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München extrem, Unfall mit Cargobike

Dieses Thema im Forum "Lastentransport (2-Rad)" wurde erstellt von cargomaniac, 23.05.2017.

  1. schmadde

    schmadde

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    Das kann Dir ja wurst sein, das interessiert höchstens den Unfallfahrer bzw. Fahrzeughalter. Der Unfall ist ja polizeilich aufgenommen, da gibts ja keinerlei Interpretationsspielraum, Du bist Geschädigter und da hat die Versicherung zu leisten.

    Das ist natürlich doof. Aber da ist dann wohl Dein Anwalt schuld dass nix vorangeht und nicht die gegnerische Versicherung.
    Soweit ich mich entsinne, hat man damals explizit gesagt, dass nicht geblitzt werden wird - vermutlich ein Zugeständnis an die Landesbehörde, die für die Tempo 30 Limitierung hier irgendeine (befristete?) Sondererlaubnis erteilt hat, obwohl die in so einer "Straße mit übergeordneter Bedeutung" (oder so) gar nicht zulässig wäre. Irgendwelche verwaltungstechnischen Schwierigkeiten gabs da, bekomme das grade nicht mehr 100%ig zusammen.

    Dass Tempo 30 hier ein reiner Mediengag war und praktisch überhaupt nix bringt hat doch jeder der noch klar im Kopf ist vorher gewusst. Habe nicht verstanden, warum man an so eine sinnlose Maßnahme überhaupt einen Gedanken verschwendet.

    Aber vielleicht ist das gar nicht so schlecht - war ja glaube ich als befristeter Feldversuch angelegt. Kann man dann auswerten, feststellen, dass er nix gebracht hat und vielleicht mal wirksame Massnahmen ergreifen (wie z.B. eine Spur in Radstreifen umwandeln).
     
  2. cargomaniac

    cargomaniac

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    Hallo @schmadde
    Sitze gerade in der überfüllten Flughafen S-Bahn. Deswegen leider nur ne kurze Antwort.

    Klar ist der Unfall absolut interpretationsfrei dem Schädiger zuzuordnen, was jedoch keine Versicherung dazu veranlasst, ihre Geldbörse freiwillig zu öffnen.

    Da muss immer Druck ausgeübt werden und Fristen gestellt werden.

    Dies ist aber Aufgabe des Anwalts, der genau dafür sein Geld bekommt. Die sind aber oft so abgehoben, dass der Klient selbst bei diesen leichten Standardarbeiten bitten und betteln muss, damit überhaupt irgend etwas passiert.

    Da die Verletzung einfach nicht besser wird (müsste eigentlich nach 3 Mon. schon grösstenteils verheilt sein), war ich nochmal bei einem anderen Ortopäden. Und schwupps, hat dieser noch eine übersehene Schulterverletzung entdeckt, die bei der damaligen OP hätte mitoperiert werden müssen. Kallusbildung leider auch so blöd, dass Knochenwucherungen direkt auf meine Arbeitsschulter nach oben stehen, was bei meiner Kameratätigkeit schon sehr schmerzt.

    Schau mer mal....am 10.9. is neuer Termin beim Schulterspezialisten.

    Mit der info über die 30er zone in der Rosenheimerstr. hast Du total recht. Das war ein reiner Mediengag um zu bewirken, dass man die allumfassende Freiheit der innenstadtautoraser noch so lange wie es nur geht nicht einschneidet.

    Was nutzt ne 30er zone, die nur 2 aufgestellte neue Schilder gekostet hat, wenn die Einhaltung aus Rücksicht für die Raser nicht kontrolliert wird?

    Ich werd mich da mal mit der Kamera hinstellen und die Realität dann beim nächsten Verkehrssymposium den Verantwortlichen präsentieren.
    Wird sich aber wohl deswegen auch nichts ändern.

    L.G. Cargomaniac
     
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  3. Köllefornia

    Köllefornia

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  4. Xentux

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    Hallo liebe Mitradelnde!

