Load - Tektro Specs und Optionen

Hallo,

nicht das ich wirklich etwas an den Bremsen des Loads (2020er in 60er Länge) machen müsste - aber ich könnte ja trotzdem...
Jetzt bin ich mir bei den Specs der Bremsen etwas unsicher. Laut R-M Website sind es "Tektro TRP C 2.3 disc brake". Auf der Seite der Bremse lese ich "Auriga".
Wer weiß denn, was genau das verbaut wurde?!
Und dann die nächste Frage (dazu habe ich hier auch mal etwas gelesen, bin mir aber unsicher): sind die Bremsleitungen mit Magura Sätteln kompatibel? Gleiche Frage gilt für die Griffe. Sollte ich auch die wechseln, brauche ich welche mit Bremslichtschalter und da frage ich mich, ob ich die Kabel dann neu verlegen muss oder nicht.

Vielen Dank vorab für Eure erhellende Unterstützung.

Detlef
 
Also ich habe letzte Woche auf die Shimano MT520 4 Kolben umgebaut. Dann können Hebel und Leitungen liegen bleiben. Kann man machen gibt etwas mehr Reserven, muss man aber nicht.
 
Die Shimano MT520 hatte ich auch schon im Auge - obwohl ich eigentlich lieber ne MT5 hätte - aber die MT520 ist vom Preis wirklich interessant - falls ich überhaupt wechsle...
 
damit sich das Thema hier lohnt - hier ne Übersicht über Infos zu den Bremsen hier im Forum und im Netz:

Falls ich die Leitungen wechseln müsste: Jagwire hat ein "Mountain Pro Hydraulisches Bremsleitungsset" mit 3m Länge im Angebot (30€).
Jagwire hat dazu ein Adapter System mit Namen Quick-Fit im Schrank - das für die MT520 passende wäre das "HFA310". Beides nur notwendig, wenn man die Leitungen neu verlegen will/muss. Kostet dann nochmal 18€ je Bremse.

Die MT520 Bremssättel habe ich für 43€ entdeckt. Entlüftungskit habe ich noch. Wenn ich die Leitungen weiter nutze, wäre ich mit rund 90€ dabei.
 
Moin, die TRP C 2.3 ist eine neue, speziell für solche Anforderungen wie bei Lastenrädern gebaute Bremse, die R&M inzwischen bei einigen Loads einbaut.
Es ist eine 4Kolben-Bremse und die Rotoren haben eine Dicke von 2,3mm, was aus meiner Sicht echt top ist. Damit hat man eine sehr ordentliche Bremse am Lastenrad. Mit einer Auriga haben die genannten Bremsen nichts mehr zu tun. Ein Umbau auf eine MT520 wäre auf jeden Fall ein Downgrade und lohnt aus meiner Sicht nicht. Und die gerne schleifende MT5 könnte mit den 2,3mm-Rotoren noch mehr zum schleifen neigen, da wäre ich auch vorsichtig.
Hier gibt es ein Video u.a. über diese Bremse.
Insgesamt: Viel mehr Bremse als die TRP am Lastenrad geht nicht. Ich würde da nix umbauen.
 
An meinem Load 75 MY 2020 ist auch die TRP C 2.3 verbaut. Einmal bei langer Abfahrt (800 hm am Stück) gab's blaue Verfärbungen. Aber die hätte es auch bei allen anderen gegeben. Sonst bisher top.
Allerdings frage singt die vordere Bremse bei Kurven ab und an. So, als würde die Scheibe an den Belägen schleifen. Ist das problematisch oder normal?
 
Ich hatte mein Load 2020 leider noch mit den unsäglichen Tektro Auriga bekommen. Ich habe inzwischen auf Magura MT E-Stop (ist wohl MT5) umgebaut und bin mit Wirkung und Ergonomie überglücklich. Ich habe komplett getauscht, also Bremsen, Scheiben und Griffe.

Die Leitung musste ich auch tauschen, die Tektro war etwas zu dick.

Die 150 Euro und 1,5 Stunden Arbeit war das allemal Wert.
 
Ich hatte mein Load 2020 leider noch mit den unsäglichen Tektro Auriga bekommen. Ich habe inzwischen auf Magura MT E-Stop (ist wohl MT5) umgebaut und bin mit Wirkung und Ergonomie überglücklich. Ich habe komplett getauscht, also Bremsen, Scheiben und Griffe.
MT5 ESTOP oder MT5E? Nur letztere hat meines Wissens nach das extra Kabel um den Bremsvorgang auch im Bremslicht anzuzeigen.

Die 150 Euro und 1,5 Stunden Arbeit war das allemal Wert.
Wie sieht es im folgenden mit Garantie und Wartungen aus? Gibt es da bereits eine Ansage von Deinem Händler der das dann durchführt, oder hat der den Umbau der Bremsen erledigt?
 
E-Stop. Bremslicht wird überschätzt. Ich habe die Leitungen mit Schrumpfschlauch geschützt und im Rahmen verborgen, falls ich meine Meinung dazu irgendwann mal ändere. Als Kompensation für diesen Verlust konnte ich den Fernlichtschalter als Bremshebel-Schelle verwenden.

