Load 75 Unfall -> Weiterfahren/Reparieren/Neukauf?

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Hi,

wir hatte einen unverschuldeten Unfall mit einem Rennradfahrer. Der Schaden wurde von einem Riese-&-Müller-Händler begutachtet. Laut Kostenvoranschlag sollten unter anderem der Frontrahmen und Federgabel ersetzt werden damit es wieder im alten Zustand ist. Das Rad ist aber laut Begutachtung des Händlers verkehrstüchtig.

Die Versicherung hat die Reparatur bereits freigegeben. Wir fragen uns jetzt aber, ob wir das Rad nach einem Rahmentausch überhaupt noch weiterfahren wollen oder ob wir lieber versuchen sollten, stattdessen ein neues Load zu kaufen und den Schadenbetrag anrechnen zu lassen.

Daher unsere Fragen an euch:
  • Würdet ihr das Load 75 mit einem verbeulten Frontrahmen bedenkenlos weiterfahren wenn es schon 18.000km auf der Uhr hat und von 2021 ist?
  • Wie hoch seht ihr den Wiederverkaufswert ohne Reparatur?
  • Würdet ihr in unserer Situation reparieren oder auf ein neues Rad wechseln? (oder nur das nötigste reparieren - die Frontgabel war eh fällig - und dann verkaufen)?
Uns geht es vor allem um Sicherheit und langfristige Zuverlässigkeit.

Bonusfrage: Wir lieben unser Load 75 aber haben inzwischen nur noch ein Kind dass im Lastenrad mitfährt, statt vorher zwei, würdet ihr vom Load3 75 auf ein Load5 60 oder ein Transporter 2 65 downsizen oder ist das schon alleine wegen des schlechteren Verdecks keine gute Idee?
 

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Da es laut Händler verkehrstüchtig ist, würde ich es weiterfahren. Die Schweißnaht im ersten Bild sieht für mich auch ok aus.
Die Beule zeugt doch vom echten Leben - und wir selber bekommen ja auch die eine oder andere Macke. Passt also ;-)

Zum Downsizing: vielleicht noch etwas länger warten, bis auch das kleinere Kind nicht mehr mitfahren will und dann die freie Wahl haben - auch zu nicht Lastenrädern.
Es sei denn ihr braucht ein Lastenrad für die täglichen Transporte.
 
@RMload Wir würden es prinzipiell auch weiterfahren, aber es spricht auch Einiges für einen Neukauf: die Versicherung erstattet ja nur den Nettobetrag bei Reparatur/Fiktive Reparatur aber den vollen Betrag + MWSt bei einem Neukauf... des Weiteren lässt sich das Rad jetzt nur noch schwierig zu guten Konditionen (5 Jahre alt) bei einer Fahrradversicherung versichern die mehr als den Zeitwert bezahlen würde.

vielleicht noch etwas länger warten, bis auch das kleinere Kind nicht mehr mitfahren will und dann die freie Wahl haben - auch zu nicht Lastenrädern. Es sei denn ihr braucht ein Lastenrad für die täglichen Transporte.
Kein Lastenrad ist keine option für uns. Wir würden selbst ohne Kinder mindestens eine 60cm Box vollbekommen für die Wocheneinkäufe. Das Carrie scheidet also schon aus.
Wir haben kein Auto und sind 365/7 auf das Lastenrad angewiesen für Einkäufe etc. Daher auch die relativ hohe Laufleistung.
 
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Also der Schaden am Rahmen ist unbedenklich für mehrere Jahre und Rost ist bei Aluminium kein Thema.
Aber weil es Aluminium sein dürfte, ist es mit dieser Verformung innen rissig geworden und altert dort früher.
Alu hält leicht etwa 20-30 Jahre, dann können sich an belasteten Stellen Risse bilden. Das kann früher passieren, viel mehr als dreißig Jahre würde ich einem Rahmen aber nicht zumuten. Und mit dem Unfallschaden ein paar Jahre weniger, vielleicht 25.
Aber wenn sogar der Rahmen repariert wird, wäre das besser als Neukauf, denn das Rad ist ja quasi eingefahren und bekannt.

Der Zustand der Federgabel, und ich meine nicht die kleine Schramme, deutet darauf hin, das ein Austausch (oder mindestens mal eine Überholung) bald nötig geworden wäre.
Ich stimme für die Gratisreparatur.
Alles Andere wäre nur teurer und ganz ehrlich, ein neu gekauftes Rad kann wieder andere Macken haben.

P.S.: Ich fahre ein Rad das einen Brandschaden und zeitgleich einen Auffahrunfall hatte. (Akku fing Feuer und das Rad donnerte gegen einen Felsen.) Das hab ich selbst repariert und fahre damit seit sieben Jahren herum.
 
Die Versicherung zahlt die Märchensteuer bei Reparatur (§ 248 Abs. 2 S. 2 BGB).

Den Bildern nach: Federgabel neu, mit MwSt., Frontrahmen fiktiv abrechnen, ohne MwSt, und als Taschengeld mitnehmen.
Ist ja nur ein "Lackschaden"; da wird die nächsten Jahrzehnte, siehe @Christoph, nix passieren. Und wirklich tragend ist die Stelle m.M. auch nicht.

Alternativ auf das Taschengeld verzichten, den Frontrahmen mitnehmen und als Ersatzteil ins Regal legen.

Hoffe der Personenschaden ist auf allen Seiten nicht so doll.
 