    Bisher war ich stiller Mitleser in diesem Forum, aber nun möchte ich mich auch einmal zu Wort melden.
    Ich möchte cargomaniac dazu ermuntern, durchzuhalten! Die juristischen Mühlen mahlen leider sehr langsam. Vor gut 9 Jahren hatte ich einen schweren, unverschuldeten Autounfall und bin seit dem schwerbehindert. Erst im März diesen Jahres, also nach fast 9 Jahren (sic!), habe ich den Prozess bzgl. des Schmerzensgeldes gewonnen. Die Schuldfrage war eindeutig und unumstritten, trotzdem dauerte es so lange, um zu meinem Recht zu kommen. Daher, cargomaniac, halte durch!

    Ein ähnliches Gefühl hatte ich auch mit dem Anwalt, dass er nicht in den Quark kommt, aber i.d.R. konnte er nichts dazu. Die langen Wartezeiten entstanden entweder durch die Gerichte, die "wegen Überlastung der Kammer" die Termine immer wieder verschoben haben, oder durch die gegnerische Seite, die durch plötzliche Erkrankung des Rechtsanwaltes den Gerichtstermin platzen ließen.
    Am schnellsten waren meine private Unfallversicherung und die BG. Die Versicherung hatte mir bereits im Krankenhaus eine Abschlagzahlung geschickt. ... und holten sich dann das Geld vom Gegner wieder. ;-)

    Gibt es in der Medienbranche keine Berufsgenossenschaft? Die sind doch sonst sehr schnell dabei mit Pflichtmitgliedschaften!? Es müsste doch ein Wegeunfall gewesen sein?

    Gute Besserung und gutes Durchhaltevermögen!
    Allen anderen allzeit gute (unfallfreie) Fahrt!
     
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  5. enasnI

    enasnI

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    Oh mann, harte Story. Bin schon viel in Großstädten gefahren. München kenne ich allerdings nur ohne Rad, aber ich kann mir das so gut vorstellen. BMWs mit eingebauter Vorfahrt und gelebte motorisierte Gewalt gegenüber Radfahrern mit arroganter Selbstverständlichkeit.

    Hätte da noch eine kleine Story der Polizei Niederbayern von Facebook. Ein bisschen Täter-Opfer-Umkehr ohne es überhaupt zu merken.

    https://www.facebook.com/polizeiNie...500538841736/1819770648314723/?type=3&theater

    Ich habe übrigens an meinen Rädern schon lange eine Autohupe installiert. Ich verwende dafür diese hier https://www.loudbicycle.com/

    Es gibt ja nur diese beiden Möglichkeiten. Entweder so bewaffnet sein, dass man Autosprache spricht und sich unmissverständlich bemerkbar machen kann, oder man zieht fast immer den Kürzeren und muss jedes Mal erdulden, wie man bewusst drangsaliert wird.

    Ich habe wirklich feststellen müssen, dass wenn man die Hupe geübt einsetzen kann und präventiv nutzt, Autos wirklich komplett(!) anders auf einen reagieren. Das ist psychologisch natürlich höchst interessant und bringt mir am Ende die entspannte Sicherheit, dass ich nicht immer mit der Angst vor einem Unfall den Kürzeren ziehen muss.
     
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  6. cargomaniac

    cargomaniac

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    Hallo Xentux,

    vielen Dank für Deinen netten text und die Aufmunterung. Das mit Deinem Unfall tut mir sehr leid und erst recht ärgert mich dann auch noch die Dauer und der Kampf, bis man irgendwann sein Recht bekommt (oder leider meist nicht bekommt).

    Tja, mittlerweile sind ca. 6 Monate vergangen und der Täter hat sich immer noch nicht zu dem von ihm verschuldeten Unfall geäussert.

    Nach dieser langen Zeit hat die gegnerische Versicherung es nur geschafft, einmal nach dem Aktenzeichen anzufragen und mauert seit dem, dass es noch in der Prüfphase ist.

    Beim Anwalt ist man nur eine Karteileiche, trotzdem rechnet dieser für eine nicht existierende Leistung schon fleissig und stets pünktlich mit der gegnerischen Versicherung ab, bringt es aber nicht fertig, der Verzögerungstaktik der gegnerischen Seite etwas entgegenzuwirken.

    Somit fliesst auch seit ca. 6 Monaten kein Geld, obwohl ich durchgehend arbeitsunfähig begutachtet wurde.

    Der Schulterspezialist meint nun, dass eine dauerhafte Berufsunfähigkeit zu befürchten ist, da die gebrochenen Knochenteile nicht mehr zusammenwachsen und somit die Stabilität, die ich für meine schwere Schulterarbeit benötige, nicht gegeben sein wird.

