Neues Schaltwerk an altem Rahmen

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Hallo Fahrradgemeinde,

Ich möchte mich, bevor ich gleich vor lauter Wissensdurst explodiere, kurz vorstellen.

Mein Name ist Matthias und ich bin 40 Jahre alt.
Ich hatte bis vor kurzem überhaupt nichts mit Fahrrädern am Hut und war eher der "ich nehme kurz das Auto Typ".
Das nervt und für meine 3 Kids ist es alles andere als vorbildlich.
Also habe ich mich entschlossen ein Cargo-Bike zu bauen. Eigentlich brauchte ich nur eine Begründung, um mir ein neues Schweißgerät zu kaufen.
Aber die Thematik hat es ziemlich in sich und fasziniert mich mehr und mehr.
Der Rahmen ist eigentlich fertig und nun geht es an die Ausstattung.

Und da geht es los......
Der Ursprung des Bikes ist ein MTB Rahmen aus den 90iger.
Und da sahen die Rahmen an der Hinterachsaufnahme anders aus.
Verbaut war/ist eine Shimano SIS und deren Schaltwerk mit direkter Montage an die Achse.
Sowas gibt es Heute nicht mehr und die Frage ist jetzt, wie sich neue Schaltwerke befestigen lassen.
Vielleicht kann mir Jemand helfen.

Gruß Matthias
 
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Was mir noch dazu einfällt,

welches Einbaumaß hat der Rahmen. Für "neue" Kettenschaltungen brauchst du entweder mit Rennradtechnik 130er Einbaubreite oder für MTB mindestens 135.
Scheibenbremsen wären sicher auch nicht ganz verkehrt. Entweder halt eine IS Aufnahme mit anschweißen, oder gleich passende Ausfallenden einschweißen, und dabei auch auf 135 / oder sogar 142 Steckachse umbauen.

Das Trettlager passt noch? Wenn da ein alter Standard drin ist, ist es auch schwierig mit neuen Kurbeln
 
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Das Tretlager ist bereits erneuert.
Ich hänge mal ein Bild an, wo die Achsaufnahme zu sehen ist.
Das Innenmaß ist 130, wäre also schon mal erledigt.
 

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Das passt doch. Oder wo ist das Problem?

Dachte es ist so eine Adapterplatte wie früher öfters verwendet wurde
 
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Ja das ist das Schaltauge.

Hatte da allerdings schon mindestens 2 verschiedene Gewindesteigungen in der Hand.
Aber normalerweise sollte man da einfach jedes Schaltwerk anschrauben können.
 
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Ich stimme Milan0 zu.
Sonst gibt es noch so was:
Falls das Gewinde nix mehr taugt.
Früher war das Schaltauge Teil des Ausfallendes, heute ist das wegen besserer Austauschbarkeit ein Einzelteil.

135mm Einbaubreite war in den 90ern schon verbreitet und meist ein 68er BSA Tretlager - Das ist zwar alles eher veraltet, aber noch gut zu bekommen.
130 kann man bei Stahlrahmen ohne Not mit 135er Nabenbreite benutzen. Je nach Rahmen Qualität war der vielleicht sogar mal für 135 gedacht, aber nicht gaaaanz exakt gefertigt.
 
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Früher war das Schaltauge Teil des Ausfallendes, heute ist das wegen besserer Austauschbarkeit ein Einzelteil.
Die bessere Austauschbarkeit wurde mit dem Aufkommen der Alu-Rahmen relevant und hat sich dann - warum auch immer - auf die Stahlrahmen zurück evolutioniert.
 
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Jein. Die Austauschbarkeit des Schaltauges lässt dich keine hunderte Euro für einen neuen Rahmen verschwenden, wenn ein Stöckchen sich in dem Antrieb verhakt und dein Schaltwerk samt Rahmen nach oben biegt ;)

Anders ausgedrückt, dass ist eine Sollbruchstelle für ~10€. Hatte hier schon mehr defekte und war froh das Auge tauschen zu können. Beim Stahlrahmen mit integriertem Schaltauge war ich froh, dass es nicht gerissen ist und ich mit einer Schaltaugenrichtlehre es wieder ausrichten konnte ;)
 
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Oh man.....
Ich merke schon, dass ich da massive Wissenslücken habe.
Dann werde ich mal shoppen.
Ich danke Euch schon mal
 
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BTW: Es gibt schon noch Schaltwerke, die direkt ans Ausfallende geschraubt werden, zwar nur aus dem Low-Cost-Segment (Shimano Tourney) aber je nach Anforderung funktionieren die besser, als man bei dem Preis erwarten würde.
 
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Puh, also mir geht es so wie @Opcmatsche , ich lerne hier gerade viel.

Bisher habe ich immer aus meinem Fundus (andere mögen das Schrott nennen ;) ) solange Bauteile miteinander kombiniert bis es passte / funktionierte. Ich dachte immer, die verschiedenen Ausfallenden (eigentlich ein bescheuerter Name) sind nur dafür gedacht, Naben- oder Kettenschaltungen an die Rahmen zu bauen. Wobei da auch die Grenzen wieder fliessend sind, wenn man aus diversen Teilen selbst etwas frickelt...
 
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Naja getreu dem Motto try and error habe ich mich mal rangemacht und eine Altus-Anlage bestellt.
Und siehe da, es passt.
Insgesamt ist von meinem Plan, aus der Resteliste nehmen, leider garnichts geworden und ich habe nahezu alles neu bestellt.
Neues 26 Zoll Hinterrad mit 7fach Steckkassette

Naja man baut es ja doch für sich und da soll es doch bitte einigermaßen technisch i.O. sein


Hydraulikbremsen vorn 180mm und hinten 160.
(Wobei hier allerdings noch Halterungen im CAD gezeichnet und gelasert werden müssen)

Neues Tretlager (italienisch) neue Kurbelgarnitur
 
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Hydraulikbremsen vorn 180mm und hinten 160.
(Wobei hier allerdings noch Halterungen im CAD gezeichnet und gelasert werden müssen)
Dann mach unbedingt die Scheibe hinten größer, 180 oder 203mm. Beim Long John kann sie wegen der Gewichtsverteilung deutlich besser bremsen als am normalen Fahrrad. Und die Bremse vorn trägt relativ weniger bei, besonders wenn keine Last transportiert wird.
 
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Das sehe ich nicht ganz so.
Durch den Kasten (12mm Siebdruck) und das lange Frontend und die nach vorn gebeugte Fahrposition ist es sehr ausgeglichen.
 
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Ich fahre vorne 203 und hinten 180. Muss auch wie bei allen anderen Rädern vorne öfters meine Bremsbeläge wegen Verschleiß tauschen ;)

Ich Bremse aber auch fast alles vorne. Hinten ist nur um etwas Geschwindigkeit rauszunehmen. Beim MTB fahren wurden früher hinten die V Brakes einfach ausgehängt um das "richtige" Bremsen zu erlernen ;)
 
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Da ja nun das Thema Schaltwerk erledigt ist würde ich ganz gern schon wegen der Übersichtlichkeit ein eigenes Thema zum Lastenrad imsgesamt starten.

Ist ja sicher für den ein oder anderen recht interessant.

Was haltet ihr davon?

Gruß Matthias
 
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