Laufradbau, Stabiltätsfrage bezüglich Speichenwahl

Tensiometer ( DT Swiss, nicht digital!) benutze ich nur für hohe Kohlefaserfelgen. Vorher hatte es etwas über 20 Jahre mit Zentrierständer und Nippelspanner problemlos funktioniert.
 
ich habe so ein analoges Tensiometer aus China. Um eine Gleichmäßigkeit zu überprüfen reicht es aus. Wie viel NM ich genau auf der Speiche dann habe, kann ich damit nicht beurteilen / messen. Aber mir reicht das
 
Meiner Erfahrung nach halten die in der Mitte verjüngten Speichen besser als durchgängig gleich starke.
Mein Laufradbauer erklärte mir das so, dass sich der dünnere Teil in der Speichenmitte bei Belastungsspitzen besser dehnen kann, da dort weniger Material ist. Das kommt dann der ganzen Stabilität zu Gute. Ich war auch anfangs skeptisch, habe ihm aber vertraut. Er sagte außerdem, dass es nicht nur auf das Material ankommt, sondern auch auf einen sorgfältigen Aufbau und gutes Abdrücken währenddessen. Auch geöste Felgen sollen nicht immer zwangsläufig besser sein als ungeöste. Die Bohrung in der Felge ist ja entsprechend größer und folglich weniger Material für einen Lastabtrag da etc..
Nach nunmehr knapp 13000km und keinerlei Speichenschäden sind die Laufräder noch immer super in Schuss und laufen rund, wie am ersten Tag. Ein Nachzentrieren war noch nicht nötig.
Der LRS ist mit DT350 Naben (32L), DT Swiss EX471 in 650B und 1,8/1,6 Speichen aufgebaut und wird wegen meiner 125kg und ruppigen Fahrweise dabei nicht geschont. Ich fahre den zwar auf meinem Alltagsrad und NICHT auf einem Lastenrad, aber als Orientierung kann diese Info schon nützlich sein. Ich wiege ja schließlich allein soviel, wie manch einer inklusive seiner Beladung auf dem Lastenrad.

Für mein Lastenrad habe ich mich aber dennoch für Andras entschieden, da ich es wirklich stabil möchte und das Rad zweckbestimmt nutzen möchte. Ich habe keinerlei Bedenken, dass da irgendwas kaputt geht. Klar sind die etwas schwer, aber das nehme ich in Kauf.
Durch die Mehranstrengung beim trampeln verliert man ja auch vielleicht ein paar Pfunde, die dann eine Panzerfelge zukünftig obsolet machen:p:LOL:
 
Habe nun vor einiger Zeit auch ein 20"-Vorderrad gebaut. Ganz von Hand im Zentierständer, kein Tensiometer o.ä.
Aber meine Rennrad und Gravellaufräder halten so auch schon seit vielen tausend km ohne die Notwendigkeit, nachzuarbeiten. Ist also sicherlich eine Vereinfachung, aber es geht auch ohne wenn man die Geduld mitbringt :)

Das 20" Vorderrad besteht aus Kinlin DDT32, 2mm Edelstahlspeichen (Sapim Leader), Messingnippel Sapim.
Sehr stabil, war easy zu zentrieren. Im Nachhinein würd ich vllt. nicht mehr unbedingt 36 Speichen nehmen, aber die teure Dynamonabe war halt schon da und hatte eben 36L.

Habe auch noch eine Andra 40 für ein 2. VR hier liegen. Vielleicht probiere ich es da mal mit konifizierten Speichen :) Danke für den Tipp!
 
Ja 36loch ist bei 20" nicht notwendig.
Konifiziert mWn allerdings nicht möglich. Die Speichen sind zu kurz dafür.
 
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