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Würde ich reparieren lassen und verkaufen. Damit machst du den größten Profit.
@Omnium Mir um die langfristige Zuverlässigkeit des Rades geht und nicht um den Profit. Aber wenn wir das trotzdem mal durchspielen: ich sehe Load3 75 mit weniger als 2000km gelaufen für weniger als 4000 EUR gebraucht. Ich vermute selbst mit Reparatur des Rahmens komme ich nicht über 3000 EUR wenn ich es privat verkaufe. Und ich würde so grob schätzen, dass ich das Rad ohne Reparatur vielleicht für ca 2000 EUR verkaufen kann. Die Reparatur kostet fast 3000 EUR. Vielleicht rechne ich falsch, aber reparieren lassen hört sich erst mal nicht sehr profitabel an.
 
Ich würde komplett fiktiv abrechnen, zwei neue Federgabeln bei bike-discount kaufen, eine selbst einbauen und die zweite auf Lager legen. Vielleicht noch nen Suchauftrag bei Kleinanzeigen laufen lassen, nach einem gebrauchten 60er Rahmen-Vorderteil.
 
Neues Rad kaufen und altes der Versicherung abkaufen geht nicht?
 
Die Versicherung zahlt die Märchensteuer bei Reparatur (§ 248 Abs. 2 S. 2 BGB).
Aber nur wenn sie wirklich gezahlt wurde.
Bei einer fiktiven Abrechnung wird die nicht gezahlt.
Ich würde das Bike unrepariert weiter fahren und die Versicherung den Schaden ohne MwSt. zahlen lassen.
Wenn man Angst hat unrepariert verkaufen.
Versicherungssumme und Verkaufspreis werden mehr einbringen als das reparierte Bike zu verkaufen.
 
War es nicht Riese und Müller, die so verblüffen niedrige Haltbarkeiten für ihre Räder angeben?
Mich wundert generell die Aussage der Werkstatt, dass das Rad verkehrstüchtig sei, sowas sichert eigentlich niemand bereitwillig zu.
Für wichtig halte ich auf jeden Fall, bei einem Verkauf klar auf den Schaden und die unbekannte Auswirkung hinzuweisen und nicht zu verniedlichen.
 
Neues Rad kaufen und altes der Versicherung abkaufen geht nicht?
Braucht man doch gar nicht. Fiktive Reparatur abrechnen, bei Reparaturkosten von 3000 € macht das ohne Mwst rund 2500€. Das alte Rad erst mal weiter fahren und parallel nach ner Alternative schauen. Wenn die gefunden ist, das alte Load schlachten und in Einzelteilen verkaufen, dann hast du die 4000€ für ein recht neues Load fast zusammen. Eine 60er Box wird auch für ein Kind schneller zu klein als man denkt…
 
Wie kann ein Rennrad derartige Schäden bewirken? Wie geht es euch, wie dem Unfallgegner?
Rennradfahrer hat auf einem schmalen Feldweg mit Hecke am Rand die Kurve geschnitten und ist auf die linke (!) Seite frontal ins Lastenrad gekracht. Die Schäden sind von der der Kurbel des anderen Rades. Keiner hat sich ersthaft verletzt, nur Schrammen. Das Rennrad (kein Carbon) wahr erstaunlicherweise noch ganz. Genau Schäden sind mir aber nicht bekannt, da der Fahrer dann kurzer Diskussion wer Schuld hat, abgehauen ist und (Rad)fahrerflucht begangen hat...
 
War es nicht Riese und Müller, die so verblüffen niedrige Haltbarkeiten für ihre Räder angeben?
Mich wundert generell die Aussage der Werkstatt, dass das Rad verkehrstüchtig sei, sowas sichert eigentlich niemand bereitwillig zu.
Das war auch kein schriftliches Gutachten sondern eine mündliche Aussage, nicht ganz wortgemäss: "Wenn es mein Rad wäre, würde ich es so noch weiterfahren, statisch sieht alles soweit okay aus". Natürlich hat uns der Händler darauf hingewiesen dass bei einem Sturz, egal welcher Dimension, routinemässig auch Vorbau, Lenker etc. getauscht werden und das ist ja auch Teil des Kostenvoranschlages.
Für wichtig halte ich auf jeden Fall, bei einem Verkauf klar auf den Schaden und die unbekannte Auswirkung hinzuweisen und nicht zu verniedlichen.
Auf jeden Fall! Den Kostenvoranschlag heben wir auf.
 
Und wie ist es dann dennoch zur Schadensregulierung gekommen?
Anzeige gegen unbekannt aber für meinen Teil der Versicherung spielt das keine Rolle, die würde sogar selbst verschuldete Unfälle regulieren. In diesem Fall reichte ihr der Polizeibericht. Das ganze wurde sehr schnell und unkompliziert abgewickelt. Ich will hier keine Werbung machen, aber ich war sehr zufrieden.
 
Ich möchte als Anmerkung noch hinzugeben, dass die an eurem Rad verbaute Suntour Mobie A32 einfach die absolute Rotze im Verschleiß ist und gerne rostet (man sieht auf dem Bild von euch ja auch, dass die völlig hinüber ist). Ich persönlich würde den Rahmen tauschen lassen und die Vordergabel upgraden lassen auf eine Suntour Mobie A34 (oder noch geiler auf eine Cargoca). Müsste meine ich irgendwo in dem Thread beschrieben sein:
Link zum Thread (es gibt leider Gottes gefühlte 20 Threads in diesem Forum zu dem Thema)
Der Austausch/Umbau sollte allerdings für eine Werkstatt kein Thema sein.
 
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