Natürlich müsste ich bei einem Gewährleistungsfall der Bremsanlage beim Lieferanten der Bremse vorstellig werden. Ich wüsste allerdings nicht, welchen Einfluss das auf eventuelle Wartungen bei meinem Verkäufer haben könnte.
Das ist aber sowieso nicht Thema dieses Threads, es geht ja hier um den Austausche der schlimmen Tektro. ;-)
 
Natürlich müsste ich bei einem Gewährleistungsfall der Bremsanlage beim Lieferanten der Bremse vorstellig werden. Ich wüsste allerdings nicht, welchen Einfluss das auf eventuelle Wartungen bei meinem Verkäufer haben könnte.
Das ist aber sowieso nicht Thema dieses Threads, es geht ja hier um den Austausche der schlimmen Tektro. ;-)
Da es sich um ein E-Bike/Pedelec handelt ist es leider nicht ganz so einfach und man sollte die rechtliche Seite auch mit betrachten wenn man Hand anlegt. Je nachdem ob es ein normales Load, oder ein Load HS ist, sind noch unterschiedliche Richtlinien betroffen!
Sollte es zu einem Schadensfall mit Fremdbeteiligung kommen mag ich nicht vermuten was ein findiger Anwalt der Gegenseite an Nutzen daraus ziehen kann. Oder wenn Dich dann Deine Versicherung in Regress nehmen sollte...
Ich bin kein Jurist - Warnhinweise gibt es aber zu Hauf!

Kann ich bei meinem E-Bike Komponenten tauschen? Auf was muss ich als Kunde achten?

Ja, aber man muss extrem aufpassen. Die CE-Kennzeichnung bezieht sich auf das gesamte Produkt inklusive aller Teile. Und sie wird ungültig, wenn man ohne vorherige Absprache mit dem Hersteller wesentliche Änderungen am Bike vornimmt. Was nun „wesentlich“ ist und was nicht, darüber waren sich bis vor Kurzem noch nicht mal die Fachleute einig. Nun haben der Verbund Service Fahrrad (VSF) und der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) zusammen mit dem Zedler-Institut einen einheitlichen Leitfaden zum Bauteiletausch an E-Bikes herausgegeben. Darin wird zum ersten Mal in einer Übersicht festgehalten, welche Teile man ohne spezielle Freigabe tauschen darf und welche nicht – und mit wem im zweiten Fall Absprache zu halten ist: mit Fahrradherstellern, Systemanbietern, Teileherstellern etc. So dürfen bspw. Steuerlager, Umwerfer und Schaltwerk ohne Probleme getauscht werden. Lenker und Vorbau hingegen dürfen mit bestimmten Auflagen nur dann ausgetauscht werden, wenn Fahrzeug- oder Teilhersteller diese Komponenten freigegeben haben. Ihr seht: Kompliziert bleibt es trotzdem, aber dank des neuen Leitfadens weiß nun wenigstens euer Händler Bescheid und kann euch besser beraten. Und dieses Angebot solltet ihr auch wahrnehmen.
Quelle: https://ebike-mtb.com/rechtslage-e-mtb-was-darf-ich-und-wenn-ja-wie-viel/

Leitfaden für den Bauteiletausch bei CE-gekennzeichneten E-Bikes / Pedelecs mit einer Tretunterstützung bis 25 km/h

Leitfaden für den Bauteiletausch bei schnellen E-Bikes / Pedelecs mit einer Tretunterstützung bis 45 km/h


Wenn ihr jetzt alle der Meinung seid, dass das OT ist, bin ich gerne Still. Gute Fahrt!
 
Na ja - mein neuer Lenker und der Sattel entsprechen der DIN EN ISO 4210 und DIN EN ISO 15194 und sind grundsätzlich für ein eBike freigegeben. Aber diese Diskussion ist doch sehr Deutsch - nicht nur das es für jeden Kram ne Regel gibt, es finden sich auch immer sofort Menschen, die diese Regeln offensiv einfordern. Das der "Verbund Service Fahrrad" ein Interesse an dieser Regelung hat, liegt auf der Hand.
 
Wenns nach mir geht könnte ich auf die Regeln verzichten - ich hätte gern ne Dropbar am eLastenrad. Durch die nötigen Änderungen an der Bremsanlage schicken mich bisher alle Händler weiter...
 
Man muss beim Pedelec trennen zwischen dem durchaus legitimen Teiletausch, auch durch den Nutzer, bei dem lediglich die Eignung der Teile für ein Pedelec eine Rolle spielt, und Tauscharbeiten oder Umbauten durch Händler/Gewerbetreibende. Wenn der gegen Teile tauscht, die der Hersteller nicht ausdrücklich freigibt, ist das Rad ggfs. weiter ein völlig konformes Pedelec, aber der Umbauende wird zum Hersteller und in Sachen Gewährleistung Verantwortlichen. Deshalb bauen die meisten Radhändler an Pedelecs nichts um, ausser werksseitig angebotenem Zubehör.
Durch eigene Umbauten am Pedelec, auch beim Tausch gegen andere Pedelec - geeignete Teile, durch Dich als Besitzer, verlierst Du u.U. Garantie- oder Gewährleistungsansprüche, tust aber nichts illegales.

Versicherungsrechtlich würde ich mir keinen zu großen Kopf machen, wenn Du prinzipiell geeignete und freigegebene Teile verwendest. Die gute Scheibenbremse inkl. Scheiben für vorn und hinten für 39,60 aus China im Plastikbeutel versandt würde ich dann eher nicht nehmen. Aber gegen eine bessere, ebenfalls für eBike/Pedelec geeignete Bremse zu tauschen ist keine Erhöhung der Betriebsgefahr und insofern auch nicht zu beanstanden.
Anders mag es bei einem Gutachter-Hickhack aussehen, wenn man Bremskomponenten verschiedener Hersteller mischt, aber auch da wäre ich bei korrekter Auswahl optimistisch, das spätestens mein Gegengutachter darlegen kann, daß ich hier eine Verbesserung des Systems erreicht habe und die Montage fachgerecht war.
Bei S-Pedelec sieht es noch mal ganz anders aus, aber darum geht´s ja grad nicht.
 
Oben Unten