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WIr leben in der Stadt, teilen unseren kleinen Hof mit 15 Nachbarn, Mülltonnen, einer Wäscheleine, dem Kellerausgang, einem Platz für gelbe Säcke, einer kleinen Sitzecke und einem Bedarfsgrillplatz. Das klingt kuschelig, ist es auch. Die 15 Fahrräder verteilen sich an der Mauer und einem kleinen Radgestell. Unsere Lastenräder haben da echt Probleme in die Nähe der Dachrinnen und Geländer zu kommen um sie anschließen zu können.
Klar, auf die Strasse ausweichen, doch hier finden wir zwar 95 Stellplätze für Automobile, da die Straßenbeleuchtung jedoch zwischen die Häuser verspannt ist gibt es keine Laternen (ich finde es ehrlich gesagt auch ätzend Räder mitten auf dem Gehweg an Laternenpfähle zu ketten).

Nun habe ich an unsere Stadtverwaltung geschrieben, Grüner Bürgermeister, Grün/Rote Regierung, da muß doch was zu machen sein. ;)
Im August gab es dann eine Besichtigung mit Mitgliedern des ADFC und einem Mitglied des Stadtrates, darauf folgte ein Antrag auf einen Fahrradstellplatz in der Straße. Die Resonanz unter den Nachbarn war allerdings sehr ernüchternt. Eine Familie hat sich dafür interessiert, von anderen Nachbarn wurden schon ernstere Töne vernommen. Mann wolle Ihnen doch nicht die Autoparkplätze streitig machen? Sie parken hier ja schließlich seit 30 Jahren...
Ein paar mal habe ich mich nach dem Stand der Dinge bei der Stadtverwaltung erkundigt und:
Am vergangenen Dienstag wurden drei Fahrradbügel in der Straße montiert.
Auf dem Gehweg, an genau den Stellen, an denen Fußgänger eigentlich hinter den parkenden Autos die Straße überqueren sollen. Also für ein normales Rad reicht der Platz, meine Lastenräder versperren allerdings entweder den Gehweg oder den direkten Weg über die Straße.
Ich hätte mir ja gewünscht zwei der öffentlichen Autoparkplätze würden weichen, aber da habe ich wohl etwas geträumt. ;)

Statt dessen hat nun der Fußgänger das nachsehen.
Die Stadtverwaltung habe ich nun angeschrieben, ich weiß, ich bin erscheine undankbar...
Habt ihr Erfahrungen mit solchen Projekten, konntet Ihr schonmal einen Autofahrer vom Parkplatz verscheuchen?
 

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Tja, Autoland, und im Ländle scheinen auch die Grünen Benzin im Blut zu haben (wenn man schaut was Kretschmann so raushaut), da war wohl nicht mehr zu erwarten :(
 
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Und wenn Du das Lasti parallel zum Bürgersteig in den Parkstreifen ragen lässt?
 
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Ist in Cannstatt, oder?
Tja, grüne OB ist erstmal Geschichte jetzt und...ach, da schreib ich lieber nix mehr dazu.
Zu der Position: find ich nicht gut, die ganze Ecke so zu blockieren und mal wieder Fuß-und Radverkehr gegeneinander aufzuwiegeln.
Besser wäre ja dieses neue Stuttgarter Rechteck gewesen, aber klar, der selbe Konflikt mit den Parkplatzliebenden. :(
Vielleicht fragst du mal mit einer gelben Karte nach einem Vorschlag, wie ihr die Lastis parken sollt, die Antwort würde mich auch interessieren.
 
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WEnn man da Räder 90 Grad zu den Bügeln abstellt, und so den Übergang blockiert, kann man drauf warten das die Dinger wieder weg kommen... oder genervte Fußgänger u. Radfahrer einen unschönen "Eindruck"... an den Rädern... hinterlassen. Hier gibts an einem Supermarkt immer wieder Radfahrer, die ihre Räder so abstellen das der Durchgang doch recht eng wird. Da kommt es immer wieder zu Schäden an den Rädern....Wer so parkt schreit nach Reaktionen.