    Das empfohlene Ultraschallgerät, welches ich für >3 Monate täglich verwenden sollte, zahlt die Kasse natürlich nicht und bzgl. Anfrage d. Kostenübernahme bei der gegnerischen Seite wird wie gewohnt geschwiegen.

    Auch bei mir ist die Schuldfrage eindeutig und unumstritten und der Unfall wurde sogar von 2 Anwältinnen live miterlebt, die eine super Zeugenaussage abgegeben hatten.

    Trotzdem wird gemauert und blockiert und ich soll ständig für was weiss denn ich, neue Nachweise einreichen.

    Bei uns in der Medienbranche kann man als Selbständiger auf eigene Kosten eine BG abschließen, die bei Lappalien evtl. auch zahlt. Aber wenn es um eine Berufsunfähigkeit geht, dann versichere ich Euch, dass dann der Freundschaftsgutachter einbestellt wird und dann sind Blinde auf einmal wieder Sehende und Rollstuhlfahrer können wieder gehen.

    Hatte dieses Prozedere bei einem Arbeitsunfall 2000 in französisch Guyana für 9 Jahre. War über den Durchgangsarzt für viele Monate nonstop krankgeschrieben und dann kam das schöne vorab-vereinbarte Freundschaftsgutachten.

    Der Fall wurde irgendwann so groß, dass mich sogar das ZDF ins Studio in Mainz einladen wollte. Da könnte ich Bücher drüber erzählen (der Spass hat 9 Jahre gedauert, bis er abgeschlossen war) und wenn man dies durchmacht, dann verliert man sicher jedes Vertrauen an Gerechtigkeit und Justiz oder Behörden.

    Lieber @enasnl

    meines Wissens sind diese lauten Hupen bei uns verboten. Mein Bruder hatte mal so was Vergleichbares mit Druckluft am Rad und hat deswegen oft Stress bekommen. Was im Amiland erlaubt ist, kann bei uns nicht sofort auch erlaubt sein.

    Aber ich gebe Dir Recht......drauf gschissn, wenn es hilft!

    L.G. und nochmal mercy für die netten posts

    Cargomaniac
     
  7. schmadde

    schmadde

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    Die BGs sind Teil der gesetzlichen Unfallversicherung. Da ist man als Angestellter pflichtversichert. In den Ausbeuterbranchen wie Medienberufe, Fahrradkuriere, Paketfahrer usw usf versuchen sich die Firmen aber um alle gesetzlichen Versicherungen rumzudrücken, indem sie statt Angestellten Subunternehmer beschäftigen, die sich dann halt freiwillig versichern müssen. Was sie meist nicht tun, da sie selbst kaum was verdienen und sich der Sinn oft erst erschliesst, wenn sie die Versicherungen dann mal brauchen. Ich hab Radkuriere kennengelernt, die mit gebrochenen Gliedmassen aus dem Krankenhaus abgehauen sind, weil sie keine KV hatten und die Behandlung nicht hätten bezahlen können.

    Soweit ich das mitbekommen habe, ist @cargomaniac selbstständig und vermutlich nicht freiwillig in der BG. Pech für ihn, denn da hätte er bekommen was er braucht.
     
  8. schmadde

    schmadde

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    Kannst Du da mehr dazu erzählen? Würde mich interessieren - arbeite selbst im BG Umfeld und ich kann Dir versichern, dass da bei Berufsunfähigkeit durchaus geleistet wird, die Ausgaben der BGen sind nicht nur Verwaltungskosten.
     
  9. kkkkkk

    kkkkkk

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    Die BGen zahlen aber, wie andere Versicherungen leider auch, nicht mehr so gerne wie früher. Da wird Gutachten um Gutachten angefordert, nur bestimmten Gutachtern geglaubt und die Prozesse in die Länge gezogen bis der Betroffene, der eh schon nicht mehr arbeitsfähig / belastungsfähig ist, aufgibt. Da sind die BGen leider anderen Wirtschaftsunternehmen gleichwertig. Am Ende vom Jahr muss die Bilanz stimmen und da sind Berufsunfähigkeitsrenten ein Klotz am Bein. Ausnahmen bestimmen die Regel, wahrscheinlich regeln die BGen 99 % der Arbeitsunfälle anstandslos, aber der Rest stößt dann bitter auf.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14.11.2017
  10. schmadde

    schmadde

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    BGen sind keine Wirtschaftsunternehmen sondern Teil des Sozialversicherungssystems, insofern gelten da zumindest theoretisch durchaus andere Regeln. Und am Ende vom Jahr stimmt die Bilanz immer, denn die Kosten werden auf die Mitgliedsunternehmen umgelegt.

