseres Absichern des Kellers und es dann dort zu deponieren. Das wiederum macht viele große Modelle unmöglich, ein Bullit, Load oder Omnium Cargo (=das große) passen da nie im Leben rein. EIn ganz kleines wie das Soma Tradesman oder Omnium Mini wär mir aber zu ... mini. Tja. Und an Zwischengrößen-Modellen fällt mir keines ein außer dem Mini-Max.

Nun hab ich folgendes Problem: Ich bin 1,93 mit 94er Schrittlänge und fahr gern Räder mit Dropbar mit 59er Oberrohr; 90-110mm Vorbau und nochmal 70-80mm Reach am Lenker; am MTB gern 65-67er Oberrohr mit 50er Vorbau.

Daher kommt mir das Minimax in Größe L mit 57er Oberrohr für mich zu kurz vor; XL gibts aber nicht (ja, ich hab schon beim Hersteller gefragt, nur wenn sich genug Leute für eine Charge einzeln melden... :( ).

Da würden mich nun Erfahrungen von anderen Nutzern des Mini-Max interessieren, ob es denn z.B. wegen des Sitzwinkels zu einem effektiv ausreichend Langen Reach kommt, dass das MiniMax dann doch ein eff. OR von um die 60cm kriegt... Allein schon, dass mir nicht immer das Knie am Lenker hängt.
Welche Größe fahrt ihr am Mini-Max bei welcher Körpergröße & Schrittlänge?

Ansonsten muss es wohl doch das Mini werden und hoffentlich beim Umzug nach dem Studium dann mit genug Platz in 2-3 Jahren ein großes...

Danke schonmal für eure Einschätzungen :)
 
Vielleicht mal das große Omnium Cargo ausleihen und die Unterbringung im Keller testen - gar so groß ist das Omnium Cargo nun wirklich nicht - denke aber dass möglicherweise das verwinkelte Treppenhaus der größte Gegner von einer Unterbringung im Kellerabteil darstellen kann.

Durfte das Minimax in Wien zur Probe fahren - mir taugt es in Größe L bei 89cm Schrittlänge, 183cm Gesamthöhe fast schon nicht mehr. Fühlte sich ein wenig klein an - aber das mag rein persönlich begründet sein.
 
Servus,

das Einzige beim Omnium was mich wirklich stört, ist die Tatsache, dass die Lenkübersetzung mit 1:1 fix ist und nicht so ohne Weiteres geändert werden kann.
Vll. kann aber bei einer Bestellung auf Sonderwünsche Rücksicht genommen werden, dass man irgendwo bei 1:1,5 herauskommt (entweder mit längerem Hebel am Steuerrohr lenkerseitig, weiter innen liegende Bohrung an der Gabel oder Kombination aus Beidem).

Gerade größere Leute kommen mit dem langen Radstand so öfter mit dem Lenker in Kniekontakt, da im Vergleich zu einem kurzen Fahrrad das Vorderrad viel weiter eingelenkt werden muss.
Bei den Bakfiets und Dollies kann man die Übersetzung durch mehrere Bohrungen relativ frei nach persönlichen Vorlieben festlegen.


Gruß,
Mark
 
....mir nicht bekannt das die Lenkübersetzung geändert werden kann - verstehe da nicht so recht den Vorteil - mehr Lenkeinschlag ist doch unpraktisch.
 
Beim langen Rad braucht man für die gleiche "Ausgleichsbewegung" zum Balance halten mehr Einschlag vom Vorderrad als beim kurzen Normalrad. Ähnlich sieht es bei der Kurvenfahrt aus, je länger das Fahrrad desto größer der Einschlag des Vorderrads für den gleichen Kurvenradius.

Mit einer höheren Lenkungs-Übersetzung beim langen Rad sorgt man dann dafür dass der für die Manöver nötige Ausschlag des Lenkers ungefähr der gleiche ist wie beim kurzen, damit sich das lange Rad ähnlich wie das kurze fährt, und man nicht so viel am Lenker rumrudert.
 
Moin,

der Übersetzung kann ich nur zustimmen. Wenn ich mal mit einem Bullit fahre hab ich Muskelkater von dem rumgerühre am Lenker...

Grüße
 
...ich habe selbst ein Bullitt gehabt (und gefahren...bis zum Klauen) und wußte NICHTS von einer Verstellmöglichkeit. Noch hat mich der Verkäufer darauf hingewiesen. Habe ich auch gar nicht als notwendig erachtet. Ist halt ein anderes Radl - bissl andere Art der Lenkung - das hat schon so gepasst. :)
 
dann ist das also primär nicht nötig.
Ja, genau. Ich denke, wenn man schwer beladen und eher langsam fährt, dann ist eine größere Übersetzung besser (mehr "Gewackel" am Vorderrad nötig und dennoch nicht ganz so großer Lenkereinschlag dafür erforderlich). Wenn man andererseits das Rad als Sportgerät betrachtet, machen ja auch einige, dünne Reifen drauf, hohe Geschwindigkeiten, wenig Last, dann ist vielleicht eine feinfühligere, direktere Lenkung besser (weniger Gewackel am Vorderrad nötig, feinfühligeres Lenken möglich). Oder ist es umgekehrt? Ich habe mich mit diesem physikalischen Detail ehrlich gesagt nicht sehr viel beschäftigt. In jedem Fall fährt es sich nach einer Veränderung des Lenkungs-Übersetzungs-Verhältnisses zunächst einmal sehr ungewohnt und ungut. Eigentlich wie ein ganz anderes Rad. Der Aha-Effekt vom ersten Mal Long John fahren wiederholt sich.
 
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