Nihola Family Bremsen umbauen

hallo zusammen,

Wir sind auf der Suche nach nach einem Lastenrad. Uns gefallen die 3 Räder. Um die Kippgefahr zu reduzieren wollen wir eins mit einer Achsschekellenkung, bei der also nicht der ganze Vorderwagen mit lenkt. Jetzt würde uns das Nihola gefallen, leider hab ich jetzt schon öfter gehört, dass die Bremsen v.a. bei der Variante mit e Antrieb unterdimensioniert sind.

Meine Frage wäre also ob jemand die Radaufhängung der Vorderreifen bei dem Nihola kennt bzw. ob man die Bremsen ugraden kann auf Scheibenbremse?

VG Martin
 
Hallo Martin, hatte gerade eine Diskussion im Veloforum diesbezüglich (Scheibe vs Trommel). Daraus hab ich die Quintessenz gelesen, das tut sich nicht viel wenn die Trommeln richtig gut eingestellt sind und sie müssen eingebremst werden. Wenn du in einer Topografie mit viel Abfahrt bist, würde ich persönlich die Trommel bevorzugen wegen der besseren Standfestigkeit auf langen Abfahrten. Dazu kannst du auch noch Kühlkörper anbringen etc siehe hier https://www.ginkgo-veloteile.de/ginkgoshop/

https://www.velomobilforum.de/forum/index.php?threads/trommelbremse-vs-scheibenbremse.55911/
lg
 
Ein Umbau auf Scheibenbremsen ist technisch und wirtschaftlich nicht sinnvoll.
Die seriellen, mechanischen Trommelbremsen sind Hollandradtechnik aus den 1940er bis 1980er
Jahren und werden verbaut, weil Nihola die Phantasie fehlt, wie es in Resteuropa, außer NL
aussieht. Wenn es dir um Elektrifizierung geht, besser ein Winther Dreirad mit dem jetzt
erhältlichen Shimano Mittelmotor und Tektro Scheibenbremsen rundum. Der von Nihola
verbaute Promovec-Antrieb taugt nämlich auch nicht für Steigungen. Die Kippneigung bei
Winther ist trotz Drehschemellenkung nicht höher als bei Nihola, der Geradeauslauf aber
spürbar besser.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Martin,

kurz ein Einwurf bzw. eine Frage. Hast du denn ein Nihola oder ein Winther schon einmal Probe gefahren?
Ich finde es etwas schwierig bzw. gar falsch dich zu irgendetwas hin zu beraten.

a) Kennt keiner deine Nutzung und ebensowenig deine Topographie. Muss ja nicht sein, dass die Bremsen in deinem Fall nichts taugen.

b) Am Ende musst du entscheiden, welches Fahrrad dir zusagt. Wenn du hier Tipps bekommst, so erfolgen diese eben auch immer aus der Perspektive des Beratenden.

c) Wie ist die Händlerlage bzw. die Schrauberlage bei dir vor Ort, falls du nicht selbst Meister des Fachs bist?

Kurzum: Wir waren denn deine Endrücke der Bremsen so? Hattest du das Gefühl, sie sind unterdimensioniert?
Das Nihola ist leider hier im Forum gefühlt nicht so stark verbreitet. Insofern wird es vielleicht schwer, da Umbautipps zu bekommen.
 
Die seriellen, mechanischen Trommelbremsen sind Hollandradtechnik aus den 1940er bis 1980er
Jahren und werden verbaut, weil Nihola die Phantasie fehlt, wie es in Resteuropa, außer NL
aussieht.
Entschuldigung, das habe ich wohl missverstanden...
Davon abgesehen funktionieren diese einfachen, bewährten Bremsen m.M.n. sehr gut, an dem Fahrrad, für den Einsatzzweck, für den es gebaut wurde. Das ist m.M.n. ein bisschen wie sich zu beschweren, dass man im Spaßbad im Whirlpool von Kindergeschrei gestört wird, die Temperaturanzeige am Discount-Camping-Grill nur auf 15ºC genau geht und jetzt die Gemüsespieße eine Schrumpfkur hinter sich haben, oder auch, dass die A-Klasse von Mercedes umkippt wenn man unvermittelt das Lenkrad rumreißt... wer hätt's gedacht.
Deshalb schließe ich mich den Vorrednern an: Fahrt es Probe, sucht euch nen schönen Platz und testet die Bremsen. Und dann entscheidet selbst, ob sie getauscht werden müssten.
 
Falls es ein Nihola werden sollte, kann man die Trommelbremsen, die an sich keine schlechten Bremsen sind, verbessern indem man sie hydrualisch betätigt.
Dann ziehen sie gleichmässiger und die Reibungsverluste und der Kraftverlust durch Stauchung der langen und meist auch noch verschieden langen Züge spielt kaum noch eine Rolle.
Umrüstsätze gibt es z.b. hier:
http://www.jpteshop.nl/rem120-dubbele-keeper.html
 
Hallo, ich weiß nicht ob du dich schon für ein Rad entschieden hast. ich fahre seid 5 Jahren ein Nihola mit Mittelmotor und mache im Jahr fast
7000 km mit dem Rad. habe vor kurzem die Hinterradbremse auf hydraulisch umgebaut, da die Bremsleistung beim Nihloa wirklich nur Mittelmäßig ist.
Bergrunter ist das Rad mit Beladung kaum noch zu stoppen, jetzt mit dem Umbau geht das schon besser und die hydraulische Bremse frist auch nicht so viele Bremsbeläge.
Sollte du das Rad wirklich für Lasten gebrauchen (auf dauer) mußt du immer ein Auge auf dem Rahmen haben. Dieser ist bei meinen bei einer Laufleistung von gesamt 14000 km einmal komplett durchgebrochen.
Wurde nun verstärkt und fachmännisch geschweißt. Aber vom sonstigen Fahrgefühl ist das Rad wirklich ein Traum. Aber wie gesagt man muß probieren mit welchen man am besten zurecht kommt
 

carryo

gewerblich
Falls es ein Nihola werden sollte, kann man die Trommelbremsen, die an sich keine schlechten Bremsen sind, verbessern indem man sie hydrualisch betätigt.
Dann ziehen sie gleichmässiger und die Reibungsverluste und der Kraftverlust durch Stauchung der langen und meist auch noch verschieden langen Züge spielt kaum noch eine Rolle.
Umrüstsätze gibt es z.b. hier:
http://www.jpteshop.nl/rem120-dubbele-keeper.html
genau, das ist eine gute Lösung, ergänzend kann man die 90 Trommelbremsen von Sturmey & Archer einbauen. Für discbrakes könnt ihr bei nihola.fr nachfragen, die setzen diese seit Jahren ein.
 
Oben Unten