    Dass da nicht immer gleich alles anstandslos gezahlt wird, glaube ich wohl, hier wird tatsächlich wie überall versucht zu sparen wo immer es geht. Aber man steht durchaus besser da wie wenn eine Krankenversicherung die Unfallfolgen bezahlt. Bei nem BG-Unfall hast Du Anspruch auf die bestmögliche Behandlung, bei der KV nur auf die kostengünstigste. Die Ansprüche muss man dann natürlich durchzusetzen können, aber das sollte bei beweisbarer Sachlage eigentlich möglich sein.
     
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  11. holzwurm

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    Da kann ich @schmadde nur Recht geben. Ich bin selbst freiwillig Verwsicherter bei der BGHM und die Leistungen sind Klasse.

    & ja, es ist ab und an viel Papierkram!

    Aber die Leistungen sind besser als bei jeder privaten Unfallversicherung. Die BGs bringen ihre Mitglieder wieder an die Schaufel....
     
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  12. kkkkkk

    kkkkkk

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    Wie gesagt Einzelfälle, und ja, Anstalten des öffentlichen Rechts oder sowas. Trotzdem sind auch dort Leute gern gesehen die die Kosten niedrig halten.

    Als kleine Gutenachtgeschichte:



     
  13. enasnI

    enasnI

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    Im Fall der Fälle, würde ich diese Diskussion mit einem Polizisten gerne führen. Immerhin darf man solche Hupen schon an S-Pedelecs bauen. Der Unterschied zum Lastenrad mit 27 km/h ist da nicht mehr riesig. Wenn ich dann ausdiskutiert habe, würde ich die 15€ gerne zahlen, aber erst danach. Dazu gekommen ist es bisher noch nie. Ich fahre aber auch nicht wild hupend durch die Gegend. Ich brauche die so etwa 4-5 Mal die Woche vornehmlich im Feierabendverkehr.

    Meine Erfahrung ist wirklich, dass es ein äußerst effektives Kommunikations- und Sicherheitsmittel ist. Ich kann mir eine Verkehrsteilnahme in einer Stadt ohne das Ding gar nicht mehr vorstellen.
     
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  14. cargomaniac

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    Hallo @enasnl

    ich glaube, Du hast mich mit Deinen Argumenten überzeugt. Drauf gschi.....was die Cops sagen, schließlich geht es um meine Gesundheit und die Autos hupen ja auch wegen jeder Kleinigkeit und dies ist immer o.k. für die Cops.

    Langsam wird mein Cargo Bike komplett: heute ist die 140 liter Alukiste gekommen, die nun bald montiert wird. Dann ist mein Equipment trocken und mehr oder weniger diebstahlsicher transportiert.

    @schmadde
    Du hast es wirklich kapiert. Genau diese Berufsbereiche werden legal brutal ausgebeutet. Und obwohl die Lieferantendienste immer auf den Radwegen parken und oft dabei noch den Motor laufen lassen, muss ich meine Wut im Zaum halten, da diese Jungs ja auch massiv ausgebeutet werden.

    Bei unserem Verdienst in der Medienbranche würden wir über Standard des Mindestlohnes Luftsprünge machen. Bei Selbständigen gilt so etwas nicht und auch keine Arbeitszeitbeschränkungen oder Sicherheitsvorkehrungen. Wichtig: es muss billig sein und auch im Mediengewerbe ist die Qualität nicht mehr ausschlaggebend, sondern jeder Euro, der weniger berechnet wird. Da wird wegen einem Angebot um 20 Euro hin oder her 1 Woche diskutiert.

    Nochmal Thema BG: das mit der bestmöglichen Behandlung glaube ich nicht: mein Durchgangsarzt wurde von der BG angeschrieben, dass er mich nicht mehr behandeln soll. Wenn er es dennoch tut, dann würden ihm die kosten nicht mehr erstattet werden.