:) Helmut
 
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Das Stuttgarter Rechteck ist ja eine tolle Initiative! Ein solches System hilft auch beim sicheren überqueren der Straße, da man sich hierbei nicht zwischen parkenden Autos durchmogeln muss.
Leider merke ich jedoch, das meine Nachbarn gar nichts von Aktionen halten, die KFZ Parkplätze mindern. Seit man im Stadtteil im Jahr 30 Euro für einen Anwohnerparkausweis bezahlen muss, denken viele nämlich ein Anrecht auf einen Parkplatz zu haben. Haben ja dafür bezahlt.
 
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Auch wenn hier in erster Linie auf die Fahrradbügel eingegangen wird. du schreibst ja auch, dass du auf dem hof parken könntest, der Platz zum anleinen aber eigentlich immer besetzt ist. Wie wäre denn ein an der Wand oder auf dem Boden befestigter Bodenanker. habe zwar auf die schnelle nur den von ABUS gefunden (ABUS wurde in einem anderen Thread ja leider als Frauenfeindlich enttarnt), doch so stände Dein Lastenrad auf dem Hof und es wäre angeleint. Denke, wenn der Bodenanker fachmännisch montiert wird, sollte der Vermeiter nichts dagegen haben. So würde das Rad auch unsichtbarer für andere stehen.
 
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Solche Wandanker mit ART Zertifikat gibt es zwischen 50 und 100 Euro von vielen Herstellern. Bei Louis z.b. von Hartmann.
Wivhtig ist geeignete Befestigung. Im Kleinpflaster reisst man da den Stein aus dem Verbund und verlädt das Rad dann halt abgeschlossen...
Übrigens schöne Initiative für Dein Viertel.
 
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Anker gibts auch von Kryptonite (https://www.kryptonitelock.de/de/products/product-information/current-key/330202.html), Hiplock, Panzerhülse und anderen...
Scheint mir eine gute Idee. Hab schon überlegt mir einen am öffentlichen Platz zu montieren. Nachdem man ja anscheinend in aller Öffentlichkeit Fahrradschlösser aufflexen kann, ohne dass es jemanden interessiert, müsste es umgekehrt auch möglich sein, so einen Anker in irgendeinem größerem Granitrandstein oder so zu versenken.
Solange mir aber niemand meinen Fahnenmast streitig macht, lasse ich es noch...
 
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Am liebsten parke ich die Räder natürlich im Hof, besonders nächtens würde ich die Velos nicht draußen abstelle. Wir haben den Antrag auf Bügel in erster Linie gestellt, um tagsüber mal schnell das Rad abstellen zu können ohne die Boliden jedesmal durch die Enge Hofzufahrt dirigieren zu müssen.
Alleine unsere Hofeinfahrt wird täglich zugeparkt, da es sich ja um keine Autozufahrt handelt. Strafzettel für widriges Parken werden hier nicht verteilt. Mit den Lastenrädern ist es zeitweise recht schwierig hier durchzukommen.
Wie gesagt, viele Anwohner sehen es als Kriegserklärung an, PKW Parkraum umzugestalten. Nun möchte ich nicht auch noch mit unseren fußläufigen Nachbarn Stress haben.
DeFacto werde ich die Räder also wieder im Hof unterstellen, vielen Dank für die Tipps mit den Bodenankern.
Und ich hoffe natürlich, das die neu montierten Fahrradbügel von Nachbarn genutzt werden.
Ein Gutes hat es ja, PKW können nun nicht mehr illegalerweise auf dem so okupierten Platz parken. ;)
 
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Die Antwort vom Tiefbauamt kam schneller als erwartet: Wenn meine Räder zu groß oder zu lang sind, darf ich sie da nicht parken. Auch nicht teils auf den bestehenden Autostellplatz. Hmm, spricht doch eigentlich nichts dagegen ein Fahrrad auf einen öffentlichen KFZ Stellplatz zu parken, oder?
 
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Wenn das Fahrzeug zu groß für den Fahrradstellplatz oder den Gehweg ist, musst du das soweit ich weiß sogar.... ;-)
In Köln gab es mal Motorrad-Demos, als die Stadt anfing, behinderungsfreies Parken auf Gehwegen zu ahnden - Da haben samstagsmorgens vor Ladenöffnung einfach Motorradfahrer Teile der Innenstadt ganz vorschriftsmässig zugeparkt.
In Köln wird Gehwegparken weiter toleriert.
Vielleicht muss man so was auch mit Lastenrädern machen, um ein Bewußtsein zu schaffen und Umdenken anzustoßen.
 
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