    Das ist vorsätzliche Körperverletzung, denn ich hatte eine schwere Parasitose, die tödlich sein kann.

    Er war jedoch so empathisch, dass er mich einbestellt hat und mir die Zwangslage beigebracht hat.

    Bin dann im Tropeninstitut in Hamburg gelandet, die die Diagnose dann eindeutig gestellt haben.

    Diagnose vom BG - Gutachter war aber dann 10 Monate nach dem Zusammenbruch: lediglich Lebensmittelvergiftung, die nach 3 Tagen folgenlos ausgeheilt gewesen wäre.

    In dieser Zeit bin ich aber noch von den Fremdenlegionären mehr tod als lebendig aus dem Urwald geschleppt worden. Alles per Fotos dokumentiert.

    die bis dahin geleisteten Verletztengeldzahlungen versuchte man mir dann sofort nach dem Gutachten per Zoll Rosenheim zu pfänden. Die standen auf einmal mit nem Bescheid der BG vor der Tür, sind aber dann gegangen, als ich denen meine Ordner Schriftverkehr und Arztberichte gezeigt hatte.

    Nach 9 Jahren Kampf und Beisein von Redakteuren bei der erneuten Begutachtung und riesen Pressedruck wurde dann ein bisschen nachgegeben und ich konnte die lapidaren Verletztengeldzahlungen der ersten Monate behalten. Habe trotz eindeutiger Spätschäden des falsch behandelten Parasitenbefalles (Lunge und Immunsystem) nur rein theoretisch einen Anspruch auf eine Rente. Aber dies durchzuziehen wäre eine Lebensaufgabe.

    Dies nur in Kurzform. Über das Verhalten der BG könnte man Bücher schreiben. Glaubt Euch nicht versichert, wenn etwas Schlimmes passiert. Bitte nennt mir einen Fall, der leicht eine lebenslange Rente erhalten hat!
     
  15. apfelsine1209

    apfelsine1209

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    [OT]
    Etwas anders formuliert wird ein schuh daraus: wie ich 'mal gelernt habe, müssen alle gesetze ein paar grundanforderungen genügen. Verkürzt und sinngemäß: sie dürfen weder willkürlich sein noch darf es ein milderes mittel geben, um den angestrebten zweck zu erreichen (muss 'mal meine alten vorlesungsaufzeichnungen durchforsten, iirc waren das vier grundanforderungen, von denen imho bei vielen freiheitsbeschränkenden gesetzen, insbesondere solchen, die angeblich der sicherheit dienen, mindestens eine nicht erfüllt wird).

    Leider klagen viel zu selten menschen gegen neue gesetze (beamtenwahnsinn/polit(iker)aktionismus) auf basis der verletzung einer dieser grundanforderungen. Die frage nach dem vorliegen eines verstoßes gegen das o.e. willkürverbot stellt sich imho nämlich bei den meisten gesetzen, die es in einer nennenswerten zahl anderer freiheitlich-rechtsstaatlicher länder nicht gibt, so zB dieses hupenverbot (falls es das überhaupt gibt).

    Übrigens : falls es dieses hupenverbot gibt: da stellt sich ähnlich wie bei blinkenden lichtern die frage, ob sich dieses verbot nicht dadurch umgehen ließe, daß man die hupe nicht am fahrrad, sondern am körper oder rucksack befestigt, also nicht mit dem fahrrad verbindet (schon diese -- legale -- umgehungsmöglichkeit des blinkende-lichter-verbots bei fahrrädern zeigt doch, wie schwachsinnig das verbot ist...)
    [/OT]
     
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  16. cubernaut

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    Interessante Ausführungen!

    Nebenbemerkung: Könntest du für die Ü40-Fraktion evtl. deine Schriftgröße ...?
     
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  17. apfelsine1209

    apfelsine1209

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    Grundsätzlich gerne. Die kleinere schrift soll eigentlich nur optisch kenntlich machen, daß ich mir (schuld)bewusst bin, daß der betreffende post OT ist. Sozusagen eine implizite entschuldigung für's OT ... ;)
     
  18. Köllefornia

    Köllefornia

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  19. Joshua

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    Danke! Gleich gezeichnet. 22 Leute bis jetzt. Da fehlen noch einige. Petition erstellt am 1.11.2017, Zeichnungsfrist 16.11.2017 - 14.12.2017. Mitmachen, Leute!